Ablehnung Betriebskostennachzahlung wegen ABM

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dellir

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Hallo an alle,

bin momentan in einer ABM-Maßnahme und bekomme 850 € Netto. Nun habe ich die Betriebskostenabrechnung für 2007 bekommen und muß ca.120 € nachzahlen. Mein Antrag beim Jobcenter wurde abgelehnt, da keine Bedürftigkeit bestehe und die Nachzahlung ja aus den Verdienst gezahlt werden müsse. Meine Frage:

1. Muß denn die Nachzahlung von 120€ nicht auf die monatliche Miete dazugerechnet werden für den entsprechenden Monat ?

2. Werden prinzipiell Nachzahlungen während einer ABM-Maßnahme übernommen ?


Vielen Dank !
 

Arania

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Die Zahlungen werden generell nur bei Bedürftigkeit übernommen, bekommst Du denn jetzt irgendwelche Leistungen ausser dem Geld aus der ABM?
 
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Wenn Du mit den einmalige 120,-- für einen Monat in Hartz4 fällst, wird ARGE den Betrag (zum Teil) übernehmen müssen.
Also Antrag stellen.

Ansonsten nie mit den Vorauszahlungen geizen.
 

Xas

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und wie sieht es mit einem guthaben aus, wenn man arbeitet und weiter leistungen bezieht? das soll man sicher angeben, sonst hat man zu unrecht leistungen erhalten?! :-o leistungen
 

redfly

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Als so genannter Aufstocker wird ein Guthaben mit der laufenden Miete verrechnet. Das mindert dann im Zufluss-/Verrechnungsmonat deine Bedürftigkeit bzw. den Leistungsanspruch.
 

dellir

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Hallo,

und Danke an alle die sich gemeldet haben.

Also ich bekomme derzeit keine Leistungen vom Jobcenter. Da aber ABM-s auf den 1/2 Cent gerechnet werden:biggrin: (damit man ja nicht reich wird) stellt sich die Frage, ob ich durch diese 120 doch nicht ins Hartz IV rutsche. Und außerdem gehört doch diese Nachzahlung auch zu den "kosten für Unterhalt und Heizung"

1. Gibt es da eine Grenze, wo man sagen kann, soviel muß jedem mindestens Netto bleiben, wenn er 40-Std. arbeiten geht?


Danke
 

dellir

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Hallo,

hat denn niemand von euch so eine Erfahrung gemacht ? Bitte um Hilfe.


Danke
 

Martin Behrsing

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Antrag stellen:
durch die Nachforderung entsteht vorübergehend Hilfebedürftigkeit keine Ratenzahlung gewährt werden. Sollte das Abstellen der Heizung drohen, wäre die Wohnung nicht mehr bewohnbar (=drohende Wohnungslosigkeit ?).

Da ist gefragt die örtliche (Sozialamts-) Stelle zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit.
Also Antrag nach § 22 Abs. 5 SGB II / § 34 Abs. 1 SGB XII stellen. (Übernahme von Mietschulden zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit)..
 

dellir

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Danke für die Antwort Martin,

Ein Antrag beim Jobcenter hatte ich ja schon gestellt. Abgelehnt wurde er mit der Bergründung,daß ich nicht mehr Hilfebedürftig sei und die Nachzahlung aus den Freibetrag hätte zahlen müssen. Dabei war der Betrag der Nachzahlung gar nicht mitgerechnet für den entsprechnden Monat. Wenn eine Nachzahlung definitiv zu den Kosten für Unterkunft und Heizung gehört, dann erhöht sich (so gesehen) meine Miete um 120 €, ohne das die irgenwo bei der Ablehnung erwähnt wurde. Für mich ist es sehr wichtig zu wissen, ob diese Ausgaben ( die Nachzahlung) auf die übliche Miete draufgerechnet werden müssen oder nicht.

Vielen Dank
 

redfly

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Eine Nachzahlung bei den Nebenkosten sind Kosten der Unterkunft (KdU). Es erhöht sich in dem Monat dein Gesamtbedarf der durch dein ABM Gehalt nicht mehr gedeckt wird. Dieser Rest muss von der ARGE übernommen werden.
 

dellir

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Danke für die Antwort,

kann man das irgenwo schriftlich nachlesen. Und eine 2.Frage habe ich noch:

-wieviel ist dieser Gesamtbedarf in Zahlen pro Monat

Es ist klar,daß ich mit 40-Std-Arbeit "mehr" als Hartz IV verdiene. Das Problem ist doch aber, daß ich als Erwerbsfähig-geltender soviel draufzahle (z.B. die "teure" Manatskarte, GEZ, die o.g. Nachzahlung u.s.w), daß ich am Ende auf Hartz IV-Niveau weiter lebe, aber offziell als Erwerbstätig gelte. Das kanns doch nicht sein. Oder ?
 

redfly

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351,00 Euro Regelleistung (100% bei Single)

+

XXX,XX Euro Miete, Betriebskosten, Heizug (Bruttowarmmiete)

+

XX,XX Euro Mehrbedarfe (z.b. wegen kostenaufwendiger Ernährung)

=

Dein Gesamtbedarf


Im Monat der Nachzahlung für die Nebenkosten kommt dann dieser Betrag noch dazu. Der Gesamtbedarf wird dann dem Einkommen, also dem ABM Nettolohn gegenübergestellt. Und das fehlende Geld wird einmalig durch die ARGE aufgestockt.
 

dellir

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Im Monat der Nachzahlung für die Nebenkosten kommt dann dieser Betrag noch dazu. Der Gesamtbedarf wird dann dem Einkommen, also dem ABM Nettolohn gegenübergestellt. Und das fehlende Geld wird einmalig durch die ARGE aufgestockt.

Hallo @redflly,

verstehe ich das jetzt richtig, daß sich meine Miete durch die Nachzahlung um 120€ "erhöht" und somit für den einen Monat eine (diese) höhere Miete als Grundlage für die Berechnung gilt ?

Vielen Dank für die Antwort
 

dellir

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Hallo leute,

kann mir den niemand bestätigen,daß Nebenkosten-Nachzahlungen einfach zur Miete gehören und für den entsprechenden fälligkeits-Monat mitberechnet werden müssen ? Bitte helft, den die Zeit rennt mir davon, sollte ich mich währen konnen.


Danke:icon_daumen:
 

dellir

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Hallo,

kann denn mir niemand helfen ?


Das ist doch sicherlich auch für andere Leute interessant, die auch in einer ABM-Maßnahme sind, die auch kein Geld vom Jobcenter bekommen und dennoch die Betriebskosten-Nachzahlung übernommen haben haben wollen, da sie das auch entsprechend belastet und auf Hartz IV Niveau zurückschleudert....:icon_neutral:


Danke
 

redfly

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Hallo @redflly,

verstehe ich das jetzt richtig, daß sich meine Miete durch die Nachzahlung um 120€ "erhöht" und somit für den einen Monat eine (diese) höhere Miete als Grundlage für die Berechnung gilt ?

Vielen Dank für die Antwort
Genau so ist es. Sollte aber dein Nettolohn für die Nachzahlung im Bedarfsmonat ausreichen, gibt es natürlich keine einmalige Aufstockung.
 
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