AEKS - Belege per E-mail-Anhang abgelehnt (1 Betrachter)

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FloridaHeinz

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Ein herzliches Hallo an das Elo-Forum,

Ich lese schon seit geraumer Zeit Beiträge im Elo-Forum und hoffe nun, daß mir vielleicht ein Sachkundiger zum folgenden Problem Auskunft geben kann. Auf zahlreiche Suchvorgänge habe ich nirgendwo im Internet meine exakte Problematik wiederfinden können, weswegen ich mich hier angemeldet habe.

Als selbständiger Internethändler habe ich meinen Folgeantrag samts EKSsen in den Hausbriefkasten des JC eingeworfen, mit dem Vermerk, daß die einzelnen Belege in Pdf-Form und via E-Mail nachgereicht werden. Meine SB hat mir dieses Verfahren mündlich zugesagt.
Auf meine E-Mail samts in RAR-Archiven gepacktem Anhang an die von ihr bestätigte Adresse kam die Antwort einer anderen Mitarbeiterin, die Anhänge können aus Sicherheitsgründen nicht geöffnet werden und ich solle die Belege persönlich und in Papierform einreichen.
Dies ist jedoch wegen des Umfanges von etwa 400 A4-Seiten absolut unmöglich.


Wegen der angesprochenen Sicherheitsproblematik habe ich die Anhänge noch einmal als Zip-Archiv versandt (Winzip dürfte auf dem IT-Systemen des JC vorhanden sein), diese Mail ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch unbeantwortet.

- Meine Fragen also: Ist ein Weg bekannt, die digitale Übermittlung via Email zu erzwingen?
- Wie sind generell die Erfahrungen der geschätzten Forenmitglieder mit dieser Übermittlungsmethode?
- Kommt an dieser Stelle möglicherweise eine Antragstellung bei einer sachfremden Behörde infrage, welche die Unterlagen an das JC weitervermittelt und mir vorab ein Annahmebeleg ausstellt?
- Wie läßt sich die Problematik der Beweislast lösen angesichts der Tatsache, daß Lesebestätigungen vom Mail-Empfänger abgelehnt werden können und werden?

Vielen Dank vorab für die Aufmerksamkeit, gerne melde ich mich zu etwaigen Nachfragen zurück.
 

arbeitsloskr

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- Meine Fragen also: Ist ein Weg bekannt, die digitale Übermittlung via Email zu erzwingen?
Nein, die gibt es nicht. Wenn die IT-Richtlinien es den Mitarbeitern untersagen Archive zu öffnen, dann kannst du das nicht ändern.

- Wie sind generell die Erfahrungen der geschätzten Forenmitglieder mit dieser Übermittlungsmethode?
Die Übertragung per E-Mail ist nicht rechtssicher, egal in welcher Senderichtung. Zudem gibt es für dich bei E-Mail-Versand keinen rechtssicheren Nachweis über den Eingang der E-Mail.

- Kommt an dieser Stelle möglicherweise eine Antragstellung bei einer sachfremden Behörde infrage, welche die Unterlagen an das JC weitervermittelt und mir vorab ein Annahmebeleg ausstellt?
Ob die Abgabe der Anlagen für einen ALG 2-Antrag bei einer anderen Behörde oder Amt mit der Bitte um Weiterleitung an das jeweilige JC sinnvoll bzw. rechtsverbindlich ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn du aber sicher gehen willst, dann solltest du diese Unterlagen direkt im JC persönlich gegen Eingangsbestätigung abgeben. Per Fax mit Sendebericht wäre eine Alternative, aber ob die bei 400 Seiten sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln.

- Wie läßt sich die Problematik der Beweislast lösen angesichts der Tatsache, daß Lesebestätigungen vom Mail-Empfänger abgelehnt werden können und werden?
Indem man eben auch rechtssichere Kommunikationsmittel ausweicht. Diese sind, wie oben schon angedeutet, die persönliche Abgabe gegen Eingangsbestätigung oder der Versand per Fax mit Sendebericht.

