Abgelehntes Stellenangebot und Medizinischer Dienst (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Terrier

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Hallo Zusammen,
ich bekomme seit Juli ALG1 bin 46 J. Nach 22 Jahren das erste mal arbeitslos. Ich habe eine Schwerbehinderung von 50 %. Mein Sachbearbeiter setzt mich ständig unter Druck mit unmöglichen Stellenangeboten. Der Bodensatz an Stellen die ich in der Jobbörse auch lesen kann. Ich habe 22 J. im Drogeriemarkt gearbeitet, was ich auch gut geschafft habe. Nun wollte mir der SB eine Stelle in einem Discounter anbieten und ich weiß genau das ich die schwere Arbeit dort nicht schaffe, wegen meinem Rücken. Das habe ich ihm per Mail auch geschrieben. Es wurde aber vorher mit dem SB besprochen was ich kann und was nicht aber da weiß er wohl nichts mehr von. Ich habe dann folgende Mail von ihm zurückbekommen :

Sehr geehrte Frau...

damit wir Ihnen tatsächlich auch nur gesundheitlich geeignete Stellen vorschlagen u. ein wichtiger Grund anerkannt werden kann, wenn Sie sich nicht bei Lidl bewerben, ist aus meiner Sicht die Einschaltung unseres medizinischen Fachdienstes erforderlich.
Ich möchte Sie in diesem Zusammenhang bitten, bei Ihnen vorhandene Atteste u. med. Gutachten zu unserem nächsten Termin mitzubringen. Diese könnten unserem Ärztlichen Dienst bei der Einschätzung Ihrer Leistungsfähigkeit hilfreich sein. Einzelheiten können wir bei unserem gemeinsamen Termin besprechen.

Was kann ich nun tun ?:confused::confused: Ich habe langsam schon einen Horror vor dem nächsten Termin mit dem SB.
 

Paolo_Pinkel

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AW: Abgelentes Stellenangebot Medizinischer Dienst

Ok, ALG I. Dann ist die Zumutbarkeit für dich im § 140 SGB III normiert. Die AfA kann natürlich den medizinischen Dienst (mD) damit beauftragen. Das kann auch von Vorteil sein, damit endlich amtlich und aktenkundig wird, was geht und was nicht. Hier aber aufpassen. Die Forderung deines SB ist eine Falle. Er will nämlich als medizinischer Volllaie Einsicht in deine gesundheitliche/medizinische Historie nehmen. Das ist nicht erlaubt und sollte auch nicht gestattet werden.

Zu Terminen solltest du zukünftig nur noch mit einem Beistand erscheinen und dort die Einsicht in solch brisante Dokumente nur medizinisch geschultem Personal gestatten d.h. dem mD der AfA. Es ist völlig ausreichend, wenn dein SB weiß, dass EInschränkungen bestehen. Diagnosen gehen die einen feuchten Sch*** an.

Erst wenn du gem. Meldepflicht zu einem offiziellen Termin zum mD eingeladen wirst, solltest du alle Unterlagen deiner Ärzte mit zu diesem Termin nehmen.
 

Muzel

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AW: Abgelentes Stellenangebot Medizinischer Dienst

Medizinische Atteste gehen der SB überhaupt nichts an und kosten Geld. Du kannst die SB nur auffordern deine Leistungsfähigkeit prüfen zu lassen.
 
E

ExitUser

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AW: Abgelentes Stellenangebot Medizinischer Dienst

Hallo Zusammen,
ich bekomme seit Juli ALG1 bin 46 J. Nach 22 Jahren das erste mal arbeitslos. Ich habe eine Schwerbehinderung von 50 %. Mein Sachbearbeiter setzt mich ständig unter Druck mit unmöglichen Stellenangeboten. Der Bodensatz an Stellen die ich in der Jobbörse auch lesen kann. Ich habe 22 J. im Drogeriemarkt gearbeitet, was ich auch gut geschafft habe. Nun wollte mir der SB eine Stelle in einem Discounter anbieten und ich weiß genau das ich die schwere Arbeit dort nicht schaffe, wegen meinem Rücken. Das habe ich ihm per Mail auch geschrieben. Es wurde aber vorher mit dem SB besprochen was ich kann und was nicht aber da weiß er wohl nichts mehr von. Ich habe dann folgende Mail von ihm zurückbekommen :

