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Ablehnung trotz ärztlichen Befund aber keine Sperrzeit

tarsonis

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#1
Hallo,
troz der vielen hilfreichen Beiträge hier brauch ich dennoch Hilfe. Ist leider sonderlich bei mir abgelaufen.

Ich hatte meinen Job aus gesundheitlichen Gründen durch Eigenkündigung zum 09.07 verlassen. Überlastung, Burnout und Depression nach 5 Jahre Agenturleben mit regelmäßig 60 Stunden Wochen und unvorstellbaren Druck. Am 27.06 hatte ich beim AA gemeldet und diesen ALG1 Online Antrag ausgefüllt. Ich hatte vor 2 Jahren eine längere Therapie in der mir die Psychiaterin ein Schreiben für das AA aufgesetzt hat das ich aus gesundheitlichen Gründen den Arbeitgeber verlassen sollte (datiert 2016). Diesen legte ich dem Antrag bei. So lange habe ich mit mir gekämpft und versucht durchzuhalten...

Am 10.07 war ich bei meinem Hausarzt da es mir richtig beschissen ging und erläuterte ihm diese ganze Situation. Erst da habe ich erfahren dass er mir eine ärztliche Zustimmung hätte aufsetzten können. Diese hat er jedoch nun nachträglich aufgesetzt und mich für ab dem Tag4 Wochen krank geschrieben. Ich bin nun auf der Suche nach einem Therapieplatz und bekomme Medis die mir langsam helfen.

Am 11.07 hatte ich dann schon einen Termin bei einer Sachbearbeiterin der Arbeitsvermittlung. Teilte ihr meine Umstände mit und gab die AU ab. Ich war so am Boden das ich keine Antwort parat hatte was und wie und wo ich in Zukunft Arbeiten kann.
Sie schickte mich mit den Gesundheitsfragebogen zu Begutachtung vom Ärztlichen Dienst nach Hause.

Die Ärztliche Zustimmung meines Hausarztes reichte ich mir dem Gesundheitsfragebogen am 23.07 ein. Am 24.07 erhielt ich nun die Ablehnung des Antrags auf Grund der Arbeitsunfähigkeit mit dem Vermerk ich solle Krankengeld oder ALG2 beantragen. So schnell haben sie die Unterlagen gesichtet? Krankengeld steht einem doch erst nach 6 Wochen zu und dann nur wenn man nicht selber gekündigt hat, habe ich heraus gefunden.

Einen Widerspruch einlegen kann ich aber habe ich überhaupt eine Grundlage in dem besonderen Fall?

Von einer Sperrzeit wird in der Ablehnung nicht gesprochen. Also bin ich nun unausgesprochen nicht gesperrt?

Krankengeld wird wohl nicht gezahlt aber mir ist jetzt nicht klar ob ich noch zum Arzt gehen kann nach der einmonatigen Nachversicherungsphase?


Mir ist bewusst dass es alles nicht ideal ist jedoch durch die gesundheitlichen Belastungen habe ich mich zu den Fehlern hingerobbt. Hoffe ihr habt den ein oder anderen Hinweis.
 

Zerberus X

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#2
Ich hatte meinen Job aus gesundheitlichen Gründen durch Eigenkündigung zum 09.07 verlassen.
Nun hast Du ein Problem,was sagt die Krankenkasse?

Der richtige Weg wäre gewessen: Bei der Arbeit Krankschreiben lassen,6 Wochen Lohnfortzahlung mitnehmen und dann Krankengeld.:wink:
 

Agent

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#3
Hallo tarsonis,

lege umgehend Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid ein. Du bist ja erst im Verlauf des Tages krankgeschrieben worden und hast somit zum Eintritt der Arbeitslosigkeit zur Verfügung gestanden.
Ich denke, da hast du gute Chancen, dass Alg doch bewilligt wird.

