Abzweigungsantrag Kindergeld, habe ich nicht unterschrieben, daher bekomme ich ca. 200€ weniger vom Amt SGB XII, muß ich das unterschreiben?

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schwarzschaf

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Hallo in die Runde,



ich bin ganz neu hier. Ich war schon lange in keinem Forum mehr aktiv, ich hoffe ich mache nicht zu viele noob Fehler.


Es fällt mir nicht leicht jetzt gerade hier zu schreiben, aber ich kann nicht mehr und muß endlich für mich selber kämpfen.


27 Monate in Folge knapp 50% Leistungseinschränkung, ich bin am ende.


Ein paar Eckdaten zu mir, ich versuche es kurz zu halten:

Ich bin 1978 geboren und somit 40 Jahre jung/alt.

Ich bin gelernte Kinderpflegerin.

Lebe alleine in einer Wohnung zur Miete.

Ich habe ein GDB 80, keine Merkzeichen.

Seid genau wann ich als Frührentnerin gelte weiß ich nicht,

Da es keine Erwerbsunfähigkeitsuntersuchung je bei mir gab.

Damals noch altes Bundesozialhilfegesetz wurde dies von einem Sachbearbeiter von Sozialamt angenommen.

Ich wurde aufgefordert Kindergeld zu beantragen.


Als meine Erzeuger sich jedoch nur über mehr Geld freuten, forderte mich das Sozialamt auf einen Abzweigungsantrag zu stellen.

Was ich dann auch tat, da mir das Kindergeld zu 100% als Einkommen angrechnet wurden, bzw bis heute werden.


Seid es hartz4 gibt, bekomme ich SGB 12 nach Kapitel 4.

Das Kindergeld wird auch hier zu 100% als Einkommen angerechnet.

Mehrbedarfszuschläge habe ich nie welche bekommen.

Auch einmalige Leistungen erhielt ich keine.

Eine Brille die ich mal beantragt habe wurde abgelehnt damit würde ich auch nicht wieder arbeitsfähig, privat muß man scheinbar nix sehen können.

Damit ich die Briefe von der Grusi lesen kann, hat meine GKV mir mal eine Lesehilfe für 300euro finanziert.


Im März 2016 fand ich in meinem Briefkasten einen Weiterbewilligungsantrag für das Kindergeld.

Mein Erzeuger hatte seinen Teil bereits ausgefüllt und unterschrieben.

Ich hätte nur meine Daten ergänzen müssen, meine Unterschrift dazu setzen und dann abschicken.

Ich hatte mich jedoch entschieden, mich nicht mehr so entwürdigen zu lassen.


Ich habe den Brief zu meinen Unterlagen hinzugefügt, nicht ausgefüllt und somit nicht abgeschickt.

Stattdessen fing ich an zu suchen, was ich tuen kann.

Damit mir das Kindergeld das ab Januar 2017 wegfallen würde auch nicht mehr als Einkommen angerechnet würde.

Im Zusammenhang mit erwachsenen behinderten Kindern und damit verbundenem Kindergeld fand ich sehr viel.

Jedoch nix zu meiner persönlichen Situation.



Im Dezember 2016 rief ich meine damalige Sachbearbeiterin bei der Grusi an und teilte Ihr mit das ich ab Januar 2017 kein Kindergeld mehr erhalten würde.

Meine damalige Sachbearbeiterin rief daraufhin ohne mein Wissen beim LBV (Landesamt für Besoldung NRW) an, weshalb ich einige Tage später direkt an mich adressiert einen Brief vom LBV bekam.

Ich rief beim LBV an, die Dame an Telefon war freundlich und redete sogar mit mir, ob das so nun statthaft war, die ist schließlich die Sachbearbeiterin meines Erzeugers und nicht meine, sei mal dahingestellt.
Aber die meinte nur ganz lieb, das sie mir das Kindergeld direkt überweißt.
Ich müsse nur den Antrag ausfüllen.

Ich füllte den Antrag nicht aus.

Und ging persönlich zur Grusi.

