Ablehnung da Mietvertrag abgelaufen und nur Duldung (1 Betrachter)

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Chameleon

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Hi,

Das jobcenter hat meinen im Juni gesellten Antrag auf ALG II abgelehnt, da mein Mietvertrag nur bis April lief. Der Vermieter hat mir schriftlich gegeben, dass er mich duldet solange ich keine neue Wohnung habe und ich mich verpflichte eine neue zu suchen. Jobcenter sagt aber, es liegt kein gĂŒltiger Mietvertrag vor, daher keine ALG Bewilligung. (mein Job reicht fĂŒr meinen Bedarf, aber nicht fĂŒr Miete und Bedarf)

Diese hab ich nun gefunden, wĂ€re die zweite Frage. Liegt etwas ĂŒber dem was das Jobcenter bewilligt.

Wie gehe ich bei beiden Dingen nun vor?
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Seepferdchen 2010

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@Chameleon

mal bitte eine VerstĂ€ndnisfrage, was steht bitte genau in dem SchriftstĂŒck vom Vermieter zur Duldung und was wurde unter dem Punkt Mietzahlung
angegeben?

Diese hab ich nun gefunden, wĂ€re die zweite Frage. Liegt etwas ĂŒber dem was das Jobcenter bewilligt.
Was bitte hast du gefunden?
 
M

Mitglied 61702

Gast
Prinzipiell hat das JC die Kosten deiner Unterkunft (deshalb heissen sie so und nicht etwa "Miete") zu tragen, auch wenn es zB gar keinen Mietvertrag gibt oder du mittelfristig umziehen musst. Und zwar regelmĂ€ĂŸig dann, wenn diese Kosten angemessen sind. Genaueres entnehme man den KDU-Obergrenzen des jeweiligen Landkreises.

Der Antrag auf ALGII kann mit einer solchen BegrĂŒndung schon mal garnicht abgelehnt werden, denn selbst Obdachlose haben einen Anspruch auf ALGII.

Also, hĂŒbsch peinlich alle Dokumente und Nachweise aufbewahren, auch den daß du Anfang Juni einen Antrag gestellt hast. Schau bei Tacheles nach, wer in deiner Ecke als Beistand zu haben ist und gehe nur und ausschließlich mit Beistand zum JC!

Wenn die nĂ€mlich jetzt schon ein solch verlogenes Geschwurbel an dich abdrĂŒcken, werden sie so stĂ€ndig weiterverfahren. Also Zeugen mitnehmen, darauf bestehen, daß dein Antrag bearbeitet wird, ggfs. Eilantrag stellen um ihnen Beine zu machen, denn dein Vermieter wird dich wohl nur dulden wenn du auch brav Miete bezahlst. Setze Fristen, denn wir haben zwischenzeitlich September, in dem Zeitraum könnten die zig AntrĂ€ge bearbeiten ohne sich anstrengen zu mĂŒssen.

Und bestehe natĂŒrlich darauf, daß nachgezahlt wird.
 

romeo1222

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Hast du denn dem bei JC den Nachweis in Kopie nachweislich eingereicht, dass du weiterhin geduldeter Mieter mit allen Pflichten bist?

Es kommt drauf an, dem Grunde nach ist es möglich, dass auch Wohnungen leicht ĂŒber dem Satz gezahlt werden. Aber manche JC stellen sich da extremst an.

Die Frage ist halt, die sich mir stellt, gilst du als "obdachlos"? Dann wĂŒrde es etwas mehr Spielraum geben fĂŒr die neue Wohnung.
 

Chameleon

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@Chameleon

mal bitte eine VerstĂ€ndnisfrage, was steht bitte genau in dem SchriftstĂŒck vom Vermieter zur Duldung und was wurde unter dem Punkt Mietzahlung
angegeben?



Was bitte hast du gefunden?
Eine neue Wohnung, und da werde ich wohl schon die neuen Probleme erwarten.

Der aktuelle Vermieter hat mich nur geduldet und mir bereits mitgeteilt ich soll schleunigst raus.

Der neu unterschriebene Mietvertrag ist 50€ ĂŒber dem, was die Stadt "bewilligt". Ich weiß aber aus einer internen Quelle, dass die Stadt/Komune/Jobcenter selbst weiß, dass deren SĂ€tze fĂŒr das Stadtgebiet nicht hinhauen.



@romeo1222

Ja die Unterlagen habe ich natĂŒrlich dem Jobcenter eingereicht. Die wussten ĂŒber alles Bescheid
 

romeo1222

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Der neu unterschriebene Mietvertrag ist 50€ ĂŒber dem, was die Stadt "bewilligt".
50€ insgesamt, also mit Heizkosten und Nebenkosten und natĂŒrlich der Nettokaltmiete? Weil, wenn man in einem neuen Haus / Wohnung wohnt, sind die Heizkosten in der Regel deutlich geringer, sodass es auch so einen gewissen Spielraum geben kann.

Das normale Prozedere wĂ€re Wohnungsangebot beim JC einreichen (fĂŒllt der Vermieter aus, Vorlagen gibt es in der Regel beim JC, genauso um den Umzug zu begrĂŒnden, warum du umziehen willst oder muss). Wenn abgelehnt wird, mĂŒsstest du mit dem Vermieter sprechen und fragen bis wann er die Wohnung freihĂ€lt, gleichzeitig Widerspruch beim JC einreichen und vor Gericht eine "Eilklage" (einstweiligen Rechtsschutz) stellen.
 
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