Abmahnung , und nur stress (1 Betrachter)

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vespa

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hallo liebe elo user

bin seit mitte Juni bei einer Leihbude und habe heute meine

1.Abmahnung erhalten.Da ich am Freitag unentschuldigt gefällt

habe,die Abmahnung sollte ich unterschreiben das habe ich aber

nicht getan,woraufhin die Chefin fragte weshalb ich das nicht

mache sagte ich kurz und knapp "darum".dann legte sie mir einen

Briefumschlag mit der gleichen abmahnung auf den Tisch und ging

bei der begegnung war die ganze Zeit der Disponentenleiter der

bude mit dabei und sagte kein ton.Ich will gar nicht mehr in dieser

Firma arbeiten es herschen miserabele zustände für uns

leiharbeiter,es werden fast tägliche überstunden gefordert

samstags arbeit usw.

der BR von dem Betrieb wo wir drinne sind hat für uns auch keine

zeit und ist sehr sehr AG freundlich

ich hatte der chefin schon mal gesagt sie solle mich doch kündigen

vor ca. 1 monat ,ihr kommentar darauf das hätten sie wohl gerne

seit da kommt sie immer mit einer person zu mir wenn sie was

von mir will oder brauch

was kann ich tun das ich da nicht mehr hin muss und keine sperre

bekomme
 
E

ExitUser

Gast
:icon_neutral:Herzlich willkommen hir im Forum!
Dir bleibt wohl nichts weiter übrig,
als Dich von Deinem Hausrazt;-
solange wie möglich Krankschreiben zu lassen,
was meinste wie schnell Du dann die Kündigung bekommst!:icon_twisted:
Und suche Dir in dieser Zeit möglichst schnell einen besseren Job!:biggrin:
Kündige niemals selbst,
und sage Deiner Leihbuden Tante,
das Du ebenfalls das Recht auf beisein einens Zeugen hättest,
wenn Du diese Abmahnung unterschreiben solltest,
zudem kannstegegen die erste Abmahnung,
nur mals so schriftlichen Widerspruch einreichen,
einfach nur um der Leihbudentante zu zeigen,
das Du Dir nichts gefallen lässt!:biggrin:
 

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Ohja zum Thema Arbeitsrecht!

Fakten:

1) Bei einer Abmahnung kann der Betriebsrat gehört werden, muss aber nicht. Der Betriebsrat hat leider kein Mitspracherecht in dieser Sache.
2) Eine Abmahnung kann schriftlich als auch mündlich erfolgen und hat die gleiche Gewichtung.
3) Eine Abmahnung muss nicht unterschrieben werden.
4) Eine Abmahnung MUSS zwingend, rechtlichen Grundsätzen einer Abmahnung genügen.

4a) Es muss dein Namen drinn stehen,
4b) Es muss dir genau mitgeteilt werden, was dir vorzuwerfen ist,
4c) Es muss dir genannt werden, wann dies passierte (Ort, Datum),
4e) Es muss darauf ein Hinweis folgen, das, solltest du dies nochmals machen man dir ggf. mit rechtlichen Konsequenzen (Kündigung) aussprechen kann.

5) Du kannst für ein und die selbe Sache NUR einmal abgemahnt werden. Solltest du mehrfach für den selben Quatsch abgemahnt werden, so ist das rechtswidrig und führt die Abmahnung in absurdum.

Sollte die Abmahnung fehlerhaft sein, dann ist sie ungültig bzw. kann sie angefochten werden. Sollte die Abmahnung inhaltlich nicht korrekt sein (bzw. sich nicht mit den vertraglichen Pflichten und Nebenpflichten decken), so ist diese aus der Personalakte zu entfernen (spätestens nach 1-2 Jahren). Du hast die Möglichkeit eine Stellungnahme abzugeben, diese muss zwingend in die Personalakte mit aufgenommen werden.