Viele Grüße
Agent
 

BerndB

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#4
Hast du dich am 27.06 bei der AA persönlich gemeldet oder nur online? Das ist natürlich Voraussetzung fürs Alg. Mich wundert nur, dass du im Zusammenhang mit dem Melden vom Online-Alg-Antrag schreibst.
 

tarsonis

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#5
Hast du dich am 27.06 bei der AA persönlich gemeldet oder nur online? Das ist natürlich Voraussetzung fürs Alg. Mich wundert nur, dass du im Zusammenhang mit dem Melden vom Online-Alg-Antrag schreibst.
Jain. Ich war dort und habe meine Daten dort in dem neuen EDV Programm eingetragen. Die Sachbearbeiterin hatte dies noch gegen geprüft. Dann habe ich einen Haufen Unterlagen mitbekommen und sollte über die AA Webpräsenz den Antrag ausführen was ich an dem Tag von zuhause erledigte.

Hallo tarsonis,
lege umgehend Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid ein...
Genau das würde ich gerne machen. Nur ist mir auf Grund der besonderen Umstände nicht klar wie ich diesen begründe. Ich finde zwar dazu Themen im Netz die aber einen anderen Ablauf haben.
Ist ein Widerspruch ohne Berufung auf die Gesetzgebung und Begründung ausreichend? Oder sollte ich auf die ärztlichen Attestierung verweisen?

Interessant ist. Heute kam erneut ein Schreiben vom Arbeitsamt in dem mir die Speicherung meiner abgegebenen Bankverbindung mitgeteilt wurde.

Nun hast Du ein Problem,was sagt die Krankenkasse?
Der richtige Weg wäre gewessen: Bei der Arbeit Krankschreiben lassen,6 Wochen Lohnfortzahlung mitnehmen und dann Krankengeld.
Auf Grund von mehreren Quellen zahlt die Kasse kein Geld in dem Fall aber ich werde da mal trotzdem anrufen.
Zu dem anderen. Wäre sicherlich eigensinniger gewesen. Aber hätte ich gefehlt hätten mein Arbeitskollegen anstelle 60 dann 80+ Stunden die Woche schieben dürfen was ich persönlich nicht richtig fand auch wenn ich schon komplett fertig war mit den Nerven. Führt alles zum AG zurück der solche Machenschaften ohne Konsequenzen durchführen kann. Wenn man nicht mitzieht ist man dann ein Kollegenschwein... Nun ist es so passiert. Dies war mir auch schon vorher bewusst. Nur die Kündigung auf ärztlichen Rat ist mir zu spät aufgekommen.
 
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Kerstin_K

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#6
80 Stunden in einer Woche sind gar nicht erlaubt. Wer das als Arbeitnehmer mitmacht, ist selber schuld.
 

Doppeloma

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#7
Hallo tarsonis, :welcome:

Ich hatte meinen Job aus gesundheitlichen Gründen durch Eigenkündigung zum 09.07 verlassen. Überlastung, Burnout und Depression nach 5 Jahre Agenturleben mit regelmäßig 60 Stunden Wochen und unvorstellbaren Druck. Am 27.06 hatte ich beim AA gemeldet und diesen ALG1 Online Antrag ausgefüllt.
Werde NIE verstehen warum man sich nicht AU schreiben lässt ehe man den Job hinwirft, bereits die Bescheinigung ab dem 09.07. wäre noch ausreichend gewesen ...

Ab dem 10.07. warst du schlicht für Krankengeld NICHT mehr versichert.
Gleichzeitig wolltest du Anspruch ab dem 10.07. auf ALGI geltend machen, das geht aber NICHT wenn man AU geschrieben ist, dann steht man der Arbeitsvermittlung wegen Krankheit NICHT zur Verfügung. :icon_evil:

Da gibt es keine 24-Stunden-Frist, es ist einfach gesetzlicher FAKT ... am 10.07. warst du für Krankengeld-Anspruch nicht mehr versichert ... beim AG NICHT MEHR und bei der AfA NOCH NICHT = Ende-Gelände

Ich hatte vor 2 Jahren eine längere Therapie in der mir die Psychiaterin ein Schreiben für das AA aufgesetzt hat das ich aus gesundheitlichen Gründen den Arbeitgeber verlassen sollte (datiert 2016). Diesen legte ich dem Antrag bei.
Und was sollen die mit einem 2 Jahre alten Attest, wenn du JETZT gekündigt hast ???

