Ärger mit dem Stromanbieter: Vorsicht bei Firma Löwenzahn-Flexstrom-Wer hilft weiter?

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wolliohne

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Moderation: Ralph Erdenberger

Strom wird im kommenden Jahr deutlich teurer, wahrscheinlich um die 10 Prozent. Das liegt u.a. an der steigenden Öko-Abgabe und höheren Kosten für die Stromnetze
Redaktion:
Jörg Marksteiner
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Ärger mit dem Stromanbieter: Hilfe finden, Fehler vermeiden
Durch einen Wechsel des Stromanbieters können Verbraucher zwar viel Geld sparen. Vorausgesetzt es gelingt ihnen, teure Fehler bei der Auswahl von Energieversorger und Vertrag zu vermeiden.
Die Suche nach einem alternativen Anbieter – wie vorgehen?
1. Nötig sind im Grunde nur die PLZ und der ungefährer Verbrauch in kWh (Kilowattstunde). Diese Angaben stehen in der letzten Rechnung.
2. Haben Sie noch nie den Anbieter oder den Tarif gewechselt, dann sind Sie noch in der so genannten Grundversorgung: Das ist die teuerste Variante, Strom zu beziehen. Das Gute: Sie haben nur eine zweiwöchige Kündigungsfrist und durch einen Wechsel werden Sie in jedem Fall viel sparen. Haben Sie bereits einmal Tarif oder Anbieter gewechselt, müssen Sie die Kündigungsfristen in Ihrem Vertrag beachten. Ausnahme: Bei einer Preiserhöhung gilt ein Sonderkündigungsrecht mit einer Frist von 14 Tagen. Davon ausgenommen sind aber in der Regel Erhöhungen durch staatliche Abgaben wie EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Gesetz) der Netzentgelte).
Service Verbraucher: Ärger mit dem Stromanbieter: Wer hilft weiter?, 10:05: WDR 5

Boni-Trick 1 – Die nie ausgezahlten 340 Euro

Mehr zum Thema:

  • Im Interview: Energieberaterin Gerhild Loer
Ein typischer Fall: Ein Stromkunde will den Anbieter wechseln. Die Firma Flexstrom beispielsweise bietet ihm die Kilowattstunde zu rund 18 Cent und einer Grundgebühr von nur 7,50 Euro im Monat. Dazu gibt es noch einen Neukundenbonus in Höhe von 340 Euro. Ein sensationell günstiges Angebot, und noch dazu ist das Ganze nur ein Einjahresvertrag. Da könne ja nicht viel schief gehen, denkt sich der Kunde. Nachteile: Der Abschlag ist für das Vertragsjahr im Voraus zu entrichten, und der Bonus wird erst nach einem Jahr ausgezahlt.

Da sich der Kunde über das Geschäftsgebaren von Flexstrom ärgert (nach der angeblich nicht eingegangenen Zahlung des Jahresabschlags schickt Flexstrom ihm ein Inkassounternehmen vorbei), kündigt er bereits nach wenigen Monaten zum Ablauf des Vertragsjahres. Nach diesem Jahr verlangt er die versprochene Auszahlung seines 340-Euro-Bonus. Doch der wird ihm verweigert. Begründung: Eine Klausel in den AGB besage, dass der Kunde mindestens ein Jahr Kunde sein müsse. Kündige er aber bereits zum ersten Jahr, sei das Jahr noch nicht voll, und der Bonus stehe ihm laut Flexstrom nicht zu.

Wegen solcher Boni-Verweigerungen in sehr vielen Fällen stand die Firma Flexstrom schon oft vor Gericht – und hat viele Verfahren gewonnen.

Die Verbraucherzentralen sehen das dennoch anders. Kein Wunder, denn diese Klausel bedeutet de facto, dass der Bonus nur ausgezahlt wird, wenn der Kunde dem Unternehmen zwei Jahre treu bleibt, obwohl ein Einjahresvertrag abgeschlossen wurde. Das halbiert einen Bonus schon mal um die Hälfte. Auch der halbierte Bonus wird sehr wahrscheinlich bald „aufgefressen“, denn sehr häufig erhöht der Stromanbieter noch im ersten, spätestens aber im zweiten Jahr drastisch die Preise – manchmal um 100 Prozent!

