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Glücksrabe

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#1
Guten Abend zusammen...

Nach einigem Kummer, angewandter "Vogel Strauß Taktik" und so manchem Gegrübel bin ich auf dieses Forum gestoßen. Ich habe schon etwas gestöbert und musste feststellen, daß mir so manche Informationen sehr geholfen hätten...

Da mein Anliegen mir etwas komplexer erscheint, habe ich mich entschlossen es hier zu posten und würde mich über Meinungen und hiflfreiche Antworten freuen. Als kleines Intro sei erwähnt, daß es mir in den letzten Monaten nicht so prächtig ging, wie vielen anderen ALG II Empfängern sicherlich auch...

Ich bin schon seit längerem Arbeitslos bzw. arbeite auf 400 Euro Basis.

Mein Anliegen:

- Im Dezember 2006 sprach ich bzgl. meiner Bewerbersituation bei der ARGE vor und unterschrieb einen weiteren Eingliederungsvertrag für die nächsten 6 Monate.

- Ende Dezember meldete ich schriftlich eine Erkrankung und teilte mit, daß ich nur noch eingeschränkt Arbeitsfähig bin (mit ärztlichem Attest).

- Im Januar erhielt ich kein Geld, schob es aber darauf, daß die ARGE die Zahlung zunächst eingestellt hat um zunächst diese "Krankmeldung" zu überprüfen.

- Anfang Januar erhielt ich eine Einladung und unterzeichnete eine Einverständniserklärung zur entbindung der ärztlichen Schweigepflicht. Das ich noch keine Zahlung für Januar erhalten hatte sprach ich nicht an. Irgendwie hatte ich ein Schamgefühl und traute mich nicht zu fragen.

- Februar wieder kein Geld. Ich grübelte und mir fiel ein, daß ich ja noch einen Nebenjob habe und vergessen hatte die Lohnabrechnungen einzureichen. Da ich im Jahre 2006 ein Schreiben bekommen hatte, daß aufgrund der schwankenden Entlohnung ein fiktives Einkommen von 300 Euro berechnet wird, habe ich mir nicht wirklich Sorgen gemacht.

Ich habe also die Abrechnungen eingereicht, die Situation schriftlich erläutert und mich für den Verzug entschuldigt. Bald darauf erhielt ich ein Schreiben, daß mein Neuantrag für Mitte Februar bewilligt wird, wenn ich Personalausweis, Kontoauszüge & Co. vorlege...

Neuantrag ?! Wie jetzt ?

Ich war doch im Dezember da und habe den Eingliederungsvertrag unterschrieben... Ich war im Januar da und habe die Ärzte von der Schweigepflicht entbunden... Na, dann schnell den Perso suchen und ab...

Dunkle Wolken zogen auf... der Personalausweis ist weg...:icon_kratz:

Eine Woche gesucht - unauffindbar !

Ab zur ARGE und mitgeteilt, daß der Personalausweis weg ist...

Antwort der ARGE "Wenn Sie keinen Personalausweis haben, woher sollen wir dann wissen, ob sie, SIE sind ?!"

Ich bat um Aufschub und teilte mit, daß es etwas dauern würde für einen neuen Personalausweis. Ich hatte kaum Geld und keine Geburtsurkunde zur Hand. Kontoauszüge der letzten 3 Monate konnte ich auch nicht sofort erbringen, da die Karte wg. einer Sperrung sofort eingezogen wird (Ja, auch am Kontoauszugsdrucker).

Vom Regen in die Traufe, irgendwie klappte nichts.... :(

Einige Zeit später...

"Der Antrag vom Februar ist hinfällig, es werden wegen fehlender Mitwirkung keine Leistungen erbracht ! Es müsse nun erneut ein Neuantrag gestellt werden..."

Hallo ?! Miete, Nahrung & Co ?! Waren meine ersten Gedankengänge... und dann kam der Schreck... wenn ich seit Anfang Januar keine Ansprüche mehr habe *schluck*, wer zahlt dann die Arztbesuche, die MRT Untersuchung ???? Da wurde mir leicht schummrig vor den Augen....

Ich wieder zur ARGE und erläutert, gefleht und gebettelt...

