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"Aber einen Kuchen kann doch jeder backen"

Paolo_Pinkel

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flandry

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Die Idee ist ja nicht so verkehrt.
Die angeführten Beispiele sind allerdings das letzte. Nicht nur, dass dem zum Teil gesetzliche Regelungen im Weg stehen. Sie verkünden auch, dass Selbständigkeit der Königsweg aus der Arbeitslosigkeit ist.
Von der größeren Verantwortung eines Selbständigen für sich selbst im Unterschied zu einem Arbeitnehmer ("Ich bekomme sowieso mein Geld am Monatsende") sagen sie nichts.
Auch nichts darüber, dass Selbständigen von den Jobcentern regelmäßig Steine in den Weg gelegt werden.:icon_motz:
Dabei sollen JC doch ELO's unterstützen.:wink:
Oder habe ich da etwas falsch verstanden?:icon_hihi:
 

nik72

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Arbeitgeber erhalten 100 € - 250 € für die "Qualitätskontrolle", welche sicher von Leuten durchgeführt wird, die schon dort beschäftigt sind. Könnten die Arbeitgeber nicht auch auf dieses Geld verzichten? Oder für soziale Zwecke spenden?

Komisch nur mal wieder: Einnahmen der Elo´s werden auf ALG2 angerechnet. Hoffentlich finden sich dann genügend Motivierte.
Ein Freibetrag würde die Motivation sicher erhöhen.

Regen sich da nicht die örtlichen Bäcker und Maler wegen Wettbewerbsverzerrung auf? :wink:

Zumindest zeigt das Projekt, dass Arbeit vorhanden ist.
 

Texter50

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Wer es gewohnt ist, die Aussagen der Presse und die Ankündigungen mal etwas genauer zu lesen, der findet das gar nicht mehr lustich:

1) den Arbeitslosen in die Gesellshaft integrieren :icon_lol:
= den LE hat man gerade mühsam aber erfolgreich per Presse und Medien ausgegrenzt, warum will man ihne jetzt wieder haben?
2) Basisfähigkeit der allgemeinen Lebensführung ermitteln
- was wird da wohl wieder zugehören, was wollen die da wieder wissen, über das Privatleben des ELO?
- also erwartet den LE eine rege Datenabfrage, damit sich das auch wirklich lohnt?
3) präsentiert von den Arbeitgeberverbänden und Politikern
- ausgerechnet diese Kombination von Lohndrückern und Märchenonkeln präsentieren das Projekt :icon_lol:
- da weiß doch jeder gleich, wo es lang geht?
4) Kreativität des Einzelnen, die Kosten sollen überschaubar bleiben
- die bleiben schlicht an den LEs hängen
5) der LE verschenkt bei einem Auftraggeber seine Kreationen, verkauft dort selbst und dadurch wächst das Selbstbewusstsein
- vom Regelsatz gibt es nix zu verschenken, sonst könnte man den ja auch deutlich kürzen...
- die Behörden werden zu Recht einschreiten (Lebensmittel verkaufen, Gesundheitsamt?)
- die JC selber werden eingreifen, jede Selbstständigkeit im Keim ersticken
6) die Bereitschaft größere Strecken zurück zu legen
- der LE ist ja auch zu faul dazu, mal weiter zu einer Arbeitsstelle zu fahren :biggrin:
- natürlich trägt der LE die Kosten für weitere Wege - wovon?
7) die Einnahmen werden 100% auf den Regelsatz angerechnet
- ahe, daher weht der Wind, das nenne ich arbeiten für lau?
- der Maler streicht kostenlos Klassenräume
- der Gärtner richtet den Garten eines Cafes oder die Parks
- der Musiker bespasst die Leute kostenlos
- die Reinigungsfachkraft putz kostenlos die Schule
Nach wa sklingt das für Euch? Für mich klingt das nach Ausbeutung, sonst nix.

