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Abhängige Juristen – Wie Richter nebenbei Kasse machen

wolliohne

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#1
Urteilsvermarktung, private Schiedsgerichte, Vortragshonorare, Rechtsgutachten: Nebentätigkeiten gehören in der deutschen Justiz zum guten Ton. Wie Richter mit diskreten Privatgeschäften zusätzlich Geld verdienen.
Die Finanzrichter stehen an der Spitze einer offenbar ziemlich selbstverständlichen Verquickung höchstrichterlicher und höchstpersönlicher Interessen. Im Jahr 2012 besserten nach Recherchen der WirtschaftsWoche 73 Prozent der Richter am Bundesgerichtshof (BGH) ihre Kasse mit Nebentätigkeiten auf.
Am Bundesverwaltungsgericht waren es 85 Prozent, am BFH 97 Prozent und am Bundesarbeitsgericht sowie am Bundessozialgericht jeweils 100 Prozent. Sie haben Lehraufträge an Universitäten und schreiben wissenschaftliche Veröffentlichungen, sie halten aber auch bezahlte Vorträge in exklusiven Seminaren, vermarkten ihre Urteile oder entscheiden in privaten Schiedsgerichten mit.
Auf die können sich beispielsweise Unternehmen bei einem Vertragsschluss verständigen, um im Falle von Streitigkeiten eine schnellere Entscheidung als bei den ordentlichen Gerichten zu haben. „Ich sehe die hohen Quoten mit größter Skepsis“, sagt der frühere FDP-Bundesinnenminister und Bürgerrechtsanwalt Gerhart Baum. „Es finden Grenzüberschreitungen statt, die zu hohen Nebeneinkünften führen.“…
Quelle: Handelsblatt Anmerkung WL: Im Namen des Volkes und mit Blick auf die Geldgeber… Es gibt offenbar keinen Berufsstand mehr, der nicht käuflich ist. Die Definition der gesellschaftlichen Rolle über Geld, man könnte auch sagen, die Gier nach Geld hat sich durch alle gesellschaftlichen Bereiche und alle Berufsgruppen durchgefressen.
Ergänzende Anmerkung H.M.: Schon die Wirtschaftswoche beschäftigte sich in ihrer Ausgabe vom 31. März 2014 mit diesen Thema. Dabei wurde als besonders kritisch betrachtet, dass führende Richter in ein Netzwerk mit Kanzleien, Firmen und Verbänden eingebunden seien; in der „Bankrechtlichen Vereinigung“ säßen z.B. hochrangige Richter.
 

jackfruit

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#2
Ich kann es aus eigener Erfahrung nur begrüßen, dass Richter neben ihrer eigentlichen Richtertätigkeit noch Lehraufträge an Universitäten annehmen.

Ich hatte hauptsächlich im Arbeits- und Sozialrecht Vorlesungen und Vorträge bei Praktikern (auch Bundesrichtern). Der Unterrichtsstil ist einfach wesentlich angenehmer als der einiger Professoren. Wir konnten zu jeder Zeit Urteile kritisch hinterfragen, sind ans BSG und BAG gefahren und vieles mehr.

Ohne das hätte ich mich sicherlich für einen anderen Schwerpunkt entschieden. Es entscheiden sich im Studium nicht viele für Arbeits- und Sozialrecht da muss man schon besondere Anreize schaffen.
 
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