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Abgzockt durch "Probearbeit"

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Hawk321

Elo-User/in
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#1
Hallo liebes Forum,

ich bräuchte mal ein paar Informationen.

Ich hatte mich mittels Rechtsfolgebelehrung auf eine Kfz Stelle beworben. Im Vorstellungsgespräch wurden mir 1100,-Netto geboten (bei 80 km fahrt insgesamt, 1500 ist Tarif) und ob ich ne Woche zur Probe da arbeiten würde.
Eigentlich war ich bei der Firma sehr skeptisch, da ich wohl der ein zigste Mechaniker sein sollte (neben dem Chef [Kfz-Meister] und sein Vater Verkäufer ohne durchblick).
Aus angst vor Sanktionen willigte ich ein, fuhr jedoch auf'm Rückweg zu meiner SB vorbei, die hörte sich das an und meinte im Endeffekt das gleiche wie ich auch: "Gucken Sie sich das ne Woche an und wenn das mist ist, brauchen Sie da nicht anfangen, Lohn ist niedrig, aber ich kann da nen Fahrtkostenzuschuss bei einer eventuellen Arbeitsaufnahme beantragen, dann geht es und in besser als nichts, Sie machen das paar Monate und dann suchen Sie sich etwas anderes" Ok, bei der Probearbeit habe ich vom AG kein Geld bekommen, der weigererte sich und meinte "Nebenverdienstbescheinigung???!!! Nee, Amt zahlt dein ALG1 weiter, da zahl ich nichts"...soso dachte ich, also ne Fachkraft ne Woche da haben wollen und zu geizig die mickrigen 165€ zu blechen....

Vom Amt bekam ich Fahrtkosten erstattet...sonst nichts. So weit bisher erstmal....


Als ich dort für eine Woche anfing traf mich der Schlag. Pünktlich erschien ich bei denen, doch die Werkstatt war zu!!! Der Chef trudelte ca 45 min. zu spät ein. Dann die Werkstatt selber...ein Saustall, überall Müll auf dem Boden , Bierpullen standen überall herum, Boden verschmiert...und die haben keine Bühne!!! Was machen die den so am PKW dachte ich?! Lediglich eine 2m tiefe Grube ohne Licht gab es. In der Grube selber konnte ich nicht mal auf Zehenspitzen das Auto berühren, geschweige den arbeiten, den Taschenlampe in der einen Hand und Werkzeug in der anderen....geht schlecht. Bekam später ne Europalette zum drauf stellen....ich stelle mich da nicht an oder so, doch das war da richtig extrem und sowas kenne ich von keiner noch so schlechten Hinterhofwerkstatt !

Weiter, die Toilette ist der reinste Siffplatz, sich da drauf setzten oder sonst irgend etwas da anpacken ist eine reine Zumutung, überall nur dreck und Schmand.
Deren Müll wurde einfach in blaue Säcke gepackt(ohne die Beutel zu verknoten) und in einem Nachbarraum geschmissen, ebenso der Metallschrott.

Dann kam die Pause, welche nicht in der Firma verbracht werden durfte. Der Chef fuhr einfach nach Hause und sperrte ab. Das hieß für mich erstmal draussen herum gammeln, setzte mich später in mein Auto, da es draussen sehr kalt war. Tja, nach der Pause kam der Chef auch wieder zu spät, mal eben 20min. d.h. 1:20h im Auto gehockt.

Am 2ten Tag genau das gleiche, nur das ich oftmals alleine dort war und arbeite, der Chef wie auch sein Vater sich ausserhalb aufhielten (Tüv, zuhause oder bei Freunden)
Mir reichte es, studierte den Wisch vom Amt für diese "Trainingsmaßnahme", aufhören wäre schlecht, also rief ich meine SB an und schilderte Ihr den Fall. Die meinte ich müsse die Woche da bleiben und weiterhin kostenlos arbeiten....ansonsten gäbe es eine Sperrzeit, versicherte mir jedoch, das ich nicht dort anfangen bräuchte.

Mit der Faust in der Tasche tat ich das auch und dann kam er endlich, der letzte Tag *freu*...sprach mit dem Vater wegen der ausfüllung der Formulare und aus Höflichkeit was jetzt mit der Anstellung sei...er meinte "Das mach mit meinem Sohn aus, der ist schon nach Hause. Ruf Montag mal an".

Gesagt getan...den Chef ans Telefon geholt und dieser meinte nur "Spreche das noch mit meinem Vater durch, melde mich in 2 Tagen wieder."
Tat er nicht, kein Rückruf...ok, die Stelle interessiert mich nicht wirklich, will da halt nur Gewissheit haben, das ich da verarscht wurde.
Also rief ich an und wieder mit den üblichen 2 Tagen vertröstet, nun habe ich nach 3 Wochen noch einmal angerufen und den Vater wieder am Hörer bekommen "Mein Sohn ist nicht da und es interessiert mich auch nicht", ich erwiderte "wieso nicht interessieren? Habe immerhin eine Woche für umsonst gearbeitet" "Ja mein Sohn ist seit 2 Wochen krank und jetzt geh mir mit deinen Scheiss nicht auf die Nerven" er legte sofort auf.

Zufällig weis ich, das der Laden trotz angeblicher Krankheit weiter lief!


Was ratet ihr mir da? Bin an dieser Stelle nicht interessiert und ich will bloss wissen was ich theoretisch rechtlich in der Hand habe. Mit meinem Fotohandy machte ich vorsichtshalber zahlreiche Bilder von den Missständen.

Kann doch nicht sein, das ich so verarscht werde und das nicht beenden kann, wegen der Sperrzeit???
 

claridge

Elo-User/in
Mitglied seit
23 Nov 2005
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#2
So aus dem Bauch heraus denke ich bist du von deiner SB verarscht worden.
Bei solchen Zuständen hättest du sofort aufhören können.
Bei deiner Schilderung kann ich nicht erkennen das hier irgendwelche Sicherheitsvorschriften eingehalten worden sind.
Ähnliches habe ich auch einmal praktiziert und habe die Probearbeit nach ca. 4 Std. abgebrochen. Huuu, was haben die sich dort aufgeregt. Haben auch gleich versucht mich beim Amt anzuschwärzen. Ich mußte dann aufs Amt und habe die saumäßigen Zustände zu Protokoll gegeben. Das war dann auch alles. Ich brauchte dort nicht anfangen.
So hätte es bei dir auch ablaufen müssen, denke ich.
Außerdem, kein Pausenraum? Muß sowas nicht auch vorhanden sein?
 
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