Jetzt kommt der Bereich, der nicht so ganz kostenlos ist:
Für die Bereitschaft, den Kreatunisten quasi "ein Arbeitsumfeld" zu bieten, soll den Arbeitgebern eine Aufwandsentschädigung in Höhe von ca. 100-250 Euro monatlich geboten werden. Dies sei notwendig, da ja bei den Produkten und Tätigkeiten auch eine Qualitätskontrolle durch die eingebundenen Arbeitgeber stattfinden müsse.
Also arbetet der LE für Nüsse, kassieren wird der AG, denn von selbstständig lese ich im Zitat nix mehr.
Schönen Dank, da kann ich besser gar nix... :biggrin:
 

Dagegen72

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Das ganze ist deshalb absurd, weil: was anfangen, wenn sich Kreativität aktiviert haben sollte???? Als QuereinsteigerIn kommt man kaum noch wo rein, evtl. förderlich könnte Vitamin B sein.


Ich frage mich auch, was die I*ten sich immer vorstellen, wie ein,e elo lebt??? Wieder kochen lernen usw. - muss gerade nicht der oder diejenige notgedrungen kreativ sein / werden um mit einem niedrigen zur Verügung stehendem Budget auszukommen?


Genau diese Unterstellung, dass elos du*, fau* sein sollen, wollen / können bloß nicht ... macht diese Spaßnahmen dann auch so leer und sinnlos für den TeilnehmerIn. -> Bewirkt also genau das Gegenteil!
Man wird nicht als Erwachsene behandelt! Ein integrierter ehemaliger Flüchtling hat weitaus mehr erlebt als, als dass er nun wieder Torten backen lernen soll und alles ist ok.

außerdem geht es um die Kosten, die sich (was besonders positiv herausgestellt wird) im "niedrigen Bereich" bewegen und bis zu 250.000 Euro insgesamt betragen sollen, wobei der größte Posten auf die Öffentlichkeitsarbeit entfällt.

:icon_klatsch::biggrin:

sowie die Bereitschaft, auch größere Strecken zum Arbeitsort zurückzulegen, könnten zusätzlich förderlich sein.
:icon_klatsch::biggrin:

Das Gefühl, gebraucht zu werden, würde hier mit dem Gefühl, eine nachfrageorientierte Arbeit zu erledigen, zu dem Gefühl, ein wichtiges Mitglied der Gesellschaft zu sein, verschmelzen
"

Aber ist ein Mensch nicht auch dann ein wichtiges Mitglied der Gesellschaft, wenn er keine nachfrageorientierte Arbeit erledigt??

Die gegebenenfalls so erwirtschafteten Gelder werden zu 100% auf die ALG-II-Leistungen angerechnet.
Hä??

Für die Bereitschaft, den Kreatunisten quasi "ein Arbeitsumfeld" zu bieten, soll den Arbeitgebern eine Aufwandsentschädigung in Höhe von ca. 100-250 Euro monatlich geboten werden. Dies sei notwendig, da ja bei den Produkten und Tätigkeiten auch eine Qualitätskontrolle durch die eingebundenen Arbeitgeber stattfinden müsse.
Hä?

Wieso lese ich hier nirgends was von Gehalt und Lohn und Einkommen und Ent-Arbeitslosierung?


Das mit dem Kuchen machen versuchsweise für ein Café und alles so in die Richtung, könnte in gewisser Weise interessant sein ..Aber braucht es da einen speziellen Kurs? Gut, wenn die Zutaten dafür bezahlt werden, damit ich meisterlich kreativ werden kann..? Wäre das denn im veranschlagtem Budget bei Kreatun mit drin??

flandry:
Dabei sollen JC doch ELO's unterstützen.:wink:
Steine, die das JC in den Weg legt - da hätte ich ne riesige Auflistung an Beispielen. Z.Ko*

Zumindest zeigt das Projekt, dass Arbeit vorhanden ist.
Prinzipiell ja. Der Artikel liest sich für mich so, als müsse man an die Fähigkeiten sowohl die beruflich erlernten als auch die Hobbies drangehen und liest sich erst einmal wie ausbeuten.

Außerdem IST auch Arbeit da. Sonst würde nicht eine Person für zwei arbeiten müssen, ehem. Schleckerfrauen allein in einer Filiale usw. - Nur: die Arbeit will halt niemand bezahlen, man will Gewinn machen und Millionär werden, wie es Bauhaus, Tchibo, Aldi schon ist - auf Kosten der ArbeiterInnen

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_500_reichsten_Deutschen

Die Idee an sich ist gut - aber wozu braucht es einen Spaßnahmen-Rahmen der auch wieder Geld kostet?????