Ergebnis: Die Miete von Januar bis März wird übernommen, die Krankenversicherung auch, da ich die Kosten nicht hätte tragen können. Aber Geld zum "Leben" wird man mir für diesen Zeitraum nicht gewähren. Notgedrungen willigte ich ein, da ich bereits ein Schreiben von der Vermieterin erhalten hatte und die enormen Kosten für die aufwendigen ärztlichen Untersuchungen vor Augen hatte.

Wie ich den Strom und weitere Nebenkosten abfangen soll ist mir ein Rätsel...

Ich habe zum Januar hin keinen Folgeantrag erhalten und zuvor wurde ich meistens Vor Ort gebeten, den Folgeantrag zu unterzeichen. Aufgrund der Probleme, die ich in den letzten Monaten hatte, hatte ich keinen klaren Kopf für so etwas.

Da ich im Dezember einen neuen Eingliederungsvertrag unterzeichnet hatte und im Januar zur Sachbearbeiterin zitiert wurde, war ich im Glauben, daß alles in Ordnung sei. Ich kam meinen Verpflichtungen nach und nahm die Termine wahr.

Nun, nachdem alles halbwegs im Lot schien und ich knapp 3 Monate ohne eine Zahlung verbracht habe bekomme ich ein Schreiben. Ich hätte im letzten Jahr eine Überzahlung erhalten und es würde mit 30 % monatlich verrechnet werden.

Ich habe es berechnet und kam zu dem Ergebnis, daß dieser Vorwurf nicht stimmt. Ich bat um eine Auflistung der Berechnung oder einen Termin. Ich erhielt keine Auflistung der Berechnung, sondern ein Schreiben das ich jederzeit vorsprechen könnte und das die "vermeintliche" Überzahlung nun in einer Summe erbracht werden müsste, wenn ich bis zum 06.05.07 keine Erklärung bringe. 06.05 ist an einem Sonntag, das sind 2 Tage, an denen ich mich nicht dazu äußern kann.

Hallo ?! Wieder einen Monat ohne Geld zum Leben ?! :icon_frown:

Als ich vorsprechen wollte, war die Sachbearbeiterin nicht mehr da... soweit zum Thema "jederzeit" vorsprechen. Morgen spreche ich vor und erläutere, daß es keine Überzahlung gab. Was mich nun interessieren würde ist, was die erfahrenen Forumuser von dem Vorgehen halten und in wie weit es rechtens ist.

Ich habe hier im Forum gelesen, daß Kontoauszüge nur vorgelegt werden müssen, wenn Zweifel etc. bestehen und diese Begründet werden müssen. Bei mir hat das verspätete vorlegen von Ausweis und Auszügen schon zur Antragsablehnung geführt, obwohl ich der ARGE bekannt bin.

Bezgl. der "vermeintlichen" Überzahlung informiere ich Euch gerne noch.

Kummervoller Gruß

(Un-) Glücksrabe
 

Unwichtig

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#2
- Im Januar erhielt ich kein Geld, schob es aber darauf, daß die ARGE die Zahlung zunächst eingestellt hat um zunächst diese "Krankmeldung" zu überprüfen.
Sechs Wochen vor Ablauf eines Bewilligungsabschnitts für das Arbeitslosengeld II erhalten die Leistungsbezieher ein Beendigungsschreiben aus Nürnberg, dem ein „Antrag auf Fortzahlung der Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II" zusammen mit den Anlagen zur Einkommenserklärung und Einkommensbescheinigung beiliegt.


Die müssen Dir das Geld nachzahlen:

http://forum.ahfd.org/archive/index.php/t-17037.html

Leistungsverlust nach verspäteten , Folgeantrag'?

Mit der amtlichen Erläuterung, aufgrund eines erst nach Ablauf des vorausgegangenen Bewilligungsabschnittes abgegebenen Folgeantrages werde die Alg II-Zahlung auch erst zu diesem späteren Termin wieder aufgenommen, wurden vielen trotz durchgängig bestehenden Hilfeanspruches erhebliche Summen vorenthalten.

