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Änderungsbescheid vom JC erhalten nach Nachzahlung von der Agentur für Arbeit

Patricia221

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#1
Hallo,

ich habe letzten Monat das medizinische Gutachten vom Jobcenter erhalten. in dem steht drin, das ich meine arbeit zurecht gekündigt habe. Daraufhin habe ich einen Überprüfungsantrag an die Agentur für Arbeit gestellt da ich eine Sperrzeit bekommen habe wegen Eigenkündigung und meine Gründe die ich damals angegeben habe nicht ausgereicht haben um die Sperrzeit zu umgehen.

Dem Überprüfungsantrag wurde auch zugestimmt und ich habe die 3 Monate Sperrzeit nachgezahlt bekommen von der Agentur für Arbeit

Heute hatte ich nun vom JC einen Änderungsbescheid im Briefkasten gehabt, dass das Geld das ich von der Agentur bekommen habe, auf die 6 Monate aufgeteilt werden und ich jetzt nur noch den Regelsatz bekomme.

Kann ich dagegen Widerspruch einlegen und wenn ja auf welche Paragraphen kann ich mich da beziehen, damit der Widerspruch fruchtet?

Durch die Arbeitslosigkeit hab ich natürlich Schulden gemacht, die ich mit dem Geld das ich bekommen habe ausgeglichen habe.

ich danke für die hilfe
 
G

Gast1

Gast
#2
Hi Patricia221,

hat das Jobcenter in seinem Änderungsbescheid die Anrechnung Deines nachträglich gezahlten ALG I begründet mit dem § 11 Abs. 3 SGB II? In diesem Absatz steht:

(3) Einmalige Einnahmen sind in dem Monat, in dem sie zufließen, zu berücksichtigen. Sofern für den Monat des Zuflusses bereits Leistungen ohne Berücksichtigung der einmaligen Einnahme erbracht worden sind, werden sie im Folgemonat berücksichtigt. Entfiele der Leistungsanspruch durch die Berücksichtigung in einem Monat, ist die einmalige Einnahme auf einen Zeitraum von sechs Monaten gleichmäßig aufzuteilen und monatlich mit einem entsprechenden Teilbetrag zu berücksichtigen.
 

Patricia221

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#3
In der Begründung steht:

Nach den Richtlinien des SGB II sind Einnahmen in dem Monat anzurechenen, in dem sie zufließen. Da durch die EInkommensanrechnung im Juli 2016 ihre Hilfebedürftigkeit im Sinne des SGB II entfallen würde, ist die erhaltene Nachzahlung als einmalige Einnahme auf einen gleichmäßigen Zeitraum von sechs monaten zu verteilen.

Grundlagen für die Abänderung:

Die Entscheidung zur Aufhebung beruht auf §48 Absatz 1 Satz 1 Zehntes Buch Sozialgesetzbuch i. V. m § 40 Absatz 1 Satz 2 SGB II.

Ich weiß nicht ob der obere Absatz dem entspricht was du mich gefragt hast weil kein Paragraph mit drin steht.
 
G

Gast1

Gast
#4
Ich weiß nicht ob der obere Absatz dem entspricht was du mich gefragt hast weil kein Paragraph mit drin steht.
Sieht aber ziemlich danach aus.

Ich weiß erstmal nicht weiter. Vielleicht fällt ja jemand anders dazu noch was ein.
 

Helga40

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#5
Gehe in Widerspruch. Begründe es damit, dass die Nachzahlung des ALG 1 nicht auf 6 Monate verteilt werden darf, da es sich dabei nicht um eine Einmalige Einnahme handelt, denn ALG 1 hat laufenden Einkommenscharakter. Das sollte schon reichen.

Allerdings kann es trotzdem zu Problemen kommen (Ordnungswidrigkeitsverfahren, Kostenerstatz nach § 34a SGB II), falls du nicht mitgeteilt hast, dass du wegen der Sperre ins Überprüfungsverfahren gegangen bist. Denn damit hättest du verhindert, dass das Jobcenter auf das ggf. nachzubewilligende ALG 1 Erstattung anmelden konnte. Immerhin hat es ja quasi mit ALG 2 für dieses ALG 1 vorgeleistet.
 

Patricia221

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#6
Gehe in Widerspruch. Begründe es damit, dass die Nachzahlung des ALG 1 nicht auf 6 Monate verteilt werden darf, da es sich dabei nicht um eine Einmalige Einnahme handelt, denn ALG 1 hat laufenden Einkommenscharakter. Das sollte schon reichen.