Kein Wunder, denn kein Unternehmen kann es sich leisten, seinen Kunden die Kilowattstunden zu Dumpingpreisen anzubieten, dazu einen sehr hohen Bonus zu versprechen und diese Preise dann konstant zu halten.

Boni-Trick 2 – Erst Frei-Kilowattstunden, dann Preisverdopplungen

Die üblichen drastischen Preissteigerungen, so beobachten Verbraucherschützer, werden meist schon im ersten Jahr erhoben. So auch in unserem Beispielfall 2: Der Kunde wird von der Firma Löwenzahn-Energie (Tochter von Flexstrom)mit einem Bonus von 740 Frei-Kilowattstunden und ebenfalls sensationell günstigen Preisen geworben (13,5 Cent pro Kilowattstunde, der Durchschnitt lag zur selben Zeit bei 25,7 Cent!). Der Vertrag, zum 1. Mai 2012 abgeschlossen, soll ebenfalls ein Jahr laufen, ebenfalls gegen Vorkasse.

Stromwechsel - Servicezeit - WDR Fernsehen
 

zalino

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AW: Ärger mit dem Stromanbieter: Vorsicht bei Firma Löwenzahn-Flexstrom-Wer hilft wei

Genau das hier ist eigentlich ein Paradestück neoliberaler Versager und Nieten.

Jeder wird animiert den größtenmöglichen Vorteil für sich herauszusuchen.
Und während das alls so tun, bemerken sie nicht, wie sich das wie ein schleichendes Gift auch auf andere Lebensbereiche ausbreitet...

Energieversorgung(Wasser, Strom, etc.), Telekommunikation, Wohnen gehören in staates Hand, ohne Wenn und Aber.
Die Privaten sind Nieten und Versager, das haben sie schon zu oft unter Beweis gestellt.

Gruß,
Zalino
 
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AW: Ärger mit dem Stromanbieter: Vorsicht bei Firma Löwenzahn-Flexstrom-Wer hilft wei

Ja, man sollte größte Vorsicht walten lassen!

Ich habe mir auch einen günstigen Stromanbieter ausgesucht und den Vertrag angefordert. Danach las ich dann im Internet ausgesprochen viele negative Bewertungen dieses Anbieters. Da ich ein 14-tägiges Rücktrittsrecht habe, habe ich sofort alles widerrufen (per Einschreiben).

Nö, nö... mit Energieversorgung spielt man nicht.
 
E

ExitUser

Gast
AW: Ärger mit dem Stromanbieter: Vorsicht bei Firma Löwenzahn-Flexstrom-Wer hilft wei

Ich kann nur raten, orientiert euch an den Stadtwerken oder größeren Anbietern, die können sich solche Betrügereien aus Imagegründen nicht leisten, bzw. gehören sie bei vielen gar nicht zum Geschäftsmodell.

Boni etc. versprechen zwar Einsparungen, aber eben auch große Risiken.

Auf monatliche Kündbarkeit, monatliche Abschläge etc. achten, dann kann gar nicht so viel schiefgehen.
 

mathias74

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AW: Ärger mit dem Stromanbieter: Vorsicht bei Firma Löwenzahn-Flexstrom-Wer hilft wei

Wenn eine Firma schon Löwenzahn heißt dann kann das nichts gutes sein :eek:
 
R

Rounddancer

Gast
AW: Ärger mit dem Stromanbieter: Vorsicht bei Firma Löwenzahn-Flexstrom-Wer hilft wei

Im Moment ist der ganze Strom-Markt am Rotieren. Klar ist, es wird einige Abgabensteigerungen geben,- die alle Anbieter gleich treffen wird, und damit eigentlich auch alle gleich treffen sollte. Aber: Die einen Anbieter warten ab mit der Erhöhung, bis alles sicher feststeht, andere haben schon das, was bisher absehbar war, erhöht und legen dann, wenn nötig, nach, wenn die anderen Erhöhungen alle bekannt sind.

