Ablehnung ALG1 aufgrund Arbeitsunfähigkeit & mögliche neue Arbeit

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nikka

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Hallo,

ich habe aktuell folgende Situation: Mein neuer Arbeitgeber hat mich im Dezember in der Probezeit gekündigt, da ich zu dem Zeitpunkt bereits knapp 1 Monat arbeitsunfähig war. Natürlich habe ich mich gleich online arbeitslos gemeldet und war auch persönlich vor Ort. Jedoch wurde der ALG 1 Antrag abgelehnt, da ich natürlich arbeitsunfähig bin (hatte nur vor Ort niemand so recht interessiert), ich müsste mich nochmals persönlich arbeitslos melden, sobald die Arbeitsunfähigkeit ausgelaufen ist und den Antrag auf ALG 1 erneut stellen. Eine Einladung für ein Vermittlungsgespräch habe ich aber erhalten. Aktuell erhalte ich Krankengeld und die AU läuft noch bis Ende Januar.

Aktuell bin ich aber auf Jobssuche, so dass ich hoffe baldmöglichst wieder Arbeit zu haben. Nun ist es aber auch so, dass die neuen Jobs überwiegend weiter entfernt sind (deutlich über 2,5 Stunden einfache Fahrt) und ich definitiv umziehen müsste (egal ob nun vom Haupt- noch Zweitwohnsitz) . Finanziell wäre es für mich derzeit nicht stemmbar (gerade Kaution und teilweise noch Umzug selbst). Aktuell ist auch meine Wohnkonstellation etwas anders, ich habe eine Hauptwohnsitz und ein Zweitwohnsitz über 500km entfernt, jedoch bereits seit knapp über 3 Jahren und auch meine neue/alte Arbeit war am Zweitwohnsitz. Ich möchte dies auch komplett auflösen im Rahmen einer neuen Arbeit.

Nun stellt sich für mich die Frage: Sollte ich mich Anfang Februar erneut arbeitslos melden und den Antrag auf ALG 1 stellen, aber vll. zu Mitte/Ende Februar eine neue Arbeit anfangen können, wäre es möglich Leistungen aus dem Vermittlungsbudget zu erhalten?

Viele Grüße
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Dann Dich beim ALG 1 melden wenn Deine AU beendet sein wird.
Dann bist Du so Du Dich für ALG 1 qualifiziert Leistungsempfänger. Und auch unter ALG1 darfst Du Dir auch selbst eine Arbeit suchen.
Und wenn Du eine neue Arbeit hast dann meldest Du Dich vom Bezug des ALG 1 wieder ab.
 

vidar

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Moin @nikka,

Du hättest dich auch erst einmal nur (verpflichtend) arbeitssuchend melden müssen. Arbeitslos meldest du dich persönlich bei der AfA vor Ort spätestens am ersten Tag nach der Beendigung deines Krankenstands.
 

nikka

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@Ottokar Das wäre theoretisch dann der 31.01.2019 (sofern die AU nicht verlängert und ich arbeitsfähig bin). Wenn nun aber zum 15.02. oder 01.03. eine neue Arbeit begonnen werden kann, wäre für mich die Frage, ob man dennoch Leistungen aus dem Vermittlungsbudget erhalten kann? Während des Krankengeldbezuges kann ich die ja wahrscheinlich nicht beantragen, auch wenn man keinen Arbeitgeber mehr hat.

@vidar Die Agentur für Arbeit wollte aber eine persönliche Arbeitslosmeldung noch, obwohl bekannt war das ich noch arbeitsunfähig bin. Nun muss ich halt nochmal zum Hauptwohnsitz wenn ich wieder gesund bin und noch keine neue Arbeit habe.
 
Zuletzt bearbeitet:

vidar

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Die Agentur für Arbeit wollte aber eine persönliche Arbeitslosmeldung noch, obwohl bekannt war das ich noch arbeitsunfähig bin.
Dann sollte man dir zumindest schon mal die entsprechenden Antragsformulare mitgegeben haben. Gut wäre es dann, wenn irgendwo dort ein Datum hinterlegt worden ist, durch welches man eindeutig nachzuvollziehen kann, dass du dich bereits (arbeitssuchend) gemeldet hast.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
@ Nikka
Du wirst als Leistung ALG1 erhalten. Und solange Du die neue Arbeit nicht fest in die Tasche hast besteht hier kein Handlungsbedarf. Würdest Du umziehen meldest Du dies auf Deiner Veänderungsmitteilung. Bin in einer früheren Arbeitslosigkeit mal umgezogen. Das neue Amt meldet sich dann bei Dir. Das ging geräuschlos.
 

nikka

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@vidar der Antrag erfolgte online, da ich keine Formulare erhielt nur ein Blatt mit den nötigen Infos und der wurde natürlich abgelehnt aufgrund der bestehenden Arbeitsunfähigkeit. Laut Ablehnungsbescheid muss ich mich halt am Tag nach der Arbeitsunfähigkeit erneut persönlich arbeitslos melden.
Was ist aber wenn ich bereits vorher wieder gesund sein sollte?!

