Ab welchem Alter/welchen Vorraussetzungen Geld vom Staat?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

frostel

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
6 Juli 2006
Beiträge
6
Bewertungen
0
Hi, mein Sohn wird 16 - geht mit nem 8.Klassen Abschluß jetzt ab!
Wir hoffen auf ein BVJ - wissen aber nicht ob es klappt.

Ab welchem Alter und unter welchen Vorraussetzungen hat ein Jugendlicher überhaupt Anspruch auf "irgendwelche" Gelder?
 

Martin Behrsing

Redaktion
Mitglied seit
16 Juni 2005
Beiträge
21.601
Bewertungen
4.172
Re: Ab welchem Alter/welchen Vorraussetzungen Geld vom Staat

frostel meinte:
Hi, mein Sohn wird 16 - geht mit nem 8.Klassen Abschluß jetzt ab!
Wir hoffen auf ein BVJ - wissen aber nicht ob es klappt.

Ab welchem Alter und unter welchen Vorraussetzungen hat ein Jugendlicher überhaupt Anspruch auf "irgendwelche" Gelder?
Es hängt immer davon ab, ob eine Bedürftigkeit vorliegt. Auf jeden Fall gilt bis zum Abschluss einer Ausbildung die Unerhaltspflicht der Eltern. Wenn Ihr Einkommen zu niedrig ist, kann man überpfüfen, ob ein Anspruch auf ALG2 besteht, d.h. aber dann für die ganze Familie, dass sie ALG2 bezieht und jeder ab (16 Jahre) ist verpflichtet die Bedürftigkeit zu verringern und jede Arbeit ist zumutbar. Aber um konkreter zu antworten, müssten du schon etwas näher die Situation beschreiben.
 
E

ExitUser

Gast
Re: Ab welchem Alter/welchen Vorraussetzungen Geld vom Staat

frostel meinte:
Hi, mein Sohn wird 16 - geht mit nem 8.Klassen Abschluß jetzt ab!
Wir hoffen auf ein BVJ - wissen aber nicht ob es klappt.

Ab welchem Alter und unter welchen Vorraussetzungen hat ein Jugendlicher überhaupt Anspruch auf "irgendwelche" Gelder?
Zuerst mal: er sollte sich beim Arbeitsamt melden.

Wichtig für den Kindergeldanspruch.
Ihr solltet bei geringem Familieneinkommen überprüfen, ob euch Kindergeldzuschlag oder Wohngeld zustehen.

ALG II Antrag ist nur für die ganze Familie möglich: mit allen Konsequenzen... und wer einigermaßen über die Runden kommt, wird den Antrag nicht stellen wollen!

Gruß aus Ludwigsburg
 

frostel

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
6 Juli 2006
Beiträge
6
Bewertungen
0
Also wir sind zu viert, mein Mann hat nen relativ guten Job, ich nur 165 €-Basis und sonst 0, und 2 kinder - der große also knapp 16 , die kleine 6!
Da wir ein Haus haben, haben wir immer kaum Möglichkeiten was zu kriegen obwohl wir kaum über die Runden kommen, da wir das Haus abbezahlen müssen und auch die Rechnungen für Strom, Wasser, gas, Versicherungen etc. nicht weniger werden.

ALG II hatte ich mal vor ca. einem Jahr durchchecken lassen. Das wären nur ein paar Euro gewesen! Wohngeld gibts auch nicht! Kindergeldzuschuss sind die immer noch am rechnen - kann sich ja nur um Jahre handeln bis sies wissen.

Da ich aber 0 Ahnung hab wie das bei Jugendlichen läuft wenn sie aus der Schule gehen wollte ich mich mal schlau machen. Das Problem ist eben, daß er nicht die Schule fertig macht (dann kriegt man ja sowas auch oft vorgekaut) sondern zeitiger rausgeht - und da ist der Informationsstand in aller Hinsicht leider gleich 0. Man erfährt nicht was man alles tun kann oder sollte, keiner weiß bescheid (war z.Bsp. beim AA um mich zu erkundigen wo man in unserer Ecke überhaupt ein BVJ machen kann, da mußte sie schon im Haus rumtelefonieren und auf die Frage ob, wie, wo und wieviel Geld sie dafür bekommen, konnte sie mir nur sagen das das immer unterschiedlich sei. Bafög gibt es nicht - es ist keine Schule. BAB gibt es nicht - es ist keine Ausbildung. Manche Schulen geben aber sowas wie Taschengeld oder so! Toll!

