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Änderung Formular EKS Kredit als Einnahme? Was erwartet mich jetzt?!

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Angulus

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Hallo Forum,

mit Schrecken habe ich festgestellt, dass der EKS-Antrag geändert wurde.
Ich bin dabei, meine Weiterbewilligung für das Einstiegsgeld auszufüllen. Ich bekomme seit Juni 09 Einstiegsgeld bis Mitte Dez 09.
Nun musste ich wie gesagt feststellen, dass beim Antrag EKS und somit auch beim Formular "Abschließende Angaben zum Einkommen Selbständiger" beim Einkommen nicht mehr die Zeile 8: "abzüglich Zugang Forderungen" gibt.
Bedeutet das, dass ein Existenzgründungskredit als Einkommen gilt uns aus meine Verlust dieses Jahr evtl ein Gewinn wird und ich mit einer ruinösen Rückzahlung rechnen muss?

Hier erstmal meine Gründungsgeschichte:

Am 11.6. habe ich mich mit einer GmbH für Eventdienstleistungen selbständig gemacht.
Zuvor war ich ein Jahr arbeitslos und bin somit Hartz IV.-Empfänger.
Ich habe natürlich das Einstiegsgeld und einen Gründungszuschuss beantragt und auch erhalten (1075€ für BGA)
Mein Vater hat einen Kredit i.H.v. 25.000€ aufgenommen und mir gegeben, ich habe den Kredit bei ihm aufgenommen, da ich selber keinen Kredit gewährt bekommen hätte.
Bevor mir der Gründungszuschuss und das Einstiegsgeld bewilligt wurde, kam noch ein Fragebogen, wo auch nochmal nach der Herkunft der der 25.000 nachgefragt wurde, was ich auch beantwortete.

So, nun kam vor 2 Wochen der Weiterbewilligungsantrag von einer mir unbekannten Bearbeiterin für mein Hartz IV, bei dem ich auch den Antrag EKS der alten Version verwendet habe, sprich ich konnte mein in Zeile 1.4. gewährtes Darlehen in Zeile 1.8. auch wieder herausnehmen.

Letzte Woche erhielt ich den Antrag zur Weiterbewilligung meines Einstiegsgeldes von der mir bekannten Mitarbeiterin das Jobcenters.
Und hier kann man den Zugang von Forderungen nicht mehr absetzen. Das bedeutet, dass aus einem Verlust von 10.000€ ein Gewinn von 10.000 wird(5000€ bereits getilgt).

So, hier nun meine Fragen:

1) Muss ich nach Ablauf des ersten halben Jahres auf jeden Fall das Formular " Abschließende Angaben zum Einkommen Selbständiger " ausfüllen?

2) Muss ich damit rechnen, dasss mir die gewährte Hilfe aberkannt wird, obwohl ich von Anfang an den Kredit angegeben hatte?

3) Sollte dies der Fall sein, was erwarten mich für Zahlungen?
Muss ich das auf einmal zahlen und kann mir damit die Kugel geben?


Ich hoffe, ihr könnt mir helfen.

Viele Grüße

Angulus
 

Angulus

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Ich füge noch eine Frage 4 der Einfachheit dazu, im Prinzp beantwortet sie ja bei einem "ja"meine anderen Fragen.

Also:

4) Ist die Auszahlung eines Kredites auf das Firmenkonto eine Betriebsseinnahme oder nicht?
 

Koelschejong

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Ich füge noch eine Frage 4 der Einfachheit dazu, im Prinzp beantwortet sie ja bei einem "ja"meine anderen Fragen.

Also:

4) Ist die Auszahlung eines Kredites auf das Firmenkonto eine Betriebsseinnahme oder nicht?
Nein, das ist keine Betriebseinnahme. Die im Formular EKS gestrichene Position hat eigentlich nur Sinn gemacht bei Soll-Versteuerung. Die kommt aber eher selten vor bei der EÜR, deshalb ist das wohl gestrichen worden.
 

Angulus

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Nein, das ist keine Betriebseinnahme. Die im Formular EKS gestrichene Position hat eigentlich nur Sinn gemacht bei Soll-Versteuerung. Die kommt aber eher selten vor bei der EÜR, deshalb ist das wohl gestrichen worden.

Das beruhigt mich ja schon ein wenig, aber wie verfährt denn dann das JC bei der Prüfung?
Schließlich steht ja dann, wenn man nur nach dem Formular geht, ein riesen Gewinn da. Also gibt es dann für die MA beim JC die Anweisung, den Zugang an Zuwendungen und Darlehen herauszurechnen?
 

Koelschejong

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Du führst das Darlehen erst gar nicht unter den Betriebseinnahmen auf, denn da hat es ja auch nichts zu suchen.

