Ablehnung ALG II-Antrag, da Wohnfläche unangemessen, Eigenheim ist geringfügig zu groß (1 Betrachter)

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ALG II

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Hallo
vor einigen Tagen habe ich eine Ablehnung auf meinen Antrag auf ALG II wegen Vermögens erhalten. Hierzu wurde festgestellt, dass die Verwertung meiner Immobilie möglich sei, da die Wohnfläche die für Einzelpersonen angemessene Wohnfläche eines Failienheimes (90,00 qm) erheblich überschreitet. Der Sachbearbeiter nahm die Grundfläche als Grundlage zur Wohnflächenberechnung. Das kann ja nicht korrekt sein, oder?
Erst einmal habe ich Widerspruch eingereicht mit dem Hinweis, dass eine Begründung folgt. Nun habe ich die Wohnfläche persönlich gemessen (ohne Gewähr) und kam auf eine Wohnfläche (ohne Treppenhaus) von etwa 98 qm. Kennt jemand die Richtlinien, wie die Wohnfläche korrekt ermittelt wird? Im Internet habe ich gelesen, dass bei einer Wohnung der Flur, das Bad o.ä. nicht zur Wohnfläche gezählt wird. Doch wie ist es bei einem Eigenheim? Aus gesundheitlichen Gründen kann ich einen Umzug nicht vekraften, da ich an chronischen Schmerzen leide. Was kann ich gegen die Ablehung meines Antrags unternehmen? Ist es möglich, evtl. einen Raum (Gastzimmer) unterzuvermieten, so dass evtl. eine Reduzierung der ALG-II-Leistung eine Möglichkeit ist?
Wer kann mir hier in diesem Forum weiterhelfen?
 

Hartzeola

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AW: Ablehnung ALG II-Antrag, da Wohnfläche unangemessen, Eigenheim ist geringfügig zu gr

Hallo,

Was kann ich gegen die Ablehung meines Antrags unternehmen?
Mit Eilantrag zum Sozialgericht. Du musst aber Deine derzeitige Bedürftigkeit belegen.

Sollte die Wonfläche Meinung des JC nach verwertbar sein ist das ALG II darlehensweise zu bewilligen. Es soll keine Absage erfolgen, wenn man kein Geld zum Leben hat.
 

Wutbuerger

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AW: Ablehnung ALG II-Antrag, da Wohnfläche unangemessen, Eigenheim ist geringfügig zu gr

Geht es um eine Eigentumswohnung oder um ein Haus ?
Dafür gelten andere Angemessenheitsgrenzen...
gefunden im net:
Hartz IV Vermögen - Schonvermögen - Freibetrag
Dabei handelt es sich hierbei keinesfalls um feste Werte. Bei der Prüfung des Einzelfalles hat der Leistungsträger die gesamten Umstände des Hilfebedürftigen zu prüfen, darunter auch z.B. die Familiensituation, vorhandene Behinderung, Familienplanung sowie die voraussichtliche Dauer des Bezuges von Hartz IV Leistungen.
 

Claus.

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AW: Ablehnung ALG II-Antrag, da Wohnfläche unangemessen, Eigenheim ist geringfügig zu gr

Da wirds doch ne Berechnung und Pläne zu geben?
Diese Berechnungen :icon_hihi: rate mal wo die meistens herkommen ... auf jeden Fall nicht von offiziellen Stellen. Und Baupläne ... naja, es soll öfter passieren daß diese Pläne nach der Genehmigung nur noch als Grobskizze aufgefasst werden.

Bei der Wohnflächenberechnung gab und gibt es zig verschiedene landesrechtliche Vorschriften. Die "Wende" ist hier der 01.01.2004. Allerdings weiß die Rechtsprechung bis heute noch nicht, was dieses Datum exakt und in allen Einzelheiten bedeuten könnte.
Man hat sich m.W.n. nun endlich darauf geeinigt, daß bei Mietverhältnissen welche 2003 und früher begonnen haben, die Wohnflächenberechnung nach Maßgabe der Vorschrift des jew. Bundeslandes zu erfolgen hat. Und bei Mietverhältnissen mit Beginn 2004 und später die WoFlV heranzuziehen ist.
Diese Erkenntnis ist bei (selbstgenutztem) Wohneigentum allerdings "interessant". Denn wann wurde das Haus gebaut, wann wurde umgebaut, wann wurde das Haus erworben, wann ist der jetzige Besitzer in dieses Haus eingezogen, ..., welches Datum ist nun zu verwenden?.