Du solltest auch bedenken, wenn du per E-Mail mit JC kommunizierst, dann kann JC von dir auch erwarten, dass du dich bspw. per E-Mail bewirbst, vorallem bei ZAF.
 

FloridaHeinz

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Vielen Dank erst einmal für die detaillierte Antwort, die wesentlich kürzer hätte ausfallen können. Scheinbar hat mich die SB ins Messer rennen lassen, denn sonst hätte sie mir gleich gesagt, daß mein Vorhaben nicht möglich ist.

Ich denke nun aber: Es gibt noch viele andere Selbständige beim Jobcenter, die weit größeres Aufkommen an Belegen haben düften. Für mich ist es schwer vorstellbar, daß diese stoßweise auf einer Sackkarre an den Rezeptionstresen gerollt und anschließend von der Leistungsabteilung in Klemmmappen portioniert werden.
Vielleicht geht das eben doch genau so vonstatten...?

Letzten Endes würde ich mich noch einmal an das Selbständigen-Forum wenden (ich hoffe, das ist okay), da es sich ja möglicherweise um eine reine Schikane handelt. In der Zwischenzeit kann ich ja schonmal in den nächstgelegenen Schreibwarenhandel düsen und Rabatte aushandeln.
 

Solanus

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Bei mir waren es knapp 600 Belege, davon 2/3 eigentlich unnötig und gesetzlich nicht notwendig. Die Kosten für Kopien und Versand bzw. persönliche Abgabe wollte das JC nicht übernehmen.

Also habe ich 600 Seiten per Fax in 20iger Packen in einer 3 Tage währenden Aktion versendet.

Ergebnis: JC ist Stinkig, was mir egal ist. JC hat die Kosten beklagt, ich habe auf Betriebsausgaben verwiesen. JC hat behautet nichts bekomen zu haben, ich habe auf die Sendeprotokolle verwiesen.

Stand: Ruhe ist!
 

TazD

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Als selbständiger Internethändler habe ich meinen Folgeantrag samts EKSsen in den Hausbriefkasten des JC eingeworfen, mit dem Vermerk, daß die einzelnen Belege in Pdf-Form und via E-Mail nachgereicht werden. Meine SB hat mir dieses Verfahren mündlich zugesagt.
Auf meine E-Mail samts in RAR-Archiven gepacktem Anhang an die von ihr bestätigte Adresse kam die Antwort einer anderen Mitarbeiterin, die Anhänge können aus Sicherheitsgründen nicht geöffnet werden und ich solle die Belege persönlich und in Papierform einreichen.
Dies ist jedoch wegen des Umfanges von etwa 400 A4-Seiten absolut unmöglich.

Wegen der angesprochenen Sicherheitsproblematik habe ich die Anhänge noch einmal als Zip-Archiv versandt (Winzip dürfte auf dem IT-Systemen des JC vorhanden sein), .....
Vielen Dank erst einmal für die detaillierte Antwort, die wesentlich kürzer hätte ausfallen können. Scheinbar hat mich die SB ins Messer rennen lassen, denn sonst hätte sie mir gleich gesagt, daß mein Vorhaben nicht möglich ist.
Die SB hat dich nicht ins Messer laufen lassen.
Es ist nunmal ein Unterschied, ob ich Dokumente per Mail als pdf einreiche, was von der SB bejaht wurde und auch kein Problem mit den Sicherheitsrichtlinien ergibt.
Oder ob ich als rar oder zip verschicke, was erst entpackt werden müsste und ein höheres Sicherheitsrisiko darstellt.

Sollte es auch mit pdf Probleme geben, dann wurde ich ohne mit der Wimper zu zucken das Ganze per Fax schicken, sofern keine schriftliche Kostenübernahme für die Kopier-/Druckkosten vorgelegt wird.
 
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