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"Ablehnung der Zusicherung der Aufwendungen für die Wohnung" - Rechtmäßig ?

MTCicero

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Hallo,

ersteinmal meine "Vorgeschichte":
ich bin 19 und befinde mich zurzeit in Berufsausbildung.
Ich muss aufgrund von "schwerwiegenden sozialen Gründen" aus der elterlichen Wohnung ausziehen.
Eine Anerkennung eines Umzugserfordernisses gem. §22 Abs. 2 SGB II habe ich, nachdem ich beim Jugendamt war, erhalten.

Nach langwirieger Wohnungssuche habe ich eine passende Wohnung gefunden. Jedoch wurde mir die "Zusicherung der Aufwendungen für die Wohnung" abgelehnt, da ich Auzubi bin und: "Ein Anspruch auf ALG II ist jedoch ab Beginn des beabsichtigten Mietverhältnisses ausgeschlossen, weil SIe als Azubi mit Bezug einer eigenen Wohnung unter den Leistungsausschluss des § 7 Abs. 5 SGB II fallen."

Damit bin ich nicht zufrieden, da es ja den § 7 Abs. 6 SGB II gibt.
Hier mal ein Ausschnitt aus diesem Paragraphen:

§7 SGB 2
(6) Absatz 5 findet keine Anwendung auf Auszubildende,

1.
die aufgrund von § 2 Absatz 1a des Bundesausbildungsförderungsgesetzes keinen Anspruch auf Ausbildungsförderung oder aufgrund von § 60 des Dritten Buches keinen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe haben,



Und hier der $ 60 des Dritten Buches:

§ 60
Sonstige persönliche Voraussetzungen

(1) Die oder der Auszubildende wird bei einer Berufsausbildung nur gefördert, wenn sie oder er
1. außerhalb des Haushalts der Eltern oder eines Elternteils wohnt und


Meine Meinung zu dem ist:
Man wohnt erst außerhalb des Haushaltes der Eltern, wenn man komplett in die neue Wohnung eingezogen ist.
D.h. 1. Es erfolgt der Umzug
2 .Die Erstaustattung der Wohnung wird gekauft, damit eine geordenete Haushaltsführung möglich ist.
3. Es erfolgt der Einzug in die Wohnung und man Wohnt nun außerhalb des Haushalts der Eltern.

Somit habe ich in Phase 1 und Phase 2 einen Anspruch auf ALG 2 , da der Ausschluß des Absatzes 5 keine Anwendung findet.


Ich werde natürlich dagegen Widerpsruch einlegen und ein "dringlichkeits Rechtschutzverfahren" beim Sozialgericht einleiten.
Das Problem ist:
Es gibt auch andere Interessenten für die Wohnung und ich bin dringend auf die Zustimmung des Jobcenters angewiesen, da ich keinen Bürgen habe, der für mich bürgt.

Könnt ihr mir vielliecht noch ein paar Tipps geben ?
Sonst bin ich am Anfang des Monats Obdachlos und werde dadurch wahrscheinlich meine Ausbildung verlieren...
Finde ich auch persönlich schade, dass ich mich um meine Ausbildung kümmere und nur aufgrund dessen es schwieriger habe als andere.

Es gab mal auch dazu eine Entscheidung eines Sozialgerichtes... hat die vielleicht einer zufällig ? Ich kann die nicht mehr im Netz finden...

Und was mache ich, wenn ich obdachlos bin ?

Danke im Voarus
 

bla47

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SGB II ist ein Arbeitsmarktgesetz, deshalb nicht für Azubis. Azubis stehen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung und Verfügbarkeit ist sogar schon im ALG 1 - Bereich Bedingung für Leistungszahlungen. Azubis bekommen nur einen kleinen Mietzuschuss, keine Wohnungsbeschaffungskosten. Außerdem bei betrieblicher Ausbildung und eigener Wohnung BAB. Bei schulischer Ausbildung Bafög. Sowie Kindergeld und Wohngeld.
Tips bei Obdachlosigkeit bietet: Wo und Wie. Das Verzeichnis der sozialen Dienste und Einrichtungen für Wohnungslose in Deutschland. Deutsche Wohnungslosenhilfe für alle 16 Bundesländer. - Wohnungslosenhilfe für Obdachlose und Nichtsesshafte in Deutschland
 

MTCicero

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SGB II ist ein Arbeitsmarktgesetz, deshalb nicht für Azubis. Azubis stehen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung und Verfügbarkeit ist sogar schon im ALG 1 - Bereich Bedingung für Leistungszahlungen. Azubis bekommen nur einen kleinen Mietzuschuss, keine Wohnungsbeschaffungskosten. Außerdem bei betrieblicher Ausbildung und eigener Wohnung BAB. Bei schulischer Ausbildung Bafög. Sowie Kindergeld und Wohngeld.
Tips bei Obdachlosigkeit bietet: Wo und Wie. Das Verzeichnis der sozialen Dienste und Einrichtungen für Wohnungslose in Deutschland. Deutsche Wohnungslosenhilfe für alle 16 Bundesländer. - Wohnungslosenhilfe für Obdachlose und Nichtsesshafte in Deutschland
Die Vollzeit Erbwerbsfähigen, die nihct genug verdienen und mit ALG II aufstocken müssen, stehen dem Arbeitsmarkt zu verfügung ? Diese Argumentation macht doch keinen Sinn ...
 

pferdchen81

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Ist das eine betriebliche Ausbildung?
Woher beziehst du deine Ausbildungsvergütung?