Die damalige Sachbearbeiterin war so freundlich und gab mir ein Gespächsprotokoll für meine Unterlagen mit.

Ich nenne das deshalb freundlich, weil es das erste mal war, in all den Jahren das ich ein Gesprächsprotokoll bekam.

Sonst wurde ich nett angelächelt, ich kann Ihnen leider nicht helfen, nein ich kann Ihnen das leider nicht schriftlich geben.


Ich kann das Schriftsück nicht einscannen da ich keinen scanner oder ähnliche besitze.

Ich tippe es deshalb ab:



Es erscheint: 23.01.2017

Mein Name


und erklärt:


Ich wurde vom LBV tatsächlich aufgefordert, den Kindergeldantrag zu stellen.

Dies möchte ich aus persönlichen Gründen jedoch nicht, da sich meine Eltern durch Steuervergünstigungen durch das an mich gezahlte Kindergeld bereichern.

Ich werde den entsprechenden Kindergeldantrag somit nicht stellen.

Ich wurde darüber informiert, dass das Kindergeld als vorrangige Leistung in Anspruch zu nehmen ist. Bei Nichtbeachtung wird ggf. Die Kürzung bzw. Einstellung der Sozialhilfe geprüft.

Unterschrift

Name der Sachbearbeiterin



Einige Tage später bekam ich einen Brief von der Grusi datiert vom 23.01.2017


Grundsicherung bei voller Erwerbsminderung

hier Anhörung nach § 24 SGB 10


Sehr geehrte Frau mein Name,


ich beabsichtige Ihnen, die Ihnen gewährte Grundsicherung ab Januar 2017 um einen Betrag von 192euro zu kürzen, da Sie Ihren Mitwirkungspflichten nicht nachkommen.


Darunter eine Rechtsbelehrung zu den § 2 SGB 12, § 60 Sgb 1, § 66 Sgb 1, § 66 ff SGB 1.


Letzter Absatz:

Sie erhalten hierdurch die Gelegenheit sich bis zum 06.02.2017zu den für die Entscheidung erheblichen Tatsachen zu äußern.

Sollte mir bis zu diesem Termin keine Mitteilung von Ihnen vorliegen, gehe ich davon aus, dass Sie darauf verzichten. Ich komme dann unaufgefordert auf die Angelegenheit zurück.



Unterschrift

Name der Sachbearbeiterin.

In den folgenden Monaten gab es noch einige Schriftstücke, so das alles eine rechtliche Form hat.



Hier in der Stadt wo ich wohne gibt es einige Sozialberatungen, zwei davon sind auch ziemlich gut so lange es sich ums SGB 2 handelt.

Mich schickten die jedenfalls weg, da meine damalige und auch meine jetzige Sachbearbeiterin freundlich sind.

Ich solle halt noch mal mit denen reden.

Die Situation ist halt schwierig.



Im März 2018 fand ich einen Anwalt mit dem Fachschwerpunkten. SGB 12 und Familienrecht.

Der war auch super freundlich.

Doch mein Fall brachte Ihm weder Geld noch Prestige, und so meinte er nach dem ich 15euro bezahlt hatte, das er mir nicht helfen kann.

15euro für ein nettes Gespräch.

Bei 220euro Regelbedarf monatlich, ganz schön heftig.



Heute im März 2019 bin ich immer noch sanktioniert, ach ne im SGB 12 heißt das Leistungseinschränkung.

Fühlt sich jedoch an wie ein Sanktion.



Wer bis hier gelesen hat, wow danke.

Der Text ist leider nicht so wirklich das was man unter kurz versteht.


Wer sich nun fragt was will die eigentlich?


Am liebsten wäre mir, das ich nicht mehr sanktioniert würde.

Sprich den vollen Regelbedarf bekäme.



Ich würde mich jedoch auch mit einer kleineren Leistungseinschränkung abfinden.

Und die von mir aus bis ans ende meiner Tage, was hoffentlich noch etwas dauert.



Ich finde jedoch nix was zu meiner Situation hilfreich wäre.