Versicherung, Wirtschaftskontrolldienst (Kuchen anbieten?) usw. - all die Kosten, falls da welche entstehen, sollte eben vom SB genehmigt werden und gut is ...Dann könnte man seine eigenen Ideen auch ankurbeln und umsetzen, wenn das funktioniert.

Alles in allem liest sich das für mich wie ein Umweg in die Null-Euro-Jobs.

Aber ich will nicht zu pessimistisch sein. :wink:

Optimistische Grüße, Dagegen
 

PeterMM

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Kuchen backen und Kuchen verkaufen sind 2 verschiedene Sachen.
die haben wohl zuviel Cake Boss geschaut
oder wir entwerfen mal eine kreative Torte zum Thema Jobcenter:biggrin:
 

Prek

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Na, das ist ja mal ne Arbeitsbeschaffungsmaßnahme...

Zuerst lassen wir die Küche des kreativen Tortenbäckers gem. Arbeitsplatzordnung und Ansprüchen an diue Hygiene ausstatten - z. B. Kachelung, Bodenabfluss, separates Handwaschbecken, Augen auf bei den Oberflächenmaterialien, etc. Passender Kühlraum nicht vergessen!!

Dann schicken wir den Süßwarenpanscher zum Gesundheitsamt - Röntgen, Aufklärung über die Bedeutung von sauberen Fingernägln und das er nicht arbeiten darf mit offenen Wunden, Erkrankungen des Verdauungsapperates etc. ...

Und wir schicken ihn noch zur HACCP-Schulung (Hazard Analysis and critical Controlpoints) - das er auch seiner Selbstkontroll- und Dokumentationspflicht nach kommt.

Ach je - ne "normale Hygieneschulung" muss er auch noch bekommen - wer weiß schon, was man gerade bei der Verwendung von MoPro und Frischeiern beachten muss - z. B. verlangte Durcherhitzung mit vorgegebenen Kerntemperaturen.

So, nun kann er loslegen ...

Ach nee - Allein für den Transport von seiner jetzt top-ausgestatteten Küche zum Café (welcher Konditor lässt sich eigentlich auf so einen Schwachsinn ein? ) braucht er ja noch ein pasendes Transportmittel - die Kühlkette darf nicht unterbrochen werden! Gerade bei Milch, Sahne, Eier - und den Produkten daraus...

Aber jetzt ...

Nee - ist ja gut, das der Kreativling sein Einkommen angerechnet bekommt - aber was ist mit dem anmelden des Gewerbes? Was mit der Buchführung?

Wird wohl doch besser sein, der kreative Kopf isst seine Torte selbst - oder spendet sie der nächsten Elo-Ini für deren nächster Sitzung - da kann er dann gleich dabei bleiben und was nützliches tun ... Und "gebraucht" wird da auch jeder - gerade so kreative Typen ...
 

Texter50

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:danke: Das haste töffte beschrieben.

Aber einer verdient immer noch: der AG, der Dich auf Deine Kosten malochen lässt und das JC, weil es gleich mal auf Verdacht die Knete kürzt. Schließlich ist der finanzielle Erfolg immer absehbar! :biggrin:
 

Sprotte

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So, nun kann er loslegen ...
....aber nein,erst müssen noch diverse Behördenmitarbeiter die Sache abnehmen....und die spezielle Feuerschutztür hast du auch vergessen...:icon_hmm:

....während das dann alles ins rollen kommt,ist Zeit genug sich mit der Gema zu beschäftigen,schliesslich kann nicht jeder einfach bei der Arbeit Musik hören so wie es ihm passt... ohne dafür zu blechen....
natürlich betrifft das zu allererst die angehenden Musiker,die kostenlos aufspielen dürfen in dem Cafe,wo die selbst gemachten Torten verkauft werden...bei ihnen findet man den Wunschtraum aller Arbeitgeber bereits erfüllt :
Für Nachwuchskünstler ist es allerdings auch nicht eben attraktiv, wenn sie bei ihren Konzerten nicht nur kein Geld bekommen, sondern sogar Geld mitbringen müssen...weiterlesen


....so what :icon_hihi:
 

gila

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Wer es gewohnt ist, die Aussagen der Presse und die Ankündigungen mal etwas genauer zu lesen, der findet das gar nicht mehr lustich:

.....