Als ich noch jung war, war es so, dass man sein Azubigehalt vom AG bekommen hat und dann Wohngeld beantragt hat. Oder sich noch einen Nebenjob gesucht hat ;) Kindergeld gibts doch auch noch oder nicht? Schüler können Schülerbafög beantragen. Studenten Studentenbafög oder einen Studienkredit. Bestimmte Maßnahmen werden ESF gefördert usw.

Aber ganz grundlegend war es so, wer keine Kohle für ne eigne Bude hatte, der musste bei Mami bleiben. :wink:
 

bla47

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Die Vollzeit Erbwerbsfähigen, die nihct genug verdienen und mit ALG II aufstocken müssen, stehen dem Arbeitsmarkt zu verfügung ? Diese Argumentation macht doch keinen Sinn ...
Ja, diese stehen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. In deren Eingliederungsvereinbarung steht: Verringerung/Vermeidung des restlichen Hilfebedarfs.
Z.B. Bewerbungen auf besser bezahlte Stelle, Annahme von Nebenjobs, Umwandlung des aktuellen Teilzeitjob in Vollzeit.
Verstehst du nun den Unterschied ?
 

MTCicero

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Ja, diese stehen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. In deren Eingliederungsvereinbarung steht: Verringerung/Vermeidung des restlichen Hilfebedarfs.
Z.B. Bewerbungen auf besser bezahlte Stelle, Annahme von Nebenjobs, Umwandlung des aktuellen Teilzeitjob in Vollzeit.
Verstehst du nun den Unterschied ?
Ok, das wusste ich nicht.
Ich meine aber:
Ein Azubi, der wenig verdient hat sehr wohl NAspruch auf ALG II, wenn er bei seinen Eltern wohnt.
Da greift ja eben der §7 Abs. 6
...
 

MTCicero

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Ist das eine betriebliche Ausbildung?
Woher beziehst du deine Ausbildungsvergütung?

Als ich noch jung war, war es so, dass man sein Azubigehalt vom AG bekommen hat und dann Wohngeld beantragt hat. Oder sich noch einen Nebenjob gesucht hat ;) Kindergeld gibts doch auch noch oder nicht? Schüler können Schülerbafög beantragen. Studenten Studentenbafög oder einen Studienkredit. Bestimmte Maßnahmen werden ESF gefördert usw.

Aber ganz grundlegend war es so, wer keine Kohle für ne eigne Bude hatte, der musste bei Mami bleiben. :wink:
Ja, aber das sieht ja ganz anders aus, wenn man gezwungen wird, auszuziehen...
 

Seepferdchen

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Ja, aber das sieht ja ganz anders aus, wenn man gezwungen wird, auszuziehen...
Und das hast du von deinen Eltern schriftlich?

Eine Anerkennung eines Umzugserfordernisses gem. § 22 Abs. 2 SGB II habe ich, nachdem ich beim Jugendamt war, erhalten.
Demzufolge hast du es schriftlich.

Lies dich mal hier durch:

http://www.elo-forum.org/25/61881-praxishandbuch-junge-volljaehrige-auszugsberatung.html

und lies mal hier, da findest du wichtige Hinweise: du bekommst auch einen Zuschuss zur Wohnung, lies einfach mal
diesen Link

Einkommen + Kindergeld (?) + Wohngeld könnte reichen zur Bestreitung des Lebensunterhaltes.
Aber auch das JC muß z.B. bei BAB oder Bafög anteilig

http://www.elo-forum.org/25/56210-auszug-bg-azubi.html
 

MTCicero

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banana

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du bekommst dein azubigehalt, dann noch dein kindergeld von 184 euro. wenn deine eltern dir das nicht freiwillig geben, dann stell einen abzweigungsantrag bei der kindergeldkasse und fordere deine eltern schriftlich auf, dass kindergeld ab datum x an dich zu zahlen.
du musst einen antrag auf bab und wohngeld stellen. weiterhin fordere unterhalt von deinen eltern. sie sind unterhaltspflichtig bis du deine ausbildung erfolgreich abgeschlossen hast.
bei groben problemen wende dich auch an das jugendamt, die sind noch immer für dich als junger volljähriger zuständig.

vergiss nicht einen härtefallantrag an die gez zu stellen, wegen zu geringem einkommen, sobald du eine wohnung hast. mit bap wirst du befreit. bei wohngeldbezug musst du zahlen.
 

MTCicero

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du bekommst dein azubigehalt, dann noch dein kindergeld von 184 euro. wenn deine eltern dir das nicht freiwillig geben, dann stell einen abzweigungsantrag bei der kindergeldkasse und fordere deine eltern schriftlich auf, dass kindergeld ab datum x an dich zu zahlen.
du musst einen antrag auf bab und wohngeld stellen. weiterhin fordere unterhalt von deinen eltern. sie sind unterhaltspflichtig bis du deine ausbildung erfolgreich abgeschlossen hast.
bei groben problemen wende dich auch an das jugendamt, die sind noch immer für dich als junger volljähriger zuständig.

vergiss nicht einen härtefallantrag an die gez zu stellen, wegen zu geringem einkommen, sobald du eine wohnung hast. mit bap wirst du befreit. bei wohngeldbezug musst du zahlen.
Abzweigungsantrag wurde Abgelehnt. De Grund war, weil ich noch bei meinen Eltern wohne.

Meine Eltern kann ich auch nihct zum Unterhalt verpflichten, da beide zu wenig verdienen.
 
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