Abmahnung wegen telefonischer Unerreichbarkeit

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engellein

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Rufbereitschaft nach der Nachtschicht?

Hallo alle zusammen,

ich habe letzte Woche Nachtschicht gearbeitet von 21:00 bis 5:15 Uhr gearbeitet. Nachdem ich um ca. 6 Uhr zuhause war, muss ich mich noch duschen und so alles andere dingen machen, dass ich frühestens erst um 7 Uhr ins Bett gehen konnte.

Am Tag von 11 Uhr bis 14 Uhr hat mein Chef mich ununterbrochen angerufen. Ich habe aber mein Handy ausgeschaltet, da ich nach der Schicht mich erhole muss. danach habe ich mich aber per sms gemeldet, aber keine Antwort gekriegt. Da ich nicht erreichbar war, war mein Chef sauer und schickte mir eine Abmahnung.

Ich bin die letzte zwei Wochen bei Metro, beim Regalauffüllen. Ansonsten bin ich Hotelfachfrau und arbeite für eine Leihfirma. Im Moment ist es so wenig los im Hotelerie, alsdass hat er mich bebeten, die Tätigkeit bei Metro zu machen. Also gar nicht mit Pflege zu tun!!!!

Das steht sogar in der Abmahnung:

"Der Tarifentgelt wird nur im Falle der Erreichbarkeit bezahlt".

Diesen Satz verstehe ich nicht wirklich. heißt es etwa, dass ich keine Lohn bekomme?????

Ich möchte wissen, wer in diesem Fall recht hat? und wo steht es genau??? Falls ich recht hätte, welchen Anwalt könntet ihr mir empfehlen??? Danke für eure Hilfe!!!!
 

Konstabler

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Welche Arbeitszeiten sind denn im Arbeitsvertrag vereinbart, hast du einen Abrufarbeitsvertrag?
 

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Hallo

das will ich sehen das ich verpflichtet bin per Telefon erreichbar zu sein
Der Knaller spinnt ja wohl
Was will er denn jetzt nicht zahlen.
Frage doch mal nach der Textstelle das du verpflichtet bist ständig erreichbar zu sein
Sage ihm auch das das Notfalls der Richter klärt

Gruß Uwe
 
E

ExitUser

Gast
Ich bin die letzte zwei Wochen bei Metro, beim Regalauffüllen. Ansonsten bin ich Hotelfachfrau und arbeite für eine Leihfirma. Im Moment ist es so wenig los im Hotelerie, alsdass hat er mich bebeten, die Tätigkeit bei Metro zu machen. Also gar nicht mit Pflege zu tun!!!!
Es wäre vor allem zu fragen, welche Tätigkeiten du laut Arbeitsvertrag überhaupt verrichten mußt.

Rufbereitschaft muß vertraglich vereinbart sein und auch irgendwie bezahlt werden. Ansonsten bist du halt außerhalb der vereinbarten Arbeitszeit (welche ist das?) "nicht im Dienst", und damit Schluß.

Außerdem gibt es noch das Arbeitszeitgesetz, das die maximal zulässigen Arbeitszeiten beschränkt.
 

elo237

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wenn er nachts durchgearbeitet hat
ist es ja wohl unmöglich auch noch erreichbar zu sein

der Chef braucht einen Roboter
 

Holger01

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Hab dir hier einen Entwurf für einen Widerspruch gegen die Abmahnung hochgeladen.

Es ist wichtig, die Rücknahme der Abmahnung zu verlangen, sonst wird sie rechtswirksam.

Natürlich muss man sich nicht in der Ruhe- bzw. Schlafenszeit vom Arbeitgeber anrufen lassen. - Außer, es ist Rufbereitschaft vereinbart, diese muss dann auch bezahlt werden.

Interessant wäre aber doch noch der Arbeitsvertrag mit Hinweis auf Schichten und Tarifvertrag, sowie, auch ganz wichtig, die Einsatzmeldung für dich zur Arbeit bei Metro. Eine Einsatzmeldung müßtest du bekommen haben. Kannst du das anonymisiert hochladen?

Die Abmahnung druckst du zweimal aus und gibst sie einmal im ZAF-Büro ab; auf der Kopie läßt du dir den Empfang mit Datum bestätigen.
 

Anhänge

  • Widerspruch-Abmahnung.doc
    22 KB · Aufrufe: 305

Nevermind1

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Auch wenn der Passus im Arbeitsvertrag steht, das Arbeitsschutzgesetz darf deswegen nicht ausgehebelt werden.