@Ottokar Das ist mir klar. Mir geht es aber um folgendes: Ich würde erst umziehen (also meine beiden Wohnsitze dann komplett zusammenführen), sobald eine neue Arbeit feststeht da es anders gar nicht machbar wäre. Zumal finanziell das ja auch so ein Thema ist.
Sofern ich also ab dem 01.02. ALG1 erhalten sollte (wobei der Antrag ja sicherlich auch dauert), aber bereits feststeht dass ich zum 15.02 oder 01.03. eine neue Arbeit beginne, jedoch ein Umzug hierfür notwendig wäre, würde für mich die Frage stellen ob hierfür eben Leistungen aus dem Vermittlungsbudget gewährt werden können, auch wenn man nur sehr kurz ALG 1 bekäme. Laut §44 SGB III würde dies bei ALG 1 Bezug ja stimmen, da man ja als Arbeitslos gilt.

Jedoch würde ich keine Leistungen aus dem Vermittlungsbudget erhalten, wenn ich direkt nach dem Krankengeldbezug eine neue Arbeit beginnen würde. Das sehe ich ja auch richtig?
 

BerndB

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Nun muss ich halt nochmal zum Hauptwohnsitz wenn ich wieder gesund bin und noch keine neue Arbeit habe.
§ 327 SGB III Grundsatz (Zuständigkeit)
Für Leistungen an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, mit Ausnahme des Kurzarbeitergeldes, des Wintergeldes, des Insolvenzgeldes und der Leistungen zur Förderung der Teilnahme an Transfermaßnahmen, ist die Agentur für Arbeit zuständig, in deren Bezirk die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer bei Eintritt der leistungsbegründenden Tatbestände ihren oder seinen Wohnsitz hat.
Solange die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer sich nicht an ihrem oder seinem Wohnsitz aufhält, ist die Agentur für Arbeit zuständig, in deren Bezirk die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer bei Eintritt der leistungsbegründenden Tatbestände ihren oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Erreichbarkeitsanordnung zu § 138 SGB III (Seite 5)
§1 Grundsatz
...
Der Arbeitslose hat deshalb sicherzustellen, dass das Arbeitsamt ihn persönlich an jedem Werktag an seinem Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt unter der von ihm benannten Anschrift (Wohnung) durch Briefpost erreichen kann.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
@Bernd
Beantragen kann man immer alles zu einem beliebigen Zeitpunkt.
Ein sinnvoller Moment für die gewünschten Leistungen aus dem Vermittlungsbudget wäre wenn der Bezug von ALG 1
beginnt.
 

nikka

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@BerndB Überwiegender/gewöhnlicher Aufenthaltsort ist halt der Hauptwohnsitz gewesen (daher auch Hauptwohnsitz) und auch hier erreicht mich die Briefpost regelmäßig da Wohngemeinschaft und regelmäßig geöffnet wird, was bei meinem Zweitwohnsitz eben nicht der Fall wäre. Da ich am Zweitwohnsitz auch plane vollständig aufzulösen und ich auch regelmäßig am Hauptwohnsitz bin, wäre es sinnlos sich am Zweitwohnsitz persönlich arbeitslos zu melden.

@Ottokar Aber ich bezweifel, dass ich während der Arbeitsunfähigkeit/Krankengeldbezug Leistungen aus dem Vermittlungsbudget oder andere Förderungen für eine Arbeitsaufnahme nach Ende der Arbeitsunfähigkeit/Krankengeld erhalte. Somit kann ich nur abwarten das die aktuelle Arbeitsunfähigkeit ausläuft und ich mich erneut persönlich arbeitslos melde und entsprechend ALG1 erhalte.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
@nikka: An Deiner Vermutung bezüglich der Leistungen aus dem Vermittlungsbudget während Deiner AU und vor Deiner ALG1 ist was dran. Aber wie gesagt niemand kann Dich hindern Dinge nach Belieben zu beantragen. Das war die Frage weiter oben. Ob es Sinn macht wäre eine andere Frage.
 