Dabei ist allein schon die in diesem Zusammenhang benutzte amtliche Bezeichnung „Folgeantrag" pure Propaganda zur Erzeugung falschen Bewußtseins. Denn wer einmal einen Antrag auf Alg II gestellt hat, hat dies für die ganze Zeit fortbestehender finanzieller Notlage getan. So sehen es auch die Dienstlichen Hinweise der Agentur: „Die Antragstellung wirkt - unabhängig vom Bewilligungsabschnitt - solange fort, wie die Hilfebedürftigkeit andauert" (Hinweise der BA zu § 37 SGB II, Rz. 37.3). Es gibt also gar kein Erfordernis eines „Folgeantrages". Stattdessen hat der Gesetzgeber den Alg II-Behörden den Auftrag gegeben, spätestens nach sechs Monaten Agl II-Bezug zu prüfen, ob weiterhin Hilfebedarf vorliegt (siehe dazu die Gesetzesbegründung zu § 37 SGB II). Diese Prüfung nennen die Behörden nun „Folgeantrag". Da der Antrag auf Leistung jedoch gestellt ist, ist nahtlos Alg II zu zahlen, auch wenn der sog. „Folgeantrag" erst verspätet eintrifft. Auch das bestätigen die Dienstlichen Hinweise der BA:
„ (6) Geht der Fortzahlungsantrag erst nach Ablauf des Bewilligungsabschnitts beim zuständigen Träger ein, ist für den Zeitraum zwischen Ablauf des Bewilligungsabschnitts und Eingang des Fortzahlungsantrags zu prüfen, ob Hilfebedürftigkeit durchgehend vorgelegen hat. Ist dies der Fall, sind wegen der Fortwirkung des Erstantrags (siehe Rz 37.3) die Leistungen nahtlos weiter zu bewilligen." (Dienstliche Hinweise der BA zu §37SGBII, Rz. 37.11b)


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Glücksrabe

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#3
Danke @ Unwichtig... :)

Das ist doch schon einmal ein Ansatz.

Wie gesagt, ich war zunächst froh darüber das die Miete zumindestens übernommen wurde. Als "Unwissender" beugt man sich den Äusserungen und gibt klein bei. Ich war so froh, daß wenigstens die Miete bezahlt wird....

Ich bin noch dabei ein Schreiben aufzusetzen und (erneut) die Leistungen zu berechnen. Nach meinem Wissensstand müsste ich sogar noch Geld von der ARGE erhalten. Ich baue Dein Posting in mein Schreiben ein und werde es mal höflich einreichen. Bin gespannt, wie die Reaktion ist.

Ich halte Euch, wie versprochen, auf dem laufenden...

Gruß

(Un-) Glücksrabe

P.S. Dein Link funzt nicht... :(
 

Unwichtig

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#4
Zur Rückforderung von Leistungen

Rückforderung von Leistungen

Es kommt immer wieder vor, dass die Behörde zu viel gezahlt hat. Im Amtsdeutsch heißt das “überzahlt”. Die überzahlten Beträge werden manchmal einfach bei der nächsten Gelegenheit von der laufenden Hilfe abgezogen. Das ist häufig rechtswidrig.


Wer hat die “Überzahlung” verursacht?

Vor jeder Rückforderung muss geprüft werden, wer die Überzahlung verursacht hat. Wenn die Behörde

• sich zu Ihren Ungunsten verrechnet hat oder

• Änderungen in den wirtschaftlichen Verhältnissen nicht berücksichtigt, die Sie nachweislich mitgeteilt haben oder

• Das Recht zu Ihren Gunsten falsch angewendet wurde,

darf es die an Sie zu viel gezahlten Beträge nicht wieder zurückfordern und erst recht nicht einfach in monatlichen Raten von Ihrer Sozialhilfe abziehen. Denn:

“Ein rechtswidriger, begünstigender Verwaltungsakt darf nicht zurückgenommen werden, soweit der Begünstigte auf den Bestand des Verwaltungsaktes vertraut hat und sein Vertrauen unter Abwägung mit dem öffentlichen Interesse an einer Rücknahme schutzwürdig ist. Das Vertrauen ist in der Regel schutzwürdig, wenn der Begünstigte erbrachte Leistungen verbraucht [...] hat.” (§ 45 Abs. 2 SGB X)

Und wer spart schon ALG II an? Sie müssen sich nicht besser auskennen als Ihre SachbearbeiterIn.


