Abgelehnte Erstausstattung - STAUBSAUGER - Jetzt Widerspruch schreiben, wie begründen?

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
M

Mitglied 61702

Gast
Mir wurde ursprünglich eine teilweise Erstausstattung genehmigt, da ich ja aus einer WG umgezogen war und nicht viel mehr als Bett, Schreibtisch und Regal mitnahm, jedoch keinerlei Haushaltsgeräte. Genehmigt wurden WaMa und diverse Möbel und ein Backofen, nicht genehmigt wurde ein Staubsauger.

Im Genehmigungsschreiben wurde ich gefragt, welche Böden in meiner Wohnung vorhanden wären, was ich wahrheitsgemäß beantwortet hatte. Bei mir gibt es Fliesen in Bad und im Bereich der Küchenzeile, Laminat im Wohnbereich, dieses ist aber großflächig mit Teppichen belegt. Zum einen weil das Laminat fußkalt ist (die Wohnung unter mir wird nur selten geheizt), aber vor allem auch weil es viel zu glatt ist für mich. Ich habe Schwierigkeiten mit dem Gehen, und ausgelegt sind vor allem Teppiche mit Gummiunterseite, die nicht rutschen. Circa 90% des Laminats ist mit Teppichen bedeckt (halt nicht unter dem Bett und unter den Möbeln).

Die Teppiche sind ohne Staubsauger nicht sauber zu halten. Nicht nur daß es im Haus keine Teppichstange hat, wo man sie ausklopfen könnte, so man wollte oder müßte. Ich bin körperlich auch keineswegs in der Lage das zu tun, selbst wenn ich wollte. Ich habe schon massive Schwierigkeiten mich zu bücken, wie will ich da einen Teppich säubern?

Nachdem ich dem JC mitgeteilt hatte, daß ich Fliesen und Laminat mit Teppichen habe, erhielt ich beigefügten negativen Bescheid. Ich habe fristwahrend Widerspruch eingelegt und muß diesen nun begründen. Wie sollte ich da am besten argumentieren? Gehört ein Staubsauger zwischenzeitlich nicht eigentlich zum Standard? Selbst bei glatten Böden bzw. losen Teppichen?
 

Anhänge

  • erstausttwid.jpg
    erstausttwid.jpg
    287,9 KB · Aufrufe: 102

RoxyMusic

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 Oktober 2016
Beiträge
881
Bewertungen
642
Wurden dir Anschaffungskosten für Teppichboden bewilligt bzw. hattest du die beantragt?

Für Berlin gilt z.B.:

https://www.berlin.de/sen/soziales/themen/berliner-sozialrecht/kategorie/rundschreiben/2017_06-658136.php

"Staubsauger - 37,00 Euro (Neupreis)
Sofern mindestens ein Zimmer überwiegend mit Teppichboden oder Teppichen ausgelegt ist, gehört ein Staubsauger zum notwendigen Hausrat."

"Fußbodenbeläge, Teppichboden
Diese Beläge sind grundsätzlich nicht zu bewilligen. Ausnahmen sind möglich bei Behinderten, bei alten Menschen mit erhöhtem Wärmebedürfnis und aus krankheitsbedingten Gründen (z.B. Rheuma), wenn die Wohnung fußkalt ist. Befindet sich in einem Haushalt mindestens 1 Kleinkind, ist für einen Raum der Wohnung Teppichboden zu bewilligen (qm 4,00 Euro)."
Posted via Mobile Device
 
M

Mitglied 61702

Gast
Nein, ich besaß diese Teppiche vorher schon und nahm sie in die Wohnung mit. Eben aus dem Grund weil ich empfindlich für Kälte bin und nur unsicher gehen kann derzeit.
 
M

Mitglied 61702

Gast
Und hier kommt die Antwort auf den fristwahrenden Widerspruch mit Fragen, die ich zuvor schon beantwortet hatte.

erstausttwid2.jpg

Weiß jemand, welche Fallen hier gestellt werden sollen?

Ansonsten, ich hatte sie schon vorher (deshalb habe ich ja einen Staubsauger beantragt, ich reinigte sie zuvor mit dem WG-eigenen Staubsauger, und bei einem Umzug aus einer WG entfallen eigentlich jegliche Fragen nach "was hatten Sie vorher schon?". Sonst hätte ich ja auch den Rest nicht bekommen.
 

romeo1222

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 Januar 2010
Beiträge
1.769
Bewertungen
489
Weiß jemand, welche Fallen hier gestellt werden sollen?

Ich persönlich sehe hier keine Fallen, solange du wirklich noch nie einen Staubsauger besessen hattest.

Komisch finde ich lediglich die Frage, ob es sich um "eingebaute" Teppiche handelt oder nur welche zum hinlegen. Damit wollen die aber vermutlich nur wissen, wenn es welche zum hinlegen sind und es keine festeingebauten Teppiche in der Wohnung gibt, wie diese bisher gereinigt wurden. Aber diese Antwort hast du ja bereits hier geschrieben und dem JC mitgeteilt.
 
M

Mitglied 61702

Gast
Der Witz ist, daß man nach dem Auszug aus einer WG nicht mal "nie einen gehabt haben muß".

Ich kapiere das mit den losen Teppichen nicht wirklich und habe den Verdacht, daß die meinen, ich soll sie wegpacken, wenn sie lose sind.
 