BerndB

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Überwiegender/gewöhnlicher Aufenthaltsort ist halt der Hauptwohnsitz gewesen (daher auch Hauptwohnsitz) und auch hier erreicht mich die Briefpost regelmäßig da Wohngemeinschaft und regelmäßig geöffnet wird, was bei meinem Zweitwohnsitz eben nicht der Fall wäre. Da ich am Zweitwohnsitz auch plane vollständig aufzulösen und ich auch regelmäßig am Hauptwohnsitz bin, wäre es sinnlos sich am Zweitwohnsitz persönlich arbeitslos zu melden.
Es kommt nicht darauf an, was gewesen ist, sondern was ist. Arbeitslosmeldung dort wo man IST.
Dein Satz „Nun muss ich halt nochmal zum Hauptwohnsitz wenn ich ...“ trifft insofern nicht zu.
@Bernd
Beantragen kann man immer alles zu einem beliebigen Zeitpunkt. Ein sinnvoller Moment für die gewünschten Leistungen aus dem Vermittlungsbudget wäre wenn der Bezug von ALG 1 beginnt.
Ich merk, ich hab mich missverständlich ausgedrückt. Mir ging es nur um die Meldung bei der richtigen AfA.
Aber ich bezweifel, dass ich während der Arbeitsunfähigkeit/Krankengeldbezug Leistungen aus dem Vermittlungsbudget oder andere Förderungen für eine Arbeitsaufnahme nach Ende der Arbeitsunfähigkeit/Krankengeld erhalte. Somit kann ich nur abwarten das die aktuelle Arbeitsunfähigkeit ausläuft und ich mich erneut persönlich arbeitslos melde und entsprechend ALG1 erhalte.
§ 44 Förderung aus dem Vermittlungsbudget
Ausbildungsuchende, von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitsuchende und Arbeitslose können aus …

Das bedetuet, dass
  • Förderung bereits vor Eintritt der Arbeitslosigkeit möglich ist.
  • Es kommt immer auf die Eigenleistungsfähigkeit an (Punkt 44.14 Seite 5).
AfA und JC regeln die Details in „ermessenslenkenden Weisungen“. Hier ein Beispiel des JC Düsseldorf. Sieht bei den AfA's ähnlich aus. Die Beträge können von JC zu JC und von AfA zu AfA abweichen
 

nikka

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Es kommt nicht darauf an, was gewesen ist, sondern was ist. Arbeitslosmeldung dort wo man IST.
Dein Satz „Nun muss ich halt nochmal zum Hauptwohnsitz wenn ich ...“ trifft insofern nicht zu.

Das hätte dann das AfA beim Hauptwohnsitz auch wissen müssen, hat es aber nicht. Wenn die Arbeitslosmeldung nun am Zweitwohnsitz erfolgt, wäre ja dieses sicherlich dann auch zuständig, auch wenn man dann wiederum gar nicht dort wäre?

§ 44 Förderung aus dem Vermittlungsbudget
Ausbildungsuchende, von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitsuchende und Arbeitslose können aus …
...
Was aber bei mir bereits eingetreten ist, da ich ja nicht mehr in einem Beschäftigungsverhältnis stehe (seit Ende Dezember) arbeitslos bin sobald die AU ausläuft. Dementsprechend falle ich ja nicht mehr unter dem zweiten Punkt..
 

avalanche

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Hallo @nikka,

ich habe eine Hauptwohnsitz und ein Zweitwohnsitz über 500km entfernt, jedoch bereits seit knapp über 3 Jahren
Das hatten meine Ehefrau und ich auch mal arbeitsbedingt, bei uns wollte allerdings das Finanzamt eine Erklärung zur Zweitwohnungssteuer haben,
weil wir die Fahrten zwischen beiden Wohnungen steuerlich absetzen wollten.

Ich möchte dies auch komplett auflösen im Rahmen einer neuen Arbeit.
Wenn ich das wäre, würde ich im Krankentagegeld-Bezug zeitnah eine neue Arbeit in einer strukturstarken Großstadt suchen und mir danach im Umland eine Wohnung nehmen.

Meine Ehefrau und ich pendeln auch beide ca. 1,5 Stunden pro Richtung nach Hamburg rein und das bedeutet schon einen 13-Stunden-Tag,
mehr ist da zeitlich nicht zu stemmen.

SG ave
 

nikka

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Hey @avalanche

Bei mir erkennt das Finanzamt das bislang problemlos an, aber es war eigentlich auch nicht geplant dies auf Dauer zu machen. Nur in der Region war einfach bislang keine geeigneten Wohnungen zu finden.

Ja da bin ich momentan auch bei, jedoch wäre ein Umzug auch mit Kosten (Umzugskosten, Kaution,...) verbunden die man natürlich nicht mal eben so hat. Zumal ich auch kaum Kautionen aus den bisherigen Wohnung/Zimmer erhalte, um damit problemlos eine neue Wohnung anzumieten. Das ist halt für mich auch so ein Thema daher.
 
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