Bei sowas muß man ggf. 2 Berechnungen (selbst) durchführen. Und ggf. kurz begründen, weshalb die eingereichte Aufstellung richtig sein soll (und nicht die zur Vermeidung von unnötigem Aufwand nicht eingereichte). Vor allem müssen die Messungen genau sein! Flächen unter Dachschrägen richtig berechnet, ect. .
Ein anderer AlgII-betroffener Kläger hat noch einen Weg gefunden; allerdings sollten sich die vorgelegten Unterlagen evtl. halt nicht zu sehr widersprechen. Die Grundsteuer wird auf der Grundlage eines sog. Einheitswertsbescheides des für das Objekt zuständigen Finanzamtes berechnet. Diesen FA-Bescheid hab ich auch noch nie gesehen; muß in den Hausunterlagen wohl irgendwo ganz weit vorne liegen. Es muß nun wohl besser niemand wissen wie dieser FA-Bescheid wohl zustande kommt. Und es munkelt sich, daß die dort wohl angegebene qm-Zahl wohl auch ab und zu etwas niedriger angesetzt sein könnte. Vor allem könnten die wohl ebenfalls dort angegebenen Wertverhältnisse "interessant" sein.

Wie konnte der JC-SB überhaupt eigene Berechnungen anstellen? Wo hatte der die Daten her? Hat der auch schön Zwischenwände, Putz, Mauervorspünge, Abstellräume ect. rausgerechnet?

Die Wohnfläche braucht m.E.n. ja "nur" auf 99qm oder weniger drücken. Denn über 90qm sind zwar evtl. unangemessen. Aber es liegt erst ab 10% drüber eine erhebliche Überschreitung vor; ist m.M.n. eine neuere BSG-Entscheidung.
 

ALG II

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AW: Ablehnung ALG II-Antrag, da Wohnfläche unangemessen, Eigenheim ist geringfügig zu gr

Geht es um eine Eigentumswohnung oder um ein Haus ?
Dafür gelten andere Angemessenheitsgrenzen...
gefunden im net:
Hartz IV Vermögen - Schonvermögen - Freibetrag
Dabei handelt es sich hierbei keinesfalls um feste Werte. Bei der Prüfung des Einzelfalles hat der Leistungsträger die gesamten Umstände des Hilfebedürftigen zu prüfen, darunter auch z.B. die Familiensituation, vorhandene Behinderung, Familienplanung sowie die voraussichtliche Dauer des Bezuges von Hartz IV Leistungen.
Um ein Reihenmittelhaus.
Vielen Dank für die schnelle Antwort
 

ALG II

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AW: Ablehnung ALG II-Antrag, da Wohnfläche unangemessen, Eigenheim ist geringfügig zu gr

Bei der Wohnflächenberechnung gab und gibt es zig verschiedene landesrechtliche Vorschriften. Die "Wende" ist hier der 01.01.2004. Allerdings weiß die Rechtsprechung bis heute noch nicht, was dieses Datum exakt und in allen Einzelheiten bedeuten könnte.
Man hat sich m.W.n. nun endlich darauf geeinigt, daß bei Mietverhältnissen welche 2003 und früher begonnen haben, die Wohnflächenberechnung nach Maßgabe der Vorschrift des jew. Bundeslandes zu erfolgen hat. Und bei Mietverhältnissen mit Beginn 2004 und später die WoFlV heranzuziehen ist.
Diese Erkenntnis ist bei (selbstgenutztem) Wohneigentum allerdings "interessant". Denn wann wurde das Haus gebaut, wann wurde umgebaut, wann wurde das Haus erworben, wann ist der jetzige Besitzer in dieses Haus eingezogen, ..., welches Datum ist nun zu verwenden?.