Und wieder andere haben einfach mal den schlimmsten Fall hochgerechnet, und kassieren jetzt schon den neuen Preis. Manche nutzen das zudem, um für sich selbst auch noch etwas aufzuschlagen.

Wenn ein Anbieter nur um die gesetzliche Erhöhung raufgeht, braucht er seine Bestandskunden übrigens nicht extra zu unterrichten. Ist seine Erhöhung größer, dann muß er unterrichten, denn dann kann ein Sonderkündigungsrecht bestehen.

Ich würde nie einen auch noch so billig aussehenden Tarif buchen, wenn ich auf ihn ganze oder teilweise Vorkasse leisten müßte.
Bei uns im Vertrieb war bis kürzlich die Flexstrom-Tochter Optimal-Grün mit zwei Tarifen. Aktuell sucht ja Flexstrom nach großen Mengen Fremdkapitals,- mit ungewöhnlich hoher Verzinsung.
Und Optimal-Grün hat den seriöseren Tarif Top-Shop (monatliche Abschläge, keine Mindestvertragslaufzeit, keine Grundgebühr, aber ein Jahr Energiepreisgarantie) gestoppt,- und kalkuliert den anderen Tarif (14,9 Cent, aber keine Energiepreisgarantie, jedoch beim Start Vorauszahlung von 200 €, keine Schufaabfrage) neu. Allerdings berichtete unser Chef am Dienstag, er selbst habe diesen Tarif (mit den 200 € Vorkasse) schon eine Weile und bei der letzten Abgabenerhöhung sei der echt bloß um die pure Abgabenerhöhung raufgegangen, also von 14,9 auf 15 komma nochwas ...

Das Problem ist halt: Strom kostet Geld,- und schon jetzt sind rund zweidrittel des Strompreises Steuern, Abgaben, etc., die bei allen Anbietern gleich sind. Das bedeutet: Der extreme Billiganbieter muß sich das, was er zum Leben und für die Kostendeckung braucht, irgendwie anders hereinholen.
Früher hätte man sowas noch damit rechtfertigen können, daß man mit dem Vorkassetarif Geld vom Kunden vorab hat, mit dem man Zinsen erwirtschaften und arbeiten konnte. Aber jetzt? Jetzt bringen Geldanlagen fast kein Geld mehr.

Das mit den Begrüßungsgeldern und Wechsel-, oder Treueboni da muß der Kunde, bzw. müssen wir Berater darauf aufpassen: Wann wird gezahlt, bzw. aufs Kundenkonto gutgeschrieben.
In der Tat hat z.B. Flexstrom da ja in seinen AGB drin, daß erst im zweiten Jahr bezahlt wird,- wenn der Kunde da noch Kunde ist. Und da der Tarif dort ja sich um ein Jahr verlängert, sitzt man das zweite Jahr auch noch dort ab,- in der Regel dann auch ohne Energiepreisgarantie.
Anders bei anderen Anbietern, wo z.B. das Begrüßungsgeld schon zwei Wochen nach Schaltung auf das Girokonto des Kunden geht, und/oder drinsteht, daß der Wechselbonus aufs Kundenkonto gebucht wird, um dann bei der nächsten Rechnung verrechnet zu werden (auch wenn das die Abschlußrechnung ist vorm erneuten Wechsel).

Überhaupt gilt: Wir alle sollten alle AGB lesen und verstehen, bzw. den Berater fragen,- und wenn neue AGB kommen, diese auch. Denn auch da kommen laufend neue AGB heraus.
 

hemmi

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AW: Ärger mit dem Stromanbieter: Vorsicht bei Firma Löwenzahn-Flexstrom-Wer hilft wei

Deutsche Strompreise!
Ich lach mich kaputt:icon_party:
 
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