Sehr geehrte Frau...

damit wir Ihnen tatsächlich auch nur gesundheitlich geeignete Stellen vorschlagen u. ein wichtiger Grund anerkannt werden kann, wenn Sie sich nicht bei Lidl bewerben, ist aus meiner Sicht die Einschaltung unseres medizinischen Fachdienstes erforderlich.
Ich möchte Sie in diesem Zusammenhang bitten, bei Ihnen vorhandene Atteste u. med. Gutachten zu unserem nächsten Termin mitzubringen. Diese könnten unserem Ärztlichen Dienst bei der Einschätzung Ihrer Leistungsfähigkeit hilfreich sein. Einzelheiten können wir bei unserem gemeinsamen Termin besprechen.

Was kann ich nun tun ?:confused::confused: Ich habe langsam schon einen Horror vor dem nächsten Termin mit dem SB.
Zunächst einmal "Herzlich Willkommen" hier im elo-Forum.

Zu deiner Frage kann ich nur Folgendes sagen. Deinen Sachbearbeiter gehen weder deine Krankengeschichte noch die daraus resultierenden Befundberichte/Atteste etwas an. Er ist kein Mediziner und verfügt somit nicht über das notwendige Fachwissen, um eine Aussage über deine Leistungsfähigkeit treffen zu können. Also ruhig Blut. :cool:

Wenn du zum nächsten Termin gehst, brauchst du die Unterlagen nicht mitnehmen. Fordere stattdessen deinen SB auf, dir direkt einen Termin beim ÄD zu beschaffen. Nur die haben das Recht, Einsicht in deine medizinischen Unterlagen zu nehmen und notfalls auch mit deinen behandelnden Ärzten in Verbindung zu setzen.
 

Terrier

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AW: Abgelentes Stellenangebot Medizinischer Dienst

Ich danke Euch für die promten Antworten. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten wie es weiter geht. :icon_smile:
 

Terrier

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AW: Abgelentes Stellenangebot Medizinischer Dienst

Was ich in meinem Fall nicht so richtig verstehe ist:

Nach meiner ersten Meldung beim Arbeitsamt hatte ich ein Gespräch mit dem Stellvertreter meines SB. Dort habe ich natürlich meine Schwerbehinderung und den Grad angegeben. Es wurde dort vorab gefragt und abgeklärt, welche Tätigkeiten für mich in Frage kommen würden und welche nicht. Die ganzen Angaben wurden in meinem Beisein in den Rechner eingeben. Mein Mann war bei diesem Gespräch auch anwesend und kann das bestätigen.
Nun tut mein SB so, als ob es diese überhaupt nicht geben würde.

Ich frage mich auch, was da nun noch durch Gutachten und Atteste bewiesen werden soll. Das Versorgungsamt hat mir eine Schwehrbehinderung von 50% zugebilligt, unter anderem auch ein Sehnen/Muskeleiden, was mir im Rücken und Lendenbereich bei stärkerer Belastung Schmerzen bereitet. Wenn ich mir die Nachricht meines SB durchlese, dann scheint der das ja irgendwie auch in Frage zu stellen.

Gutachten über alle Krankheiten, die zu den 50% geführt haben, besitze ich nicht. Bei der Antragstellung muß man ja alle behandelnden Ärzte und Krankenhäuser im Antragsformular angeben. Ich weiß überhaupt gar nicht, ob es noch Berichte dazu gibt, da der Schwerbeschädigtenausweis erstmals 1998 ausgestellt wurde.

Ausserdem, was will ein Amtsarzt bei mir feststellen, denn die ganze Diagnose konnte bei mir erst nach einer unfangreichen CT-, MRT-, Doppler- und Röntgenuntersuchung bei diversen Fachärzten und Krankenhäusern gestellt werden.

Sollte man meinen zuständigen SB darauf aufmerksam machen oder wie soll man in diesem Fall nun vorgehen ?
 
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AW: Abgelentes Stellenangebot Medizinischer Dienst

Natürlich existieren deine Berichte noch, einfach bei den Ärzten/Krankenhäusern anfordern und zum ärztlichen Dienst mitnehmen/hinsenden.