Bei sowas muß man ggf. 2 Berechnungen (selbst) durchführen. Und ggf. kurz begründen, weshalb die eingereichte Aufstellung richtig sein soll (und nicht die zur Vermeidung von unnötigem Aufwand nicht eingereichte). Vor allem müssen die Messungen genau sein! Flächen unter Dachschrägen richtig berechnet, ect. .
Ein anderer AlgII-betroffener Kläger hat noch einen Weg gefunden; allerdings sollten sich die vorgelegten Unterlagen evtl. halt nicht zu sehr widersprechen. Die Grundsteuer wird auf der Grundlage eines sog. Einheitswertsbescheides des für das Objekt zuständigen Finanzamtes berechnet. Diesen FA-Bescheid hab ich auch noch nie gesehen; muß in den Hausunterlagen wohl irgendwo ganz weit vorne liegen. Es muß nun wohl besser niemand wissen wie dieser FA-Bescheid wohl zustande kommt. Und es munkelt sich, daß die dort wohl angegebene qm-Zahl wohl auch ab und zu etwas niedriger angesetzt sein könnte. Vor allem könnten die wohl ebenfalls dort angegebenen Wertverhältnisse "interessant" sein.

Wie konnte der JC-SB überhaupt eigene Berechnungen anstellen? Wo hatte der die Daten her? Hat der auch schön Zwischenwände, Putz, Mauervorspünge, Abstellräume ect. rausgerechnet?

Die Wohnfläche braucht m.E.n. ja "nur" auf 99qm oder weniger drücken. Denn über 90qm sind zwar evtl. unangemessen. Aber es liegt erst ab 10% drüber eine erhebliche Überschreitung vor; ist m.M.n. eine neuere BSG-Entscheidung.[/QUOTE]

Antworten und Fragen von mir:

Bauantrag gestellt am 31.12.2003 Einzug etwa Oktober 2004. Ich werde mal im Internet nachsehen, welche Unterschiede es gibt.
Welchen Benutzernamen hat derjenige ALGII-Betroffene, der einen Weg gefunden hat?
Auch ich habe beim Finanzamt einen Einheitswertsbescheides für mein RHM angefordert. Mal sehen, was in diesem Bescheid angegeben wird. Vermutlich wird der mir nicht wirklich weiterhelfen, aufgrund der pauschalen Wohnflächenberechnung.
Dem SB des jobcenters gab ich eine Berechnung der Grund- und Geschossflächenzahl. Dass der SB die Grundfläche bei der Wohnflächenbestimmung zugrundelegt, konnte ich mir nicht vorstellen. Ich fühle mich nicht wohl bei der Sache. Vermutlich wollen die mich ärgern. Nun werde ich die Wohnflächenberechnung suchen und darauf hinweisen, dass eine erneute Berechnung erfolgen soll.
Meine Frage:
In dem RMH befindet sich ein fensterloser Raum (mit einem Belüftungsrohr). Wenn dort Wäscheständer aufgestellt sind, gilt dieser Raum dann als Trockenraum. In der WoFlV:
https://www.gesetze-im-internet.de/woflv/__2.html
werden Trockenräume angegeben. Diese zählen wohl nicht zur Wohnfläche. Dann läge das RHM nur geringfügig über dem Grenzwert von 90 qm.

Die Wohnfläche braucht m.E.n. ja "nur" auf 99qm oder weniger drücken. Denn über 90qm sind zwar evtl. unangemessen. Aber es liegt erst ab 10% drüber eine erhebliche Überschreitung vor; ist m.M.n. eine neuere BSG-Entscheidung.
Kennt jemand in diesem Forum diese durchaus vielversprechende neuere BSG-Entscheidung? Wo kann ich diese finden. Ich fange mal an, im Internet zu suchen.
Vielen Dank
 
E

ExitUser

Gast
AW: Ablehnung ALG II-Antrag, da Wohnfläche unangemessen, Eigenheim ist geringfügig zu gr

Kennt jemand die Richtlinien, wie die Wohnfläche korrekt ermittelt wird? Im Internet habe ich gelesen, dass bei einer Wohnung der Flur, das Bad o.ä. nicht zur Wohnfläche gezählt wird. Doch wie ist es bei einem Eigenheim?
Prinzipiell genauso wie bei einer ETW. Das Treppenhaus ist auch keine Wohnfläche.
https://www.mieterschutzverein-fran...ad/PDF/Merkblaetter/Wohnflächenberechnung.pdf

Aus gesundheitlichen Gründen kann ich einen Umzug nicht vekraften, da ich an chronischen Schmerzen leide.
Darüber (die Unzumutbarkeit eines Umzuges) hast Du ein ärztliches Attest?

