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"Ärmlich, dass Sie hier so rumeiern"

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ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Ratsmehrheit aus CDU und FDP verhindert Armutsbericht / Die Frage: Wie ist Armut erfassbar?

Bünde. Es bleibt dabei: Die Stadt Bünde wird in absehbarer Zeit keinen "Armutsbericht" erstellen. Mit 23 (CDU/FDP-)Stimmen gegen 20 Voten der SPD, UWG und Bündnisgrünen lehnte nach dem Haupt- und Finanzausschuss nun auch der Rat einen entsprechenden Antrag der Sozialdemokraten ab.

Die Diskussion, die dieser Entscheidung voraufging, war bezeichnend für das Dilemma, das allein die Begriffsfindung für ein solches Zahlenwerk mit sich bringt. Und auch dafür, dass mit diesem "Armutsbericht" Emotionen verbunden sind. Elmar Holstiege und Wilfried Kura (Grüne), Armin Kuschel und Jörn Döring (UWG) sowie Horst Beck und Heinrich Möntmann (SPD) argumentierten mit Verve für den Report und regten an, bei der Stadt gebe es im mehreren Fachbereichen bereits viele Daten über Armut in Bünde. Man müsse sie für den ersten Bericht nur bündeln und in dann Kontakt mit Kirchen und Wohlfahrtsverbänden suchen. Dadurch werde der Bericht von Auflage zu Auflage umfangreicher und letztlich hilfreich sein zur wirklich gezielten Bekämpfung der Armut in Bünde und ihrer Folgen.

Martin Lohrie (FDP) widersprach umgehend, lobte das Bündnis "Bünde stark für Familie" und monierte - wie schon im Hauptausschuss - die vermutlich "zu hohen" Kosten des Berichts. Auch sei die Stadt nicht mit Land und Bund zu vergleichen, denn die müssen solche Berichte erstellen, weil sie daraus schließlich Gesetze ableiten. Prompt folgte die Antwort Elmar Holstieges, der Lohries Kosten-Argument aufgriff und erläuterte, die Folgen nicht bekämpfter Armut werde die Stadt in Zukunft finanziell zu spüren bekommen.

Zum Beispiel dadurch, dass zahlreiche Kinder aus Hartz-IV-Haushalten erhebliche Schulprobleme haben, dann beruflich scheitern und in der Folge - wie die Eltern - Unterstützung durch die öffentliche Hand erwarten.

Noch grundsätzlicher wurde die Diskussion, als es um den Namen des "Kindes" ging. Man habe den Eindruck, die Ratsmehrheit störe sich an dem Begriff "Armutsbericht", erklärte Elmar Holstiege. "Dann nennen wir’s doch einfach Reichtumsbericht", schlug Wilfried Kura vor. Und fügte in Richtung CDU-Sprecher Friedel-Heinz Uhlich hinzu: "Ich empfinde es als ärmlich, dass Sie hier so rumeiern."
"Ärmlich, dass Sie hier so rumeiern" | Neue Westfälische: Zeitung, Tageszeitung für Bünde, Kirchlengern, Rödinghausen - Neue Westfälische - Bünde
 
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Gast
  Th.Starter/in  
#2
Zum Beispiel dadurch, dass zahlreiche Kinder aus Hartz-IV-Haushalten erhebliche Schulprobleme haben, dann beruflich scheitern und in der Folge - wie die Eltern - Unterstützung durch die öffentliche Hand erwarten.
Als ob sich das ändern würde, nur weil dann ein Armutsbericht vorliegt.
Woher die Armut kommt bzw. wodurch sie verursacht wird, das sieht man doch. An der Ursache muss man arbeiten und nicht noch so ein Bericht, der in der Tat nur sinnlos Kosten verursacht.
 

Emma13

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#3
Als ob sich das ändern würde, nur weil dann ein Armutsbericht vorliegt.
Woher die Armut kommt bzw. wodurch sie verursacht wird, das sieht man doch. An der Ursache muss man arbeiten und nicht noch so ein Bericht, der in der Tat nur sinnlos Kosten verursacht.
Sehr treffend gesagt, ashna :icon_daumen:

Grüße - Emma
 

Mario Nette

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#4
Ah, Bünde. Da habe ich doch eine Idee ... und einen Kontakt ... mal gucken, was die Wirtschaft sagt, wenn sie kriechen muss ...

Mario Nette
 
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