Am 10.07 war ich bei meinem Hausarzt da es mir richtig beschissen ging und erläuterte ihm diese ganze Situation.
WARUM bist du nicht spätestens am 09.07. schon zum Arzt gegangen, am besten sogar noch früher, was hat dich bewogen auch die Kündigungsfrist nun "unbedingt noch durchstehen zu müssen" bei deinem AG" ... ich KANN so was NICHT verstehen in der heutigen Zeit ... :icon_evil:

Erst da habe ich erfahren dass er mir eine ärztliche Zustimmung hätte aufsetzten können. Diese hat er jedoch nun nachträglich aufgesetzt und mich für ab dem Tag4 Wochen krank geschrieben.
Die Gelegenheit das früher zu erfahren und dir damit Einiges zu ersparen wäre ja sicher auch schon eher da gewesen ...
Was hast du nun gemacht, hast du trotzdem versucht aus der "Nachversicherung" Krankengeld bei der KK zu bekommen, das soll (angeblich) möglich sein aber mehr ist mir dazu leider nicht bekannt ?

Ich bin nun auf der Suche nach einem Therapieplatz und bekomme Medis die mir langsam helfen.
Klingt gut aber von was leben und versichert sein möchtest du ja sicher auch noch ???

Am 11.07 hatte ich dann schon einen Termin bei einer Sachbearbeiterin der Arbeitsvermittlung. Teilte ihr meine Umstände mit und gab die AU ab. ....
Sie schickte mich mit den Gesundheitsfragebogen zu Begutachtung vom Ärztlichen Dienst nach Hause.
Und genau DAS war nun auch wieder grundfalsch, die AU hättest du niemals dort abgeben dürfen, damit du erst mal einen Leistungsbescheid bekommst ... der ÄD hätte dann nur bestätigen brauchen, dass deine Eigenkündigung erforderlich war, damit du keine Sperre bekommst deswegen.

Mit Abgabe der AU-Bescheinigung hast du der AfA selber den Grund geliefert für die Ablehnung von ALGI, der ÄD hat das nur noch bestätigt im Zuge der Prüfung deiner Eigenkündigung.
Man hat dir gerne anerkannt, dass die Kündigung gesundheitlich erforderlich war aber mit dem gleichen Fakt konnte man auch (wegen aktueller AU-Vorlage) deinen ALGI-Anspruch ablehnen.

Am 24.07 erhielt ich nun die Ablehnung des Antrags auf Grund der Arbeitsunfähigkeit mit dem Vermerk ich solle Krankengeld oder ALG2 beantragen. So schnell haben sie die Unterlagen gesichtet?
Was sollte dazu noch lange "gesichtet" werden, die eingereichte AU war FAKT und deine berechtigte Eigenkündigung (genau deswegen) war auch FAKT, damit ist rechtmäßig kein Anspruch auf ALGI vorhanden.

Krankengeld steht einem doch erst nach 6 Wochen zu und dann nur wenn man nicht selber gekündigt hat, habe ich heraus gefunden.
Das ist in diesem Zusammenhang nicht korrekt was du da herausgefunden hast, denn die Leistungsfortzahlung der AfA (nach § 146 SGB III) greift erst, wenn man bereits (OHNE AU zu sein) im laufenden Bezug ist und dann länger als 6 Wochen krank wird, du bist aber schon AU zur AfA gekommen und das geht nur ausnahmsweise nach einer Aussteuerung aus dem Krankengeld.

Dieser Umstand liegt aber bei dir auch noch nicht vor, du hast (zumindest theoretisch) noch Anspruch auf Krankengeld von der Krankenkasse (gehabt), die wird jetzt aber auch nicht zahlen wollen, weil du einen Tag "zu spät" die AU bekommen hast.
Da war dein Versicherungsverhältnis über den AG bereits als beendet anzusehen.

