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Abstrafung durch ARGE für zuviele Bewerbungen

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RedSnowBlueRain

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Jeder der extrem viele Bewerbungen schreibt und dann auch noch einen Antrag UBV (Bewerbungskostenrückerstattung) bei der ARGE stellt,
kann damit rechnen von der ARGE "abgestraft" zu werden.

Ich bin das beste Beispiel dafür.

Habe meine UBV Limit von 130 Euro pro Halbjahr innerhalb von 2 Monaten ausgeschöpft, d.h. innerhalb von 2 Monaten mehr als 26 Bewerbungen geschrieben.

Ich schreibe im Prinzip immer viele Bewerbungen und werde das auch so beibehalten, nur die ARGE bekommt sicherlich nicht mehr alle zu Gesicht.

Nun heißt es von Seiten der Arge (Zitat):" Wer soviele Bewerbungen schreibt und keinen Erfolg hat, der kommt in seinen Beruf nicht unter und muss in andere Berufe vermittelt werden, selbst wenn er dafür überqualifiziert ist".

Dabei weiss doch jeder das eine Einladung zum Vorstellungsgespräch, je nach Branche und Beruf, sehr selten ist.....

Mir wurden sämtliche Weiterbildungsmaßnahmen gestrichen und ich werde nun dazu gezwungen mich für Berufe zu bewerben, die nicht in mein Berufsbild passen und für die ich überqualifiziert bin.

Jeder sollte ich genau überlegen ob er der ARGE tatsächlich alle Bewerbungsbemühungen vorlegt, oder nicht vielleicht doch besser die ein oder ander Bewerbung besser verschweigt.
 

Borgi

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Jetzt ist der Arbeitslose nicht nur faul, sondern zudem auch unfähig offene Stellen einfach zu ignorieren!
 

wertikuss

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Mach dir nichts draus RedSnowBlueRain, das hat mit den Bewerbungen an sich nichts zu tun sondern ist nur ne Ausrede damit die dich reinstecken können wo sie wollen, hätten sie früher oder später sowieso getan.
 
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ExitUser

Gast
ist nur ne Ausrede damit die dich reinstecken können wo sie wollen, hätten sie früher oder später sowieso getan.
So habe ich mir das auch gedacht. Früher oder später wird das eh so kommen, denn ob man jetzt 50 Absagen oder nur 4 Absagen pro Monat erhält ist wirklich egal.

In meiner EGV steht dass ich 4 Plichtbewerbungen pro Monat habe. Ich werde daher auch keine Anstrengungen machen mehr zu schreiben als in der EGV drinn steht.
 

Doug

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Ich habe auch einen Antrag auf Bewerbungskosten gestellt den ich innerhalb 6 Monaten voll habe, vorausgesetzt die Firmen antworten zurück damit ich was in der Hand habe.

In meiner EGV steht dass ich 4 Plichtbewerbungen pro Monat habe. Ich werde daher auch keine Anstrengungen machen mehr zu schreiben als in der EGV drinn steht.
Dann wirst du aber auch voraussichtlich keinen Job finden.
Nun gut, wenn du alles mitmachen willst was du dann von der Arge bekommst......
 
E

ExitUser

Gast
Du wirst zumeist auch mit 16, 32, 64 Bewerbungen keinen Erfolg haben. Besonders wenn Du ein paar Voraussetzungen nicht erfüllst: So erfahren und ausgebildet, wie mit 35, aber vom Alter her um die 25. Fügsam, lieb, immer bereit zu Dutzenden unbezahlter Überstunden. Und natürlich für ein Taschengeld bereit sein zu arbeiten.

Spätestens ab 40 mußt Du froh sein, daß Du nicht noch ein Angebot bekommst Dich billig einschläfern zu lassen.
 

jockel

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Warum sich mit Übereifer selbst das Wasser abgraben bei der Arbeitsagentur/ARGE mit Bewerbungen über das Limit von 52 Bewerbungen im Jahr bzw. 4 - 5 Bewerbungen/Monat überschreiten?

Du siehst ja, was für eine Retourkutsche kommt. Laß' die Tonnenideologie. Die schadet Dir nur. Nicht die Masse, sondern die Auswahl nach Qualität sollte es bringen. Laß Dir Zeit, Ruhe und behalte die Nerven.
 

Zap

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99% der Blindbewerbungen landen bei den AG in der runden Ablage, weil NULL Bedarf da is.
Ergo: ab nem gewissen Alter brauch ich mich für nichts mehr zu bewerben...PUNKT*

Devotes Verhalten is da eh fehl am Platze; man schaue sich NUR die Realität an.

Ich arbeite NICHT unter Preis.....!!

Gruss
Zap
 

Syndrom

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Wie man's macht...

Es ist tatsächlich so:

Wie man es macht, ist es verkehrt - ein abgekartetes Spiel der ARGEn.