Haben Sie allerdings selbst die “Überzahlung” verursacht, kann ALG II zurückgefordert werden. Das gilt nur in drei Fällen:

• Wenn die LeistungsbezieherIn “den Verwaltungsakt durch arglistige Täuschung, Drohung oder Bestechung erwirkt hat” (§ 45 Abs. 2 Nr. 1 SGB X)

• Wenn “der Verwaltungsakt auf Angaben beruht, die der Begünstigte vorsätzlich oder grob fahrlässig in wesentlicher Beziehung unrichtig oder unvollständig gemacht hat” (§ 45 Abs. 2 Nr. 2 SGB X)

• Wenn “er die Rechtwidrigkeit des Verwaltungsaktes kannte oder in Folge grober Fahrlässigkeit nicht kannte.” (§ 45 Abs. 2 Nr. 3 SGB X)
 

Glücksrabe

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#6
Danke für Dein Interesse und Dein Engagement... :)

Nachdem ich mich nun einigermaßen gefangen habe und mich aus dieser "gebeugten" Position befreien möchte, bin ich für Deine Hilfe und Unterstützung natürlich dankbar.

Wie erwähnt, habe ich das mit den Kontoauszügen schon gesehen, nur leider zu spät... andernfalls wäre ich natürlich nicht so zu Kreuze gekrochen. Gab es nicht ein Gesetz, in dem Erläutert wird, das Sachbearbeiter eine beratende Funktion zugunste des Antragstellers ausführen müssen ?! Mir kommt es derzeit eher vor, als würden die Sachbearbeiter alle Mittel und Wege nutzen um Gelder einzusparen, sei es selbst auf Kosten der Mitmenschen...

Es kann doch nicht sein, daß man sich derartig erniedrigen lassen muss. Ein jeder kann solch eine schwierige Phase im Leben haben, Gründe und Abgründe gibt es schließlich zur Genüge *seufz* Selbst mir fällt es schwer einem Sachbearbeiter die Stirn zu bieten, zum einen ist es die Unwissenheit, zum anderen die Abhängigkeit von den Leistungen.
 

Unwichtig

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#7
SGB II § 4 Leistungsarten

(1) Die Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende werden in Form von

1. Dienstleistungen, insbesondere durch Information, Beratung und umfassende Unterstützung durch einen persönlichen Ansprechpartner mit dem Ziel der Eingliederung in Arbeit,
2. Geldleistungen, insbesondere zur Eingliederung der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in Arbeit und zur Sicherung des Lebensunterhalts der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen und der mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen, und
3. Sachleistungen

erbracht.

(2) Die nach § 6 zuständigen Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende wirken darauf hin, dass erwerbsfähige Hilfebedürftige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen die erforderliche Beratung und Hilfe anderer Träger, insbesondere der Kranken- und Rentenversicherung, erhalten.

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Letzlich sind das doch nur Lippenbekenntnisse der Politik. In Wirklichkeit geht es auf der Ebene der Lakaien nur darum den Arbeitssuchenden nach allen Regeln der Kunst zu bescheissen.
 

Grobi

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#8
In Anbetracht der durchaus als "verdächtig dreist" zu bezeichnenden Vorgehensweise möchte ich auch Dir anraten: Geh' da NIE WIEDER ALLEINE hin!
Ausserdem fänd ich es recht interessant zu erfahren, in welcher Stadt das ganze passiert ist, als warnung für andere aus dem Gebiet.

Wie hast Du es eigentlich geschafft, monatelang ohne Geld klarzukommen? Wenn Du private Schulden machen musstest sollte man das bei der Arge nicht unberücksichtigt lassen.
 

Glücksrabe

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#9
Ich habe einen Minijob und verdiene dort etwas dazu, je nach Auftragslage schwankend zwischen 100 und 200 Euro. Ja, ich habe mir natürlich Geld geliehen... dieses habe ich der zuständigen Leistungsabteilung auch mitgeteilt. Wie zu erwarten war, wurde lediglich der Hinweis genannt, daß man für gemachte Schulden nicht zuständig sei.

Zum Schmunzeln ist, daß ich innerlich über diese Einigung ziemlich glücklich war. Das Mietproblem und die Krankenversicherung waren zunächst gelöst, ich bin nicht verhungert und sah den Vorschlag als akzeptabel an, zumal mir im Vorfeld nicht einmal eine gütliche Einigung angeboten wurde. Knallhart wurde abgelehnt, und im gleichen Atemzug Verständnis geheuchelt... möchte ich nun im Nachhinein sagen.