Ich bräuchte ein Musterschreiben was zu meiner Situation passt, welches ich dann bei der Grusi einreichen kann.

Ich finde jedoch nur immer wieder Musterschreiben, wo die Eltern darlegen was für hohe unkosten die durch Ihr behindertes erwachsenes Kind haben.

Kaufen den Kindern Brillen, oder so.



Es müsste also etwas sein, da meine Eltern wegen mir keine Kosten haben, haben die keinen Anspruch auf Kindergeld, weshalb mir die Grusi kein Kindergeld als Einkommen anrechnen kann.


Um jeden Hilfreichen Tipp bin ich dankbar.
Von netten Gesprächen habe ich die schnauze erst mal voll.
 

ela1953

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Du hättest nur die Abzweigung unterschreiben müssen. Dann bekämst du den vollen Regelsatz.
Grund:

Kindergeld wird den Eltern gezahlt, um die Kosten, die ihnen durch das Kind entstehen, abzumildern.

Das KG muss für das Kind ausgegeben werden.

Die Eltern können nun das Geld an das Kind weiterleiten. Das machen deine Eltern wohl nicht.

Daher die Abzweigung. Dann bekommen nicht mehr die Eltern, sondern das Kind das KG auf das Konto.

Das KG wird immer dem Kind als Einkommen angerechnet.
Auch, wenn es das KG nicht bekommt.

Daher die Bemühungen der verschiedenen SB, dass du die Abzweigung unterschreibst.

Also schnell den Antrag unterschreiben und du bekommst jeden Monat fast 200 Euro mehr.

Ob du gegen deine Eltern vorgehen kannst, weiß ich nicht.
Schließlich haben die dein Kindergeld kassiert und nicht an dich weiter geleitet oder für dich ausgegeben.
 

Seepferdchen 2010

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Hallo schwarzschaf :welcome:

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.

ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder "Abzweigungsantrag Kindergelde" sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!

Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 150! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

und im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu auch den Hinweis.

Schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:


Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.:welcome:
 

schwarzschaf

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Hallo ela1953, hallo Seepferdchen,

ich wußte nicht das hier so viele Zeichen in einem Thementitel verwendet werden können.
Nur leider stimmt jetzt der Titel nicht mehr.
Ich habe die Abzweigung viele Jahre zuvor unterschrieben.
Viele Jahre bekam ich das Kindergeld direkt ausgezahlt.
Meine Erzeuger bereicherten sich viele Jahre an den weiteren Geldern die diese erhielten auf Grund der Kindergeld Zahlung für mich.
Und davon hatte ich 2016 endgültig die schnauze voll.
 

Fabiola

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Hallo @schwarzschaf,
sei so gut und bewahre mal die Ruhe.

Für mich als bis hierher Lesende Deiner Situationsbeschreibung trifft die Überschrift

"Abzweigungsantrag Kindergeld, habe ich nicht unterschrieben, daher bekomme ich ca. 200€ weniger vom Amt SGB XII, muß ich das unterschreiben?"

den Sachverhalt recht gut.

Dass Du vor Jahren mal diesen Abzweigungsantrag unterschrieben hast,

Ich habe die Abzweigung viele Jahre zuvor unterschrieben.
Viele Jahre bekam ich das Kindergeld direkt ausgezahlt.
spielt anscheinend aktuell keine Rolle mehr.
Es bedarf aus welchen Gründen auch immer eines erneuten von Dir unterschriebenen Abzweigungsantrages, damit das KG an Dich (auf Dein Konto) fließen kann.

KG ist, wie Dir schon geschrieben wurde, eine vorrangige Leistung, vorrangig vor der Grundsicherungsleistung. Es ist nicht Aufgabe des Grusiamtes, dafür zu sorgen, dass das KG an Dich gezahlt wird. Das Grusiamt zahlt Dir entsprechend weniger aus, da Du ja Anspruch auf KG hast. Also musst Du Dich mit Hilfe des Abzweigungsantrags darum kümmern, dass Du es auch erhältst.
 
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