Der Amtsarzt erstellt dann ein sozialmedizinisches Gutachten in dem steht was du noch "darfst" und was nicht.
Daran haben sich die SB´s zu halten.
 

Anna B.

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AW: Abgelentes Stellenangebot Medizinischer Dienst

Hallo,

und lass dich nur auf eine körperliche Begutachtung ein.

Schweigepflichtentbindungen und Gesundheitsfragebögen gehören nicht zu den Mitwirkungspflichten..

du bist nur verpflichtet beim Gutachter zu erscheinen und eine Begutachtung möglich zu machen..alles andere, was die gerne im Vorfeld von dir haben möchten...mußt du nicht unterschreiben oder ausfüllen..
Neuerdings "helfen" die SB gerne beim Ausfüllen des Gesundheitsfragebogens...da frag ich mich doch, was wollen die denn helfen? Die sind nicht krank, kennen deine Probleme nicht und sind dann so dreist und wollen "helfen"..ne,ne, die sind nur neugierig...
außerdem ist Gesundheitsfragebogen und Unterschrift auf Schweigepflichtentbindungen nach wie vor freiwillig...
 

Terrier

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AW: Abgelentes Stellenangebot Medizinischer Dienst

Natürlich existieren deine Berichte noch, einfach bei den Ärzten/Krankenhäusern anfordern und zum ärztlichen Dienst mitnehmen/hinsenden.
Hmm...mal schauen. Ich habe mir erstmal einen Termin bei meinem Hausarzt geben lassen, um nachzufragen, was es noch alles an Berichten über meine Erkrankungen gibt.
Ich kenne es eigentlich eher so, dass Krankendaten, die älter als 10 Jahre sind, vernichtet werden.
Ich habe eher das Problem, dass die Einstufungen und Bewilligungen des Versorgungsamtes schon so lange her sind, dass ich mir da gar nicht mehr so sicher bin, wer da genau zuständig ist.

1998 hatte ich meine 50% bekommen. Kurz davor, hatte ich schon 40% auf mein Rückenleiden bekommen. Damals hat mich mein Hausarzt zum Röntgen geschickt. In dieser Praxis hatte man mir schon etwas von Verkalkungen und Verschleiß an der Wirbelsäule erzählt. Diese Praxis gibt es mittlerweile nicht mehr, also kann ich mir darüber auch keine Berichte mehr einholen.

Ich verstehe die Vorgehenweise des Amtes so langsam auch nicht mehr.

1. Beim Erstantrag habe ich z.B. angegeben, dass ich zu 50% schwehrbehindert bin. Ich habe hier in den Foren gelesen, dass man daruf hin einen Gesundheitsbogen ausfüllen sollte. Diesen habe ich bis heute nicht bekommen.

2. Kurz danach habe ich meinen ersten persönlichen Termin beim Amt. Es gibt hier einen speziellen Mitarbeiter, der sich um die Arbeitssuchenden mit Schwerbeschädigten-Prozenten kümmert. Dieser war zu der Zeit im Urlaub und ich war bei seiner Vertretung. Dort wurde alles aufgenommen, u.a. alle Tätigkeiten, die ich noch ausführen kann oder auch nicht.

3. Zwei Wochen später hatte ich dann das erste Gespräch mit dem eigentlichen SB. Da wurde dieses auch nochmals besprochen. Man sagte mir da auch, dass er ja nichts besonderes für Schwerbeschädigte machen könne, da gäbe es eigentlich nichts mehr. :icon_sad:

4. Danach fing der Ärger erstmal an. Ich bekam am laufenden Band fast nur Schrottstellen angeboten: Takko, Kik, Lidl, Zeitarbeit, Klinkenputzen auf Provisionsbasis. Ich glaube, es war gerade eine vernünftige Stelle dabei.

5. Was mich noch wunderte war, dass man mir beim ersten Gespräch meines SB schon vorschlug, ob ich mich nicht mal beim psychologischen Dienst des Amtes melden wolle, um mal herauszufinden, wo meine Stärken und Schwächen liegen würden.