RoxyMusic

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 Oktober 2016
Beiträge
881
Bewertungen
642
Auf jeden Fall erwähnen - siehe oben:

"Ausnahmen sind möglich bei Behinderten, bei alten Menschen mit erhöhtem Wärmebedürfnis und aus krankheitsbedingten Gründen (z.B. Rheuma), wenn die Wohnung fußkalt ist."
Posted via Mobile Device
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
23.888
Bewertungen
27.485
Mach deutlich, dass die Teppiche behinderungsbedingt fuer dich nötig sind und das ausloten dir nicht moeglich ist.
[>Posted via Mobile Device<]
 
M

Mitglied 61702

Gast
Also, wie verfahre ich am besten weiter? Der Widerspruch liegt denen nun länger als 3 Monate vor, bisher keine Reaktion darauf. Angefragt hatte ich mal telefonisch beim Sammelfon, aber auch die sehen keinerlei Bearbeitung - außer daß der Eingang des Widerspruchs und einer nachgeforderten Erklärung stattfand.

Ich bin recht genervt, denn ich leihe mir immer den Staubsauger von der Hausmeisterin aus, aber das ist zwischenzeitlich schon echt peinlich. Ich sehe auch nicht wirklich ein, warum ich auf die 50 Euro verzichten soll, ich zahle jetzt schon jeden Monat an der Kaution ab und habe keinen Pfennig über. Und nachdem mich das vorherige JC um rund 250 Euro Umzugskosten behumst hat, muß ich die auch selbst an eine Freundin zurückzahlen. Diese Widerspruchsstelle stellt sich bei mir übrigens komplett taub, denn auch der andere (EGV) Widerspruch ist noch nicht bearbeitet. Wie mache ich denen am besten Beine?
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
23.888
Bewertungen
27.485
Sachstandsanfrage mit Frist, maximal 2 Wochen. Wenn dann nichts passier ab zum Sozialgericht und UTK.
 

Regensburg

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
2 September 2009
Beiträge
2.778
Bewertungen
1.055
Sorry - aber ich verstehe es nicht so richtig.?

Laut #5 wurde der Widerspruch abgelehnt - und weiter nichts gemacht = 1 Monats Klagefrist versäumt.

Meine Meinung:
Nochmals Staubsauger beim JC beantragen.
Bei JC Ablehnung: Widerspruch
Beim Negativem Bescheid -> Klage beim SG.

Sorry - aber hier sehe ich kein Grund zu aW Antrag = nach 5 Monaten TE Untätigkeit, werde sich auch SG diese Frage stellen....
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
23.888
Bewertungen
27.485
Das macht nichts. Laut Gesetz ist ueber einen Widerspruch Innerhalb von drei Monaten zu entscheiden.

Eine Pflicht zu Begründungen gibt es nicht.

Wohl aber eine Amtsermittlungspflicht des JC.
 
M

Mitglied 61702

Gast
Ich habe die Anfrage beantwortet. Sie setzte bei ihrem Eingang im JC die 3-Monatsfrist in Gang. Die ist diesen Monat (vor knapp zwei Wochen) abgelaufen.
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
23.888
Bewertungen
27.485
Schick die Sachstandsanfrage raus. Natürlich nachweislich.
 

Regensburg

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
2 September 2009
Beiträge
2.778
Bewertungen
1.055
Hi :)
Das macht nichts. Laut Gesetz ist ueber einen Widerspruch Innerhalb von drei Monaten zu entscheiden.
Richtig
Eine Pflicht zu Begründungen gibt es nicht.
Richtig. Dann wird es nach Aktenlage entschieden -> siehe #5
Wohl aber eine Amtsermittlungspflicht des JC.
Sei mir nicht böse, aber ich kenne diese "Amtsermittlungspflicht" nur wenn es um Sanktionen geht.
In Sachen wo ein LE etwas vom JC will, ist mir die Amtsermittlungspflicht völlig unbekannt.

Ich habe die Anfrage beantwortet.
Ok - habe ich nicht gewusst.
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
23.888
Bewertungen
27.485
Ich weiss auch, dass da in der Praxis nix passiert. Formell ist es aber so.

Ausserdem hat sich das erledigt, weil das Schreiben ja beantwortet wurde.
 

JobcenterAffe

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
16 Mai 2017
Beiträge
676
Bewertungen
882
Sind ja üble Dinge, die man da nebenbei (in den Kommentaren) über den "Werkhof" liest. Das ist wohl so ein 1-Euro-Jobber-Stadtbetrieb in RE, der es sogar schafft, Gebrauchtware über dem Preis von Neuware von Aldi & Co. zu verscherbeln. Der Sozialhilfeempfänger hat dann nicht einmal die Auswahl, sich das Produkt nach Preis-/Leistungskritierien selbst zu wählen, sondern wird gezwungen, den schrottreifen, überteuerten Elektromüll, den andere schon über den Wertstoffhof ausgemustert haben, abzunehmen. - Und das alles schön auf Kosten des Sozialamts.
Solche oder ähnliche Betriebe wird's wohl hunderte in D geben. Regensburg ist da dann bestimmt kein Einzelfall.
 

Regensburg

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
2 September 2009
Beiträge
2.778
Bewertungen
1.055
OK - machen wir weiter...

Du hast also kein Widerspruchbescheid bekommen.

Ich würde so weiter machen:
- Sachanfrage beim JC mit 14 Tage Frist (macht sich gut beim SG - Du hast es nochmals versucht).
- keine JC Antwort -> Untätigkeit Klage (UK) beim SG
 

Regensburg

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
2 September 2009
Beiträge
2.778
Bewertungen
1.055
Naja - es wurde von Thread Verlauf her nicht so ersichtlich...
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten