Ablehnungsbescheid trotz gezahlter Beiträge (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

amelix224

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Hallo,

ich komme mir gerade mega verarscht vor und weiß einfach nicht weiter. Ich hoffe hier kann mir jemand helfen.

Zum Sachverhalt:

Ich habe bei meinem letzten Arbeitgeber vom 01.03.2017 bis zum 30.09.2018 als Werkstudent gearbeitet. Aufgrund von viel zu vielen Überstunden wurde ich im März 2018 rückwirkend bis zum März 2017 Sozialversicherungspflichtig gemeldet und habe auch bis ende September 2018 Sozialabgaben, darunter natürlich auch Arbeitslosenversicherung, bezahlt.
Für meinen Arbeitslosengeld Antrag habe ich mir die Arbeitsbescheinigung von meinem Arbeitgeber ausfüllen lassen. Aus dieser wird ersichtlich das ich insgesamt 30.600,82 € bekommen habe ABER meine wöchentliche Arbeitszeit 20 Stunden war und sich nicht verändert hat. (Aber das ist eigentlich falsch da ich ja aufgrund der Mehrarbeit die Einmalzahlungen bekommen habe oder?)

Jetzt bin ich seit dem 01.10.2018 Arbeitslos und wollte gerne Arbeitlosengeld 1 beantragen, da ich ja 18 Monate eingezahlt habe.

Dieser Antrag wurde mit folgender Begründung abgelehnt:

"Sie sind in den letzten 2 Jahren vor dem 1. Oktober 2018 weniger als zwölf Monate versicherungspflichtig gewesen und haben die Anwartschaftszeit nicht erfüllt.

Werkstudenten sind Personen, die neben dem Studium eine entgeltliche Beschäftigung ausüben, um sich damit das Studium zu finanzieren und den Lebensunterhalt zu bestreiten. Werkstudenten sind Versicherungsfrei, wenn die Zeit und Arbeitskraft überwiegend durch das Studium in Anspruch genommen wird. Dies ist der Fall, wenn sie neben ihrem Studium wöchentlich nicht mehr als 20 Stunden beschäftigt sind. "

Da der Grund mit der Anwartschaftszeit überhaupt nicht stimmt und ich auch in meinem Antrag die Nachweise der Sozialversicherungsbeiträge beigelegt hatte habe ich natürlich beim Arbeitsamt angerufen.
Der Mitarbeiter hat nach der Erklärung der Situation den Ablehnungsbescheid auch nicht verstanden und hat mir einen Rückruf aus der Leistungsabteilung arrangiert.

Heute habe ich den Rückruf von der Frau bekommen die meinen Antrag abgelehnt hat. Sie meinte das Werkstudenten keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben und das aus meiner Arbeitsbescheinigung nicht ersichtlich wird, dass die Arbeitszeit mehr als 20 Stunden betragen hat OBWOHL ich 18 Monate Sozialabgaben bezahlt habe. Als Ich am Ende gesagt habe das ich das Geld für die Sozialabgaben dann zurück möchte wurde die Frau Sauer und hat das Gespräch beendet.

Was kann ich denn jetzt hier machen? Bringt es überhaupt was Widerspruch einzulegen bei so einer Sachbearbeiterin? Hat mein Arbeitgeber mit der Arbeitsbescheinigung was falsch gemacht? Wie kann das sein das der Antrag trotz 18 Monate bezahlter Abgaben abgelehnt wird. Ich verstehe das einfach nicht!

Es wäre wirklich super wenn mit hier jemand helfen könnte!

VG
amelix224
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
das aus meiner Arbeitsbescheinigung nicht ersichtlich wird, dass die Arbeitszeit mehr als 20 Stunden betragen hat
Versuche vom AG eine neue Arbeitsbescheinigung zu bekommen.
Alternativ wirst du im Widerspruchsverfahren die Abrechnungen vorlegen müssen, aus denen die tatsächliche Arbeitszeit hervorgeht.
Widerspruchsfrist beachten!
 

BerndB

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Die Fachlichen Weisungen zu dem sicher zitierten § 139 sind hier zu finden, helfen dir aber evtl. auch nicht weiter.

Die Links in den Weisungen öffnen sich nur im InternetExplorer oder bei einem Download der Seite und Öffnung im Adobe.

Ergänzung: Termin zur Leistungsberatung (mögl. persönlich) bei der AfA beantragen
 
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