ÄD schlägt Beantragung eines GdB vor - wie gut kann er das beurteilen? (1 Betrachter)

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M

Mitglied 61702

Gast
Bei meinem Termin mit dem äD fragte dieser nach meinem GdB und war sehr erstaunt, daß ich noch keinen hatte. Er schlug mir vor dies zu beantragen.

Ich war etwas verblüfft, weil ich davon ausging, daß man quasi "auf drei Beinen hinkend" mit sehr schweren Beeinträchtigungen kommen muß, bevor man einen GdB erhält.

Wie gut kennt sich der typische Amtsarzt damit aus, will fragen, wie ernst kann ich ihn nehmern? Und wie sollte ich hierzu vorgehen?
 

Thom65

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Hallo,
mir hat man während meiner Reha auch dringlich dazu geraten einen Schwerbeschädigtenausweis zu beantragen. Von alleine wäre ich nie auf den Gedanken gekommen.

An deiner Stelle würde ich den Antrag stellen, hast ja nichts zu verlieren.

Gruß Tom
 

Muzel

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Mir wurde gesagt, dass man den GdB-antrag risikolos über 50 Jahre stellen kann, darunter sollte man abwägen.
 
C

ckl1969

Gast
Ich denke mal, was die Beantragung eines GdB und desen Aussicht auf Erfolg angeht, dürfte ein Arzt des MD oder MDK durchaus wissen, wovon er spricht.

Welche Krankheiten hast du und wie alt bist du?
 
M

Mitglied 61702

Gast
57, und ich habe vor allem Einschränkungen beim Gehen, aber auch beim Sehen und Hören.
 
C

ckl1969

Gast
Dann würde ich es an deiner Stelle einfach mal versuchen.

Bis auf die Zeit die du brauchst um den Antrag auszufüllen, kostet es ja nichts und du kannst dabei nichts verlieren.

In Bayern kann man den Antrag sogar online stellen. Also falls du in Bayern wohnen solltest.
 

Caramell

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Watch, der Antrag macht sinn und zu verlieren hat man nichts.

Nur sollte man beachten, das die Ärzte die angeben werden auch etwas zu berichten haben. Ich weiß aus einem anderen Thema das Du umgezogen bist und gerade neu Ärzte hast und bei einigen auf einen Termin wartest. Es sollte jede Behinderung auch von einem Arzt begründet werden können.
Oder hast doch noch die Berichte von anderen Ärzten?
Bespreche am besten mit dem Hausarzt ob es jetzt schon Sinn macht.
 

Goldfield

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Moin Watch,
Zu verlieren hast du ja nichts, von daher versuch macht klug.
Wie ernst dein Versorgungs/Landesamt den MD nimmt kann dir keiner sagen, kann dir nur Schreiben unser Versorgungsamt ist sehr streng, die geben um den MD oder gar den MDK nichts.

Auch um Hausarzt berichte geben die nichts, da man denen oft nachsagt die Hausärtzte schreiben viel aus Gefälligkeit, bei unserem Amt zählen nur KH oder Facharztberichte, bei uns muss du wirklich überspitzt geschrieben mit dem Kopf unterm Arm ankommen.

Kenn aber andere Versorgungsämter die sind da "lockerer", was bei deinem zuständigen Amt ja auch so sein kann.

Wichtig ist dennoch das du Gesicherte Diagnosen hast und die Einschränkungen genau beschreibst, also den sogenannten"Jammerlappen", die jeweiligen Einschränkungen müssen natürlich zu den Diagnosen passen und deine Ärtzte am besten Fachärtzte hinter dir stehen, ich empfehle immer vor einem Antrag mit den Ärtzten zu Reden wie diese das sehen und natürlich um abzuchecken ob die hinter einem Antrag stehen.

Grüße
 

Muzel

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Wenn man sich in jüngeren Jahren invalidisieren lässt, hat man Nachteile bei der Stellensuche. Ältere Menschen haben eh Nachteile, weil man als nicht voll belastbar eingeschätzt wird.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Man muss eine Schwerbehinderung einem potentiellen AG ja nicht mitteilen - ergo kein Nachteil bei der Stellensuche.
 
M

Mitglied 61702

Gast
Ich bereite die Selbstständigkeit vor und bin zudem nur höchstens Teilzeit einsetzbar, also ist die Stellensuche gottseidank eher unerheblich.
 

Caramell

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Caye, ich denke das ist nicht zu 100 % richtig.
Wenn die Schwerbehinderung die Leistungsfähigkeit und damit die Arbeit beeinflusst, dann muss man das mit teilen.

Leider ist es wohl immer noch so, das Betriebe lieber die Abgabe zahlen, als einen Menschen einzustellen der schwerbeschädigt ist.
Teilt man die Schwerbeschädigung nicht mit und einem geht es irgendwann mal schlechter wir man entlassen und bekommt keine Unterstützung.
 
E

ExitUser

Gast
Die Nachteile hast man in erster Linie durch deine Behinderung und nicht durch den GdB.

Der dient einem Nachteilsausgleich. Es gibt z.Bsp. zusätzliche Steuerfreibeträge gestaffelt nach GdB.
 

Muzel

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Aus eigenem Antrieb braucht man die Schwerbehinderung nicht zu erwähnen. Wenn man aber gefragt wird, muss man wahrheitsgemäß antworten. Dies gilt nur bei einer Schwerbehinderung, nicht aber bei einer Behinderung.
Ich bin schon nach einer Schwerbehinderung im Vorstellungsgespräch gefragt worden. Der AG in spe wollte sogar meine Krankheit wissen. Die braucht man nicht anzugeben, wenn sie die Berufsausübung nicht beeinträchtigt. Die Stelle habe ich nicht bekommen.
 
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