TEXTER - da sprichst du mir aus der Seele und ersparst mir "Text" hierzu :icon_mrgreen:

Ich kriege das KOTZEN, wenn ich lese, dass Langzeitarbeitslose pauschal als "außerhalb der Gesellschaft" klassifiziert werden, die nur ein wenig tun (natürlich für "umme") müssen, um "nützlich" zu sein!

Und die vielen Jahre, Jahrzehnte !!! - die die meisten schon "nützlich" waren?
Womit sie diesen "Sozialstaat" bereits geschaffen haben, und nun "nützlich" in die Altersarmut blicken dürfen?

"Für die Bereitschaft, den Kreatunisten quasi "ein Arbeitsumfeld" zu bieten, soll den Arbeitgebern eine Aufwandsentschädigung in Höhe von ca. 100 bis 250 Euro monatlich geboten werden.
Dies sei notwendig, da ja bei den Produkten und Tätigkeiten auch eine Qualitätskontrolle durch die eingebundenen Arbeitgeber stattfinden müsse."


Man verschone uns doch mit solchen "kreativen Ideen" ...
diese Leute bekommen für ihr hirnloses Gewäsch tatsächlich GELD?
 

Texter50

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Jau, und die steigen in der jeweiligen Hierarchie gleich ne Stufe weiter nach oben.
Je hirnloser desto besser - Made in Germany 2014... :icon_lol:
 

ThisIsTheEnd

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Basisfähigkeiten der allgemeinen Lebensführung
Also die Atmung, ein regelmäßiger Schlaf sowie die Nahrungsaufnahme und die Ausscheidung selbiger. Oder was genau meinen die damit? :rolleyes:
 
E

ExitUser

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"Aber einen Kuchen kann doch jeder backen"

...wer das behauptet, hat noch nie meine Backwerke probieren müssen.:biggrin:

Aber grundsätzlich kann man nur sagen: die werden immer bekloppter.
Beim EEJ bekommt man ja wenigstens noch eine Aufwandsentschädigung und muss nicht noch auf eigene Kosten Material bereitstellen. Und jetzt soll ich von meinem Geld Pflanzen kaufen, kostenlos die Außenterrassen irgendwelcher Cafés bepflanzen - und dafür bekommt der Cafébesitzer dann auch noch 100-250 Euro, weil er mich arme Irre ja beaufsichtigen muss?
Wer bitte ist denn so bescheuert und macht das?
 

Texter50

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"Aber einen Kuchen kann doch jeder backen"

...wer das behauptet, hat noch nie meine Backwerke probieren müssen.:biggrin:
Für diesen Fall haben se ja auch die Alternativen genannt! :icon_knutsch:
Vielleicht hast Du ein grünes Händchen, dann gehts halt ab in den Park.
Oder Du putzt gerne Fenster oder magst andere Hausarbeiten, dann ab inne Schule - als Reinigungsfachkraft für lau.
Mit Deinem Kuchen kannste Dich da wohl nicht rausreden... :biggrin:
 

Purzelina

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Da sowohl die Fähigkeiten als auch die Werkzeuge und Produkte bereits vorhanden sind, werden für die Ausrüstung der neuen "Kreatunisten" keine Kosten veranschlagt.
Wie soll man das verstehen? Ich als Back-Kreatunist soll auch noch meine Backutensilien und Strom kostenlos zur Verfügung stellen?
 

Texter50

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Wie soll man das verstehen? Ich als Back-Kreatunist soll auch noch meine Backutensilien und Strom kostenlos zur Verfügung stellen?
Ich denke schon, die Erwartungen gehen dahin. :icon_knutsch:
Aber: wenn da Gewinn erzielt wird, wirds auch gleich komplett vom ALG II abgezogen!
Da meint wer, LEs sind nicht in der Lage, 1 + 1 zusammen zu zählen. :biggrin:
 

ZynHH

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Jau, und die steigen in der jeweiligen Hierarchie gleich ne Stufe weiter nach oben.
Je hirnloser desto besser - Made in Germany 2014... :icon_lol:
Klar. Als Konditor biste ja eigentlich schon ein Bachelor of Arts. ....
 

