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Abendschule und ALG II

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Sleepless

Elo-User/in

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#1
Hallo Forum.
Zunächst mal sorry, falls das Thema schon behandelt wurde, aber so richtig ergiebig waren die Ergebnisse der Sufu leider nicht.

Zum Thema:
Ich beziehe seit einigen Jahren ALG II Leistungen. Hinzufügen muss ich, das ich aufgrund einer psychischen Erkrankung meinen bisherigen Plan nicht weiterverfolgen konnte und deshalb auch ALG II beantragen musste (spielt vlt deshalb eine Rolle, weil ich zwar als arbeitsfähig eingestuft wurde, aber so eine art "besondere" Fallmanagerin bekommen habe (mehr ins Detail möchte ich nicht gehen, habe ein bischen Sorge das hier mitgelesen wird)

Nun ist es so, das es mir seit etwa 2 Jahren zunehmend besser geht und seitdem mehr oder weniger von meiner Sachbearbeiterin mit einer Umschulung "geködert" werde (habe bereits mittlere Reife und eine abgeschlossene Berufsausbildung), die aber nie stattfand, stattdessen 1 Eur Job und "Qualifizierungsmaßnahmen"
Nun habe ich mich vor kurzem spontan auf einem Abendgymnasium angemeldet um a) mein Abi endlich nachzuholen, (hatte dies bereits vor meiner Erkrankung begonnen, musste es dann aber abbrechen) und b) meine sozialen Kompetenzen wieder zu stärken (Auswirkung der Krankheit)
Ich wurde auch angenommen und besuche diese Schule seit etwa einem Monat, mit Erfolg. Allerdings habe ich *bisher* meiner Sachbearbeiterin nichts gesagt, zumal ich seit fast einem halben Jahr auch nichts mehr von ihr gehört habe.
Das hat sich nun geändert, sie möchte wohl das ich eine neue Maßnahme annehme. Meine Frage ist nun, was mache ich mit der Abendschule? Ich habe noch im Kopf das ich dann keine ALG II Leistungen mehr bekomme (Bafög) da ich aber über 30 bin, hab ich darauf eh keinen Anspruch. Es gibt zwar dieses Urteil vom Aachener Sozialgericht, besonders befriedigend fand ich das letztenendes aber auch nicht.
Wie würdet ihr vorgehen? Den Schulbesuch angeben? Wenn ja, wie sorge ich dafür das ich auch weiter hingehen kann?
 

Rounddancer

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#2
Ich seh das pragmatisch: Die "Stallpflicht" des Alg II geht normalerweise für die Öffnungszeit der Arge,- die macht in der Regel abends um 17 Uhr zu, und samstags gar nicht auf.

Abendschule geht in der Regel abends um 17 Uhr oder 17.30 Uhr los, und ist manchmal auch samstags.
Das bedeutet für mich: Freizeit.

Das jedenfalls, wenn die Abendschule ohne BAFÖG bestritten werden kann, oder, noch besser, bestritten werden muß.

Muß dafür aber BAFÖG inanspruchgenommen werden, bzw. kann es in Anspruch genommen werden,- dann tritt dieser Anspruch anstelle des Alg II. Und dann muß auch die Arge-SB von der Schule wissen.
Ob das dann mit Sozialhilfe aufgestockt werden kann, oder wie man sonst finanziell klarkommt, weiß ich leider nicht.
 

Sleepless

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#3
Also es ist so, das eine (elternunabhängige)Bafög Förderung erst ab dem dritten Semester möglich wäre, für mich also nach den Sommerferien relevant werden würde (ich konnte dank Vorbildung in das zweite Semester einsteigen). Da ich aber *über* 30 bin, wäre ich eigentlich ja nichteinmal berechtigt dieses Bafög in Anspruch zu nehmen (Altersgrenze liegt bei 30)
 
E

ExitUser

Gast
#4
Nun habe ich mich vor kurzem spontan auf einem Abendgymnasium angemeldet um a) mein Abi endlich nachzuholen
Das hat sich nun geändert, sie möchte wohl das ich eine neue Maßnahme annehme.
Meine Frage ist nun, was mache ich mit der Abendschule?
Weitermachen. Das ist deine Freizeit, und wie du deine Freizeit gestaltest, ist dein Bier und geht die Arge nichts an - unabhängig vom Aachener Urteil.
Ich habe bis vor einem Jahr das Abend-Gym besucht (musste aus gesundheitlichen Gründen abbrechen), und meinem SB nichts davon erzählt.
Es geht ihn einfach nichts an, wie ich meine Freizeit gestalte.