Mir ging durch den Kopf "Wenn es kommt, dann kommt es richtig...", da in den letzten Wochen überhaupt alles schief ging. Ich musste sogar ein Schreiben unterzeichnen in dem ich zusagte, daß ich Hilfe suchen werde. Immerhin musste ich verzweifelnd betteln und habe erklärt, daß bei mir so einiges aus der Bahn geraten ist, ich mit der aktuellen Situation und den Folgen leicht überfordert bin.

Nach dem ich glücklicherweise in dieses Forum gestolpert bin, habe ich noch die ganze Nacht hindurch gestöbert. Unglaublich, was man hier so für Schicksale von Leidensgenossen lesen kann. Wie gesagt, ich habe auch zunächst die "Vogel Strauß" Taktik gewählt... doch ich habe meinen Kopf aus dem Sand gezogen.

Heute Mittag habe ich die SovD aufgesucht und mir einen Mietgliedsantrag geholt. Da es immer wieder zu Konfrontationen, Behördenwillkür und Ermessenfehler kommen kann, möchte ich gewappnet sein.

Arge Ostholstein @ Grobi

Ich halte Euch auf dem laufenden...
 

Glücksrabe

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#10
Morgen spreche ich vor und erläutere, daß es keine Überzahlung gab.

Bezgl. der "vermeintlichen" Überzahlung informiere ich Euch gerne noch.

Kummervoller Gruß

(Un-) Glücksrabe
Ich habe mich, nachdem ich hier so einiges zum Thema "Vorsprechen" gelesen habe, für die schriftliche Variante entschieden und heute morgen einen Brief eingereicht. Ich habe meine Berechnungen aufgelistet und zur Klärung des Sachverhalts eine schriftliche Erläuterung von der Leistungsabteilung erbeten.

Gruß (Un-) Glücksrabe
 

Glücksrabe

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#11
Hallöchen zusammen...

Zunächst zur "vermeintlichen" Überzahlung !

Ich verstehe es von vorne bis hinten nicht, und auch die zuständige Bearbeiterin hat eingeräumt, daß bei den Berechnungen kaum jemand durchblickt. Da wurden Zahlungen aufgelistet, die man nie sah, da sie irgendwann mal gemeinsam addiert wurden.

Mir wurde zwar eine Nachzahlung angekündigt, doch die Nachzahlung war zu hoch. Ich habe die Nachzahlung als "Nachzahlung" angesehen und bin somit von der Richtigkeit der Höhe ausgegangen. Geregelt wurde es nun mit einer Ratenzahlung...

Zum Hauptthema...

Ich habe heute beim SovD vorgesprochen und mein Anliegen und auch die Reaktionen hier im Forum erläutert. Im großen und ganzen sind die hilfreichen Vorschläge hier alle richtig gewesen...

ABER...

Zitat aus vorangegangenem Postin "Glücksrabe":

Ich wieder zur ARGE und erläutert, gefleht und gebettelt...

Ergebnis: Die Miete von Januar bis März wird übernommen, die Krankenversicherung auch, da ich die Kosten nicht hätte tragen können. Aber Geld zum "Leben" wird man mir für diesen Zeitraum nicht gewähren. Notgedrungen willigte ich ein, da ich bereits ein Schreiben von der Vermieterin erhalten hatte und die enormen Kosten für die aufwendigen ärztlichen Untersuchungen vor Augen hatte...

Gegen dieses "Entgegenkommen" habe ich keinen schriftlichen Widerspruch eingelegt ! Ich habe es zwar mündlich kritisiert und meinen Unmut kund getan, war aber doch froh, daß ich zumindestens einen Teil erhalte. Wer würde auch auf die Idee kommen, da noch schriftlichen Widerspruch einzulegen ?!

Wäre ja auch möglich, daß die dann so erbost sind, daß es dann überhaupt keine Zahlung gibt. Unter dem Motte "Erst bekommt er den kleinen Finger, nun möchte er die ganze Hand..." Wie gesagt, es stimmt soweit alles (bzgl. der Hinweise im Forum) und es ist wohl nicht alles ganz rechtens (laut Aussage des SovB), doch ohne einen nachweisbaren Widerspruch sind mir nun die Hände gebunden.

Ich werde aber erneut auf eine gütliche Einigung drängen, da die Rechnungen sich ja nicht von alleine zahlen und mir das Geld aus jenem Zeitraum einfach fehlt...

Bitte drückt die Daumen. Ich informiere euch, sobald es etwas neues gibt...

LG (Un)Glücksrabe
 

Glücksrabe

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#12
Hallöchen zusammen...


