Abmahnung Minijob (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Dominik25

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 August 2009
Beiträge
92
Bewertungen
1
Ist eine Abmahnung per Email mit so wenig Buchstaben formal/rechtlich gültig ?
Zur Besserung steht auch nichts drin.

Mehr habe ich auch nicht erhalten.


Hallo ****,
wenn es wirklich nicht mehr vorkommt ist das deine Letzt Chance.

(Eintrag Personalakte 07.02.2017)

Mit freundlichen Grüßen
********
 

HartzVerdient

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
29 August 2012
Beiträge
4.336
Bewertungen
4.098
Das Ding hat absolut keinen Wert!

Es ist zwar richtig, dass eine Abmahnung auch mündlich ausgesprochen werden kann. Allerdings wird sie kaum beweisbar sein. Daher werden Abmahnungen immer schriftlich verfasst.

Allerdings gehören eng gesetzte Richtlinien zu einer Abmahnung!

Es muss in der Abmahnung genau beschrieben sein, was dir vorgeworfen wird.
Wann der Vorwurf passiert sein soll.
Was man von dir für die Zukunft erwartet.
Was geschehen wird, solltest du dich in der Zukunft nicht daran halten.

Das Ding da oben, was du per eMail bekommen hast, ist im Zweifel ein Schuss ins Knie des Absenders, da alle diese von mir benannten Kriterien nicht erfüllt sind.

Der Eintrag in die Personalakte ist somit rechtlich auch schon falsch, da die Abmahnung in sich bereits falsch ist (formell).
 

Dominik25

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 August 2009
Beiträge
92
Bewertungen
1
Wie soll ich damit umgehen ?

Wenn jetzt eine Kündigung kommt ?
 

HartzVerdient

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
29 August 2012
Beiträge
4.336
Bewertungen
4.098
Wie soll ich damit umgehen ?
Schwer zu beantworten! Es kommt immer auf das Unternehmen und die eigene persönliche Verfassung an.

Wenn das Unternehmen einen Betriebsrat hat, kann man sich wegen der formell falschen Abmahnung an den Betriebsrat wenden. Allerdings kommt es immer auch auf den Betriebsrat an, ob dieser nicht mit dem Arbeitgeber klüngelt.

Wenn jetzt eine Kündigung kommt ?
Die Kündigung kann man durch eine Kündigungsschutzklage begegnen. Allerdings rate ich dazu, dir einen Fachanwalt für Arbeitsrecht zu suchen.

Davon abgesehen würde die Kündigung sehr schnell vom Tisch sein, wenn du klagen solltest. Die Interessen des Arbeitnehmers überwiegen hier sicherlich.

Wegen der formell falschen Abmahnung gekündigt zu werden, wird wohl jedem Arbeitsrichter übel ausstoßen. Da selbst ein Arbeitsrichter mit so eine eMail-Abmahnung keinen klaren Abmahnungsgrund erkennen kann. Auch lässt sich kein Abmahnungsziel herleiten bzw. die angestrebte Maßnahme des Arbeitgebers. Eher könnte man diese eMail-Abmahnung als Nötigung oder gar Drohung gegenüber des Arbeitnehmers auffassen. Er könnte dich ja zu irgendwelchen rechtswidrigen Aufgaben aufgefordert haben, die du zu Recht hättest ablehnen dürfen.

Allerdings würde ich jetzt nicht sofort den Arbeitgeber damit konfrontieren, denn das würde sofort eine "Lernmaßnahme" für ihn darstellen und die zweite Abmahnung (für irgendeinen banalen Sche!ss) folgt.

Also entweder Betriebsrat oder Fachanwalt für Arbeitsrecht (z.B. Gewerkschaft).

Edit: im Übrigen darf eine Kündigung immer ein letztes Mittel im Arbeitsrecht sein. Dein Arbeitgeber muss vorher alles unternehmen (die milderen Mittel), um dich wieder auf Kurs zu kriegen. Allerdings sollten Abmahnungen schon formal richtig an dich gestellt werden. So eMail-Abmahnungen, die nicht einmal den Abmahnungsgrund haben ...

Dann stellt sich die Frage, ob der Absender überhaupt in der Position ist, dir eine Abmahnung zu schreiben. Nicht jeder Trottel von Vorgesetzter, hat das Recht des Arbeitgebers, dir eine Abmahnung zu schreiben. Dazu gehören dann schon die Prokura bzw. arbeitsrechtlich auferlegten disziplinarische Macht.

Wenn der Scheiss vom Vorarbeiter oder so einem Fatzken aus dem Büro kam, dann kann der sehr schnell selbst abgemahnt werden bzw. wäre dies sogar schon ein Grund für eine fristlose Kündigung des Absenders...
 

Dominik25

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 August 2009
Beiträge
92
Bewertungen
1
Wir haben keinen Betriebsrat bin in der Sicherheitsbranche angestellt müsste Verdi sein wenn ich mich nicht täusche wende ich mich mal an die.

Danke für deine Hilfe.
 

HartzVerdient

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
29 August 2012
Beiträge
4.336
Bewertungen
4.098
Es kam von jemanden der für das Personal zuständig ist.
Das sagt noch nichts über seine vertragliche Verfügungsgewalt über disziplinarische Maßnahmen aus. Darf die Person Mitarbeiter einstellen oder nur rumkommandieren ?

Normalerweise werden Abmahnungen nur vom Firmenchef, Prokura-Typen oder Vorgesetzten (der Typ der im Arbeitsvertrag steht) ausgesprochen. Sonst könnte ja jeder Hans und Frans im Unternehmen wahllos jeden Mitarbeiter abmahnen, dessen Nase einem nicht passt.