Texter50

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Klar. Als Konditor biste ja eigentlich schon ein Bachelor of Arts. ....
Ich meinte die Schreiberlinge - nicht die LEs. :icon_mrgreen:
Die steigen nirgends hin, außer in Zahlungsschwierigkeiten, wenn die so nen Schwachsinn auch noch mitmachen...:biggrin:
 

ThisIsTheEnd

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...wer das behauptet, hat noch nie meine Backwerke probieren müssen.
Bitte keine Drohungen. :biggrin:

Ich als Back-Kreatunist soll auch noch meine Backutensilien und Strom kostenlos zur Verfügung stellen?
Nicht nur das.

Beispielsweise könne die bereits erwähnte Tortenbäckerin ihre Produkte einem Café schenken oder sie dort selbst verkaufen [...]
Die gegebenenfalls so erwirtschafteten Gelder werden zu 100 % auf die ALG-II-Leistungen angerechnet.
Selten so bekloppte "Vorschläge" gelesen. Haben die sich das im Vollsuff ausgedacht?
 

Paolo_Pinkel

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Vielleicht sollte man sowas auch einfach ab sofort immer kommentarlos an den Bundesrechnungshof schicken, damit die das bei ihren jährlichen Berichten aufnehmen. Wo ist unsere unabhängige Presse hier, die ansonsten bei jeden nicht angegebenen Cent eines HE gleich unisono aufschreit?:icon_motz:
 

Purzelina

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Selten so bekloppte "Vorschläge" gelesen. Haben die sich das im Vollsuff ausgedacht?
Gibt es für die Kreatun-Idee eine seriöse Quellenangabe? Ich finde nichts, gehört eventuell in den Bereich Satire.
 

Paolo_Pinkel

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Telepolis ist eigentlich nicht dafür bekannt, nicht seriös zu sein.
"Kreatun" - ein Kofferwort aus Kreativität und Tun - lautet der Name eines neuen Projektes für Langzeitarbeitslose, das ein Konglomerat aus Arbeitgeberverbänden und Politikern im nächsten Monat der Bevölkerung präsentieren will.
Wer sich EEJs, Bürgerarbeit, Schwachsinnsmaßnahmen und 0-Euro-Jobs erdenken kann, der ist auch krank und kaputt genug, um sowas fertig zu bringen. Ich verweise da nur mal auf den Mesias P. Hartz und seine schräge Idee der Minipineure.
 
E

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Da basteln wieder Pseudojuppies und Bürokratenweichbirnen an sog. ''Reformen''
um noch mehr Papiermulare und Anträge bearbeiten zu dürfen.

Auf die Idee das der gesamte Komplex Arbeitsagentur / Jobcenter
Bearbeitung / Förderung / Vermittlung ineffektiv ( und das ist das mildeste Wort dafür, eigentlich muss man sagen kontraproduktiv beschi**** )
kommen die nicht.
Der Erwerbslose ist die Figur welche geändert werden soll, dass das Stück in einem zugemauertem Theater voller Attrappen spielt raffen sie eh nicht mehr.
 

PeterMM

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wenn es kein Arbeits"plätzchen" wird, dann immerhin ein Arbeitskuchen
 

Couchhartzer

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natürlich betrifft das zu allererst die angehenden Musiker,die kostenlos aufspielen dürfen
Na, die Künstlersozialkasse als gesetzlich vorgeschriebene Pflichtversicherung für ausübende Künstler wird sich auch freuen, wenn es zu solchen angestifteten Beitragsunterschlagungen kommt, denn die Beiträge die an diese Kasse zu zahlen sind errechnen sich üblicherweise aus den Gagen.
 

0zymandias

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Ich sammele gerne SG-Gerichtsurteile, damit sie dem einen oder anderen SB um die Ohren gehauen werden können.

Jetzt muss ich mich nur noch selber einstellen, meine Qualität kontrollieren und kassiere 100 - 250 Eurupien pro Monat. Ist doch okay. :icon_lol:

Mehr Chickenshit war...
[...]sowie durch den direkten Kontakt mit Menschen, die bereits in den Arbeitsmarkt integriert sind, in ihrem Selbstbewusstseins gestärkt werden. [...]
... wohl nicht möglich.

Hierzu möchte ich festhalten, dass ich mit solchen Menschen tatsächlich täglich Kontakt habe.
Ich rede mit ihnen genauso, wie mit richtigen Menschen.
Das gebietet der Anstand.

