Ablehnung des Arbeitsvertrags - ALG I (1 Betrachter)

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nolpac76

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Ich beziehe ALG I. Ich wurde infolge meiner Initiativbewerbung (habe die Stelle selbst gefunden, kein Vorschlag vom Amt) zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.

Wenn mir ein Arbeitsvertrag zur Unterschrift angeboten wird, kann man diesen dann nicht unterschreiben bzw. ablehnen? Mit welchen Sanktionen könnte man rechnen?
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Zur Prüfung mitnehmen ist besser als sofort ablehnen.
Bei Alg1 ist außerdem auch der § 140 SGB III beachtenswert.
 
G

Gast1

Gast
Da kein Vermittlungsvorschlag mit Rechtsfolgenbelehrung vorliegt (Stelle selbst gesucht), darf deswegen bei Nichtannahme des Stellenangebots keine Sperrzeit verhängt werden.
 

nolpac76

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Verstehe ich es richtig, dass auch wenn die Beschäftigung laut § 140 SGB III zumutbar ist, aber die Stelle von mir selbst gesucht wurde und das war kein VV mit RFB von der Arbeitsagentur, darf bei der Ablehnung der Stelle meinerseits keine Sanktion / Sperrzeit verhängt werden? :icon_frown:

Ich wollte auch gerne die Reisekosten von der Arbeitsagentur erstatten lassen. Ist es ratsam? Der Arbeitsgeber könnte mich ja danach bei der Arbeitsagentur aufgrund der Absage meinerseits „anschwärzen“, da er nach dem Ausfüllen des Antrags ja über die Arbeitsagentur Bescheid weiß.

Oder ist es sinnvoller, keinen Reisekostenantrag zu stellen, und die Kosten selbst zu übernehmen (3-stelliger Betrag), da der Arbeitsgeber es anscheinend nicht machen wird und ggf. dann die Stelle nicht im Bewerbungsnachweis erwähnen?
 
G

Gast1

Gast
nolpac76, im § 159 SGB III steht:

§ 159 Ruhen bei Sperrzeit

(1) Hat die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer sich versicherungswidrig verhalten, ohne dafür einen wichtigen Grund zu haben, ruht der Anspruch für die Dauer einer Sperrzeit. Versicherungswidriges Verhalten liegt vor, wenn

...

2. die bei der Agentur für Arbeit als arbeitsuchend gemeldete (§ 38 Absatz 1) oder die arbeitslose Person trotz Belehrung über die Rechtsfolgen eine von der Agentur für Arbeit unter Benennung des Arbeitgebers und der Art der Tätigkeit angebotene Beschäftigung nicht annimmt oder nicht antritt oder die Anbahnung eines solchen Beschäftigungsverhältnisses, insbesondere das Zustandekommen eines Vorstellungsgespräches, durch ihr Verhalten verhindert (Sperrzeit bei Arbeitsablehnung),

...
Hieraus ergibt sich im Umkehrschluss: Wenn kein Vermittlungsvorschlag oder ein Vermittlungsvorschlag ohne Rechtsfolgenbelehrung vorliegt, darf keine Sperrzeit verhängt werden, wenn das Jobangebot nicht angenommen wird.
 
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