6. Als ich dann die ersten Stellen abgelehnt hatte, weil die nicht meinen Vorstellungen entsprachen oder wo ich schon wußte, dass schaffe ich gesundheitlich nicht, fingen die Drohungen mit den Leistungskürzungen an.
Mein Mann hatte bei einem Gespräch auch mal angefragt, wann man mal ein vernünftiges Stellenangebot bekommen würde. Das fand der SB nicht lustig.:biggrin: Seiner Aussage nach, gäbe es ja ein hochkarätiges Expertenteam, dass ständig Stellenaquise betreiben würde. Wir meinten dazu nur:"Ihre Angebote würden wir auch mit 5-10 Minuten Googlesuche herausfinden."

7. Kurz danach kam wieder ein Angebot vom SB: Firma Lidl. Na ja, die Bezahlung geht so, aber man kann ja sehen, wie stressig es in einem Lidl-Markt so zugeht.
Ich habe das aus gesundheitliche Gründen abgelehnt. Daraufhin kam eben die Aufforderung, Berichte und Atteste zum SB zu bringen.

Ich habe mir jetzt auch noch einen Termin bei meiner Gewerkschaft zur Rechtsberatung eingeholt. Mal schauen, was die mir zu der ganzen Sache raten.

Den Gesundheitsbogen und die Befreiung zur Schweigepflicht werde ich nicht ausfüllen.

Wie sieht es eigentlich mit dem Bewilligungsbescheid des Versorgungsamtes aus ? Dort stehen auch die Erkrankungen, worauf ich meine Prozente bekommen habe. Ich denke, dieses brauche ich meinem SB ja auch nicht vorzulegen.

Sollte s zu einem Termin beim ÄD kommen, wer bezahlt mir eigentlich Atteste, wenn es keine anderen Berichte mehr geben sollte ?
 
E

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AW: Abgelentes Stellenangebot Medizinischer Dienst

Wie sieht es eigentlich mit dem Bewilligungsbescheid des Versorgungsamtes aus ? Dort stehen auch die Erkrankungen, worauf ich meine Prozente bekommen habe. Ich denke, dieses brauche ich meinem SB ja auch nicht vorzulegen.

Sollte es zu einem Termin beim ÄD kommen, wer bezahlt mir eigentlich Atteste, wenn es keine anderen Berichte mehr geben sollte ?
Ich habe meinen Bewilligungsbescheid eingescannt und die Diagnosen abgedeckt, so dass die AfA auf der Kopie nur sah, wie hoch der GdB ist.

Bzgl. Kostenübernahme: Die AfA argumentiert folgendermaßen: Geben Sie uns die Schweigepflichtsentbindung, dann fordern wir die Atteste an, und das kostet Sie nichts.
Wenn Sie selbst die Atteste anfordern (also keine Schweigepflichtsentbindung geben), müssen Sie diese natürlich auch bezahlen.


Ich würde zum ÄD erst mal nur an Berichten mitnehmen, was ich habe. Wenn der Arzt noch weitere Berichte will, soll er es Dir sagen. Dann könnte man ggf. eine eingeschränkte Schweigepflichtsentbindung geben. Davor würde ich aber mit meinem entsprechenden Arzt, für den ich die eingeschränkte Schweigepflichtsentbindung erteile, noch einmal genau reden, welche Informationen er weitergeben darf.

Falls Du keine Atteste hast: Macht nichts. Dann soll der Arzt sich eben selbst seine Meinung bilden.

Röntgenbilder kannst Du Dir übrigens beim Arzt "ausleihen" zur Vorlage beim ÄD.
Wenn es keine aktuellen Röntgenbilder gibt, kann der ÄD eine Röntgenuntersuchung veranlassen. (Ich würde mir dann später die Bilder "ausleihen", z.B. zur Vorlage bei Deinem Orthopäden, und vergessen zurück zu geben und bei meinen eigenen Unterlagen behalten).