[Hier hätte ich unheimlich gerne ein Kopfschuss-Smiley :biggrin:]
 
E

ExitUser

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Ich denke auch, dass das eine Satire ist. Sonst hätte es sicher Verweise auf Urheber (Initiativen, Politiker etc.) gegeben.

Aber es ist - wenn es Satire ist - gut gemacht, gerade weil man gute Satire nicht sofort als Satire erkennt.

Der Sprachduktus a la "Kreatun" könnte wirklich von Porno-Peter stammen, der uns schon mit Mini-Preneuren und Ich-AGs beglückt hat. Da ist es nicht mehr weit zum Hartz-Kreatun.

Übrigens: Wer wissen will, wie so ein echtes Hartz-Kreatun (oder besser: Kreathuhn) aussieht, der klicke hier.
 

Texter50

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Jau, und wenn es die richtigen Vollpfosten lesen, dann kann aus Satire verdammt schnell Ernst werden. Soll schon passiert sein. :biggrin:
Es gab auch schon Spässe über den 0-Euro-Job, der in Hamburg dann jetzt ins Leben gerufen wird? :icon_mrgreen:
 

Prek

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Eine Satire von Twister?

Glaub ich eigentlich nicht - aber warten wir es ab
 

Paolo_Pinkel

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Jau, und wenn es die richtigen Vollpfosten lesen, dann kann aus Satire verdammt schnell Ernst werden. Soll schon passiert sein. :biggrin:
Es gab auch schon Spässe über den 0-Euro-Job, der in Hamburg dann jetzt ins Leben gerufen wird? :icon_mrgreen:
Z.B. solche geistreiche Idee
==> Video "Ein Spaziergang für Arbeitslose" | ARD Mediathek | exakt

Aber auch sowas ist leider Realität
==> ARD-exclusiv: Die Armutsindustrie [1/3] - YouTube

==> ARD - Die Hartz-Maschine - YouTube

Ich trau der Weise&Alt-Mafia alles zu.
 

Texter50

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:danke: genau das kam mir in den Sinn. Danke! :icon_knutsch:

Jeder normale Mensch lacht über den Driss und keiner, dem man es erzählt, will es glauben.
Aber es passiert jeden Tag hundert Mal in Deutschland. :icon_motz:
 

0zymandias

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Ich konnte es nicht erkennen, da ich in einer Realsatire lebe. :biggrin:

Es fällt schwer, keine Satire zu schreiben. - Iuvenal
 

XxMikexX

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Wenn es eine Satire ist, fällt doch auf wie viele es glauben.

Denen kann man inzwischen alles zutrauen!:icon_motz:


Und das ist erschreckend und zeigt wie weit runtergekommen der Rechtsstaat ist.
 

franzi

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Es wird wirklich alles immer verrückter ...
Das muss man eigentlich gar nicht mehr kommentieren.
Es dreht sich alles im Kreis. Es ist ein Strudel nach unten ...
 

Prek

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Tja, da lag ich ja wohl zu 100 % falsch .... :)

Hab dann dort mal geantwortet:

Ja, ganz nüchtern betrachtet stimmt das - hätte man erkennen können.

Allerdings: nach mehreren Jahren H4 und der intensiven Beschäftigung mit diesem Thema hab ich schon so irre Sachen erlebt - Job-Speed-Dating ("Bing-bong - - Zeit für Ihre Chance!"), Sportaktionen mit Kuchenbuffet, Schön-Reden von Arbeitsgelegenheiten, realitätsfernes Geschwätz von Politikern, AA-Mitarbeitern und JC-SBs, das die alle sicher selbst nicht glauben, Maßnahmen mit verrückten Bewerbungstraining ("setzen Sie doch ein Bild mit Salat und Möhren auf das Deckblatt Ihrer Bewerbung - dazu der Text: Suchen Sie etwa nur junges Gemüse?" - das nicht für irgendeinen Kreativjob, sondern für die Gastronomie ...), die wohl nur einem Arbeitsplatzerhalt der Referenten dienen ... Da kann man sich sogar so was vorstellen - und da der Fachkräftemangel offensichtlich auch bei den Arbeitsmarktexperten schon spürbar ist - - da kann man sich inzwischen alles - auch das Absurdeste - vorstellen...

Muss mir wohl mal ne Themenauszeit nehmen ...
 
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