- Hält man sich nicht, oder nicht genau an ihre Regeln, bekommt man "Maßnahmen" aufgebrummt.
- Hält man sich genau an ihre Regeln, bekommt man immer weniger Unterstützung und muss am Ende verhungern...
- Zeigt man Eigeninitiative, wird man dadurch abgestraft, indem behauptet wird, man sei "zu aktiv".

Mein Eindruck:
Die ARGEn sind nur dazu da, die Langzeitarbeitslosen zu drangsalieren und zu demoralisieren. So lange, bis sie sich im Behördenwahnsinn rettungslos verstrickt haben. Anordnungen und Weisungen, die sich ständig widersprechen.
Was wollen die? Dass wir uns reihenweise umbringen um damit das "Problem" der Langzeitarbeitslosen zu lösen?

Wann wird von Seiten der Erwerbsloseninitiativen ENDLICH was dagegen unternommen?
Statt nur auf diesen durch und durch ungerechten Paragrafen rumzureiten und sich damit den selbstaufgestellten und diktierten Regeln der Behörden zu unterwerfen sollten unkonventionelle Taten folgen, mit denen sie genauso überfordert sind, wie unsereins mit ihrem Verordnungs- und Anordnungswust.
 

jockel

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.... Was wollen die? Dass wir uns reihenweise umbringen um damit das "Problem" der Langzeitarbeitslosen zu lösen? ...
So demonstriert und übt man als Sachbearbeiter und Beamter Machtmißbrauch aus. Das streichelt die Seele dieser Lakaien und Bütteln - nach oben buckeln, nach unten treten - der loyale Untertan.

Halten zu Gnaden!

In der gesellschaftskritischen, deutschen Literatur und im Film hervorragend dargestellt:



vorm Kaiser Willem in Italien nach oben buckeln und ...



... auf dem Kasernenhof vorm Spieß und ...



... nach unten treten (Rede vor den Honoratioren seiner Heimatstadt als kleinbürgerlicher Spießbürger und Fabrikant oder

in seiner studentischen Burschen- und Korpsbruderschaft als selbsternannter kaisertreuer Patriot

- die Hauptfigur Dietrich Heßling in ihrer Doppelrolle im Roman "Der Untertan" von Heinrich Mann.
 

Debra

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Mein Eindruck:
Die ARGEn sind nur dazu da, die Langzeitarbeitslosen zu drangsalieren und zu demoralisieren. So lange, bis sie sich im Behördenwahnsinn rettungslos verstrickt haben. Anordnungen und Weisungen, die sich ständig widersprechen.
Was wollen die? Dass wir uns reihenweise umbringen um damit das "Problem" der Langzeitarbeitslosen zu lösen?
Das ist auch mein Eindruck.

Wann wird von Seiten der Erwerbsloseninitiativen ENDLICH was dagegen unternommen?
Statt nur auf diesen durch und durch ungerechten Paragrafen rumzureiten und sich damit den selbstaufgestellten und diktierten Regeln der Behörden zu unterwerfen sollten unkonventionelle Taten folgen, mit denen sie genauso überfordert sind, wie unsereins mit ihrem Verordnungs- und Anordnungswust.
Was sollen das denn für Taten sein? *grübel*

An RedSnowBlueRain: Wie andere hier auch schon sagten, der ARGE ist es scheißegal, dass Du langfristig wieder eine gutbezahlte, gar in Deinem Beruf wieder eine Stelle findest. - Die wollen Dich nur woanders reindrängen (EEJs, Maßnahmen, Niedriglohnjobs) und dazu ist denen jedes Mittel recht.

Was mir an den Kopf geworfen wurde, im letzten Gespräch: "Wer gut ist in seinem Beruf, bekommt auch sofort was." Und: "Sie haben ja zuletzt im Jahr 2005 gearbeitet." - Wie bitte? - Die SB hat mich das ganze letzte Jahr an der Arbeitssuche massiv behindert (zuerst unsinnige Trainingsmaßnahme, später Praktikum in meinem Beruf!) Im Dezember 06 fand ich dann endlich eine Stelle (VZ, unbefristet, gut bezahlt). Leider war die aber nicht für mich geeignet aus anderen Gründen und mir wurde gekündigt. Trotzdem hab ich somit zuletzt im Dezember 06 gearbeitet. - Sie wollte mich gern sofort in einen EEJ drängen. In ihrem Computer hatte sie mich auch gleich noch als "Hilfskraft" geführt. Ihr war noch nichtmals bekannt, welche Ausbildung ich habe! Obwohl von dem Träger des Praktikums ganz sicher eine Beurteilung an sie geschickt worden war!

Die drehen sich das halt so hin, wie sie es brauchen. Egal, was Du machst, Du kannst es denen nicht recht machen, es sei denn, Du lässt Dich in unsinnige Maßnahmen oder EEJobs drängen ... nur dann sind die offenbar zufrieden. Auch wenn Du dann für immer und ewig HartzIV-Bezieher bleibst (weil Du ja fast noch ein Jahr Arbeitslosigkeit in Deinem Lebenslauf einfügen musst anschließend).
 
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