Ablehnung der Bewerbungskosten(Ausbildungssuche) (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Borodino1812

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Hallo liebes Forum,

nach der Beendigung meiner Schulzeit suche ich für 2018 eine Ausbildung und bin bei der Agentur für Arbeit ausbildungssuchend gemeldet. Ich bekomme keine Leistungen von der ARGE oder dem Jobcenter, da ich Unterhalt und Kindergeld bekomme und noch zuhause lebe.

Nun zu folgendem Problem:
Die vielen Bewerbungen gehen natürlich ins Geld mit der Zeit, insbesondere wenn manchmal auch Beurkundungen fällig werden.
Bei meiner Berufsberaterin für U25 habe ich diesbezüglich mitgeteilt bekommen, dass Bewerbungskosten natürlich übernommen werden können, es aber in meinem Fall nicht möglich wäre, da ich Unterhalt bekäme und Kindergeld und noch bei meiner Mutter lebe und meine Eltern daher Unterstützung leisten müssen, da deren Einkommen nach Einschätzung der Beraterin hoch genug sei und dies zählt, weil ich noch zuhause lebe.

Ist dies so richtig bezogen auf Bewerbungskosten? Mir kommt es so vor als wenn die Beraterin sich nur um die Bewilligung des Vorschusses winden möchte.

Dass bei Beantragung von Hartz 4 das Einkommen der Eltern zählt, ist mir natürlich bewusst, doch hier geht es wie gesagt rein um Bewerbungskosten. Weder von der Arbeitsagentur noch vom Jobcenter(dort bin ich nichtmal gemeldet, da ich sowieso keine Leistung bekäme) bekomme ich Leistungen. Deshalb frage ich mich auch auf welcher Grundlage die Beraterin das Einkommen der Eltern belegt haben möchte. Ist das alles rechtens? Das ist doch für Bewerbungskosten irrelevant, meine Eltern kommen ja für den Lebensunterhalt auf und das Geld reicht, aber wenn ich alleine Bewerbungen bezahlen muss wird es schon knapp.

Ich würde mich über Einschätzungen und Hilfe aus dem Forum freuen!
 
E

ExitUser

Gast
Ist richtig so: Anspruch auf Übernahme der Bewerbungskosten durch das JC wäre -wenn überhaupt - eine reine Ermessensleistung.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Es kommt auf deine Eigenleistungsfähigkeit an.

Ermessensleistungen § 44 SGB III Stand 26.08.16
Eigenleistungsfähigkeit
Leistungen nach § 44 können nur erbracht werden, wenn die
Eigenleistungsfähigkeit des Kunden verneint worden ist. Von
Eigenleistungsfähigkeit kann für ALG II-Kunden grundsätzlich nicht ausgegangen werden.
Bei Kunden die aufstockende oder ergänzende Leistungen beziehen ist ggf. eine Einzelfallprüfung der Eigenleistungsfähigkeit erforderlich.
Bewerbungskosten kannst du nicht bekommen.
Versuche deshalb so günstig(Online) wie es geht diese zu erledigen und auf kostenintensive Vorstellungsgespräche zu verzichten, bzw. den AG fragen ob er diese Fahrtkosten übernimmt.
 
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