Also achte darauf... Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen...
 

Dominik25

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 August 2009
Beiträge
92
Bewertungen
1
Das sagt noch nichts über seine vertragliche Verfügungsgewalt über disziplinarische Maßnahmen aus. Darf die Person Mitarbeiter einstellen oder nur rumkommandieren ?

Normalerweise werden Abmahnungen nur vom Firmenchef, Prokura-Typen oder Vorgesetzten (der Typ der im Arbeitsvertrag steht) ausgesprochen. Sonst könnte ja jeder Hans und Frans im Unternehmen wahllos jeden Mitarbeiter abmahnen, dessen Nase einem nicht passt.

Also achte darauf... Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen...
Klar auch einstellen sry, habe es nicht dazu geschrieben.
 

Dominik25

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 August 2009
Beiträge
92
Bewertungen
1
Ich bin nun Verdimitglied geworden hoffe es bringt mir was und hilft mir weiter.

Habe dasselbe Teil nun nochmals in ausgedruckter Form erhalten Emailkopie. Ich weis nicht was sowas soll....Scheinbar hat da jemand 0 Ahnung von sowas.

Und es ist in der DU Form.
 

Anhänge:

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
18.394
Bewertungen
16.340
Schon irgendwie cool, eine Abmahnung, in der nicht mal steht, für was was man abgemahnt wird.

War wohl zu viel zu schreiben.

Ich würde da gar nichts weter machen. Selbst wenn er das in die Personalakte heftet, das Ding ist nen Schmierzettel, mehr nicht.
 

Dominik25

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 August 2009
Beiträge
92
Bewertungen
1
Schon irgendwie cool, eine Abmahnung, in der nicht mal steht, für was was man abgemahnt wird.

War wohl zu viel zu schreiben.

Ich würde da gar nichts weter machen. Selbst wenn er das in die Personalakte heftet, das Ding ist nen Schmierzettel, mehr nicht.

Also solange keine Kündigung kommt soll ich Stillschweigen ?
 

Dominik25

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 August 2009
Beiträge
92
Bewertungen
1
Ich bin nun Verdimitglied geworden ...stimmen diese Beitragsrechnungen ?


Minijob 99€
Regelbedarf 409 €
KDU/Miete 477 €

= 985 €

Das heisst ich muss als Verdimitglied meines kompletten Hartz 4 Satzes 1 % abführen an Verdi 9,85 € im Monat ?

Mit der Miete ?

Verstehe deren Rechnung nicht ?

Den Gesamtbetrag mit Regelbedarf und Miete berechnet ?

Da steht in der Beitragssatzung 2,50 € ALG2 oder 1 Prozent vom Bruttolohn bei mir wird es ja angerechnet was ich verdiene.

Minijob Januar zu ALG 2 396 € verdient davon darf ich ja nur ca. 160 € behalten da es angerechnet wird soll aber für diesen Monat 3,,96 € bezahlen welche Leute sitzen dort ich verstehe diese Rechnungen nicht kapieren die nicht das es nicht angerechnet wird ?

Bzw. sagen die ich soll mindestens 4,50 € bezahlen da ich einen Mnijob auf 450 € Basis habe.

---------------------------------
Auszug:

Im Einzelnen sieht es folgendermaßen aus:

Der monatliche Mitgliedsbeitrag für Beschäftigte beträgt 1% des Bruttolohns. Abweichend davon zahlen Erwerbslose bei Bezug von Arbeitslosengeld (Alg I) einen verminderten Beitrag in Höhe von 0,5% des regelmäßigen Bruttoeinkommens aus dem Gesamteinkommen, das seinen Ursprung in einem Arbeitsverhältnis hat – mindestens jedoch 2,50 EUR. Der Betrag wird in der Regel monatlich oder alle 3 Monate abgebucht.

Bezieher/innen von Arbeitslosengeld II (ALG II) zahlen den Mindestbeitrag von 2,50 EUR im Monat. Der Betrag wird in der Regel alle 2 Monate mit 5 € abgebucht. Abweichend hiervon kann auch per Quartal, Halbjahr oder Jahr abgebucht werden, wenn das Mitglied dies über das ver.di-Büro vor Ort so veranlasst hat.

Personen, die einerseits Arbeitslosengeld (Alg I oder ALG II) beziehen und andererseits einen Mini- oder Midi-Job ausüben, zahlen 1% vom Bruttolohn, mindestens jedoch 2,50 EUR.

Die satzungsgemäße Beitragszahlung wird von Zeit zu Zeit überprüft. Sie wird in jedem Fall bei der Inanspruchnahme von Leistungen (z.B. bei einem Rechtsschutzfall) geprüft. Für die Gewährung des Rechtsschutzes ist der korrekte laufende Mitgliedsbeitrag eine Voraussetzung.
 

HartzVerdient

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
29 August 2012
Beiträge
4.336
Bewertungen
4.098
Das heisst, du zahlst nur 2.50€ im Monat als Bezieher von ALG2. Da dein Einkommen direkt auf das ALG2 angerechnet wird, kann man wohl kaum die 1% herleiten. Allerdings bin ich mir da bei dem Minijob nicht 100% sicher.

Bei 4.50€ im Monat würde ich gegenrechnen, ob eine private Rechtsschutzversicherung im Bereich Arbeitsrecht auf das Jahr verteilt nicht günstiger kommt.

Aber egal! Für 1 Jahr kann man das ja erstmal so machen... Viel befriedigender ist es doch, dem Arbeitgeber eines reinzubraten...
 
Oben Unten