Grüße
Arbeitssuchend
 
E

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AW: Abgelentes Stellenangebot Medizinischer Dienst

Nach meiner ersten Meldung beim Arbeitsamt hatte ich ein Gespräch mit dem Stellvertreter meines SB. Dort habe ich natürlich meine Schwerbehinderung und den Grad angegeben. Es wurde dort vorab gefragt und abgeklärt, welche Tätigkeiten für mich in Frage kommen würden und welche nicht. Die ganzen Angaben wurden in meinem Beisein in den Rechner eingeben. Mein Mann war bei diesem Gespräch auch anwesend und kann das bestätigen.
Nun tut mein SB so, als ob es diese überhaupt nicht geben würde.
Ergänzend zu den bisherigen Antworten möchte ich dir noch folgendes anraten:

Auf das, was besprochen und "in den Rechner eingegeben" wurde, kannst du im Streitfall nicht immer setzen. Sichere deine Beweise selbst! Du mußt also die Nachweise, daß du etwas dem SB gesagt oder vorgelegt hast, selbst führen können, ohne den "Rechner" der Arbeitsagentur.

Das heißt, daß du wichtige Angelegenheiten mit der Arbeitsagentur nur schriftlich regelst und dir die Abgabe von Unterlagen oder Briefen nach Möglichkeit auf einer Kopie bestätigen läßt oder sie per Einschreiben schickst. Wenn tatsächlich mündliche Besprechungen anstehen, ist es völlig richtig, daß du dir deinen Mann (oder sonst eine Person deines Vertrauens) als Beistand mitnimmst. Darauf hast du ein Recht, übrigens auch bei ärztlichen Untersuchungen, wenn du es willst. Dein Beistand sollte sich Notizen machen. Möglichst gleich anschließend ein Gedächtnisprotokoll über die wesentlichen Punkte des Besprochenen fertigen.

Also nicht mit dem SB herumtelefonieren, und auch E-Mail ist nicht unbedingt nachweiskräftig. Du mußt auch daran denken, daß eine E-Mail vom Datenschutz her etwa einer offenen Postkarte entspricht - verschlüsselt und digital signiert wird die Korrespondenz vermutlich kaum sein.

Wie sieht es eigentlich mit dem Bewilligungsbescheid des Versorgungsamtes aus ? Dort stehen auch die Erkrankungen, worauf ich meine Prozente bekommen habe. Ich denke, dieses brauche ich meinem SB ja auch nicht vorzulegen.
Bei mindestens 50 % GdB wirst du ja einen Schwerbehindertenausweis haben, auf dem der GdB und eventuelle Zusatzbuchstaben, aber keine Diagnosen, vermerkt sind. Lege doch einfach den vor. Das ist genausogut ein amtlicher Nachweis deiner Schwerbehinderung.
 

Speedport

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AW: Abgelentes Stellenangebot Medizinischer Dienst

Noch eine Ergänzung von mir:

Wenn Du nichts Schriftliches hast, was Du mit dem SB besprochen hast, egal ob persönlich oder telefonisch, fasse danach das Gespräch schriftlich zusammen und welche Schlußfolgerungen Du daraus ziehst.

Das sendest Du dem SB dann per Einschreiben, mit der Bitte andere Sichtweisen mitzuteilen. Wenn Du keine Mitteilung bis zum XX.XX.XX erhältst, gehst Du davon aus, daß das JC mit Deiner Version einverstanden ist.

Das klärt vieles.
 

Terrier

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AW: Abgelentes Stellenangebot Medizinischer Dienst

Kleiner Zwischenstand:
Ich war nun letzte Woche bei meinem Hausarzt. Es ist so, wie ich es vermutet habe: Zu meinem Rückenleiden gibt es keine Unterlagen mehr, da mein Arzt alle Dokumente, die älter als 10 Jahre sind, vernichtet hat.
Da es die radiologische Praxis, die damals die Untersuchungen durchgeführt hat, auch nicht mehr gibt, habe ich nun überhaupt kein Zugriff mehr auf irgendwelche Unterlagen.

Mit dem Sachbearbeiter gibt es auch wieder nur Stress. Bei meiner letzten Ablehnung eines VV-Zwangsvorschlages der Firma Lidl, habe ich noch ein ausführliches Anschreiben beigelegt, dass ich diese Stelle aus gesundheitlichen Gründen nicht antreten kann. Heute habe ich schon wieder ein VV von Lidl bekommen. Sehr toll. Ich habe jetzt den SB per Mail angeschrieben und gefragt, ob er meine Anmerkungen der letzten Ablehnung eines Lidl-VV bekommen hat und ihn aufgefordert, dazu Stellung zu nehmen.

