Ärger mit Lohnsteuerhilfe

tobi2104

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Hallo Forengemeinde,

ich habe ein Riesenproblem mit der Lohnsteuerhilfe. Ich habe in 2010 meinen Lohnsteuerbescheid von dieser Einrichtung erstellen lassen. Hatte auch gut geklappt. Das Jahr drauf hat mein Kollege mir den Bescheid gemacht und ich habe daraufhin bei der Hilfe gekündigt - die Kündigung hatte mir eine Bekannte persönlich bei denen in den Briefkasten gesteckt weil sie in dem Gebäude arbeitet. Dann kam eine Mahnung das die Kündigung nicht rechtzeitig eingegangen sei. Jedenfalls konnte ich das ja nicht beweisen weil wie gesagt der Brief persönlich in den Briefkasten geworfen worden ist.
Ich habe dann die Rechnung von 2010 in Raten abbezahlt und die Lohnsteuerhilfe hatte keine Einwände. Dann schickten Sie mir für 2011 nochmal eine Rechnung über 115,-€ die ich reklamierte aber natürlich kein Recht bekam weil sie meinten die Kündigung wäre bei Ihnen nicht eingegangen.
Daraufhin habe ich dann im September - so lange zog sich das hin - von mir aus wiederrum Ratenzahlungen eingerichtet - 25,€ mtl. Am 19.12 schrieb mir ein Rechtsanwalt das ich den Widerspruch gegen den Mahnbescheid zurücknehmen sollte, sie zur Sicherung der Ansprüche einen Vollstreckungsbescheid beantragen würde - ansonsten würde den Ratenzahlungen nicht zugestimmt. Bis dahin hatte ich aber bereits schon 100,-€ bezahlt .Jetzt wollen die insgesamt 220,-€ - für Mahnkosten,Zinsen,Rechtsanwaltsgebühren für Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid etc. Muss ich das jetzt bezahlen? Ich habe pünktlich die Raten bezahlt - die berufen sich jetzt darauf das Ratenzahlungen nicht vereinbart waren. ich frage mich aber nun, das erste Mal haben sie es anstandslos akzeptiert und jetzt kommen sie - obwohl sie sahen das schon Raten eingegangen waren - mit dem Rechtsanwalt. Kann man da garnichts machen?
 

Musterfrau

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Solltest Du die Chance auf Beratungshilfe haben, solltest Du das Gespräch mit einem Rechtsanwalt suchen, der sich die Unterlagen einmal ansieht. Schon allein, was es mit den Kündigungsfristen auf sich hat, lässt sich aus der Ferne schlecht beurteilen.

Grundsätzlich kann wohl gesagt werden, daß ein Gläubiger keine Ratenzahlung akzeptieren muss. Vielfach werden solche Ansinnen z. B. schon deshalb abgelehnt, weil die Höhe der Raten zu gering ist (Faustformel: In sechs Raten sollte die Schuld möglichst getilgt sein).
Die von Dir gezahlten Raten dürften angerechnet worden sein - vermutlich auf die Hauptforderung.

Legt man Widerspruch gegen einen MB ein, kann der Gläubiger das sog. streitige Verfahren beantragen. Tut man´s nicht, ergeht auf Antrag ein Vollstreckungsbescheid, gegen den man binnen Frist noch Einspruch einlegen könnte (bevor das Verfahren ins streitige übergeht).
 
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