Naja, und angenommen es klappt nicht - oder er bricht ab - wie läuft es dann weiter? Wohin wendet bzw. muß man sich wenden? Was ist wenn er keine Lehre etc. bekommt? Wo wird sowas gefördert etc.?
 
E

ExitUser

Gast
frostel meinte:
Da ich aber 0 Ahnung hab wie das bei Jugendlichen läuft wenn sie aus der Schule gehen wollte ich mich mal schlau machen. Das Problem ist eben, daß er nicht die Schule fertig macht (dann kriegt man ja sowas auch oft vorgekaut) sondern zeitiger rausgeht - und da ist der Informationsstand in aller Hinsicht leider gleich 0. Man erfährt nicht was man alles tun kann oder sollte, keiner weiß bescheid (war z.Bsp. beim AA um mich zu erkundigen wo man in unserer Ecke überhaupt ein BVJ machen kann, da mußte sie schon im Haus rumtelefonieren und auf die Frage ob, wie, wo und wieviel Geld sie dafür bekommen, konnte sie mir nur sagen das das immer unterschiedlich sei. Bafög gibt es nicht - es ist keine Schule. BAB gibt es nicht - es ist keine Ausbildung. Manche Schulen geben aber sowas wie Taschengeld oder so! Toll!

Naja, und angenommen es klappt nicht - oder er bricht ab - wie läuft es dann weiter? Wohin wendet bzw. muß man sich wenden? Was ist wenn er keine Lehre etc. bekommt? Wo wird sowas gefördert etc.?
Warum will er die Schule nicht fertig machen?

Du solltest ihm klarmachen (lassen) was es bedeutet, ohne Schulabschluß da zu stehen. Ohne Schulabschluß wohl keinen Ausbildungsplatz... bis 25 zu Haus bleiben müssen...und dann?

Notfalls eine Klasse wiederholen ist besser als das, was an Alternativen denkbar ist...oder auch Schulwechsel. Aber erst was haben dann hinschmeißen... das ist ungemein wichtig!

Was anderes kann ich leider nicht raten.

Gruß aus Ludwigsburg
 

Arania

Neu hier...
Mitglied seit
5 September 2005
Beiträge
17.179
Bewertungen
178
Auch hier kann ich Ludwigsburg nur zustimmen (auch, weil ich es schon in einem anderen Thread getan habe) einen Schulabschluß und eine Ausbildung zu haben ist heute zwar keine Garantie auf eine Arbeitsstelle, aber ohne wird es ziemlich aussichtslos
 

frostel

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
6 Juli 2006
Beiträge
6
Bewertungen
0
Wenn es so einfach wär, wär ich als Mutter glücklich!

Leider hat mein Sohn nicht grad Bock auf Schule, wurde strafversetzt, hat schon eine Klasse wiederholt also seine 9 Pflichtjahre weg!
 

frostel

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
6 Juli 2006
Beiträge
6
Bewertungen
0
Sorry, Telefon hat geklingelt!
Eigentlich sollte noch das dazu:

Er hat so miese Zensuren und auch sein Benehmen läßt leider zu wünschen übrig, sodaß ihn die Schule nicht länger nimmt, da er wie gesagt 9 Jahre weg hat dürfen sie daß!

Und wie gesagt BVJ probieren wir natürlich!
 
E

ExitUser

Gast
frostel meinte:
Wenn es so einfach wär, wär ich als Mutter glücklich!

Leider hat mein Sohn nicht grad Bock auf Schule, wurde strafversetzt, hat schon eine Klasse wiederholt also seine 9 Pflichtjahre weg!
Welches Kind hat schon Bock auf Schule?

Mit meiner jüngsten hab ich da auch meine Probleme... aber sie hat hoffentlich kapiert, daß man was tun muß, um den Wunschberuf ausüben zu können.

Ein Praktikum hat da wahre Wunder gewirkt... nun weiß sie, wofür sie lernt... und ungeeignete Lehrer erträgt.

Pflicht ist für meine Kinder ein Abschluß...
und deine, ihm das zu vermitteln (lassen)

Wenn er so abgeht, hat er sich sein Leben wahrscheinlich versaut, und du hast es zugelassen.
Sorry, aber was soll ich sonst sagen?

Kindererziehung ist selten einfach... und jedes kind ist anders, aber willst du zulassen, daß er sich jetzt schon aufgibt?

Noch ist er keine 18 und du kannst ein Machtwort sprechen, wobei. überzeugen wär sinnvoller.

