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Ablehnung Kostenübernahme bei Schulischer Ausbildung zur Kinderpflegerin

rising girl

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#1
Ich (31 Jahre) bin alleinerziehend mit 2 Kindern (10 und 4) beziehe seit 2 Jahren ALG II.
Eine Ausbildung zur Kinderpflegerin hatte ich früher abgebrochen.
Bewerbungen bei Firmen blieben bisher erfolglos.
Bewerbungen betreffend anderer Ausbildung ebenso.


Daher beantragte ich um dauerhaft aus dem Leistungsbezug auszuscheiden bei meinem Jobcenter die Kostenübernahme für eine Ausbildung als staatlich geprüfte Kinderpflegerin.

Was mir darin auffällt, das JC schreibt immer Weiterbildung, dies halte ich insofern für falsch, weil ich von einer Ausbildung zu staatlich geprüften Kinderpflegerin (Ausbildungsdauer 2 Jahre) sprach. Da ich noch keine abgeschlossene Ausbildung habe bin ich der Meinung es wäre eine reguläre Berufsausbildung.

Heute war der Ablehnungsbescheid im Briefkasten.

Orginalabschrift des Ablehnungsbescheides vom Jobcenter an mich:

Ablehnungsbescheid über die Förderung einer beruflichen Weiterbildung

Sehr geehrte Frau ............,

ihre Absicht, die schon einmal begonnene Ausbildung zur Kinderpflegerin nochmals zu wiederholen ist aus Sicht der Arbeitsvermittlung grundsätzlich zu begrüßen. Ihr Antrag vom ........... auf Ausstellung eines Bildungsgutscheins für eine berufliche Weiterbildungsmaßnahme als Kinderpflegerin muss jedoch abgelehnt werden.
Begründung:
Die Entscheidung beruht auf § 16 Absatz 1 SGB II i.V. §§ 81 ff. SGB III und erfolgte unter Ausübung des pflichtgemäßen Ermessens. Einer Förderung der von Ihnen gewählten Maßnahme zur beruflichen Weiterbildung kann nicht zugestimmt werden, weil sie noch keine mind. 3 jährige berufliche Tätigkeit vorweisen können. Eine berufliche Erstausbildung hat Vorrang vor einer beruflichen Weiterbildung. Eine Übernahme der Weiterbildungskosten kann nur erfolgen,wenn Ihnen die Aufnahme einer Berufsausbildung nicht möglich oder nicht zumutbar ist. Unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Umstände ist Ihnen die Teilnahe an einer regulären Berufsausbildung zumutbar.

Rechtsbehelfsbelehrung:
Gegen diesen Bescheid ist der Widerspruch zulässig. Der Widerspruch ist schriftlich oder zur Niederschrift bei dem oben bezeichneten Jobcenter einzureichen und zwar innerhalb eines Monats, nachdem Ihnen der Bescheid bekannt gegeben worden ist.

Hinweise:
Die vorgenannte Entscheidung bedeutet nicht, dass Sie Ihr Ziel der Ausbildung zur Kinderpflegerin nicht verwirklichen können. Da Sie aus familiären Gründen (Kindererziehung) daran gehindert waren, die Ausbildung vor dem 30. Geburtstag nochals zu beginnen, bestehen gute Chancen, dass Sie trotz Überschreiten des Höchstalters für diese schulische Ausbildung BAföG beziehen können.

Nähere Auskünfte dazu können Sie bei der BAföG Stelle des Landratsamtes ..... einholen. Zuständig für den Bereich ........ ist dort Frau ....... Tel.: ...........

Seit Inkrafttreten des 9. SGBII-Änderungsgesetzes wären Sie bei Aufnahme einer Ausbildung auch nicht mehr vom ALG-II-Leistunsbezug ausgeschlossen, so dass diese bei Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen auch weiterhin gewährt werden können.

Weitere Kostenpunkte wie Z.B. Fahrtkosten oder Kinderbetreuungskosten können mit den zuständigen Leistungsträgern (Schulwegkostenstelle und Jugendamt) des Landratsamts abgeklärt werden.

Sie sehen, dass die Finanzierung der regulären Ausbildung zur Kinderpflegerin durch Kombination mehrerer Leistungsbausteine jederzeit möglich wäre.

Für eine weitere, konkrete persönliche Beratung stehen ich und der Beauftragte für Chancengleichheit, Hr. ......... nach Terminvereinbarung gerne zur Verfügung.

Bei beiden war ich und wurde nur immer hin und hergeschickt, ohne Ergebnis. Daher schrieb ich auch den Antrag. Ich komme mir mittlerweile vor wie der Hauptmann von Köpenick.

Was kann ich machen?

Ohne Gewähr
 

RoxyMusic

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#2
''... Ihr Antrag vom ........... auf Ausstellung eines Bildungsgutscheins für eine berufliche Weiterbildungsmaßnahme ... Einer Förderung der von Ihnen gewählten Maßnahme zur beruflichen Weiterbildung ...''

Hast du denn in deinem Antrag eine Maßnahme zur Weiterbildung angeführt?
 

rising girl

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#3
''... Ihr Antrag vom ........... auf Ausstellung eines Bildungsgutscheins für eine berufliche Weiterbildungsmaßnahme ... Einer Förderung der von Ihnen gewählten Maßnahme zur beruflichen Weiterbildung ...''

Hast du denn in deinem Antrag eine Maßnahme zur Weiterbildung angeführt?
:icon_evil:Nein, ich beantrage wie folgt:

Antrag auf Kostenübernahme für eine Ausbildung als staatlich geprüfte Kinderpflegerin.

Im Antrag führte ich dann die einzelnen Positionen auf.
 

Helga40

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#4
Der entsprechende Abschnitt für Bildungsgutscheine im SGB 3 nennt sich nunmal "Berufliche Weiterbildung". Auch, wenn man damit eine komplette Ausbildung machen kann.

Die Förderung ist abgelehnt worden, weil die TE die Ausbildung ganz normal an der Berufsschule machen und sich mit Bafög fördern lassen kann. Was spricht nach Ansicht der TE dagegen, sich zum Schuljahr 2017/18 in der Schule anzumelden und dann Bafög zu beantragen?
 

RoxyMusic

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#6
Na, das hört sich doch ganz gut an. Wenn BAföG bewilligt wird und ergänzende Leistungen vom JC gezahlt werden können.
 
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