Er hat mir auch einen anderen VV zukommen lassen. Dort sollte man sich telefonisch bewerben. Unter angegebener Handynummer geht keiner dran. Eine weitere Festnetznummer führt zu einem Steuerberaterbüro, wo man Details zum Jobangebot abfragen konnte. Dort sagte man mir, dass keiner etwas über ein Stellenangebot wissen würde. Klingt ja wieder alles sehr seriös....
 
G

gast_

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AW: Abgelentes Stellenangebot Medizinischer Dienst

Was ich in meinem Fall nicht so richtig verstehe ist:

Nach meiner ersten Meldung beim Arbeitsamt hatte ich ein Gespräch mit dem Stellvertreter meines SB. Dort habe ich natürlich meine Schwerbehinderung und den Grad angegeben. Es wurde dort vorab gefragt und abgeklärt, welche Tätigkeiten für mich in Frage kommen würden und welche nicht. Die ganzen Angaben wurden in meinem Beisein in den Rechner eingeben. Mein Mann war bei diesem Gespräch auch anwesend und kann das bestätigen.
Nun tut mein SB so, als ob es diese überhaupt nicht geben würde.

Ich frage mich auch, was da nun noch durch Gutachten und Atteste bewiesen werden soll. Das Versorgungsamt hat mir eine Schwehrbehinderung von 50% zugebilligt, unter anderem auch ein Sehnen/Muskeleiden, was mir im Rücken und Lendenbereich bei stärkerer Belastung Schmerzen bereitet. Wenn ich mir die Nachricht meines SB durchlese, dann scheint der das ja irgendwie auch in Frage zu stellen.

Nebenbei mal eins: Ich habe mitbekommen, daß Vermittlungsvorschläge raus gehen, wo der Name deines SB drauf steht - die kommen aber gar nicht unbedingt von ihm!
Der SB Name steht als Ansprechpartner für dich drauf... nicht als Absender...

und so kommt es eben immer wieder vor, daß man Unpassendes zugeschickt bekommt


Gutachten über alle Krankheiten, die zu den 50% geführt haben, besitze ich nicht. Bei der Antragstellung muß man ja alle behandelnden Ärzte und Krankenhäuser im Antragsformular angeben. Ich weiß überhaupt gar nicht, ob es noch Berichte dazu gibt, da der Schwerbeschädigtenausweis erstmals 1998 ausgestellt wurde.

Ausserdem, was will ein Amtsarzt bei mir feststellen, denn die ganze Diagnose konnte bei mir erst nach einer unfangreichen CT-, MRT-, Doppler- und Röntgenuntersuchung bei diversen Fachärzten und Krankenhäusern gestellt werden.

Sollte man meinen zuständigen SB darauf aufmerksam machen oder wie soll man in diesem Fall nun vorgehen ?
Wenn SB will, daß du zum med. Dienst gehst, dann soll er dir den Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtsentbindungen aushändigen - und dafür sorgen, daß du eine Einladung zum med. Dienst erhälst.

Und laß dir einen Umschlag mit der Adresse des med. Dienstes geben, damit du denen die Unterlagen schicken kannst - die gehören auch nicht im verschlossenen Umschlag in die Hände deines Arbeitsvermittlers.

Ich weiß überhaupt gar nicht, ob es noch Berichte dazu gibt
Bei deinen Ärzten bzw Versorgungsamt nachfragen...oder mal wieder einen Arzt aufsuchen und berichte an deinen Hausarzt schicken lassen - dann kostet es dich nichts - ich bekomme bei meinem Hausarzt die Kopien umsonst ;-)
 

Terrier

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AW: Abgelentes Stellenangebot Medizinischer Dienst

Bei deinen Ärzten bzw Versorgungsamt nachfragen...oder mal wieder einen Arzt aufsuchen und berichte an deinen Hausarzt schicken lassen - dann kostet es dich nichts - ich bekomme bei meinem Hausarzt die Kopien umsonst ;-)
Hallo Kiwi,

danke für die Antwort, Kiwi, aber wie ich schon im letztem Post schrieb: Mein Hausarzt hat sich meine Krankenakte heraussuchen lassen. Dort gab es keine Unterlagen mehr über mein Rückenleiden, da die Diagnose älter als 10 Jahre ist (Ca. 1995). Die Fachpraxis, zu der er mich damals geschickt hat, existiert auch nicht mehr, also kann ich mir dort auch nichts mehr holen.
Vielleicht hat ja das Versorgungsamt noch was, allerdings weckt man ja nicht so gern schlafende Hunde auf. :eek:
Ich überlege schon, ob ich nicht selber noch mal verher zu einem Facharzt meiner Wahl gehe, um die Sache noch mal untersuchen zu lassen, denn mit Amtärzten oder Medizinischem Dienst habe ich bisher nur schlechte Erfahrungen gemacht.
 
