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Ablehnung eines Arbeitsvertrages über 450 euro durch die Arge

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

Skorpionuwe

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  Th.Starter/in  
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#1
Hallo zusammen!
Vieleicht kann mir hier jemand weiterhelfen?:icon_frown:
Ich erkläre einmal kurz den Sachverhalt!
Bin seit über 9 Jahren Arbeitslos,und aufgrund einer Bandscheibengeschichte nur bediengt einsatzfähig!
Ich habe die Möglichkeit seit dem 02.05.2007 bei einer Fa als Kurierdienstfahrer mit festem Arbeitsvertrag wöchentlich 20-30 Std zu arbeiten! Mein Vermittler hat allerdings wie er sagt, ganz andere Dinge mit mir vor.:icon_laber: Ich soll ab dem 29.05.2007 an einer 3 Wöchigen Maßnahme zur Selbstfindung teilnehmen!Nun habe ich ihm auf sein Verlangen hin den Arbeitsvertrag vorgelegt, und er hat ihn kurzerhand (für mich ist er Sittenwiedrig) abgelehnt!:icon_kratz:
In der Hauptsache beruft er sich darauf, das im Vertrag eine Arbeitszeit von 20 - 30 Std Wöchentlich bei einem Festgehalt von 450 Euro vereinbart wurde. Laut seiner Rechnung sind es natürlich Summa Sumarum nur ein Std Lohn von 3,75 Euro bei 30 Stunden.
Ich fahre täglich von Krefeld nach Troisdorf um Ware von A nach B zu transportieren. Im Normalfall sind es 3,5 Std reine Arbeitszeit. Im Falle eines hohen Verkehrsaufkommens,bzw Stau kann es aber auch schon das eine oder andere mal bis zu 5 Std täglich werden!
Im Normalfall arbeite ich also ca 80 Std im Monat für 450 euro. Das waehre ein vereinbarter Std Lohn von 5,62 Euro! Die Stunden wo es sich durch Stau verzögert, bekomme ich nicht bezahlt!
Nun 2 Fragen!
1: Kann mein Vermittler mir diesen Job ablehnen, und mit Kürzung um 30 Prozent drohen, falls ich aufgrund meines Arbeitsvertrages die Maßnahme zur Selbstbestimmung ablehne???
2: Kann er mir die Jobaufnahme verweigern, da der Stundenlohn für ihn mit 3,75 Euro die Std Sittenwiedrig ist??
Vielen Dank im Vorraus!!!!!!!!!!!
 

Kerstin_K

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#2
Sittenwidrig oder nicht?

Also erstmal mußt Du selber wissen, was Du willst. Wenn Du selber meinst, dass der AV sittenwidrig ist, wirst Du den wohl nicht unterschreiben, oder? Hast Du am 02.05. die Arbeit angetreten?

Allerdings denke ich nicht, dass Dir dein SB die Arbeit verbieten kann. Du veringerst dadurch Deine Bedüftigkeit und dazu bist Du sogar verpflichtet. Die Maßmahme muß dahinter zurückstehen.

Etwas anderes wäre es, wenn Die ARGe einen Job für Dich hätte, bei dem Du ganz aus dem Leistungsbezug herausfällst.
 
E

ExitUser

Gast
#4
Allerdings denke ich nicht, dass Dir dein SB die Arbeit verbieten kann. Du veringerst dadurch Deine Bedüftigkeit und dazu bist Du sogar verpflichtet. Die Maßmahme muß dahinter zurückstehen.
Das sehe ich auch so...
 

Unwichtig

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#5
Hast Du denn schon unterschrieben so eine Massnahme zur Selbstfindung anzutreten oder eine Zuweisung mit einer Rechtsfolgenbelehrung erhalten?

Wenn nicht, dann würde ich:
Den Job einfach antreten SOFORT und dem Arbeitsamt mitteilen. Ich wette der schickt Dir sonst sofort die Zuweisung um Dir zuvor zu kommen.

Wenn das Arbeitsamt was dagegen hat, dann können sie sich ja an den Zoll (oder an den Papst) wenden und die wenden sich dann an Deinen Arbeitgeber und beknien ihn.

Die Sittenwidrigkeit hat er sich aus den Fingern gesaugt, es ist doch allgemein bekannt das Kraftfahrer nur einen geringen Stundenlohn haben. Von 3,75 Euro/Stunde würde so mancher Kraftfahrer träumen, könnte ich mir denken.
 