Gegen dieses "Entgegenkommen" habe ich keinen schriftlichen Widerspruch eingelegt ! Ich habe es zwar mündlich kritisiert und meinen Unmut kund getan, war aber doch froh, daß ich zumindestens einen Teil erhalte. Wer würde auch auf die Idee kommen, da noch schriftlichen Widerspruch einzulegen ?!

...Wie gesagt, es stimmt soweit alles (bzgl. der Hinweise im Forum) und es ist wohl nicht alles ganz rechtens (laut Aussage des SovB), doch ohne einen nachweisbaren Widerspruch sind mir nun die Hände gebunden...

Ich werde aber erneut auf eine gütliche Einigung drängen, da die Rechnungen sich ja nicht von alleine zahlen und mir das Geld aus jenem Zeitraum einfach fehlt...

Bitte drückt die Daumen. Ich informiere euch, sobald es etwas neues gibt...

LG (Un)Glücksrabe
Ich habe mich bislang nicht getraut.... :(

Hat denn jemand noch den einen oder anderen hilfreichen Tipp für mich ?

Ich fühle mich etwas unwohl bei dem Gedanken, die Sachbearbeiterin zu bitten mir zu bescheinigen, daß ich seinerzeit mündlich gegen diese Vorgehensweise protestiert habe...

LG Glücksrabe
 

Kerstin_K

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#13
Ich würde mal sagen, da ist ein Überprüfungsantrag angesagt.

Eigentlich sollten die sowas beim SOVD ja wissen .....
 

Glücksrabe

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#14
Hoppla !

Ich war der Meinung ich hätte seinerzeit noch abschließend ergänzt.

Ich hatte beim SoVD vorgesprochen, diese hatte den Fall geprüft und zugestimmt, daß die Arge nicht so handeln hätte dürfen. Bedauerlicherweise hatte ich nicht fristgerecht Einspruch eingelegt und somit waren dem SoVD die Hände gebunden.

Ich habe für diese 3 Monate keine Leistungen erhalten. Die Konsequenzen spüre ich noch heute, da ich mir geliehenes Geld in Raten an die freundlichen Menschen die mir geholfen habe ableiste.

Bzgl. der Überzahlung, daß hatte sich geklärt und es gab Mißverständnisse bzgl. der Auflistung.

LG Glücksrabe
 

Glücksrabe

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#16
Hallo Kerstin,

freut mich das du meinen Nachtrag noch lesen konntest :)

Wie müsste ich das denn Bewerkstelligen ?

Nun habe ich mich auf die Aussage vom SoVD verlassen gehabt.

Klare Aussage war - "Da kann man jetzt leider nichts mehr machen !"

Es ist ja nun auch schon sehr lange her. Müsste ich dann nicht alle Unterlagen und den Verlauf zur Hand haben, wenn ich einen Überprüfungsantrag stelle ? Natürlich sind die Unterlagen bei der Arge vorhanden - zur Not könnte ich mir diese in Kopie aushändigen lassen.

LG Glücksrabe
 

Kerstin_K

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#17
Also da beim SOVD die scheinen Null Ahnung zu haben, den Mitgliedsbeitrag kannst Du Dir wohl sparen.

Du solltest wissen, welche Bescheide falsch sind.

Dann einfach schreiben, dass Du die Überprüfung folender Bescheide beantragst gem § 44 SGB. Dann Begründen, was nach Deiner Auffassung falsch ist. Eigentlich wie beim Widerspruch.
 

Glücksrabe

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#18
An wen soll ich den Überprüfungsantrag denn leiten ?

Schließlich, habe ich seinerzeit ja schon mündlich protestiert und die Leiterin hat trotzdem darauf bestanden, daß es keine Leistungen für diesen Zeitraum gibt. Man sei mir schon entgegen gekommen, weil man Miete & Krankenversicherung übernommen hat.

In Anbetracht dieser mir neuen Option bin ich nun gerade etwas verwirrt...
 

Kerstin_K

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#19
Diesen komischen mündlichen Protest vergiss einfach. Nur schrifliches zählt.

Den Überprüfungsantrag einfach an die ARGE richten. Wenn Deine BG Nummer draufsteht, leiten die das dann schon weiter. Bei den ständigen Personalwechseln kannst Du eh nicht wissen, wer den bearbeitet.
 
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