Allerdings kann es trotzdem zu Problemen kommen (Ordnungswidrigkeitsverfahren, Kostenerstatz nach § 34a SGB II), falls du nicht mitgeteilt hast, dass du wegen der Sperre ins Überprüfungsverfahren gegangen bist. Denn damit hättest du verhindert, dass das Jobcenter auf das ggf. nachzubewilligende ALG 1 Erstattung anmelden konnte. Immerhin hat es ja quasi mit ALG 2 für dieses ALG 1 vorgeleistet.
Hallo Helga,

Als ich damals arbeitslos wurde und die drei Monate sperre bekommen habe, habe ich kein ALG 2 bezogen sondern hab mich mit einem 450€ Job über Wasser gehalten bis ich alg1 bekam. Das heißt also das ich überhaupt gar nix mit dem jc Hut hatte.

Ebenfalls sagte ich bei meinem letzten Termin im jc zu meinem sb das ich einen Überprüfungsantrag stellen werde weil das Geld ja von der Agentur zu Unrecht einbehalten wurde.
 

Caramell

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#7
Patricia221, Du kannst Widerspruch einlegen, ob es was bringt, weiß ich auch nicht.
Denn das Geld ist jetzt gekommen wo Du beim JC bist und ist damit als Einkommen anzurechnen. Leider.
 

Patricia221

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#8
Wie kann diese Nachzahlung als Einkommen zählen? Einkommen ist für mich, daß regelmäßig jeden Monat kommt und das ist ja nicht der Fall.

Damals habe ich keine Leistungen vom JC bekommen als ich die 3 Monate Sperre hatte. Das Jobcenter ist für die Agentur für Arbeit nicht in Vorleistung gegangen weil ich mich mit einem 450 Euro über Wasser gehalten habe.

Und wie schon gesagt, habe ich dem Sb vom JC gesagt das ich einen Überprüfungsantrag stellen werde. Ich hab nix verheimlicht oder sonst was.

@ Helga40: Ich weiß nicht, was du damit meinst das Alg1 laufenden Charakter hat. Die Nachzahlung ist doch eigentlich eine einmalige Einnahme oder nicht?

Der Witz daran ist, die kommen jetzt erst mit dem Änderungsbescheid obwohl ich das Geld schon anfang vom Monat bekommen hab.
 

Caramell

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#10
Patricia221, Einkommen ist für das JC alles womit Du deine Hilfsbedürftigkeit verringerst, also auch ein Einmalzahlung. Leute die Pacht bekommen für ein Stück Land, müssen das auch als Einkommen angeben.

Beim JC gilt das Zufluss Prinzip, Du hast das Geld in dem Monat bekommen, also wird es verrechnet. Und dabei kommt es nicht auf das persönliche Verschulden an.

Mein Mann bekommt Erwerbsminderungsrente und es gab ja zum 1.7. eine Erhöhung. Die wird gleich mit dem ALG II verrechnet. Für Juli ist es ja ok. Da aber die Rente schon im Juni auf dem Konto war und das steht so auf dem Rentenbescheid, haben wir auch einen Aufhebungsbescheid für Juni bekommen und dürfen das zurück zahlen.

Hast Du vom Arbeitsamt schon eine Zusammenfassung der Zahlungen bekommen, also das was für die Rentenversicherung ist? Wenn das Geld da mit drauf ist und es wird jetzt auf das ALG II mit angerechnet, dann wäre ja was nicht in Ordnung.

Vielleicht schreibt Helga ja auch noch was zum laufenden Charakter vom ALG I.
 

Patricia221

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#11
Hallo Caramell,

auf der Rückseite von dem Änderungsbescheid steht, das die Zeit des Bezuges von ALG iivom 01.08. bis 31.12 bei der Rentenversicherung gemeldet. Der Rentenversicherungsträger prüft, ob eine Anrechnungszeit berücksichtigt werden kann.