E

ExitUser

Gast
@Terrier

Mal eine Überlegung. Wenn eine Arztpraxis, bei dir die Facharztpraxis, geschlossen wird, heißt das nicht, daß die dort vorhandenen Arztunterlagen einfach weggeschmissen oder vernichtet werden dürfen. Sie müssen an den Praxisnachfolger, an einen anderen Arzt oder an ein Archivunternehmen zur Aufbewahrung übergeben werden, denn es gibt ja die von dir schon genannten Mindestaufbewahrungsfristen. Vielleicht forschst du mal in diese Richtung weiter.

Wenn die Unterlagen jedoch wegen der abgelaufenen Aufbewahrungsfrist vernichtet worden sind, dann sind sie halt weg.

Warum solltest du nicht beim Versorgungsamt einfach mal anfragen, ob dort noch entsprechende Unterlagen sind? Du stellst damit ja nicht einen Antrag auf Neubegutachtung oder ähnliches.
 

senzalimiti

Neu hier...
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Hallo, Terrier. Auch ich habe viele Jahre bei einer Drogeriemarktkette gearbeitet (vielleicht wars dieselbe...) und auch ich habe 50% Schwerbehinderung. Ich denke das dein Sachbearbeiter dich an die Rentenversicherung weiterreichen will, so wars bei mir. Neue Atteste, bzw eine Überprüfung deiner Einschränkungen von einem Facharzt sind mit Sicherheit sinnvoll. Laß dir alles bestätigen!!
LG
 

Muzel

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Wenn Arztpraxen geschlossen werden und ein neuer Arzt die Praxis übernimmt kann es Probleme geben. Mein Allergieauswis war geklaut worden. Ich hatte aber noch ein altes Schreiben von einer Firma die Produkte vertritt, gegen die ich möglicherweise allergisch bin. Die neue Arztpraxis hatte keine Unterlagen (angeblich). (Sie haben im Keller vergeblich nach gesucht). Daraufhin wurde mir ein neuer Ausweis ausgestellt ohne dass ich getestet werden musste. Deine Krankheit steht doch auch fest. Es sollte doch möglich sein, dir das zu bestätigen.
 

Terrier

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Erstmal danke für die vielen Antworten. Leider wird es für mich nicht besser.
Mein SB hat mir nun auf meine Frage bezüglich der Lidl-VV geantwortet.
Er geht davon aus (lol), dass ich gesundheitlich in der Lage bin, dass Angebot anzunehmen.

Ich frage mich nun, wie das gehen soll ??? Ich habe mit ihm bisher ein ca. halbstündiges Gespräch gehabt. Aufgrund dessen will nun ein Mitarbeiter des Arbeitamtes, der medizinischer Laie ist, entscheiden, inwieweit ich arbeitsfähig bin und mich dort nun bewerben soll?
Alles weitere soll ja beim nächsten Gespräch Ende August geklärt werden. Ich frage mich, was da geklärt werden soll ? Bis dahin soll ich mich überflüssigerweise auf seine Vorschläge hin dort bewerben.

Ich bin das herumgekasper jetzt langsam leid. Ich habe mir nun erstmal für den nächsten Monat einen Termin bei einem Orthopäden meiner Wahl gemacht, um eine fundierte Diagnose zu bekommen.
 

Anna B.

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Hallo,

du sollstest sofort Nürnberg von dieser Sachlage informieren..

die SB nehmen sich immer mehr heraus...jetzt meinen sie schon, sie können gesundheitliche Beurteilungen machen..
das haben die bei mir nämlich auch versucht...und nun läuft eine Klage..
 
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