Was muß ich gegen die Ablehung meines Antrags unternehmen?
Den Widerspruch grob begründen (ggf. fristgerecht noch einmal einreichen, falls Dir der Zugang vom JC nicht per Eingangsstempel bestätigt wurde) - die Wohnfläche ist vom JC nicht berechnet, sondern aus der Luft gegriffen worden - und danach beim Sozialgericht Antrag auf einstweilige Anordnung stellen, falls Du mittellos bis oder Klage einreichen. Kommt ein Eilantrag nicht in Betracht, muß die Klage unbedingt innerhalb Monatsfrist nach Ergehen des ablehnenden Widerspruchsbescheides eingereicht sein.

Ist es möglich, evtl. einen Raum (Gastzimmer) unterzuvermieten, so dass evtl. eine Reduzierung der ALG-II-Leistung eine Möglichkeit ist?
Das stünde erst dann zur Debatte, wenn das JC den Antrag tatsächlich positiv beschieden hätte aber eine Unangemessenheit zum Anlaß nähme, die KdU zu kürzen. Das ist aber eine andere Baustelle, denn hier geht es nicht darum, daß eine angemietete Wohnung unangemessen groß und teuer wäre. Und deshalb könnte der Antrag auch nicht abgelehnt werden.

Solange das Reihenhaus angeblich kein geschütztes Vermögen ist und die Verwertung im Raum steht, ist es völlig egal, wie Du die einzelnen Räume nutzt. In Deinem Fall muß das Ziel datrin bestehen, das Reihenhaus als geschütztes Vermögen anerkannt zu bekkommen. Wenn das auch bei Gericht über mehrere Instanzen scheitert, dann stellt sich die Frage der Verwertbarkeit und der Zumutbarkeit eines Umzuges. Und dann sollte die Stempeltinte unter den ärztlichen Attesten schon längere Zeit trocken sein.
 

ALG II

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AW: Ablehnung ALG II-Antrag, da Wohnfläche unangemessen, Eigenheim ist geringfügig zu gr

Prinzipiell genauso wie bei einer ETW. Das Treppenhaus ist auch keine Wohnfläche.
https://www.mieterschutzverein-fran...ad/PDF/Merkblaetter/Wohnflächenberechnung.pdf

Was hat es mit folgender Wohnraumnutzungsbestimmung auf sich?:
https://www.anwalt.de/rechtstipps/b...teht-qm-wohnflaeche-als-single-zu_026595.html
Hilft mir diese Bestimmung, meine Wohnfläche durch das jobcenter korrekt berechnen zu lassen?
Rechtstipp vom 18.05.2012
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Am 16.05.2012 hat das Bundessozialgericht entschieden, dass alleinstehenden Hartz IV - Beziehern in Nordrhein-Westfalen 50 qm Wohnfläche zustehen (Urteil vom 16.05.2012 - B 4 AS 109/11 R).

Das LSG sei, so die Begründung des 4. Senates des BSG, zutreffend davon ausgegangen, dass bei der Bestimmung der angemessenen Wohnfläche ab dem 1.1.2010 auf die in Nr 8.2 der Wohnraumnutzungsbestimmungen des Landes Nordrhein-Westfalen festgesetzten Werte zurückzugreifen ist und mithin als angemessene Wohnungsgröße für einen Ein-Personen-Haushalt eine Wohnfläche von 50 qm zu berücksichtigen ist. Zur Festlegung der angemessenen Wohnfläche sei nach der ständigen Rechtsprechung der Grundsicherungssenate des BSG auf die Wohnraumgrößen für Wohnberechtigte im sozialen Mietwohnungsbau abzustellen. Maßgeblich seien dabei die im streitigen Zeitraum gültigen Bestimmungen. Dies sind nach den bindenden Feststellungen des LSG in Nordrhein-Westfalen Nr 8.2 der Wohnraumnutzungsbestimmungen, die zum 1.1.2010 die Verwaltungsvorschriften zum Wohnungsbindungsgesetz ersetzt haben.