Ich wäre Helga40 dankbar, wenn sie nochmal was dazu sagen könnte. Denn bevor ich einen Beratungshilfeschein bekommen kann, muss ich erst widerspruch einlegen und erst wenn der abgelehnt wird, bekomme ich den Schein
 

Helga40

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#12
Die Zahlung ist und bleibt ALG 1, hat daher laufenden Charakter, egal, ob es jetzt eine Nachzahlung ist oder nicht. Das hat das BSG bereits im Fall von Kindergeld(nachzahlung) entschieden, ALG 1 ist daher auch nicht anders. Es darf nur im Monat des Zuflusses angerechnet werden. Gehe in Widerspruch.
 

Patricia221

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#13
Ich wollte mich bei euch nochmals bedanken vor allem bei dir Helga40. Ich habe heute den Brief vom JC im Briefkasten gehabt und die haben meinem Widerspruch stattgegeben.

Ich habe nur einmal den regelsatz bekommen letzten Monat und diesen Monat kam er auch aber ich bekomme den Restbetrag nachgezahlt. D.h. es wurde mir nur für Juli verrechnet und der änderungsbescheid wurde wieder aufgehoben, sodass ich meinen vollen Anspruch wieder bekommen.

Ich möchte allen nur den Hinweis geben sich gegen all diese ungerechten Dinge, die das JC versucht mit uns zu machen und uns als dumme und nichts wissende hartzer hinstellt zu wehren. Denn das was die mit uns machen ist in keiner Weise gerecht oder menschenwürdig
 

Helga40

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#14
Nun, ob solche Nachzahlungen als einmalige oder laufende Einnahmen zählen, war lange ungeklärt. Ab 1.8.16 hättest du im Übrigen das Glück nicht, denn ab da gelten solche Nachzahlungen per Gesetz als einmalige Einnnahmen. Von daher ist dein Fall schlichtweg nicht ungerecht oder menschenunwürdig, sondern nur der normale Aufeinanderprall unterschiedlicher Rechtsansichten. Es mag Fälle geben, wo man von ungerecht und menschenunwürdig sprechen kann, deiner ist es jedoch nicht. Letztendlich möchte ich anmerken, dass soweit du dich bei mir bedankt hast, du dich genau bei solch einer Person bedankt hast, der du unterstellst ungerecht und menschenunwürdig zu handeln und zu entscheiden.
 

Patricia221

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#15
Hallo Helga40, das war von mir keine absicht gewesen. Ich wollte Sie nicht als menschenunwürdig oder ähnliches hinstellen.

Ich habe nochmal eine frage:

ich habe heute einen Brief vom JC erhalten. Eine Anhörung zu einer überzahlung. Die Schreiben mir das ich im Juli Einkommen durch die nachzahlung erhalten habe. Ich bekäme jetzt die Möglichkeit mich bis zum 18. September dazu zu äußern. Ebenfalls steht drin das geprüft werden muss ob die Entscheidung über die Bewilligung der Leistungen zur Sicherung des lebensunterhalts nach dem sgb2 für mich wie folgt aufzuheben ist. In der Tabelle steht, das die Aufhebung ganz zutrifft. Dann steht die Summe die ich nachgezahlt bekommen habe und das ich mit den nachgewiesenen einkommensverhältnissen für diesen Zeitraum nicht hilfsbedürftig war.

Ich versteh nicht warum die damit erst jetzt kommen. Ich hab meine Leistungen vor der nachzahlung bekommen. Also ich habe eine Woche bevor ich die nachzahlung bekommen habe meinen normalen leistungsanspruch bekommen.

Was soll ich denn jetzt machen?
 

Sandrin

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#16
Das Bundessozialgericht (BSG) hat mit Urteil vom 24.04.2015 (Az.: B 4 AS 32/14 R) klargestellt,
dass Zahlungen, die aus einem laufenden Anspruch entstanden sind, auch wenn sie in
einer Summe zur Auszahlung gebracht werden
, wie sogenanntes „laufendes Einkommen“
anzurechnen sind.
Das bedeutet, dass diese einmalige Zahlung nur in dem Monat angerechnet
werden darf, in dem sie tatsächlich zur Verfügung steht. Etwaige unverbrauchte Gelder werden
durch den Monatswechsel zu Vermögen.

Das bedeutet das man von dir nur Leistungen zurückfordern kann für den Monat des Zufluss. Dann
allerdings darf das Jobcenter die Kosten der Unterkunft und Heizung, d. h. die Kosten für die Miete
nur in Höhe von 56 % zurückfordern.
 

