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Abgelehnte Sozialhilfe - Rücksetzung in den vorigen Stand

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Antihartzler

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#1
Hallo,

vielleicht kann mir hier jemand helfen. Ich habe ca. 1.5 Jahre vor einführung von Hartz IV Sozialhilfe beantragt da ich für Arbeitslosenhilfe nicht genügend Monate zusammen hatte. Die Sozialhilfe wurde mir verweigert nachdem ich angegeben habe das ich von meinem Schwager 300 Euro Monatlich Hilfe zum Lebensunterhalt bekomme und ausserdem da ich bei ihm im Haus wohne für die Zeit in der ich keine Unterstützung bekomme keine Miete zahlen muss.
Nun habe ich erfahren das dies nicht richtig war vom Sozialamt. Wie kann ich das ganze wieder in den vorigen stand versetzen um die mir entgangene Leistung rückwirkend geltend zu machen? Ich sollte schon irgendwie meinem Schwager das Geld zurückzahlen da er selbst nicht viel Geld hat. Ausserdem sind in dieser Zeit bevor ich ALG2 bekommen habe hohe Medikamentenkosten zusammen gekommen die die Krankenkasse jetzt wieder von mir zurück haben will weil ich ja nicht versichert war. Arbeitssuchend war ich gemeldet jedoch ohne anspruch auf Leistung. Ich dachte damals ich wäre dann wenigstens Krankenversichert und habe weiter meine Krankenkarte der AOK benutzt.
ALG2 wurde mir dann sofort ohne irgendwelche Probleme bewilligt. Also denke ich hätte man mir doch auch die Sozialhilfe bewilligen müssen. Oder sehe ich da was falsch?

Gruß Anti
 
E

ExitUser

Gast
#2
Es wird natürlich für dich schwierig sein, den Nachweis zu erbringen, dass du so beraten wurdest. Es sei denn, du kannst es durch Schriftverkehr belegen.

Dann würde ich allerdings einen Beratungshilfeschein nehmen, mir 10 € in die Tasche stecken und einen guten Rechtsanwalt für Sozialhilfe aufsuchen.

Diesen Schein bekommst du entweder beim Amtsgericht oder im Downloadbereich der Portalseite.

Die meisten Anwälte helfen beim Ausfüllen und beantragen der Leistungen, denn schon das ist manchal gar nicht so einfach. Die Hilfe wird nämlich nicht nur geleistet, wenn du mittellos bist, sondern auch, wenn der Fall es "hergibt".
 

Antihartzler

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#3
Hallo Barney,

ich habe noch den ersten Ablehnungsbescheid auf den ich damals gleich einspruch eingelegt habe sowie den zweiten Ablehnungsbescheid. Dort wird mir ausdrücklich die Sozialhilfe verweigert mit der begründung da bisher mein Schwager mich unterstützte muss davon ausgegangen werden das er das auch weiterhin tun könnte und ich deshalb keinen Anspruch auf Sozialhilfe habe. Persönlich habe ich nie mit jemandem vom Sozialamt gesprochen da es mir nicht möglich war die kosten für die Fahrt dorthin auf zu bringen. Um zu dem für mich zuständigen Sozialamt zu kommen muss ich mit dem Zug fahren und einmal umsteigen. Zeitaufwand ca 2-3 std einfache strecke je nach dem der Fahrplan ist. Somit ist von einer Beratung nicht viel geschehen. Ich habe mir damals den Antrag geholt und eingereicht, alle geforderten Unterlagen nachgereicht und dann den Ablehnungsbescheid bekommen. Erst jetzt weiß ich das nur Verwandte ersten Grades zur Unterstützung herrangezogen werden können und das ist mein Schwager ja wohl nicht. Meine Schwester hat kein eigenes Einkommen und meine Mutter nur eine kleine Rente. Ich lebe auch nicht mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft sondern habe eine eigene Wohnung in dem Haus das mein Schwager hat (Untermietvertrag). So hat es ja auch die Arge anerkannt. Die haben mir sofort den vollen Satz ALG2 gewährt sowie die KDU plus Heizkosten, und das obwohl ich auch beim antrag für ALG2 angegeben habe von was ich bis zu diesem Zeitpunkt gelebt habe.

Gruß Anti
 

Arco

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#4
Hallo Antihartzler,

mach es so wie Barney es vorgeschlagen hat. Es dürfte sogar relativ gut aussehen. Deine Argumente mit dem Schwager und direkte Verwandte sind eigentlich stimmig.

Aber es wird nur mit einem guten Anwalt gehen der sich auch gut im Sozialrecht auskennt. Den zu finden ist aber nicht immer leicht.

Oder auch hier mal suchen:

http://www.tacheles-sozialhilfe.de/adressen/default.aspx
 
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