Dass der mit der Angemessenheitsprüfung verbundene Zweck im Rahmen des § 22 SGB II mit den Zwecken des sozialen Wohnungsbau nicht übereinstimmt, werde - wie der Senat bereits mit Urteil vom 22.9.2009 (B 4 AS 70/08 R) entschieden habe - durch den Rückgriff auf die von den Ländern erlassenen Vorschriften ohnehin bewusst in Kauf genommen. Insoweit komme dem Gesichtspunkt der Rechtssicherheit eine überragende Bedeutung zu.

Bisher haben die Jobcenter die Entscheidung der Vorinstanz LSG NRW und die Rechtslage ab 01.01.2010 geflissentlich ignoriert und den Betroffenen beim Umzug die Zustimmung verweigert oder weniger Unterkunftskosten gezahlt, so dass sie die Kosten aus dem Regelsatz aufbringen mussten. Diese sollten sich an das Jobcenter wenden und eine sofortige Überprüfung der Bescheide verlangen.
 
G

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AW: Ablehnung ALG II-Antrag, da Wohnfläche unangemessen, Eigenheim ist geringfügig zu gr

von zu grosser Wohnfläche kann man kein Brot bezahlen.

Wie sehen die lfd. Kosten aus?

Ist die Immobilie über so zu verwerten, dass am Ende noch was übrig bleibt?

Einfach den Antrag ablehnen geht gar nicht.

Ein Verweis auf eine mögl. Belastung der Immobilie nit einer weiteren Grundschuld ist auch nur Unsinn. Ich kenne keine Bank, die ein Grundstück beleiht. Die nehmen das Grundstück nur zur Absicherung eines Darlehn.
Ohne pfändbares Einkommen ist man dort kreditunwürdig.

Der Verweis auf die mögl. Verwertung der Immobilie ist auch Unsinn. Mindestens bis die Verwertung umgesetzt ist, ist von JC zu leisten. Ob vorläufig, vorläufig als Darlehen ist ist erst mal egal.

Nach der Bewilligung darf SB dann den Gutachter schicken und Preise ermitteln.

Die vom SB angewandte Ausschlußregel gibt es nicht.
 

Wutbuerger

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AW: Ablehnung ALG II-Antrag, da Wohnfläche unangemessen, Eigenheim ist geringfügig zu gr

Es wurde ja so weit ermittelt das 90 qm als angemessen gelten. Hier stehen 98 qm zur Debatte, dazu Einschränkungen .
Erst mal hat das JC zu zahlen , zur Not auf Darlehensbasis.
Dafür einen Eilantrag ans SG stellen .
Wenn das JC die Verwertung fordert , dann diesem widersprechen, mit verweis auf härtefallregelung und einzelfallentscheidung.
 

ALG II

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AW: Ablehnung ALG II-Antrag, da Wohnfläche unangemessen, Eigenheim ist geringfügig zu gr

Zitat von ALG II Beitrag anzeigen
Aus gesundheitlichen Gründen kann ich einen Umzug nicht vekraften, da ich an chronischen Schmerzen leide.
Darüber (die Unzumutbarkeit eines Umzuges) hast Du ein ärztliches Attest?

Am Donnerstag habe ich einen Termin bei meinem Hausarzt. Dort werde ich nach einem Attest fragen. Auch einen Termin bei meinem Orthopäden habe ich vereinbart. Vielleicht sollte ich noch meinen Psychologen bitten.:icon_frown:
 

ALG II

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AW: Ablehnung ALG II-Antrag, da Wohnfläche unangemessen, Eigenheim ist geringfügig zu gr

von zu grosser Wohnfläche kann man kein Brot bezahlen.

Wie sehen die lfd. Kosten aus?

Ist die Immobilie über so zu verwerten, dass am Ende noch was übrig bleibt?
Die laufenden Kosten sind sehr niedrig. Da es sich um ein Niedrigenergiehaus handelt, zahle ich geringe Heizkosten (etwa 30 Euro/Monat). Auch der Stromverbrauch ist sehr niedrig (etwa 1.700 KWh/Jahr). Grundsteuern bei einem 5 m breiten Haus sind auch nicht die Welt. Den Rest wie Müllabfuhr setze ich als bekannt voraus.