§ 5 Ruhezeit

(1) Die Arbeitnehmer müssen nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens elf Stunden haben.

Dieses beeinhaltet auch Anrufe oder SMS.
 

elo237

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Auch wenn der Passus im Arbeitsvertrag steht, das Arbeitsschutzgesetz darf deswegen nicht ausgehebelt werden.



Dieses beeinhaltet auch Anrufe oder SMS.


Rufbereitschaft zum Beispiel in der IT ist davon ausgenommen
logisch sonst würde ja alles zusammenbrechen wenn die Server 11 Stunden down wären :icon_neutral:
 

Holger01

Elo-User*in - temp. eingeschränkt
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Auch wenn der Passus im Arbeitsvertrag steht, das Arbeitsschutzgesetz darf deswegen nicht ausgehebelt werden.

@Nevermind1, immer erst zu Ende lesen:
Nach § 5 Abs. 1 ArbZG kommen noch zwei Absätze, und danach noch weitere Paragraphen mit Ausnahmen...

Du arbeitest doch selbst in der Pflegebranche und weißt bestimmt, dass gerade dort "Kürzungen der Ruhezeit durch Inanspruchnahmen während der Rufbereitschaft" möglich sind.
§ 5 Abs. 3ArbZG

Aber dessen ungeachtet, hier geht es erstmal darum, die Abmahnung aus der Welt zu schaffen und dem TE den Druck zu nehmen.
 

engellein

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Hallo und Danke alle,

die feste Arbeitszeit haben wir im Vertrag nicht schriftlich vereinbart. Ich bin Hotelfachfrau und soll eigentlich flexibel sein. Das habe ich aber seit dem persönlichen Gespräch am Anfang mündlich mit dem Chef erklärt, dass ich nur Frühschicht bis spätesten 15 Uhr (gemeint ist doch Frühstückdienst oder Bankettdienst in der Früh) arbeite, da ich eine 4 jährigen Sohn habe und muss ihn jeden Tag vom Kindergarten abholen und Nachmittag Zuhause betreuen. Das hat der Chef auch zugestimmt und sagte "genau das brauchen wir". Seitdem habe ich immer Frühschicht gehabt im Hotel. Ich habe immer noch diese Stundenzettel, es steht noch alles drinn, von wann bis wann ich gearbeitet habe und wo genau. Alle Schichten sind bis max. 15 Uhr, nur paar Mal bis 16 Uhr aber mit vorheriger Vereinbarung.

ich habe den Vertrag nach gelesen. Es steht so:



"§4 Vergütung und Fälligkeit / Verrechnung außertariflicher Zulagen / Rückzahlungspflicht

...

(3) Der Mitarbeiter enthält:

- ein tarifliches Entgelt in Höhe von 10,41 (gemäß §2 Entgelttarifvertrag i.V. m. §§4,5 Entgeltrahmentarifvertrag).

.....

(4) Das Tarifentgelt erhält der Mitarbeiter auch für Zeiten, in denen er nicht in Kundenbetrieben eingesetzt werden kann. Um sich diesen Anspruch zu sichern, muss er sich in diesem Zeitraum für etwaitige Einsätze in der Zeit von 6:00 Uhr - 9:00 Uhr und 17:00 Uhr - 19:00 Uhr bereithalten für den Arbeitsgeber erreichbar sein."




Er hat mir eine SMS um 11:30 Uhr geschickt und ab 11:30 bis 14 Uhr ununterbrochen mich angerufen.

Wie ich gewußt habe, laut Arbeitsschutzgesetz habe ich mindestens 11 Stunden Ruhezeit. Und außerdem hat er mich doch außerhalb der vereinbarte Rufbereitschaftszeit versucht zu erreichen. Stimmt das etwa??
 

Holger01

Elo-User*in - temp. eingeschränkt
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Also, engellein, da bist du auf der sicheren Seite!

da ich eine 4 jährigen Sohn habe und muss ihn jeden Tag vom Kindergarten abholen und Nachmittag Zuhause betreuen.