Patricia221

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#17
Hallo Sandrin,

Warum bekomme ich jetzt die Anhörung wegen einer überzahlung? Wie schon geschrieben, habe ich zuerst die Zahlung vom JC erhalten und dann erst die Zahlung von der Agentur für Arbeit. Die hätten mir doch im Juli schon Bescheid geben können, das ich zu viel von denen bekommen habe und ich das Geld zurück zahlen soll und nicht erst im September. Was soll ich denn in die Anhörung schreiben?

Die wollen von mir den kompletten leistungsanspruch zurück haben. Also den regelsatz + die kdu + den Mehrbedarf für Warmwasser und heizung
 

Helga40

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#19
Na, das ist schlichtweg die logische Konsequenz deines Widerspruches. Du hast (beispielsweise) 600 Euro ALG 2 im Monat bekommen und 900 Euro Nachzahlung ALG 1. Diese 900 Euro hatte man auf 6 Monte verteilt und mit monatlich 150 Euro angerechnet. Jetzt hast du Recht bekommen, weil die 900 Euro eben nur im Monat des Zuflusses angerechnet werden dürfen.

Was natürlich bedeutet, dass dir die 600 Euro in dem einen Monat nicht zugestanden haben.
 
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#20
Das JC gewährt Dir die Möglichkeit der Anhörung. Dazu sind die im vorliegenden Fall nicht verpflichtet (vgl. § 24 Abs. 2 Nr. 5 SGB X). Wenn Du von der Anhörung Gebrauch machen möchtest, teile dem JC mit, dass die Nachzahlung von Alg 1 nur für den Monat des Zuflusses anzurechnen ist und verweise dazu auf das in #16 genannte BSG-Urteil. Des Weiteren dürfen bei den KdU nach § 40 Abs. 4 SGB II (i.d.F. bis zum 31.7.2016) nur 44% der erbrachten Leistungen zurückgefordert werden. Die anderen 56% an erbrachten Leistungen für KdU darf das JC nicht zurückfordern. Die Erklärung dazu findest Du unten im Link. Ebenso den Auszug aus dem § 40 Abs. 4 SGB II (i.d.F. bis zum 31.7.2016).

Sollte die Anhörung sich auch darauf beziehen, das Du dem JC das mit der Sperre des Alg 1 nicht mitgeteilt hast, so würde ich auf § 52 Abs. 1 SGB II verweisen. Das JC hat hierdurch die Möglichkeit zu erfahren ob Du Leistungen beziehst oder nachgezahlt wurden.


https://sozialberatung-kiel.de/2011...ft-durfen-i-d-r-nicht-zuruckgefordert-werden/
 

Patricia221

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#21
Hier die zeitlich Abfolge wie es zu all dem kam:

28.06.16: Termin im JC wegen Besprechung des medizinischen Gutachtens. Während des Gesprächs sagte ich das ich einen Überprüfungsantrag stellen werde da die sperrzeit zu unrecht verhängt wurde.

28.06.16: überprüfungsantrag gestellt und abgeschickt

07.07.16: schreiben von Agentur für Arbeit. Dem Widerspruch wurde stattgegeben und ich bekomme die 3 Monate nachgezahlt

13.07.16: hatte ich den Brief vom JC im Kasten damit die nachzahlung auf 6 Monate verteilt wird.

21.07.16: widerspruch gegen den änderungsbescheid vom 13.07.16

02.09.16: Brief vom JC das dem Widerspruch stattgegeben wird und ich meinen normalen leistungsanspruch bekomme

03.09.16: die Anhörung im Briefkasten gehabt.


Wie ihr sehen könnt wusste das JC schon ende Juni bescheid das ich den Antrag stellen werde und nicht mal 2 wochen später hatte ich schon den änderungsbescheid von denen.

Was ich nicht verstehe warum kommen die jetzt erst damit? Die hätten mir doch im Juli schon schreiben können das die mir zu viel gezahlt haben
 

Patricia221

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#22
Das JC gewährt Dir die Möglichkeit der Anhörung. Dazu sind die im vorliegenden Fall nicht verpflichtet (vgl. § 24 Abs. 2 Nr. 5 SGB X). Wenn Du von der Anhörung Gebrauch machen möchtest, teile dem JC mit, dass die Nachzahlung von Alg 1 nur für den Monat des Zuflusses anzurechnen ist und verweise dazu auf das in #16 genannte BSG-Urteil. Des Weiteren dürfen bei den KdU nach § 40 Abs. 4 SGB II (i.d.F. bis zum 31.7.2016) nur 44% der erbrachten Leistungen zurückgefordert werden. Die anderen 56% an erbrachten Leistungen für KdU darf das JC nicht zurückfordern. Die Erklärung dazu findest Du unten im Link. Ebenso den Auszug aus dem § 40 Abs. 4 SGB II (i.d.F. bis zum 31.7.2016).