Einen Widerspruch einlegen kann ich aber habe ich überhaupt eine Grundlage in dem besonderen Fall?
Nein, ein Widerspruch bringt dich da nicht weiter, du kannst nur erneut ALGI beantragen wenn du NICHT mehr AU bist (oder die AU vorerst beendest für diesen Zweck) und dich als "wieder gesund" der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stellst.

Die AfA kann dich ja nicht zwingen noch "länger krank zu sein", dann musst du auch dein ALGI bekommen und wenigstens einige Tage durchhalten, ehe du doch (leider) wieder AU-Krank wirst.

Von einer Sperrzeit wird in der Ablehnung nicht gesprochen. Also bin ich nun unausgesprochen nicht gesperrt?
Eine Sperre wirst du dann (wahrscheinlich) nicht mehr bekommen, das wurde ja vom ÄD bereits geprüft, das muss man dir ja nicht extra mitteilen, wenn du vorerst sowieso kein ALGI bekommen wirst wegen der aktuellen AU.

Sorry, ich "denke" hier auch gerade so beim Schreiben wie du deine Situation jetzt noch irgendwie retten kannst ... wahrscheinlich wirst du über die AfA eher voran kommen als über die Krankenkasse ... die müssen das ja akzeptieren wenn du dich als genesen nun wieder meldest und ALGI neu haben möchtest.

Damit "rettest" du dich dann auch über die "Nachversicherung" der KK bis die AfA dich wieder korrekt versichert z. B. ab Montag oder eben ab dem 01.08. (wenn deine aktuelle AU abgelaufen ist), du konntest dich eben gut erholen seit du dort (beim letzten AG) nicht mehr arbeiten musstest und möchtest jetzt möglichst schnell neu vermittelt werden. :idea:

Krankengeld wird wohl nicht gezahlt aber mir ist jetzt nicht klar ob ich noch zum Arzt gehen kann nach der einmonatigen Nachversicherungsphase?
Wenn du nirgendwo mehr versichert bist ab dem 09.08. dann endet die Nachversicherung, wenn ich jetzt richtig rechne bist du aktuell noch bis zum 31.07. AU geschrieben ???

Dann solltest du deine AU vom Arzt erst mal beenden lassen, du schreibst ja die Medis helfen dir schon und nach einem Therapieplatz kannst du auch ohne aktive AU-Bescheinigung weiter suchen.

Rede mit deinem Arzt ehrlich darüber, ich habe den Eindruck der wird verstehen worum es jetzt geht bei dir, denn wenn du erst mal ALG II bezogen hast, ist es mit Krankengeld-Anspruch schnell ganz vorbei und ALGI hat man (eigentlich) vorrangig in Anspruch zu nehmen wenn Anspruch darauf besteht.

Dann gehst du am 01.08. mit deinem beendeten AU-Schein zur AfA und beantragst (ab dem 01.08. beginnend) erneut ALGI (vielleicht musst du ja nicht mal den komplett neuen Antrag stellen), du fühlst dich wieder (deutlich) besser und möchtest dich um Arbeit kümmern...

Lass dir diesen (neuen) Antrag unbedingt auch schriftlich bestätigen, den kann man auch "formlos stellen", schreibe das also am Besten kurz auf (mit Kunden-Nummer) und lass dir das auf einer Kopie am Empfang abstempeln.

Die melden sich dann schon bei dir oder man schickt dich direkt zu einem Berater, dann pass genau auf was du dort erzählst, du willst wieder arbeiten, du bist wieder GESUND ... über gesundheitliche Probleme redet man mit den AfA-SB sowieso besser NICHT, solche Dinge bespricht man nur mit medizinischen Personal und nicht mit Arbeitsvermittlern.

Wenn das dann durch ist bei der AfA und du hast einen regulären Leistungsbescheid, dann "ist die Kuh vom Eis" und wenn es dir dann doch bald wieder schlechter geht, dann darf dein Arzt dich gerne wieder NEU AU schreiben.