Glücksrabe

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#6
Von 3,75 Euro/Stunde würde so mancher Kraftfahrer träumen, könnte ich mir denken.
Sorry Unwichtig, das ist die härteste Untergrenze die ich je gelesen oder gehört habe. 4,00 Euro sind mir bekannt z.B. bei einem Pizza-Service, aber da hat man ja noch die Hoffnung auf ein Trinkgeld und eventuelle Stauzeiten werden einem vergütet.

Wie Scorpionuwe schon schrieb, erhält er für seine Arbeitskraft 5,62 Euro/Std. Meines Erachtens nach eine faire Nettovergütung bei einem 450 Job

Gruß Glücksrabe
 

Unwichtig

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#7
Ist ja richtig, aber darum geht es ja nicht, er will es ja machen. Ich glaube nicht, dass der Sachbearbeiter ihm das verbieten kann.
 

eAlex79

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#9
Kraftfahrer Holland 2006:

Zwischen 518,84 € und 807,61 € Weihnachtsgeld.

Gehalt: mindestens 1431,67 € für Berufseintreter
* 8,23 € normale Stunden
* 10,70 € Samstags und bestimmte Abendstunden
* 12,35 € Sonn- Feiertags und Nachts)

Gehalt: mindestens 2626,20 € für Altgediente
* 16,41 € Normal
* 21,34 € Samstags/abends
* 24,62 € Sonn-/Feiertags/Nachts


und und und und und und und .. nennt man Sekundäre Arbeitsbedingungen.

............

Quelle: CAO Beroepsgoederenverkeer
http://www.fnvbondgenoten.nl/media/downloads/cao/Beroepsgoederenvervoer_20051.pdf?view=Standard

x
x Alex.
x
 

gerda52

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#10
Ich weiß ja auch nicht, ob man prekäre Arbeitsverhältnisse hier noch massiv unterstützen soll. M.E. hat der SB recht, dass der Arbeitsvertrag sittenwidrig ist. Die mündliche Ergänzung seitens Skorpionuwe unterstreicht das ausdrücklich nocheinmal. Stauzeiten gehören in dem Job eben mal zum Risiko des Arbeitgebers.

Da wäre dann noch die Spanne der Stunden zu bemängeln, die als maßgeblich für das Bruttofestgehalt genannt ist.

Und mitnichten muss man sich freiwillig für 3,50 Euro verhökern.

Wenn der zukünftige AG seriös ist (was ich nicht glaube :icon_mad: ), lässt er vielleicht noch mit sich verhandeln.
 

burki

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#11
Hi,
halte das Problem für nicht wirklich lösbar.
Nüchtern betrachtet, ist die Aussage des SBs natürlich durchaus korrekt, dass die 3,50 EUR sittenwidrig sind, wobei man das Gleiche für ein Grossteil der "Angebote" seitens der ARGE gilt.
Was ich sagen möchte:
Niemals Versprechungen ("hey daraus wird bald ein super Fulltimejob" bzw. "die Massnahme ist für Dich sinnvoll") Glauben schenken, denn zumeist sind diese nur heisse Luft.
Was Du aber im Enddeffekt tun "solltest", kannst nur Du entscheiden.

Da der Job Deine Bedürftigkeit zwar mindern tut, aber nicht völlig aufhebt, wirst Du auch nach Annahme dessen weiterhin in der Zwickmühle verbleiben, d.h. weitere "Massnahmen" werden wohl folgen (so meine Erfahrung).
Gruss
burki
 

gelibeh

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#12
Ist ja richtig, aber darum geht es ja nicht, er will es ja machen. Ich glaube nicht, dass der Sachbearbeiter ihm das verbieten kann.
Mir fällt auch kein Paragraph ein, der ihm das verbieten könnte. Das mit der Sittenwidrigkeit kenn ich nur im Zusammenhang mit der Zumutbarkeit.

Du wirst aber immer wieder aufgefordert werden, Deine Bedürftigkeit vollständig zu verringern.
 

KiSSFan

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#13
Ich meine irgendwo gelesen zu haben das der Lohn bis zu 30% unter dem Tarif-
bzw ortüblichen Lohns liegen darf.
Finde es aber nicht mehr.

Die Frage ist ja da ja hier unterschiedliche Meinugen verterten werden ob es irgendwo eine stelle gibt die Ihm das genau sagen kann.

Beratungsschein für einen Anwalt, geht sowas in diesem Fall ?
 
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