Folgendes werde ich noch in meinem Schreiben an die Widerspruchsstelle erwähnen:
Bitte beachten Sie auch die nur geringen Nebenkosten, wie z.B. Strom- und Gasverbrauch.
Das BSG vertritt die sog Produkttheorie, wonach nicht beide Faktoren (Wohnungsgröße, Wohnungsstandard - ausgedrückt durch Quadratmeterpreis) je für sich betrachtet "angemessen" sein müssen, solange jedenfalls das Produkt aus Wohnfläche (Quadratmeterzahl) und Standard (Mietpreis je Quadratmeter) eine insgesamt angemessene Wohnungsmiete (Referenzmiete) ergibt.
Bitte berücksichtigen Sie die Grundsätze der Wirtschaftlichkeits- und Sparsamkeitserfordernis des § 14 Satz 3 SGB II.
bb) Diese zu Mietwohnungen entwickelten Grundsätze gelten auch, soweit Hilfebedürftige ein selbst genutztes Hausgrundstück von angemessener Größe iS des § 12 Abs 3 Satz 1 Nr 4 SGB II bewohnen.

Hierzu müsste dann natürlich erst die Wohnfläche als angemessen erachtet werden. Des weiteren könnte ich ein kleinres Eigenheim erwerben. Ob dann noch was übrig bleibt weiß ich nicht. Doch könnten dann die KdU steigen.
 

Wutbuerger

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AW: Ablehnung ALG II-Antrag, da Wohnfläche unangemessen, Eigenheim ist geringfügig zu gr

Dein Widerspruch geht völlig am Thema vorbei.
Es geht hier nicht um Übernahme der KDU , sondern um Versagen der Leistungsansprüche wegen Vermögen. Es geht also erst mal darum dein Eigenheim als angemessen anzuerkennen.
Gelingt dir das nicht mußt du das Objekt beleihen/verkaufen bis dir keiner mehr was gibt .Erst dann redet man mit dir über Nebenkosten .
Da man ohne Einkommen üblicherweise nicht mal einen Kredit bekommt und ein verkauf auch nicht innerhalb weniger Tage möglich ist muß erst mal dein Lebensunterhalt gesichert sein - also ALG notfalls als Darlehen.
 

Claus.

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AW: Ablehnung ALG II-Antrag, da Wohnfläche unangemessen, Eigenheim ist geringfügig zu gr

meine Wohnfläche durch das jobcenter korrekt berechnen zu lassen?
Schwerer Denkfehler!
Vor vielen vielen Jahren gab es mal die umfangreiche Kampagne, daß der Staatsbedienstete niemals der Feind des Bürgers sein darf. Das hat allerdings bei den grünen Freunden nie geklappt; und bei den JC-Bediensteten ist dieser Aufruf nun ebenfalls größtenteils komplett in´s Gegenteil umgewandelt worden.
Entweder du lieferst fertige Berechnungen, oder du bist verloren.

Wohnst du in NRW? Wenn nicht, dann vergiss sämtliches NRW-Gelalle. Und glaube nicht jeder privat betriebenen Inetseite; auch wenn sie scheinbar "wissende" RA´s besitzt.
Du misst eben 1x komplett, auf 2 Nachkommastellen genau, deine Bude aus. Du kannst auch entsprechende Skizzen erstellen ...
Und dann rechnest du, auf 2 Nachkommastellen genau. Einmal mit deinem bundeslandspezifischen Klamauk; und einmal mit dem Rechenweg nach WoFlV.

In dem RMH befindet sich ein fensterloser Raum (mit einem Belüftungsrohr).
Zumindest nach bayrischem Baurecht ist ein Raum nur dann zu Wohnzwecken geeignet, wenn er über mindestens 2 Fluchtwege verfügt.
Erster Fluchtweg ist natürlich die Türe zu dem Raum. Zweiter Fluchtweg könnte eine zweite Türe sein, ist aber praktischerweise^^ meistens ein Fenster -welches zwingend über gewisse Mindestmaße verfügen muß- (70x70cm <> 70x90cm -irgendsowas die Richtung; Kellerfenster und Gäste-WC-Fenster sind üblicherweise "zu klein" dafür).
Nicht zu Wohnzwecken geeignet = darf nicht in die Wohnflächenberechnung mit einfließen = problematisch wird es wenn der nicht geeignete Raum illegal zweckentfremdet wurde.