Hier gibts eine interessante Bestimmung in § 6 Abs. 4 ArbZG:
"Der Arbeitgeber" (also die ZAF) "hat den Nachtarbeitnehmer auf dessen Verlangen auf einen für ihn geeigneten Tagesarbeitsplatz umzusetzen, wenn ... b) im Haushalt des Arbeitnehmers ein Kind unter zwölf Jahren lebt, das nicht von einer anderen im Haushalt lebenden Person betreut werden kann, ..."
Quelle: ArbZG - Einzelnorm

Wenn du also von der Nachtschicht wegwillst, könntest du dich hierauf berufen, musst aber mit einer Kündigung rechnen, solange dich das Hotel nicht wieder anfordert.



(3) Der Mitarbeiter enthält:

- ein tarifliches Entgelt in Höhe von 10,41 (gemäß §2 Entgelttarifvertrag i.V. m. §§4,5 Entgeltrahmentarifvertrag).

.....Ok.

(4) Das Tarifentgelt erhält der Mitarbeiter auch für Zeiten, in denen er nicht in Kundenbetrieben eingesetzt werden kann. Um sich diesen Anspruch zu sichern, muss er sich in diesem Zeitraum für etwaitige Einsätze in der Zeit von 6:00 Uhr - 9:00 Uhr und 17:00 Uhr - 19:00 Uhr bereithalten für den Arbeitsgeber erreichbar sein."

Diese Erreichbarkeit bezieht sich nur auf Nicht-Einsatzzeiten.
Du warst aber bei Metro auf Nachtschicht. Mit der anschließenden Ruhezeit befandest du dich insgesamt innerhalb einer Einsatzzeit. Somit kann dies kein Grund für eine Abmahnung sein!


Er hat mir eine SMS um 11:30 Uhr geschickt und ab 11:30 bis 14 Uhr ununterbrochen mich angerufen.

Wie ich gewußt habe, laut Arbeitsschutzgesetz habe ich mindestens 11 Stunden Ruhezeit. Und außerdem hat er mich doch außerhalb der vereinbarte Rufbereitschaftszeit versucht zu erreichen. Stimmt das etwa??

Stimmt.
1.) Außerhalb der vereinbarten Rufbereitschaftszeit, und
2.) das war nicht in Zeiten, in denen du nicht in Kundenbetrieben eingesetzt warst.

Wenn du meinen Vorschlag für den Widerspruch der Abmahnung nutzen möchtest, dann ergänze ihn noch um Ziff. 2 (Nicht-Einsatzzeiten).
 

Holger01

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@engellein, ich kann mir allerdings kaum vorstellen, dass dir die ZAF den Stundenlohn von € 10,41 auch für die Regalarbeiten bezahlen wird.

Bist du ganz sicher, dass du für den Metro-Einsatz keine andere Anweisung/Mitteilung oder ähnliches erhalten hast, insbesondere keine Einsatzmeldung?
Denn dort könnten abweichende Bedingungen/Vereinbarungen stehen, die man dann unbedingt noch prüfen müsste.

Aber wenn nein: Dann dürfte alles ok sein.
 

Fairina

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Als Personalchefin gebe ich dir den Rat dich ans Arbeitsgericht zu wenden. Mit deinem ganzen Job stimmt was nicht. Du wurdest eingestellt als Hotelfachfrau und nicht als Regalauffüllerin oder als Pflegekraft. Und die Arbeitsschutzbestimmungen sind auch für ihn bindend. Tarif muss er eh zahlen. Also ab um Arbeitsgericht gegen die Abmahnung vorgehen. Zusätzlich würde ich mal an so einige Behörden und Institutionen denken denen es Spaß machen würde den Betrieb unter die Lupe zu nehmen.
 
E

ExitUser

Gast
Sehe ich auch so.

Die Abmahnung ist nicht rechtens. Der Arbeitnehmer hat nach der Arbeit eine gewisse Ruhepause und nach der Nachtschicht sowieso.

Und nein, wir sind hier nicht im Krankenhaus, IT Bereich, Polizei etc. wo das aushebelbar ist, sondern in einer Leihbude für Hotel und Metro.
 

engellein

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Alo ich habe heute schon Kündigung bekommen!!! :( Die wurde am gleichen Tag mit der Abmahnung erstellt. Ich schreibe es hier, damit ihr alles lesen könntet.

Abmahnung:



Sehr geehrte Frau....,

wir haben Sie am 09.03.2012 versucht telefonisch zu erreichen.

Laut Arbeitsvertrag § 4.4 sind Sie dazu verpflichtet sich in der Zeit von 06:00 Uhr - 9:00 Uhr und in der Zeit von 17:00 Uhr und - 19:00 Uhr bereit zu halten und für den Arbeitsgeber erreichbar zu sein.


