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Abiball steht bevor-wer trägt Kosten

morama

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#1
Hallo ihr Lieben,
so, Abi fast geschafft, jetzt geht es um die Kosten des Abiballes, welche ja nicht unerheblich sind.
Ich hatte gelesen-siehe hier- Az: S 12 AS 421/14, dass es über BuT gezahlt wird.
Unser Amt sagt nein. Leider habe ich noch keine konkreten Zahlen zu den Karten, aber so rob 50,- pro Person.
Hatte schon mal jemand von euch den Fall und wie muss ich vorgehen?
Ich kann nicht mal eben 150,- für 3 Karten zahlen, Plus die Klamotten etc. Der Regelsatz vom Kind geht fast drauf für die Zuzahlung der Miete. Gibt es andere Möglichkeiten, dass Kind am Abi-Ball teilnimmt?
 

TazD

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#2
Hast du einen schriftlichen Antrag zur Übernahme der Kosten gestellt und eine schriftliche Ablehnung?
 

Seepferdchen

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#3
Hier noch ein Urteil dazu:

2. 5 Sozialgericht für das Saarland, Urteil vom 11. Januar 2017 (Az.: S 12 AS 421/14):

Leitsatz Dr. Manfred Hammel

1. Das Jobcenter hat einem bedürftigen volljährigen Schüler die Teilnahme an der offiziellen Abiturfeier seines Gymnasiums mit Überreichung des Abschlusszeugnisses durch die Schulleitung über die Übernahme der für den Besuch dieser Veranstaltung entstehenden Kosten in einer Höhe von EUR 100,- in extensiver Auslegung des § 28 Abs. 1 Satz 1 und Absatz 2 Satz 1 SGB II zu ermöglichen.

2. Das § 28 Abs. 2 Satz 1 SGB II zentral zugrunde liegende Motiv, dass der Ausschluss von schulischen Gemeinschaftsveranstaltungen Jugendliche in ihrer Entwicklung besonders nachhaltig prägen und negativ beeinflussen kann, ist hier ebenfalls heranziehbar.

Quelle:
https://tacheles-sozialhilfe.de/startseite/tickerarchiv/d/n/2138/
 

morama

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#4
Hast du einen schriftlichen Antrag zur Übernahme der Kosten gestellt und eine schriftliche Ablehnung?
Ja, mehr oder weniger. Hatte gefragt wie ich den Antrag zu stellen habe, da kam die Antwort, das es Eigenleistung ist.

Das ist das, welches ich im Beitrag angeben hatte.

Die Formulare geben das nicht her zum Ankreuzen. Müsste ich das ankreuzen?
Bedarfsanerkennung zur Teilhabe am sozialen und
kulturellen Leben. Dies umfasst konkret Aktivitäten in Vereinen, Angaben unter anderem
Musikunterricht, Freizeiten, o. Ä
oder wie soll ich den Antrag stellen?
Oder käme der Förderverein der Schule dafür in Frage. Mir ist das eh peinlich, aber im Zweifel muss ich da nachfragen.
 
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TazD

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#5
Ja, mehr oder weniger. Hatte gefragt wie ich den Antrag zu stellen habe, da kam die Antwort, das es Eigenleistung ist.
Das ist nicht "mehr oder weniger", sondern in der Welt des JC "gar nicht".
Aber dann weißt du ja jetzt, was zu tun ist.
 

Seepferdchen

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#6
@morama

ich weiß nicht wie dein Formular aussieht hier mal zwei Beispiele
in dem Link Seite 24 der PDF - Datei

https://harald-thome.de/fa/harald-t...ilis/BuT-Aachen-St-dteregion---01.06.2011.pdf

oder

https://www.kreis-dueren.de/vv/51_Antrag_BuT_Teilhabe.pdf

und du kannst den Antrag auch formlos stellen bzw. zum Antrag ein Anschreiben fertigen und das weißt du ja belegbar einreichen.

Oder käme der Förderverein der Schule dafür in Frage. Mir ist das eh peinlich, aber im Zweifel muss ich da nachfragen.
Nix da mit peinlich, warum auch, du nimmst dir das Recht dich zu informieren um die Intressen deines Kindes wahr zu nehmen.
Ob der Förderverein hier auch zuständig ist, kannst du ggf. mal im Net schauen, der Verein hat doch Vereinsstatuten bzw. allgemeine Bedingungen, vieleicht wirst du da schon fündig, nur mal so ein Gedanke von mir.
 

morama

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#7
@morama

ich weiß nicht wie dein Formular aussieht hier mal zwei Beispiele
in dem Link Seite 24 der PDF - Datei [...]
Danke, Seepferdchen. Habe die Originale immer auf der Homepage unserer Stadt runtergeladen.

Das ist nicht "mehr oder weniger", sondern in der Welt des JC "gar nicht".
Aber dann weißt du ja jetzt, was zu tun ist.
ok, dann nochmal schriftlich mit Nachweis.
 
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#8
Wer trägt die Kosten?
Ich dachte bisher immer - so lange kein behördlicher Zwang ausgeübt wird - stets derjenige, der die Musik hören - und auch haben - will.
Oder ein Sponsor.