Sollte die Anhörung sich auch darauf beziehen, das Du dem JC das mit der Sperre des Alg 1 nicht mitgeteilt hast, so würde ich auf § 52 Abs. 1 SGB II verweisen. Das JC hat hierdurch die Möglichkeit zu erfahren ob Du Leistungen beziehst oder nachgezahlt wurden.


https://sozialberatung-kiel.de/2011...ft-durfen-i-d-r-nicht-zuruckgefordert-werden/
Verstehe ich das richtig, dass das JC nur 44% meines leistungsanspruchs zurückfordern darf?

Also beispielsweise 600€ Leistungen und davon nur 44%? Weil im Berechnungsbogen steht das die von mir mein kompletten leistungsanspruch zurück
 

Sandrin

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#23
Deine Regelleistung dürfen sie komplett zurückfordern aber von
den Kosten der Unterkunft dürfen nur 44 % zurückgefordert werden.
 

Patricia221

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#24
Ich bekomme 260€ für die kosten der unterkunft und den regelsatz plus den Mehrbedarf für Warmwasser und heizung.

Ich bekomme immer alles zusammen überwiesen weil ich meine miete selbst bezahle. Das JC überweist meine miete nicht.

Also ist es dann der regelsatz + 44% von den KdU?
 

doppelhexe

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#25
....

Wie ihr sehen könnt wusste das JC schon ende Juni bescheid das ich den Antrag stellen werde und nicht mal 2 wochen später hatte ich schon den änderungsbescheid von denen.

Was ich nicht verstehe warum kommen die jetzt erst damit? Die hätten mir doch im Juli schon schreiben können das die mir zu viel gezahlt haben
so wie ich das sehe, war der änderungsbescheid im juli ja der, nach dem man dir ab august 6 monate lang die nachzahlung anrechnen wollte... damit hätten sie nicht zuviel gezahlt, sondern hätten ab da weniger gezahlt...

wie sollte man dir dann also sagen, das man zuviel gezahlt hat? is ja nicht...


dann hast du widerspruch eingelegt mit dem ziel, das die nachzahlung nur auf einen monat angerechnet wird... das ergebnis des widerspruchs kam aber erst im september... wie sollte man dann im juli schon wissen, das man zuviel gezahlt hat?

also ist im jetzt ergangenen bescheid die nachzahlung in dem monat anzurechenen, in dem sie erfolgte... sollte also die nachzahlung ALG1 im juli gekommen sein, hat man dir im juli zuviel ALG2 gezahlt (was man aber erst durch überprüfung deines widerspruchs herausfand)

dieses ist nun zurückzuzahlen, abzüglich der 56% der KDU, die du behalten darfst.
 

Patricia221

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#26
Ich sag euch jetzt einfach mal die zahlen.

Ich hab eine nachzahlung von 1824 Euro von der afa bekommen. Das wurde auf 6 Monate verteilt sodass ich in der zeit hätte 404 Euro vom JC überweisen bekommen sollen. Ich habe am 29.07. 404 Euro überwiesen bekommen und am 31.08. 404 Euro überwiesen bekommen so wie es im änderungsbescheid angegeben war.

Gegen den änderungsbescheid hab ich Widerspruch eingereicht. Ich bekomme nächste Woche nochmal eine nachzahlung vom jc weil ich am 31.08. ja zu wenig bekommen habe weil der widerspruch für mich ausging.

Am 30.06. kam mein leistungsanspruch von 673 Euro und am 12. Juli kam die nachzahlung und am 13. Juli hatte ich schon den änderungsbescheid vom jc. Das JC hat doch dann schon viel früher von der nachzahlung bescheid gewusst wenn ich 6 Tage nach der nachzahlung schon den Brief hatte.