Die AfA zahlt dann 6 Wochen ALGI weiter und anschließend muss zunächst die KK zahlen (in gleicher monatlicher Höhe wie dein ALGI gewesen ist), weil du über die AfA auch wieder für Krankengeld versichert bist.

Wenn du dir diesen Weg zutraust, dann mach das GENAU so und frage unbedingt VORHER nach, ehe du andere Überlegungen umsetzen möchtest ...
Für die AfA MUSST du wenigstens vorübergehend als GESUND glaubhaft rüber kommen, dann hast du zwar kein Einkommen mehr für den Juli gehabt aber das ist dann das "Lehrgeld" was man für solche Sachen leider mal zahlen muss.

Für die Nachversicherungsfrist braucht man dann (meine ich) auch keine KV-Beiträge mehr nachzahlen, wenn es spätestens nach dem Monat wieder ein Pflichtversicherungsverhältnis gibt.

Zur Sicherheit bei der KK noch nachfragen (wenn die AfA zahlt ab 01.08. !!!) ob das wirklich so ist ... das weiß ich nicht genau.

Hoffendlich war ich jetzt nicht zu durcheinander, wenn dir was unklar ist dann frage unbedingt noch mal nach, denn JETZT kann jeder weitere Fehler einer zuviel werden.

MfG Doppeloma
 

Fairina

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#8
Es ist leicht daher gesagt, wer das mitmacht ist selber schuld. Es gibt Positionen, egal ob in der Arbeitsplatzposition, der persönlichen Involvierung und in der persönlichen Situation die einen regelrecht blind werden lassen. Man funktioniert nur noch und schiebt alle Vernunftregelungen beiseite. Ich habe das selbst durch. Selbst als das Mobbing/Bossing begann, habe ich die Augen verschlossen. Die Firma war auch "mein Baby". Da tut man was man kann. Bis es zu spät ist. Bis Körper und Psyche einen Menschen zu Boden schicken. Zuerst schleichend und langsam und wenn man auch dann die Warnzeichen oder Warnungen seitens Verwandte/Bekannte/Freund/Ärzte nicht sieht/sehen will, haut es dir eines Tages buchstäblich den Boden unter den Füßen weg oder wie ich es auch schon verglich: Vollgas im Rennwagen gegen eine Mauer.
 

tarsonis

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#9
80 Stunden in einer Woche sind gar nicht erlaubt. Wer das als Arbeitnehmer mitmacht, ist selber schuld.
Auch nicht die Klausel mit dem Gehalt abgegolten ohne eine Definition oder als Nicht-Führungskraft. Wird aber in der Branche so gehandhabt weil auch viele AN das mitmachen. Teilweise wurde da im Büro geschlafen um in der Nacht Projekte bearbeiten zu können.

Gleichzeitig wolltest du Anspruch ab dem 10.07. auf ALGI geltend machen, das geht aber NICHT wenn man AU geschrieben ist, dann steht man der Arbeitsvermittlung wegen Krankheit NICHT zur Verfügung. :icon_evil:
Hab nicht darum gebeten krank geschrieben zu werden noch krank zu sein. Über die möglichen Folgen hat weder ich noch der Arzt eine Ahnung gehabt. Denn es ist nicht davon auszugehen (hoffentlich) dass ich nie wieder arbeiten kann. Daher stehe ich halt nur temporär außer Gefecht. Was als Nicht-AA Profi als Arbeitssuchend auffassbar wäre.

Und was sollen die mit einem 2 Jahre alten Attest, wenn du JETZT gekündigt hast ???
Versteh die Frage nicht? Oder wolltest du nur Salz in die Wunde streuen?
WARUM bist du nicht spätestens am 09.07. schon zum Arzt gegangen, am besten sogar noch früher, was hat dich bewogen auch die Kündigungsfrist nun "unbedingt noch durchstehen zu müssen" bei deinem AG" ... ich KANN so was NICHT verstehen in der heutigen Zeit ... :icon_evil:
Das habe ich mittlerweile begriffen.

