AE-Bescheid (Heizkosten) zu Unrecht? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

drdrk82

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
23 Juni 2012
Beiträge
13
Bewertungen
0
Hallo,

folgendes Problem/Frage:

Durch das JC wurde ich seinerzeit (Mitte 2012) zur Vorlage der Heiz- und Nebenkostenabrechnung aufgefordert.

Ich habe in einer WG gewohnt, somit musste ich nur die Hälfte der Kosten tragen.

Die HK-Abrechnung schloss mit einer Forderung von knapp 500 Euro ab, die ich natürlich auch zur Hälfte tragen musste.

Mit Bescheid vom 07/2012 wurde mir dann mitgeteilt, dass unter Gegenüberstellung der geleisteten Zahlungen mit den tatsächlichen Verbrauch ein Guthaben i.H.v. knapp 200 Euro entstanden sei.

Leider leider habe ich das damals so akzeptiert, und zahle das ratenweise ab, mittlerweile ist die Forderung fast getilgt.

Nun muss ich heute erfahren, dass das evtl. so nicht ganz richtig ist, da die Gesamtabrechnung ja schon mit einer Forderung abschloss und es sich somit nur um ein fiktives Guthaben handelt, welches bei mir nicht hätte einbehalten dürfen...

Falls das so korrekt ist, habe ich noch irgendwelche Möglichkeiten, den Bescheid anzufechten?
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
24.331
Bewertungen
15.854
Mit Bescheid vom 07/2012
Du kannst jetzt auf Grund der Ratenzahlung einen Überprüfungsantrag stellen, der geht ein Jahr zurück § 44 SGB X, das wäre so mein Gedanke dazu.

Ansonsten..........

Der Bescheid selbst ist ja von 07/2012 hier hättest du gleich Widerspruch einlegen müßen oder zumindestens schon 06/2013 einen Überprüfungsantrág stellen.

Die HK-Abrechnung schloss mit einer Forderung von knapp 500 Euro ab, die ich natürlich auch zur Hälfte tragen musste.
Was mir jetzt nicht ganz klar ist, wie aus einer Forderung ein Guthaben entstehen kann?

Nächste Frage, was hat denn das Jobcenter dir überwiesen für die Kosten
zur Unterkunft bzw. Heizung?

Und wie hoch ist dein Anteil an den Kosten gewesen, also Miete und Heizung?


Du hattest doch eine Nachzahlung bzw. die gesamte WG.

:icon_pause:
 

biddy

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
13.404
Bewertungen
4.585
Ich nehme mal Beispielbeträge:
Wenn der TE zum Beispiel 12 Monate lang 80 € vom Jobcenter für Heizkosten erhalten hat, also insgesamt 960 €, laut Jahresabrechnung des Energieversorgers aber 760 € (Hälfte eines Verbrauchs der Wohnung von insg. 1520 €) für Heizkosten verbraucht hat, dann ergibt sich eben ein Guthaben aus Sicht des Jobcenters von 200 € zu ihren Gunsten ...
... welches aber nur "fiktiv" ist, denn tatsächlich war eine Nachzahlung vom TE in Höhe von 250 € an den Energieversorger (Hälfte von 500 €) fällig, weil die Wohngemeinschaft eben satt der tatsächlich verbrauchten Heizenergiekosten von 1520 € (wie gesagt nur Beispielzahlen) nur 1020 € als Vorauszahlung geleistet hatte. Frage ist, wieviel der TE von diesen 1020 € tatsächlich getragen/vom JC erhalten/an den Energieversorger weitergeleitet hat ... bzw. ist's nicht mehr die Frage, denn für eine Überprüfung, Widerspruch und Klage ist es zu spät und ja, ein fiktives Guthaben (das zwar aus Sicht des Jobcenters ggf. besteht, weil sie überzahlt haben, aber dem TE dieses Guthaben niemals gutgeschrieben wurde, weil der Energieversorger im Gegenteil eine Nachzahlung errechnet) kann nicht berücksichtigt werden. Aus meiner Sicht ist es aber wie gesagt zu spät, hier Rechtsmittel einlegen zu können.

Ich hatte den Fall auch mal bei mir selbst: Hatte ein kleines Guthaben, das JC hatte aber viel mehr als dieses Guthaben an Gas überzahlt im Abrechnungszeitraum. Rückgefordert hat die SB nur diesen kleinen 2-stelligen Betrag und selbst dazugeschrieben, dass sie den Rest nicht rückfordern kann, weil er mir ja vom Energieversorungsunternehmen nicht gutgeschrieben wurde, ich also nicht darüber verfügen konnte, sondern dieses "Guthaben" nur im Verhältnis vom Jobcenter zu mir bestand.
Nur dadurch hatte ich überhaupt von dieser nicht möglichen Anrechnung von "fiktiven Guthaben" erfahren.

[offtopic]Auch wenn ich "von Natur aus" was gegen Jobcenter habe :D ... die Frau war echt schnell und fit und da stimmte alles, auch was die Anrechnung von Übungsleitereinkommen im Zusammentreffen mit Einkommen aus Erwerbstätigkeit angeht, temporäre BG usw. und so fort ... War kein "Quereinsteiger", sondern hatte "bei der BA ihre Ausbildung" lt. ihrer Aussage. Der trauere ich echt noch'n bisschen hinterher :( - bin nämlich umgezogen und hier geht wieder alles von vorn los mit Widerspruch usw. usf., was die Bescheid-Berechnungen angeht. Das macht einen doch fertig, weil's so viel unnötige Zeit und auch Nerven kostet, isn't it?
[offtopic-ende]
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
24.331
Bewertungen
15.854
Hmm @Biddy mein Gedanke war ggf. auf die Ratenzahlung einen Überprüfungsantrag zu stellen?

Vieleicht etwas weit hergeholt?
 

biddy

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 Mai 2007
Beiträge
13.404
Bewertungen
4.585
Stimmt, hatte ich überlesen, sorry. Also gegen die Abzahlung vorgehen mit derselben Begründung, die man in einen Widerspruch (wäre er noch möglich) schreiben würden? Würde ich probieren - besser als nix.
 

Helga40

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Dezember 2010
Beiträge
8.223
Bewertungen
7.782
Aufhebung- und Erstattung unterliegt nach überwiegender Rechtsmeinung nicht der 4 bzw. 1 Jahresfrist.

Allerdings gibt es Rechtsmeinungen, dass, wenn die Erstattung schon erfolgt ist, dies doch wieder der Fall ist.

Dann gibt es (wenn auch weniger) die Meinung, dass auch AuEs unter die Fristen fallen.

Den Ü-Antrag sollte der/die TE erstmal stellen, wenn der aber zurückgewiesen wird, sollte man anwaltliche Hilfe suchen, da, wie gesagt, die Rechtsmeinungen auseinander gehen.
 
Oben Unten