Abmeldung von Arbeitlosengeld direkt zu Beginn der Arbeitslosigkeit (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

basti1912

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Hallo Zusammen,

folgende Situation:
- Arbeitslos ab 1.1.2020, Kündigung war bereits im September
- Urlaub vom 26.12.2019 - 11.01.2020, gebucht vor 2 Wochen

Da ich dem Arbeitsamt ja zumindest vom 2.1 bis 11.1 zwecks möglichen Terminen zur Verfügung stehen müsste, ist jetzt die Frage, wie ich am besten vorgehe:
- Variante 1: hoffen das in dieser Zeit aufgrund von Brückentagen am 2+3.1 und Feiertag am 6.1 nicht viel passiert und ohne Genehmigung fliegen . Das schlimmste was passieren könnte wäre eine 1-wöchige Sperrzeit oder?
- Variante 2: bei der Agentur Ortsabwesendheit beantragen, die vermutlich aufgrund der Kürze der Arbeitslosigkeit abgelehnt wird
- Variante 3: abmelden vom ALG1-Bezug vom 1-11.1. Dies würde (wenn ich es richtig verstanden habe) bedeuten, dass ich in dieser Zeit kein Geld bekomme und ich mich krankenversichern müsste ( bin allerdings im Ausland, da würde dann ja die Auslandskrankenversicherung greifen!?). Arbeitslosengeld würde dann ab 12.1 wieder automatisch anlaufen, ohne einen neuen Antrag stellen zu müssen oder? In der Zeit vom 1-11.1 kann mir das Arbeitsamt ja dann keine Termine eintragen oder?

Vielen Dank schon mal für die Hilfe!
 

basti1912

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Danke für deine Antwort. Also kann das Arbeitsamt mich verpflichten, in der Zeit in der ich mich vom Bezug des Arbeitslosengeldes abmelde, trotzdem zu Terminen erscheinen zu müssen?
 

ZynHH

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Danke für deine Antwort. Also kann das Arbeitsamt mich verpflichten, in der Zeit in der ich mich vom Bezug des Arbeitslosengeldes abmelde, trotzdem zu Terminen erscheinen zu müssen?
Nein.
Aber das Arbeitsamt müsste beweisen können, das dich ein Brief erreicht hat.
 

Kerstin_K

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Also ich würde es mit einem Antrag auf Ortsabwesenheit versuchen. Wenn der abgelehnt wird, kann man sich immer noch aus dem Bezug abmelden.

Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob die Auslansreisekrankenversicherung reicht. Aber für die paar Tage fürfte das nicht viel Krankenversicherungsbeitrag sein.
 

BerndB

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- Variante 2: bei der Agentur Ortsabwesendheit beantragen, die vermutlich aufgrund der Kürze der Arbeitslosigkeit abgelehnt wird
Meines Erachtens geht es nicht um die Kürze der Arbeitslosigkeit, sondern um die Länge, die du der Arbeitsvermittlung bereits zur Verfügung stehst. Und das sind drei Monate, in der du nicht vermittelt werden konntest.

Natürlich ist das keine Garantie für eine Genehmigung. Aber Firmen fangen oft erst nach Drei König an zu arbeiten. Und erst danach gehen vermutlich nach und nach Stellenangebote ein. Du kannst dich bei Ablehnung des Urlaubs, wie Kerstin_K schreibt, immer noch abmelden.
Meldest du dich nicht ab, wirst du im Urlaub keinen Tag ohne Gedanken an die AfA verbringen.

Und die Anwesenheitspflicht während der ersten Zeit der Arbeitslosigkeit gab es mal, gibt es nicht mehr.
 

HansimGluck1

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Bei der Krankenversicherung bist du 4 Wochen nachversichert. Das heißt, daß du für 11 Tage vom Nachversicherungsschutz profitierst und gar nichts zahlen mußt. Ich würde mich für deine Variante 3 entscheiden und denen das rechtzeitig mitteilen. Sonst besteht eine gewisse Gefahr, daß die dir jetzt schon für die 2. Januarwoche einen Termin schicken. Wenn du dich erst abmeldest, nachdem du einen Termin erhalten hast, könnte man dir unterstellen, daß du dich nur abmeldet, weil du keine Lust auf den Termin hast. Das könnte dann zu einer Minderung deines Anspruchs führen.

Auch mit Ortsabwesenheit, deiner Variante 2, würde ich vorsichtig sein. Soweit ich weiß, kann man die erst 1 Woche, bevor man wegfährt, beantragen. Und wie gesagt: Wenn dann für diese Woche schon ein Termin eingetragen ist, bekommst du die nicht. Außerdem gibt es oft das Problem, daß man, wenn man den Antrag vorschriftsmäßig 1 Woche vorher stellt, in dieser Woche gar keine Antwort bekommt, zum Beispiel weil SB selber im Urlaub ist.

Deine Variante 1 wäre mir zu riskant. Ich weiß auch nicht, ob es da wirklich nur eine einwöchige Sperre gibt.
 

HansimGluck1

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Eine Nachzahlung ist nur erforderlich, wenn die "Lücke" mehr als 1 Monat beträgt. Das ist hier nicht der Fall.
 

Kerstin_K

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Eben genau das ist falsch. Irgendwer muss irgendwann für den Monat zahlen.
 

HermineL

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Ich möchte mir hier jetzt lange Zitate zum nachgehenden Leistungsanspruch nach § 19 SGB V ersparen daher nur ein Link in dem man sehr gut erklärt nachlesen kann wie dies funktioniert.

Weiterführend auch hier ab Punkt 4:
 

basti1912

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Vielen Dank schon mal für die vielen hilfreichen Rückmeldungen! Ich werde es wohl mit Variante 3 versuchen, ohne davor eine Ortsabwesendheit beantragt zu haben, da ich nicht davon ausgehe, dass diese genehmigt werden würde..
 
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