Die Gelegenheit das früher zu erfahren und dir damit Einiges zu ersparen wäre ja sicher auch schon eher da gewesen ...
Wie im Eingangsthread erwähnt: Mir ist bewusst dass es alles nicht ideal ist jedoch durch die gesundheitlichen Belastungen habe ich mich zu den Fehlern hingerobbt.

Damit "rettest" du dich dann auch über die "Nachversicherung" der KK bis die AfA dich wieder korrekt versichert z. B. ab Montag oder eben ab dem 01.08. (wenn deine aktuelle AU abgelaufen ist), du konntest dich eben gut erholen seit du dort (beim letzten AG) nicht mehr arbeiten musstest und möchtest jetzt möglichst schnell neu vermittelt werden. :idea:
Wenn du nirgendwo mehr versichert bist ab dem 09.08. dann endet die Nachversicherung, wenn ich jetzt richtig rechne bist du aktuell noch bis zum 31.07. AU geschrieben ???
Dann solltest du deine AU vom Arzt erst mal beenden lassen, du schreibst ja die Medis helfen dir schon und nach einem Therapieplatz kannst du auch ohne aktive AU-Bescheinigung weiter suchen.
Dann gehst du am 01.08. mit deinem beendeten AU-Schein zur AfA und beantragst (ab dem 01.08. beginnend) erneut ALGI (vielleicht musst du ja nicht mal den komplett neuen Antrag stellen), du fühlst dich wieder (deutlich) besser und möchtest dich um Arbeit kümmern...
Ich bin einschließlich bis zum 15.08 krank geschrieben und mein Arzt ist bis zum 06.08 im Urlaub daher kann ich mich nicht gesund schreiben lassen zum 01.08.
Lass dir diesen (neuen) Antrag unbedingt auch schriftlich bestätigen, den kann man auch "formlos stellen", schreibe das also am Besten kurz auf (mit Kunden-Nummer) und lass dir das auf einer Kopie am Empfang abstempeln.
Ok danke.
Die melden sich dann schon bei dir oder man schickt dich direkt zu einem Berater, dann pass genau auf was du dort erzählst, du willst wieder arbeiten, du bist wieder GESUND ... über gesundheitliche Probleme redet man mit den AfA-SB sowieso besser NICHT, solche Dinge bespricht man nur mit medizinischen Personal und nicht mit Arbeitsvermittlern.
Werde ich nächstes mal berüchsichtigen.

Für die Nachversicherungsfrist braucht man dann (meine ich) auch keine KV-Beiträge mehr nachzahlen, wenn es spätestens nach dem Monat wieder ein Pflichtversicherungsverhältnis gibt. Zur Sicherheit bei der KK noch nachfragen (wenn die AfA zahlt ab 01.08. !!!) ob das wirklich so ist ... das weiß ich nicht genau. Hoffendlich war ich jetzt nicht zu durcheinander, wenn dir was unklar ist dann frage unbedingt noch mal nach, denn JETZT kann jeder weitere Fehler einer zuviel werden.
Ok danke

//Neuste Erkenntnis nach dem Telefonat mit meiner KV. Laut Datenbank bin ich durch meinen Arbeitgeber noch in der KV bis 31.07 eingetragen. Laut des KV Mitarbeiters würde dadurch Krankengeldanspruch bestehen. Mir ist das ganze Thema Krankengeld relativ neu und genau verstehe ich auch nicht was das nun bedeutet, weil ja wenn ich noch als AN eingetragen bin bei der KV ich doch trotzdem erst nach 6 Wochen Krankgeld erhalten würde. Der Mitarbeiter konnte mir leider keine konkrete Aussage machen, weil dies erst zu prüfen sei. Ich muss erstmal die AU rübersenden.
 