Achte bitte auch ein wenig auf die Lesbarkeit ... Zitate werden vom Forum grau eingefärbt wenn sie durch ein [*Quote*] am Beginn und ein [*/Quote*] am Ende (jeweils ohne die *-Sternchen) markiert sind. Und Vollzitate sind sowieso auch etwas unbeliebter^^.

Und suche beim Gockel doch mal nach ´Thome KdU´; vielleicht findest du dort die KdU-RL deines Landkreises. Manchmal taugen die örtlichen Richtlinien sogar was; dort steht im Idealfall aufgeschlüsselt was bei selbstgenutztem Wohneigentum alles als angemessen gilt bzw. ab wann es "kritisch" werden könnte.
 

ALG II

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AW: Ablehnung ALG II-Antrag, da Wohnfläche unangemessen, Eigenheim ist geringfügig zu gr

Achte bitte auch ein wenig auf die Lesbarkeit ... Zitate werden vom Forum grau eingefärbt wenn sie durch ein [*Quo*] am Beginn und ein [*/Quo*] am Ende (jeweils ohne die *-Sternchen) markiert sind. Und Vollzitate sind sowieso auch etwas unbeliebter^^.
Vielen Dank für die Tipps. Ich hoffe, dass ich den Text korrekt zitiert habe. Bin neu hier und habe mich die ganze Zeit gefragt, was es mit dem Zitieren auf sich hat?
 

ALG II

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AW: Ablehnung ALG II-Antrag, da Wohnfläche unangemessen, Eigenheim ist geringfügig zu gr

Vilen Dank an Jakob,
Jakob meinte:
Es sind alles Einzelfallentscheidungen, aber wir brauchen uns überhaupt keine Gedanken zu machen wegen der paar m² Wohnfläche und dem Grundstück auch nicht, wir haben hier für unsere Region Höchstrichterliche Urteile das es gesichert ist. Und da es auch noch abbezahlt ist, ist es nochmals kein Problem.
Ich habe auch gefragt ob ein Treppenhaus mit m² eingerechnet wird.
Antwort: Nein, wird es nicht, nur die Wohnfläche.
Ich bedanke mich bei allen die uns mit Ratschlägen unterstützt haben.
Gruß
Jakob
Vielen Dank für Deine private Nachricht.
Ja, Du hast mir weitergeholfen. Ich bin jetzt beruhigt. Dann befinde ich mich innerhalb dieser 10%-Regel. Ich habe nach meinem "Arbeitsunfall" alles investiert, um dieses Reihenmittelhaus zu erwerben, um meine doch lückenhafte Rente aufzubessern. Bei mir brach eine Welt zusammen, als ich den Ablehnungsbescheid erhalten habe. Im Netz konnte ich einige Urteile hier im Raum NRW finden. Habe auch schon Kontakt mit einem Sozialbüro aufgenommen. Das Schreiben an die Widerspuchstelle werde ich im Laufe dieser Woche versenden. Ich hoffe, dass die Widerspuchsstelle die von mir zitierten höchst richterlichen Urteile annehmen und mir ein Schreiben senden, dass meine Bleibe nicht verwertet werden muss.
Ich danke ebenfalls allen, die mir so schnell geantwortet haben. Tolles Forum.
 

gelibeh

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AW: Ablehnung ALG II-Antrag, da Wohnfläche unangemessen, Eigenheim ist geringfügig zu gr

Dafür einen Eilantrag ans SG stellen .
Ich zitiere mal aus Beitrag #11. Ich würde nicht auf die Widerspruchsstelle alleine hoffen. Außerdem haben die 3 Monate Zeit, den Widerspruch zu beantworten. Kannst Du so lange warten? Falls nein, dann Eilantrag beim Sozialgericht. Der Rechtspfleger hilft auch bei der Formulierung. Ablehnungsbescheid und Widerspruch sowie Kontoauszug mitnehmen.
 
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