Abbau des Wohlfahrtsstaates: Immer mehr Briten hungern

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dersichdenwolfärgert

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Abbau des Wohlfahrtsstaates: Immer mehr Briten hungern

Hunger und Nahrungsmittelknappheit waren bis vor ein paar Jahren Probleme, die man vor allem aus sogenannten Entwicklungsländern kannte, nicht in Ländern des reichen Westens. Vor Ausbruch der Finanzkrise waren "Foodbanks", Wohltätigkeitsorganisationen, die kostenlos Nahrungsmittel verteilen, in Großbritannien nahezu unbekannt, heißt es in einem Bericht aus dem Jahr 2012, der sich mit dem Phänomen der wunderlichen Vermehrung dieser tafelähnlichen Einrichtung beschäftigte. Zählte man 2010 noch 79 solcher "Foodbanks" in Großbritannien, waren es zwei Jahre später bereits 200. Gegenwärtig koordiniert allein das größte britische Foodbank-Netzwerk, der Trussel Trust, knapp über 400. Aber dies ist nicht die eigentlich alarmierende Zahl.

Die wachsende Nachfrage nach den Essenspaketen erklärt er sich mit Unterbeschäftigung, niedrigen Löhnen, dem Ausbleiben von Lohnerhöhungen bei steigenden Lebenshaltungskosten und durch die unfaire und harte "Sozialpolitik" der Regierung. Als besonders auffällig wertet Mould die Politik der Sanktionen, die Ansprüche auf Sozialleistungen reduzieren oder gar streichen.
Steigende Zahl der Sanktionen gegen Sozialhilfeempfänger

Die Zahl dieser Sanktionen hat, wie ein Bericht des Guardian von Anfang dieses Jahres zeigt, im letzten Jahr einen Rekordwert erreicht; als Grund wird angeführt, dass die Regierung von denen, die Ansprüche auf Sozialleistungen stellen, "mehr Aktivität erwartet, um nachzuweisen, dass sie wirklich Arbeit suchen". Der Guardian spricht von einem "exzessiv auf Bestrafung ausgelegten Vorgehen".
Nach einer statistischen Auswertung stehen verspätete Zahlungen von Sozialleistungen (Benefits) mit 30 Prozent an erster Stelle der Gründe, weshalb die Essenspakete in Anspruch genommen werden, an zweiter Stelle werden niedrige Löhne angegeben (20 Prozent) und an dritter die veränderte Höhe an empfangenen Sozialleistungen (17 Prozent).
Quelle:Abbau des Wohlfahrtsstaates: Immer mehr Briten hungern | Telepolis
Deutschland hat es fleißig kopiert,
aber sie Hungern nicht nur, sie Sterben auch!

Die englischen Sozialbehörden lassen arbeitsunfähige
Leistungsbezieher von einem Ableger des börsennotierten französischen
IT-Dienstleisters ATOS auf ihre Arbeitsfähigkeit überprüfen. (1)

Diesem höchst umstrittenen “Fittness-for-work-assessment”, musste
sich kürzlich auch der 44 jährige Mark Wood unterziehen lassen, der
unter multiplen psychischen Beeinträchtigungen litt. Mit Ende Zwanzig
wurde bei ihm ein Asperger-Syndrom und eine Zwangserkrankung
diagnostiziert. Er litt unter kognitiven Verhaltensstörungen wie
einem Angstsyndrom, und hatte Essstörungen.

Nach einem halbstündigen Interview mit ATOS wurde Wood als
arbeitsfähig, sein seelischer Gesundheitszustand als normal
eingestuft. Das Jobcenter stellte darauf hin die Wohngeldzahlungen
ein und kürzte seinen Lebensunterhalt auf 40 Pfund/Woche, ohne Wood
zuvor darüber in Kenntnis zu setzten.

Aus Besorgnis über seinen Gesundheitszustand schrieb sein Artzt,
Nicholas Ward, für Wood einen Brief an das Jobcenter, mit der Bitte,
seine Leistungen fortzusetzen, da es ihm “extrem schlecht gehe, und
er absolut unfähig sei, irgendeine Art von Arbeit oder etwas
ähnliches auszuüben.”

Ob der Brief das Jobcenter erreicht hat, ist nicht bekannt.

4 Monate nach der Feststellung seiner Arbeitsfähigkeit, wurde Wood
tot in seiner Wohnung aufgefunden. Er wog noch 35 kg.

“Er hat über Jahre daran gearbeitet, sich einen Ort zu schaffen, an
dem er sicher leben konnte,” sagte seine Schwester. “Er hat mit allen
Kräften versucht zu überleben. Die Einstellung seiner Leistungen hat
dem ein Ende gesetzt. Er war eine freundliche und liebenswürdige
Person. Er hatte es nicht verdient zu sterben. Er hat niemandem weh
getan.”

Ein Sprecher von ATOS sagte: “Unsere Gedanken sind zu dieser schweren
Stunde mit der Familie von Herrn Wood.”

Ein Sprecher des Arbeitsministeriums sagte: “Die Entscheidung, ob
jemand gesundheitlich in der Lage ist, zu arbeiten, erfolgt durch
eine gründliche Beurteilung und unter Einbeziehung aller
medizinischen Unterlagen des Haus- oder Facharztes des
Leistungsberechtigten. (2)

Anmerkung:

Mark Wood ist nicht das einzige Opfer. Allein zwischen Januar 2010
und Januar 2011 sind in Großbritannien 10600 kranke oder behinderte
Menschen innerhalb von 6 Wochen verstorben, nachdem ihr
Leistungsbezug endete. (3) 1300 davon, starben kurz nachdem sie durch
das “Work Capability Assessment” (4) für arbeitsfähig erklärt wurden.
(5)

Das Äquivalent zur englischen Fleischbeschau von Arbeitsunfähigen,
leistet in Deutschland der Medizinische Dienst der Krankenkassen, der
kranke "Kunden" im Auftrag der Jobcenter begutachtet.
(6)(7)

Offizielle Statistiken von Todesopfern der deutschen Armenverfolgung
sind mir bisher nicht bekannt. Die Dokumentation des Unrechts der
Hartz-
Verbrechen und seiner Opfer werden durch privaten Initiativen
vorangetrieben:

Quelle:Die*Armen*hungern*nicht*nur,*sie*sterben*auch** | Abbau*des*Wohlfahrtsstaates:*Immer*mehr*... | Telepolis-Artikelforen
Ich nenne das absichtlichen Mord
von Menschen, die nicht mehr gebraucht werden.

Die moderne Selektionsrampe 2.0
ist wieder da.

Schuldig sind Schröder/Blair/Clinton/Merkel

Mörder!

Menschen sind halt nicht "Systemrelevant"
aber Banken und Großkonzerne sind es.


MARKTKONFORMER MORD IST DAS,
FRAU MERKEL, SIE CHRISTDEMOKRATIN!

In Deutschland geht es ganz genauso ab,
"Nach Aktenlage abgelehnt"!

Willkürlich, absichtlich!

Jobcenter Mitarbeiter, ob nun hier
oder in England, ihr macht euch
mitschuldig!

dsdwä
 

wolliohne

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Willkommen im Club der Kolateralgeschädigten,

verweise auf meinen Buchtip:

"Der stille Putsch" - von Jürgen Roth
Wie eine geheime Elite aus Wirtschaft und Politik sich Europa und unser Land unter den Nagel reisst.
 
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