Gehe ich im Übrigen Recht in der Annahme, dass Dein Vater dann Gesellschafter (und zwar Mehrheitsgesellschafter) der GmbH ist. Das wäre nämlich ausgesprochen sinnvoll, müsste aber so im Gesellschaftsvertrag stehen. Dann nämlich könntest Du Dir die gesamte EKS sparen, Du bekämst ein Gehalt als geschäftsführender Gesellschafter - und das wär's.
 

Angulus

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nein, er hat mir nur das Gründungskapital als Kredit gegeben und ich muss ihn ihm zurückzahlen, sobald die Firma läuft.

Bist du sicher, dass ich den Kredit nicht angeben muss? Schließlich ist ja der Punkt Darlehen angegeben, und ein Darlehen ist nie eine Betriebseinnahme.. damit wäre es völlig unnötig, dass der Punkt mit in die Tabelle aufgenommen wurde...
 

Koelschejong

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Ok, es ist sachlich zwar nicht ganz korrekt, aber wenn ARGE das so will, dann nimm das Darlehen mit rein und buch es in Pos. 8 Betriebsausgaben Investitionen wieder raus. Dann ist es auch beim Gewinn neutral.
 

Angulus

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das habe ich mir auch schon überlegt, aber ich kann ja keine Investitionen in der Höhe nachweisen, das gäbe also erst recht Ärger.
 

Koelschejong

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Doch, Du hast das in das Stammkapital der GmbH investiert - und dazu bist Du sogar verpflichtet.

Ich würde aber empfehlen, die genaue Darstellung mit einem Steuerberater zu machen. Der soll sich aber bei der Buchung nicht an der GmbH orientieren sondern soll Dir erklären, wie das ein Einzelunternehmer mit EÜR machen müsste.
 

Angulus

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Ja mal schauen, was mein Steuerberater morgen dazu sagt, aber ich glaube, der wird da keine Ahnung haben,ist ja keine Steuer- oder handelsrechtliche Buchführung.
Den Kredit hat ja auch nicht die GmbH aufgenommen, sondern ich persönlich, denn das Eigenkapital darf ja nicht auf Kredit eingebracht werden, sonst wäre es ja Fremdkapital.

Ich bin am überlegen,ob ich am letzten Tag des Bewilligungszeitraumes nicht alles was ich habe meinem Vater zurücküberweise alsTilgung und danach mir das Geld wieder rücküberweise, dann hätte ich einen neuen Kredit aufgenommen, aber erst im nächsten Bewilligungszeitraum.
 

Koelschejong

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Das ändert die Sachlage nun aber dramatisch. Wenn Du den Kredit privat aufgenommen hast, was hat dann die GmbH damit zu tun? Dann braucht der Kredit selbstverständlich nicht in der EKS zu stehen. Die EKS bezieht sich auf Deine GmbH - und das ist eine völlig andere Person als Du. Verwechsel das nicht, und sprich Deinen Steuerberater darauf an. Wenn Du da nicht säuberlich privat und GmbH trennst, hast Du ziemlich leicht eine verdeckte Gewinnausschüttung an der Backe - und das ist nicht lustig.:icon_evil:
 

Angulus

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So, meine Steuerberaterin meinte auch, dass ich das nicht angeben soll, es sind keine Betriebseinnahmen.

Ich dachte, dass der EKS-Antrag sich auch auf mich und die Firma bezieht, aber das ist ja zum Glück nicht der Fall.

Sollte das Jobcenter doch Ärger machen, habe ich den Kredit ja bereits erwähnt, weil bei der Beantragung wurde ja nochmal nachgefragt, woher die 25000 € kommen.

Und ein Kredit ist definitiv kein Einkommen, ich habe hier ein Urteil aus dem Jahre 2008, wo das JC einer ALGII Empfängerin das Entgelt kürzen wollte, weil sie einen Kredit aufgenommen hatte.
Da es sich bei einem Kredit lt. Urteil nicht um Einnahmen handelt, bin ich also aus dem Schneider und kann wieder ruhig schlafen.


Aber auf Ärger stelle ich mich dennoch ein, denn die sind einfach überfordert bei einer GmbH, ist ja nicht an der Tagesordnung.
Ich muss z.B. meine Rentenversicherungsstatus von der Deutschen Rentenversicherung prüfen lassen, die Bearbeiterin der der Rentenversicherung meinte, dass es välliger Schwachsinn ist, da ich eine GmbH habe und 100%iger Gesellschafter bin. Da gibt es gar nichts zu diskutieren, dass ich nicht mehr Rentenversicherungspflichtig bin.
 
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