LG :icon_smile:
 

Volker

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#5
Weitermachen. Das ist deine Freizeit, und wie du deine Freizeit gestaltest, ist dein Bier und geht die Arge nichts an - unabhängig vom Aachener Urteil.
Ich habe bis vor einem Jahr das Abend-Gym besucht (musste aus gesundheitlichen Gründen abbrechen), und meinem SB nichts davon erzählt.
Es geht ihn einfach nichts an, wie ich meine Freizeit gestalte.
LG :icon_smile:
Ich würde weitergehen, die Abendschule geht doch nur 2 Jahre.
In der Schule lernst du mehr als in 10 Jahren ARGE Massnahmen.
Also mach diese auf jedenfall fertig, mit guten Noten. Versuch dir
die ARGE von Hals zu halten. Bzw. für dich schlechte Massnahmen
muesstest du dir eh vom Halse halten, die würden vermutlich dir die
Abendschule versauen und dich gleich mit.

Selber Abendrealschule gemacht habend

Volker
 

berimbau

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#6
Meine Abendschulzeit ist zwar schon ein paar Jahre her, aber so weit ich weiß, hat sich zwischenzeitlich nichts wesentliches geändert. Allerdings hab ich gerade über die Aussage, dass Abengymnasium nur 2 Jahre dauert, ziemlich gestaunt. Bei uns waren das 3 1/2 Jahre. 1/2 Jahr Vorkurs und dann 11., 12. und 13. Jahrgangsstufe. Ganz normal wie auch an der Tagesschule.

Du wirst kein Schüler-BAföG bekommen, wenn du die 30er-Schallgrenze schon überschritten hast. Mein Rat: Klappe halten und weitermachen! :cool: Deine FM geht es nix an, was du in deiner Freitzei machst. Solltest du eine Maßnahme aufs Auge gedrückt bekommen, dann schaffst du das zur Not auch beides. Ich hab meine Abendschule parallel zu einer echten 40-Stunden-Woche gemacht. Die normalen "Bildungs"-Maßnahmen der ArGe sind doch nur "Wir üben Aufstehen mit der ArGe"-Maßnahmen.:icon_pause: Notfalls Zeit dort absitzen und dann aber zackig zur Abendschule und richtig was lernen! :icon_daumen:

Ich find es toll, dass du dich wieder aufgerappelt hast und ich wünsch dir viel ERfolg!
 

Volker

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#7
Abendrealschule war bei mir 2 jahre, kann sein das Gyn. 3 jahre sind.
Volker
 

pinguin

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#8
Die Erfahrung mit Abendschule habe ich auch; hatte zu Ostzeiten kurz vor der Wende während meiner Armeezeit die 9. und 10. Klasse nachgeholt, (war bei uns damals ja insgesamt nur 10-klassige Schule), und hatte im Anschluß daran das Abi angefangen, das bei uns nur 2 Jahre dauerte, alles per VHS. Anfang der 12., die Armeezeit war da schon eine Weile beendet und man schon im ersten Jahr nach der Wende, brach ich das Abi dann notgedrungen ab, weil man mich in der damaligen Firma vor die Wahl stellte, entweder Job oder VHS per Abendunterricht, da beides zeitlich nicht mehr wirklich kompatibel war. Zu Ostzeiten hätte es da keine Probleme gegeben. So ist das ganze damals dumm gelaufen, da der Job Mitte '91 aufgrund von "Rationalisierungsmaßnahmen" eh weggefallen ist.

Und heute? Fernunterricht ist mit dem Budget nicht wirklich bezahlbar und normale Abendschule kommt nicht in Frage, da es in unserem Ort keine gibt.

ciao
pinguin
 
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