Kerstin_K

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#10
Auch nicht die Klausel mit dem Gehalt abgegolten ohne eine Definition oder als Nicht-Führungskraft. Wird aber in der Branche so gehandhabt weil auch viele AN das mitmachen.
Und genau das ist das Problem. Wenn die Arbeitgeber niemanden mehr finden, der das mitmacht, dann müssen sie sich an die Gesetze halten oder die Arbeit selber erledigen.

Und das mit dem im Büro sclafen, dass ist ja wohl nicht Dein Ernst, oder? Ichhabe sowas mal gehör von Indien, Pakiatan oder so, aber doch bitte nicht in Deutschland.

Ichhabe auch schon bis spät in die Nacht geaarbeitet und am nächsten Morgen wieder auf der Matte gestanden, aber das mache ich dann eimal wegen genau einer speziallen Situation und freiwillig und ich kann die Stunden dann zu einem späteren Zeitpunkt abbauen.

Ich bin seit 1987 berufstätig, aber dass ich wirklich mal über 10 Stunden an einem Tag gearbeitet habe ist weniger als 5x vorgekommen und das waren dann echte Notfälle.

Dazu geört dann einfach auch mal ein gewisses Standing. Ich kann mich an eine Situation erinnern, da kam ein Bereichleiter am Freitag Nachmittag um drei an, ob jemand Zeit hätte, Vorgänge, de unser Center in Budapest nicht geschafft hatte, abzuarbeiten. Nö, hatte ich nicht, weil erstens hat man uns die Arbeit weggenommen und in dieses Center verlagert und jetzt waren wir wieder gut genug zum Einspringen, um dnen Quartalsabschluss zu retten? Keine Lust. Zweitens war das absehbar und die hätten sich früher melden müssen. Drittens gehören Überstunden 4 Tage vorher angemeldet, viertens muss da bei uns erstmal der Betriebsrat zustimmen und fünftens passte mir das aus privaten Gründen nicht. Das habe ich ganz offen so gesagt und sowas haben sie sich danach nie wieder getraut.

Übrigens gibt es keine Gesundschreibung. Du kanst einfach zur AfA gehen und sagen, dass Du wieder gesund bist.
 

Doppeloma

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#11
Hallo tarsonis,

Versteh die Frage nicht? Oder wolltest du nur Salz in die Wunde streuen?
Keine Sorge, ich will bestimmt "kein Salz in irgendwelche Wunden streuen", wenn mich deine Geschichte nicht berühren würde hätte ich mich dazu GAR NICHT geäußert.

Manchmal "schieße" ich dabei übers Ziel hinaus, meiner Vorschreiberin @Fairina kann ich da nur teilweise zustimmen, denn die Sicherung von Lebensunterhalt und Miete ist besser immer vorrangig, auch wenn man eigentlich nur noch seine Ruhe haben will oder nur noch "funktioniert".

Solche Überforderungs- und "LMA"-Zustände sind mir keineswegs unbekannt aber die ANGST ohne Geld dazustehen war in der Regel noch größer ... die "bleibenden Schäden" aus dieser Zeit "lebe ich nun hier aus" (wie es scheint) und gehe dabei leider auch mal zu unsanft mit den Betroffenen um ... :sorry:
Ich weiß durchaus, dass man später nicht viel mit "Hätte, Hätte" anfangen kann aber vielleicht verhilft es ja später mal dazu, genauer über diese Folgen nachzudenken ???

Die AfA zahlt ALGI an gesunde Arbeitslose, ob denen mal schon vor Jahren ärztlich empfohlen wurde den Job besser aufzugeben (den sie dann doch weiter ausüben bis zum völligen Zusammenbruch) das ist der AfA völlig EGAL.

Für eine Eigenkündigung muss es einen aktuellen Grund geben, also sollte auch die ärztliche Stellungnahme dazu möglichst aktuell sein, aber das hast du ja noch regeln können und war sicher auch besser so ... :idea:

Wie mein Vorschlag nun noch laufen könnte wenn deine AU schon bis zum 15.08 ausgestellt ist (liegt das auch der AfA schon vor ?), weiß ich auch nicht so recht ... eine "Gesundschreibung" gibt es überhaupt NICHT und es soll auch schon Leute gegeben haben die gegen den Rat ihrer Ärzte einfach wieder zur Arbeit gegangen sind.