Ich hab das jetzt mal ausgerechnet und 44% von den Kosten der Unterkunft sind 114,40. Also sind es dann 673 -114,40= 558,60 Euro die ich zurück zahlen muss?
 

doppelhexe

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#27
dann ist doch alles richtig gelaufen.

im juli hat das jobcenter von der nachzahlung erfahren, die sie ab august (6 monate lang) anrechnen wollten, weshalb du ja auch am 29.7. (für august) nur 404€ bekommen hast. und im august für september wieder...

durch die nachzahlung im juli hat man dir ALG2 gezahlt, auf das du aber nach dem bescheid september (anrechnung auf 1 monat - den juli) garkeinen anspruch hattest. (das konnten du und das jobcenter im juli aber noch nicht wissen, weil das im september nach deinem widerspruch erst entschieden wurde)...

du hast jetzt die ALG2-zahlung juli (404€) zurückzuzahlen...

ob deine zahlen stimmen? was steht im bescheid zur miete juli? davon 44% musst du zurückzahlen und den regelsatz.

wie das mit dem mehrbedarf heizung/wasser aussieht? mMn gehören die zur KDU ... also davon auch 44% ans jobcenter...

aber es melden sich sicher noch welche...
 

Helga40

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#28
MB WW-Aufbereitung wären Heizkosten. Die 44% gelten aber nur auf normale KdU, nicht auf Heizkosten.

Ansonsten verstehe ich das Problem der TE nicht. Sie hat dafür gekämpft, dass die Nachzahlung nur in einem Monat angerechnet wird. Jetzt wird sie in einem Monat angerechnet, was letztendlich dazu führt, dass das ALG 2 für diesen einen Monat zurückgezahlt werden muss. Wieso ist das nicht verständlich?
 

Patricia221

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#29
Im änderungsbescheid vom 13.07 steht das mir ab August bis Dezember 269 Euro monatlich weniger als bisher bewilligt zu steht. Dagegen ja der widerspruch und in dem neuen bescheid steht drin, das mir 269 Euro mehr zustehen als bisher bewilligt. Und das mein Gesamtbetrag 673 Euro beträgt. Das stimmt ja auch alles.

Und es heißt ja, das es in dem Monat anzurechnen ist in dem es zufließt. zugeflossen ist es im Juli also ist es im Juli zu anzurechnen. Ich habe am 29.07 auch 404 Euro überwiesen bekommen. hab ich in dem sinne 2 mal zuwenig bekommen oder jetzt nur für den august?

Ich hab das Gefühl das ich komplett durcheinander bin und ich den Fehler bei mir nicht sehe. Wäre es sinnvoll alles mal hochzuladen?
 

doppelhexe

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#30
das geld für JULI hast du garantiert in der letzten JUNIwoche bekommen...

die 670€ (?) die du im juni bekommen hast waren für juli und musst du zurückzahlen.die 404€, die du am 29. juli bekommen hast waren für august... die 404€ die du am 29.8. bekommen hast, waren für september. für die beiden monate bekommst du jetzt demnächst die nachzahlung...
ALG2 bekommt man immer im voraus... nicht wie ALG1, das erst zum ende des monats für genau diesen monat rückwirkend kommt (also ALG1 zb. am 29. mai kommt für Mai... ALG2 am 29. mai kommt für juni)

alles klar?:icon_mrgreen:
 

Patricia221

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#31
das geld für JULI hast du garantiert in der letzten JUNIwoche bekommen...

die 670€ (?) die du im juni bekommen hast waren für juli und musst du zurückzahlen.die 404€, die du am 29. juli bekommen hast waren für august... die 404€ die du am 29.8. bekommen hast, waren für september. für die beiden monate bekommst du jetzt demnächst die nachzahlung...
ALG2 bekommt man immer im voraus... nicht wie ALG1, das erst zum ende des monats für genau diesen monat rückwirkend kommt (also ALG1 zb. am 29. mai kommt für Mai... ALG2 am 29. mai kommt für juni)

alles klar?:icon_mrgreen:
Ja das hab ich jetzt kapiert. Am Ende vom Monat kommt das geld für den nächsten Monat usw...ich warte jetzt erstmal ab in welcher Höhe die nachzahlung kommt, weil in dem neuen bescheid nur eine nachzahlung steht.

Es tut mir leid das ich euch alle so verrückt mache. Ich wäre froh wenn ich anderen mal so helfen könnte, wie ihr es könnt und euch auch die Zeit dafür nehmt.

Ich muss auch erstmal meine Gedanken ordnen und das alles richtig kapieren. Ich hab ja noch zeit die Anhörung auszufüllen
 
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