Das Tarifentgelt wird nur im Falle der Erreichbarkeit bezahlt.

Nach wiederholtem Verstoß müssen wir Ihnen leider die fristlose Kündigung aussprechen.

Bitte melden Sie sich umgehend in unserem Büro.

Mit freundlichen Grüßen

.....




und hier die Kündigung, die auch am 09.03.2012 erstellt wurde:



Sehr geehrte Frau ......

hiermit kündigen wir das seit dem 16.10.2011 bestehende Arbeitsverhältnis, form- und fristgerecht zum

Samstag, den 24.03.2012,

ersatzweise zum nächstmöglichen Termin.


Wir weisen Ihnen vom 21.03.2012 bis 23.03.2012 Urlaub zu.

Ihre Unterlgaen erhalten Sie am 20.04.2012 mit Ihrer Lohnabrechnung.

Wir weisen Sie daraufhin, dass Sie sich unverzüglich nach Erhalt der Kündigung bei der für Sie zuständigen Agentur für Arbeit als arbeitsuchend melden müssen.

Mit freundlichen Grüßen

....




Nachdem ich die Kündigung bekomme, ist die Abmahnung noch wirksam? Ob ich dann alles ausbezahlt bekomme? Was soll ich jetzt tun? Soll ich die beim Arbeitsgericht immer noch klagen? Was ist dann die Nachteile, wenn ich es enfach so lasse?

Da fehlt es auch noch einen Urlaubstag, da ich bis jetzt für Jahr 2012 ingesamt noch 4 Urlaubstage habe.

Vielen vielen Dank schon an eure Hilfe!!!!
 

Konstabler

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Wenn die Kündigung fristgerecht innerhalb der Probezeit erfolgt ist, kannst du vermutlich dagegen nichts unternehmen.

Allerdings solltest du jetzt auf dein qualifiziertes Arbeitszeugnis achten, was dort geschrieben steht.

Sollte ausserdem eine Arbeitsbescheinigung erstellt werden, ist dort auch ein Hinweis auf die Begründung zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses enthalten.

Sollte man dir schuldhaftes Verhalten unterstellen, wäre eine Leistungseinstellung/Sanktion hinsichtlich des Arbeitslosengeldes denkbar.

Insofern stellt die Abmahnung nachwievor eine Zeitbombe dar.
 

Fairina

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Natürlich klagst du inkl. Kündigungsschutzklage. Dein AG spinnt hochgradig. Das gibt eine Kombiklage: gegen die Abmahnung, gegen die Kündigung, gegen die Aussage "wiederholt" (nur weil er mehrfach an dem Tag versucht hat dich zu erreichen, wenn es denn überhaupt stimmt, gegen die fristlose Kündigung, gegen den Abzug des Urlaubstages, gegen jegliche Abzüge wegen angeblicher Pflichtverletzung usw.

Dein AG versucht dich nur auf billige Art und Weise los zu werden weil er keine Arbeit für dich hat. Schlicht und ergreifend. Du solltest zu einem Anwalt für Arbeitsrecht gehen und dann verhau den AG.
 

Fairina

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Konstabler, lies mal den ganzen Thread durch. Ist Quatsch was du schreibst in dem Zusammenhang. Hier versucht ein AG mit falschem Spiel einen Mitarbeiter billig los zu werden.
 
G

gast_

Gast
So einem Arbeitgeber muß die rote Karte gezeigt werden!

Sofort zum Arbeitsgericht. Die helfen dir bei der Klage. Ich würde auch noch gegen die Abmahnung vorgehen, denn die kann dir nach wie vor Ärger bereiten.
Ob ich dann alles ausbezahlt bekomme?

Rechne nicht damit.

Fordere umgehend deine Papiere, eine Arbeitsbescheinigung und ein qualifiziertes zeugnis an - per Einschreiben mit Fristsetzung.

Was soll ich jetzt tun? Soll ich die beim Arbeitsgericht immer noch klagen? Was ist dann die Nachteile, wenn ich es enfach so lasse?
Dann wirst ne Sperre wegen Verschuldens erhalten... deshalb klage!
Das tut nicht weh - macht aber Spaß, wenn man gewonnen hat ;-)

Da fehlt es auch noch einen Urlaubstag, da ich bis jetzt für Jahr 2012 ingesamt noch 4 Urlaubstage habe.

Abrechnung genau kontrollieren!
 