Der AfA musst du ja eigentlich nicht beweisen, dass du nicht mehr AU geschrieben bist, denn eigentlich brauchen die das ja aktuell NICHT wenn du dort bisher keine Leistungen beziehst, ist wohl doch zu warm im Moment ...

Neuste Erkenntnis nach dem Telefonat mit meiner KV. Laut Datenbank bin ich durch meinen Arbeitgeber noch in der KV bis 31.07 eingetragen. Laut des KV Mitarbeiters würde dadurch Krankengeldanspruch bestehen.
Das wäre mir nun wieder ganz neu, Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis enden mit dem Ablauf des Arbeitsvertrages, der AG mag dich da erst zu Ende Juli bei der KK abgemeldet haben, aber Beiträge zahlt der doch gar nicht mehr wenn du dort nicht mehr im Arbeitsvertrag bist ...

Mir ist das ganze Thema Krankengeld relativ neu und genau verstehe ich auch nicht was das nun bedeutet, weil ja wenn ich noch als AN eingetragen bin bei der KV ich doch trotzdem erst nach 6 Wochen Krankgeld erhalten würde
Wenn dein Arbeitsverhältnis am 09.07. regulär (also unter Einhaltung der Arbeitsvertraglichen Kündigungsfrist ???) beendet war dann KANNST du keinen Anspruch mehr aus diesen Arbeitsverhältnis haben.
Die AG melden in der Regel AN bei den Pflichtversicherern an und später wieder ab (oft erst zum folgenden Monatsende) ...

Aus diesem Datum entsteht aber kein Anspruch mehr für dich wenn dein Arbeitsverhältnis am 09.07. bereits durch deine eigene Kündigung beendet war (das steht ja in diesen Meldungen dann üblicherweise auch drin, bis wann der Arbeitsvertrag tatsächlich bestanden hat).

Wenn ein Arbeitsverhältnis beendet ist zahlt KEIN AG mehr Lohnfortzahlung weiter, da muss die KK auch schon vor Ablauf der 6 Wochen die Zahlungen von Krankengeld übernehmen, so viel sollte ein Mitarbeiter der KK zumindest schon wissen.

Der Mitarbeiter konnte mir leider keine konkrete Aussage machen, weil dies erst zu prüfen sei. Ich muss erstmal die AU rübersenden.
Der Schein den die KK zu bekommen hat sollte längst dort hingesendet sein, dafür gibt es den ja in diesem Formular-Block der AU - Bescheinigungen.

Vielleicht solltest du da besser mal vor Ort mit Jemandem von der KK sprechen der wirklich Ahnung hat und dir dann auch was schriftlich dazu geben kann.
Was am Telefon so erzählt wird hat überhaupt keine rechtliche Bedeutung und mit irgendwelchem "Halbwissen" auf beiden Seiten kommst du auch nicht wirklich weiter.

Hatte ja oben schon angedeutet, dass es aus der Nachversicherungspflicht der KK Ansprüche geben könnte, aber ganz sicher nicht mehr vom AG ...
Mit diesen Sonder-Situationen (bei der KK) kenne ich mich aber auch nicht gut genug aus ... ich weiß nur, dass es diese "Nachversicherung" für 1 Monat gibt, kenne aber nicht alle konkreten Bedingungen dafür.

Ich musste das alles nicht weiterführend in Anspruch nehmen ... bitte verlasse dich niemals auf telefonische Aussagen, besonders wenn der angesprochene Mitarbeiter selber nicht genau Bescheid weiß.
Damit kannst du im Ernstfall NICHTS anfangen, um irgendwelche rechtlichen Ansprüche durchzusetzen.

Werde natürlich weiter verfolgen was bei dir läuft und kann dir eigentlich nur noch die Daumen drücken ... :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 
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