Also folgendes:

1) Überprüfe, ob die Abmahnung gerechtfertigt ist. Wenn du Krank warst, so sehe im Arbeitsvertrag nach wie das mit den Krankmeldungen gehandhabt wird.
2) Überprüfe die formalen Anforderungen einer Abmahnung und sie an, ob dies mit deiner Übereinstimmt.
3) Aufpassen for MASSENABMAHUNGEN. Diese werden gerne genutzt, um unliebsame Mitarbeiter loszuwerden (Billige Müllentsorgung). Du erhälrt dann zB. mehere Abmahnungen in kurzen Abständen oder alle in einem Umschlag (letzteres ist rechtswidrig bzw. würde vor Gericht keinen Bestand haben).
4) Abmahnungen werden gerne auch ausgeteilt, um Mitarbeiter gefügig und klein zu halten. Ist zwar arm, aber wirkungsvoll.
5) Abmahnungen wurden vor kurzem noch in ELENA Datenbanken erfasst (Vorsicht!).
6) Abmahnungen dienen dazu eine personenbedingte Kündigung zu forcieren. Es gibt die normale Kündigung, außerordentlche Kündigung und die personenbedingte Kündigung (auch das, um Mitarbeiter gefügig zu machen).

Kopf hoch, so eine Abmahnung ist bitter aber da kommst du drüber weg.

Wenn du willst, kann ich dir da noch viel mehr zu schreiben :)
 

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Phase 2 der Menschenvernichtungsaktion (Dies ist nur als Nebeninfo gedacht)

1) Anfeindung durch den Chef (man wird angeschrien, fertiggemacht, kritisiert)
2) Du bekommst Angst, hast morgens Bauchschmerzen, wenn du zur Arbeit gehst
3) Deine Mitarbeiterkollegen ignoieren dich
4) Du machst noch mehr Fehler, wegen Verunsicherung und erhälst noch mehr Abmahnungen
5) Man zwingt dich mit dieser Masche zur Aufgabe deiner Arbeit von deiner Seite aus
6) Du bekommst psychische Probleme und hälst den Druck nicht mehr aus.

1-6 == Bossing, wird auch gerne genutzt um Mitarbeiter loszuwrden. Kommt dann von ganz oben, um low performer loszuwerden.

Betriebsrat kannst du i.d.R. voll in die Tonne kloppen. Die kümmern sich nur um ihren eigenen Hintern. Meine Empfehlungen sind einfach: Der Gewerkschaft beitreten. Tägliches Arbeitsprotokoll erstellen, Nach neuer Arbeit suchen, Dienst nach Vorschrift.

Zum Thema Samstagsarbeit. Der Samstag ist ein Werktag und vollkommen i.O. Du kannst bis zu 49 Stunden in der Woche zur Arbeit herangezogen werden, musst aber dann dafür auch Ausgleich bekommen.

Arbeitgeber verstecken sich gerne vor der Aussage "Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten". Das stimmt so nicht.

Wie viele Überstunden sind damit abgegolten ? So könnte man dich ja unendlich viele Überstunden zu lau arbeiten lassen. Da gibt es bereits juristische Entscheidungen drüber.

Es mag sein, das du nicht mehr Gehalt bekommst, jedoch muss man dir dann Freizeit gewähren und dann zeitnah. Siehe auch in deinen Arbeitsvertrag. Da sind die Arbeitszeiten geregelt. Empfehlung: Jede Überstunde aufschreiben und deinen Vorgesetzten darauf festnageln. Pro Tag muss auch 11 Stunden Freizeit gewährleistet sein. D.h. wenn du Feierabend hast kannst du nicht am nächsten Tag (5 Stunden später) wieder auf der Arbeit erscheinen. Du brauchst Ruhephasen. In der Atenpflege z.B. ist es übich von Mo-So und dann nochmals von Mo-Fr zu arbeiten, dann gibt es 2 Tage frei bzw.regelt dein Arbeitgeber das dann, wenn er fair ist. Auch hier genau in deinen Arbeitsvertrag schauen.

Zu guter Letzt in diesem quick Exkurs. Nicht jeder Arbeitsvertrag ist ok. Es gibt sehr viele sittenwidrige Arbeitsverträge. Also einfach mal durch die Gewerkschaft überprüfen lassen.
 

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Update: Auch gerne gemacht. Abmahnungen Freitags an die Betroffenen aushändigen. Damit der Erholungswert des Wochenendes dahin ist. Als Literatur empfehle ich einfach mal folgendes (Extern Amazon) Die geheimen Tricks der Arbeitgeber. Ich könnte das Buch locker nochmals verdoppeln. Auch gerne zur Info sind Methoden von Helmut Naujoks. Diese Methoden werden gerne in Managementseminaren geschult. Das nennt sich dann angemessene Personalführung und entspricht vornehmlicher Sozialkompetenz. Ich kann da noch Dinge zu berichten, da ist jeder Gang zum Jobcenter eher lau :)
 
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