Steht das Ereignis nicht seit ein paar Jährchen im Raum?
In dem Zusammenhang warf sich bei mir gleich die Frage auf, wer betagteren Herzblatt-Kandidaten die Silberhochzeitsfestivitäten sponsert.
Das Ereignis ist m. E. gesellschaftlich genau so hoch anzusiedeln wie ein Abi-Abschluß-Fest.
All die bestandenen Prüfungen... wollen gefeiert sein.

Recherchiere mal, ob bereits jemand diese Bezuschussung durchgefochten hat.
Bei der demographischen Entwicklung sollte die Häufigkeit höher liegen.
Wenn jemand damit Erfolg hatte, könntest du versuchen, in DEM Fahrwasser mitzuschwimmen.
 
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TazD

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#9
@Pixel
Es gibt ja bereits ein gerichtliches Urteil. Aber eben "nur" von einem SG.
 

morama

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#10
Ich versuche es mal, und ich bin ja auch nur über das Urteil darüber gestolpert.
Nun ja, an dem besagten Abend werden auch die Zeugnisse verteilt da ist es wohl ein "Zwang"..
Klassenfahrten sind, soweit ich informiert bin, auch keine Pflichtveranstaltung und werden auch übernommen.
 

Sprotte

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#11
Klassenfahrten sind, soweit ich informiert bin, auch keine Pflichtveranstaltung......
.....dann bist du falsch informiert.
Schau in das Schulgesetz deines Landes (vermutlich nur ein anderer §§) , hier als Beispiel das HSchG (Hessen) § 69 Abs 4
Die Schülerinnen und Schüler sind insbesondere verpflichtet, regelmäßig am Unterricht und den pflichtmäßigen Schulveranstaltungen........ weiterlesen
Klassenfahrten fallen unter Schulveranstaltungen und sind damit Pflicht.......Befreiung ,Unterricht in einer anderen Klasse oder gar Beurlaubung ---> Antrag ....und vermutlich ist die SCHULISCHE Abifeier eben auch eine Schulveranstaltung und damit Pflicht = Befreiung nur auf Antrag......:icon_hihi:
 

RobbiRob

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#12
Die Zeugnisübergabe kann eine Pflicht sein, der Abiball sicher nicht.

Es gibt auch durchaus wohlhabende Kinder, die nicht teilnehmen.
Schon alleine wegen dem Fotonepp, der da auch stattfindet.

Trotzdem ist da natürlich ein Gruppendruck mit Ausgrenzung vorhanden.
 

Birgit63

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#13
Hier bei uns in Niedersachsen werden, zumindest bei Kindern von Freunden, die ich kenne (verschiedene Schulen), die Zeugnisse am Vormittag ausgegeben und abends findet der Abi-Ball statt. Ich sehe das auch so, dass der Abiball ja nicht so überraschend kommt. Das Geld hätte man sich zusammensparen können. Der Abiball ist im Übrigen freiwillig. Die Tochter einer Kollegin hat nämlich "null Bock" auf das ganze Tamtam und so fällt der Abiball hier für sie aus. Wobei ich es auch schön fand, als meine Tochter ihren Abiball hatte. Man ist ja auch stolz als Eltern.
 
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#14
Die Zeugnisübergabe kann eine Pflicht sein, [...]
Wer bei uns nicht in der Aula die Treppen hinauf stolpern wollte, konnte sich seins auch im Sekretariat abholen.
Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, daß Ringelpietz mit Anfassen zur Pflichtveranstaltung ausgerufen werden kann.
Falls doch - dann soll halt der Ausrufer die Musike bezahlen und gut iss.

Wie sich doch die Zeiten ändern:
Abgesehen davon, daß bei Flickenjeans-Großstadtkindern Abibälle ein absolutes NoGo waren - auch Eltern mitzubringen war beim Abschluß-Trara verpönt...
Meine 68er Ausbilder nagelten sich deren Diplome geringschätzend an die Klotür und gingen auf Veranstaltungen den Berufsschullehrer mit seinen schlecht kaschierten Nazi-Attituden vor den Lehrlingen an...
Auch das Ding mit der Kostenfrage wurde ganz anders einsortiert.
Selbst in arme Leute-Gegenden kam seinerzeit keiner auf die Idee, sich die Musike von fremden Leuten sponsern zu lassen.
Stichwort: Stolz.

Die Generation hat halt anders gefeiert.
In Eigenregie.
Kostenbewußt.
Weniger konsum- oder markenorientiert.
Trotzdem nicht zu knapp. :wink:

Das alles mal dahingestellt - bei einer abendlichen Tanzversanstaltung hätte ICH keine ruhige Minute gehabt wenn ich auf wichtige Dokumente hätte acht geben müssen.
Nicht, daß vom tölpeligen Englischlehrer ein Getränk drüber gekippt, es beim Stolperer der pegel-alkoholisierten, total liebenswürdigen Kunstlehrerin in die Gruppe ihrer Lieblingsschüler zerknautscht wird oder es sonstwie verlustig geht.

Kopien/Duplikate/Abschriften wurden seinerzeit als solche gekennzeichnet und sehen m. E. nicht so schick aus wie Originale.
Ersatzbeschaffungen ohne das Original daneben legen zu können, haftete stets der Ruch von Schlamperei an.
 
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