Ablehnung Kostenübernahme Nebenkostenabrechnung - Widerspruch begründen (1 Betrachter)

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Timema

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Hallo,

ich lebe von AlgII und bin notgedrungen damals in meine jetzige Wohnung ohne vorherige Genehmigung der Arge eingezogen.

Vor kurzem habe ich meine dritte Nebenkostenabrechnung für diese Wohnung bekommen. Die ersten beiden (einmal über 300,-€ und einmal über 550,-€) hat die Arge nicht übernommen, da ich ohne Genehmigung eingezogen bin. Nun habe ich eine Abrechnung über 750,-€! erhalten und erneut eine Ablehung durch die Arge. Doch das kann ich nun beim besten Willen nicht mehr aufbringen.

Zur Prüfung der Abrechnung bin ich zum Mieterschutzbund gegangen. Da sagte man mir unter anderem, dass ich gegen den Ablehnungsbescheid zur Kostenübernahme durch die Arge Widerspruch einlegen solle. Ich fragte auch, wie ich das begründen soll, doch er meinte, das müsse ich nicht. Ich solle einfach nur Widerspruch einlegen.

Nun habe ich ein Schreiben der Arge erhalten, in welchem ich aufgefordert werde, meinen Widerspruch bis zum 30.08.12 zu begründen. Kann mir hier jemand sagen, was ich schreiben soll? :confused:
Ich habe keine Ahnung, da meines Wissens die Ablehnung aufgrund des unerlaubten Umzugs gerechtfertigt ist. Oder liege ich da falsch?

Der Herr vom Mieterschutzbund (ein Anwalt) meinte, wenn ich auf meinen Widerspruch einen negativen Bescheid erhalten, könne man auf dem Rechtsweg dagegen vorgehen, damit ich wenigsten einen Teil der Abrechnung erstattet bekommen. Weiß jemand, wie da die Aussichten sind und wie lange sich so etwas hinziehen kann?

Ich konnte meinen Vermieter ersteinmal vertrösten, aber sehr lange wird er sich wohl nicht mehr hinhalten lassen.
Ich werde mir schnellstmöglich eine andere Wohnung suchen. Ich habe die Abrechnung mal an eine Stelle eingeschickt, wo der Verbrauch des gesamtes Hauses anaysiert wird. Und dabei kam heraus, dass das gesamte Haus in allen Kostenpunkten (Heizgasverbrauch, Betriebsstromverbrauch für die Heizanlage und Kosten beim Einkauf des Heizgases) mit ca. 100-250% über dem Durchschnitt in dieser Region liegt. Die Schlußfolgerung lautete, dass dieses Ergebnis nicht zufriedenstellend sei und Handlungsbedarf bestehe, da ein enormes Einsparpotenzial durch dämmende Maßnahmen vorhanden sei. Allein durch den Einkauf von Heizgas zum Durchschittspreis (und nicht das überteuerte, das mein Vermieter kauft) ließen sich 25% der Heizkosten vermeiden. Deshalb möchte ich hier natürlich keinen weiteren Winter verbringen. Das ist ja ein Fass ohne Boden. :icon_neutral:

Vielen Dank fürs Lesen.

Viele Grüße
Timema
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Timema,

nun erstmal zwei Fragen, was bekommst du vom JC für die Kosten der Unterkunft und welchen Anteil mußt du selbst zahlen?

Hast du eine Aufforderung bekommen die Kosten zu senken, wenn ja wann?

750 Euro Nachzahlung nur für Heizung oder sind in der Summe alle Betriebskosten gemeint?????

Bitte schau auch mal in die örtlichen Richtlinie wo in deiner Stadt die Obergrenze ist.

Harald Thome - Örtliche Richtlinien

Gruß:icon_pause:
 

Timema

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Hallo Seepferdchen,

ich habe bisher keine Aufforderung bekommen, die Kosten zu senken.
Kosten für Unterkunft bekomme ich nicht in voller Höhe, einen kleinen Teil muss ich selbst zahlen. Wie hoch der Teil ist müsste ich nachsehen.

Die 750,- ist die Summe der nachzuzahlenden Betriebskosten, ein Großteil davon entfallen auf die Heizung, der andere auf den Wasserverbrauch. Beim Wasserverbrauch gibt es noch Unklarheiten, die ich derzeit mit dem Mieterschutzbund bespreche. Dieser ist ungewöhnlich hoch, auch wenn man mit ihn meinem bisherigen Verbrauch in diesem Jahr ins Verhältnis setzt. Da gibt es einen Anhaltspunkt, nämlich dass die Eichung der Wasseruhren seit Jahren abgelaufen ist.
 
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Die sind wichtig. Die tatsächliche Nutz-/Wohnfläche ist ohne Bedeutung.
Damit würde ich JC auffordern alle einbehaltenen beträge unverzüglich mit Zinsen und Kosten auszukehren.

Zusätzlich würde ich Umzug beantragen.
Stell Dir vor, Du musst die Heizkosten aus eigenem Lohn zahlen
 

Kikaka

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Meine Wohnung liegt mit 5m² über der Höchstgrenze aber mit der Grundmiete innerhalb dessen, was sie kosten darf.
- Gehe jetzt ans Eingemachte. Sollte die Wohnung tatsächlich im angemessenen Rahmen liegen dann kannst Du das JC gehörig in Regreß nehmen
Ich würde Dir empfehlen Dein JC zu benennen
und gib bitte folgende Daten rein :
-Nettokaltmiete
-kalte Nebenkosten
-Heizkosten
 

Kikaka

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-Das JC kann auch per PN mitgeteilt werden, ich möchte nur das Du Rechtssicherheit bekommst.
-Wenn die Wohnung angemessen ist, so wäre die Nichtübernahme der Abschlußrechnungen einer der krassesten Fälle von Betrug die mir im Forum begegnet sind.

Ich konnte meinen Vermieter ersteinmal vertrösten, aber sehr lange wird er sich wohl nicht mehr hinhalten lassen.
Ich werde mir schnellstmöglich eine andere Wohnung suchen. Ich habe die Abrechnung mal an eine Stelle eingeschickt, wo der Verbrauch des gesamtes Hauses anaysiert wird. Und dabei kam heraus, dass das gesamte Haus in allen Kostenpunkten (Heizgasverbrauch, Betriebsstromverbrauch für die Heizanlage und Kosten beim Einkauf des Heizgases) mit ca. 100-250% über dem Durchschnitt in dieser Region liegt. Die Schlußfolgerung lautete, dass dieses Ergebnis nicht zufriedenstellend sei und Handlungsbedarf bestehe, da ein enormes Einsparpotenzial durch dämmende Maßnahmen vorhanden sei. Allein durch den Einkauf von Heizgas zum Durchschittspreis (und nicht das überteuerte, das mein Vermieter kauft) ließen sich 25% der Heizkosten vermeiden. Deshalb möchte ich hier natürlich keinen weiteren Winter verbringen. Das ist ja ein Fass ohne Boden.
-Selbstverständlich begründet das einen Antrag auf Zusicherung der Umzugsübernahme.
-Andererseits wird vom JC aber mit nicht genehmigtem Umzug die Nichtübernahme der Abschlußkostenübernahme begründet. Aus der Nummer würde ich das JC nicht so schnell rauslassen.
Allerdings mußt Du auf der sicheren Seite sein,das die Wohnung angemessen ist, erst dann kannst Du Vollgas geben
 
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