E

ExitUser

Gast
Du musst dich aber sofort darum kümmern, dass du einen Anwalt für Arbeitsrecht aufsuchst.

Eine Kündigungsschutzklage muss innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der Kündigung beim Arbeitsgericht erhoben werden.

Je eher um so besser.
 
E

ExitUser

Gast
Sofort zum Arbeitsgericht. Die helfen dir bei der Klage. Ich würde auch noch gegen die Abmahnung vorgehen, denn die kann dir nach wie vor Ärger bereiten.

Fordere umgehend deine Papiere, eine Arbeitsbescheinigung und ein qualifiziertes zeugnis an - per Einschreiben mit Fristsetzung.

... deshalb klage!
Das tut nicht weh - macht aber Spaß, wenn man gewonnen hat ;-)

Genau wegen die Abmahnung vorgehen ist auch wichtig, auch wenn du jetzt die Kündigung hast.

Ich würde da noch gar nichts an Papier fordern, sondern erst mal einen Anwalt für Arbeitsrecht aufsuchen.

Um die Papiere kann sich der Anwalt kümmern.

Ich habe vor Jahren zwei mal wegen Kündigung geklagt und beide Male gewonnen.
Es war in der Tat ein schönes Gefühl, dass die jeweiligen Arbeitgeber einen drüber bekommen haben.
 

DeluxeAssi

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Also man sieht schon an der Art und Weise der Kündigung, dass der AG ein Laie ist dazu noch ein SCH......

Kündigung nach der 1. Abmahnung ist nicht so leicht. Allerdings in der Probezeit, bedarf es auch keinen Grund.

Was die Erreichbarkeit angeht und den § dazu, dieser greift nicht im "normalen" Berufsalltag, sondern ist dazu gedacht, dass dieses gilt, sofern man nicht im Betrieb eingesetzt werden kann (weil Betrieb wegen Rattenbefall oder der gleichen geschlossen wäre etc. ) Für dieses Fall hat der AN einen Anspruch auf seinen Lohn / Gehalt und dafür ist er verpflichtet in den genannten Zeiten für seinen AG erreichbar zu sein . Das ersetzt die Arbeitszeit, die aus irgendwelchen betrieblichen Gründen nicht abgeleistet werden kann

Den TE hat man in seiner Freizeit belästigt.

Seine Ruhephase gestört.


Der TE kann aber froh sein, dass der AG so dumm war, dies als Kündigungsgrund anzugeben, denn dass muss er dann auch beweisen. Hätte er aus betrieblichen Gründen etc. oder ohne Grund innerhalb der Probezeit gekündigt, hätte man nichts ausrichten können.

Hier aber sehe ich sehr gute Chancen, aber BITTE AN DIE KNAPPE FRIST denken, die im Arbeitsrecht sehr straff und streng sind

Sollte es die 1. Abmahnung sein die der AG als Kündigungsgrund benannt, dann hat er schon verloren.

Also nicht lange warten und sowohl gegen die Abmahnung, als auch gegen die Kündigung Klage einreichen oder zum Anwalt. Aber Vorsicht, die Kosten beim Arbeitsrechtstreit trägt in der 1. Instanz jeder selber. Solltest u keine Kohle haben, zum Amtsgericht und Beratungsschein , dann Anwalt Arbeitsrecht und PKH beantragen.

Zudem würde ich mich AU schreiben lassen, so was geht an die Psyche


Vorsorglich ALG I oder II jetzt schon beantragen .
 

Konstabler

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hiermit kündigen wir das seit dem 16.10.2011 bestehende Arbeitsverhältnis

Habe ich etwas übersehen?

Das Arbeitsverhältnis wird innerhalb der Probezeit beendet.

Die Abmahnung spielt daher im Hinblick auf Fortbestehen eines Arbeitsverhältnisses keine weitere Rolle mehr, hat aber noch Auswirkung auf das Arbeitszeugnis und evtl. spätere Arbeitgeberauskünfte.

Und dass ich mich als Arbeitnehmer nicht vom Arbeitgeber beschmutzen lassen muss, und sei es über falsche Arbeitgeberangaben gegenüber Agentur/Jobcenter, ist doch wohl auch klar, oder?

Sanktionen sind auch vorstellbar, wer da nicht fit ist, kassiert durchaus mal eine ungerechtfertigte Sanktion.



Ist Quatsch was du schreibst in dem Zusammenhang.

... bitte nett bleiben ... :icon_smile:
 
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