Gruß aus Ludwigsburg
 
A

Arco

Gast
frostel meinte:
Sorry, Telefon hat geklingelt!
Eigentlich sollte noch das dazu:

Er hat so miese Zensuren und auch sein Benehmen läßt leider zu wünschen übrig, sodaß ihn die Schule nicht länger nimmt, da er wie gesagt 9 Jahre weg hat dürfen sie daß!

Und wie gesagt BVJ probieren wir natürlich!
... also als Vater zweier Söhne kommt mir viele bekannt vor, nicht so extrem, aber es hat auch gereicht.

Gerade bei einem Sohnemann war auch eine länger Null-Bock-Phase.

Versucht BVJ - was Anderes geht fast nicht - und dann versuchen das es nicht noch extremer wird. Ansonsten erstmal etwas laufen lassen.

Hört sich klugscheißerisch an, aber bei denen rennt man erstmal an die Wand.

Beratungstelle für Jugendliche etc.... aber wenn er nicht mitmacht ??

Eine gute Nachricht zum Schluß - bei uns hat sich das nach einer gewissen Zeit gegeben und dann ist der Knoten geplatzt.
Der bei uns Gemeinte hat wohl eine Lehre gemacht und dann wieder etwas Null-Bock ..... allerdings ist er jetzt zum 2.Mal aufgewacht und macht im 2. Bildungsweg sein Abitur .... Also nicht gleich alles ins Korn werfen ....
 

frostel

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
6 Juli 2006
Beiträge
6
Bewertungen
0
@ ludwigsburg

Deine Antwort in allen Ehren, aber so einfach wie du dir das vorstellst ist es nicht!

Erstmal geredet etc. hab ich genug - aber: Er hat 9 Schuljahre hinter sich, hat eine Schulversetzung wegen "nichtbenehmens" hinter sich, hatte schon Mühe ihn noch für das letzte halbe Jahr auf einer Schule unterzubringen. Hier wurde gesagt "sollte" er seine Zensuren und Einstellung verbessern kann er hier die 9. machen - hat er nicht - also "Rauswurf", da er wieder sitzengeblieben wär! Die Schule ist nur in der Pflicht ihn zu nehmen, solange er noch keine 9 Jahre voll hat. Hat er sie voll ist es den Schulen überlassen zu entscheiden. Und soviel Auswahl an Schulen gibt es hier nicht, 4 Stück sind es in zweien davon war er, die andern wollen ihn auch nicht aufgrund der Vorgeschichte, die nächsten sind über 50 km entfernt ....!
 
E

ExitUser

Gast
frostel meinte:
@ ludwigsburg

Deine Antwort in allen Ehren, aber so einfach wie du dir das vorstellst ist es nicht!
Wie einfach stelle ich mir das denn vor?

Du weißt nicht, welche Erfahrung ich mit Kindern und ihren Problemen habe...

Wie ich schon sagte:

es gibt eben nur die zwei Möglichkeiten, entweder man findet eine Lösung oder das Kind hat keine Chance auf dem Arbeitsmarkt.

Beim Lesen deines Beitrages fiel mir der Satz auf, in dem du sinngemäß schriebst, damit kennst du dich nicht aus.

Da hättest du viel viel eher Infos einholen müssen!

Die erste Frage muß aber immer sein: warum verweigert sich das Kind? Die zweite: was hilft ihm. Und dann: was kann er sonst tun.

Und dazu ist es wichtig, daß jemand einen Zugang zu ihm findet!

Und dann muß man sich einsetzen, daß er noch eine Chance bekommt.

Und wenn er nicht zu Haus bleiben kann, dann eben woanders!

Und du hast nur eine Möglichkeit von der du nicht weißt ob das klappt - was, wenn nicht?

Er ist bald volljährig... dann hast keine Einflußmöglichkeit mehr...

Ich verkneif mir jetzt mal einen aus meiner Sicht ähnlichen Fall zu schildern, denn

ich kenne deinen Sohn nicht, weiß nicht, was hinter seiner Verweigerung steckt.

Aber auf Zeit spielen halte ich für falsch: die Zeiten werden immer schlechter. Und bis er von allein zur Vernunft kommt kann es schnell zu spät sein.

Gruß aus Ludwigsburg
 

frostel

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
6 Juli 2006
Beiträge
6
Bewertungen
0
@ Ludwigsburg

Weißt du, ich hab auch schon schlimme Jahre hinter mir! Mein sohn hatte bereits in der 5. Klasse Schulangst, war dann ein Jahr in Behandlung und in der Klinik. Ich bin froh über jeden Schritt den es in die richtige Richtung weitergeht. Das heute natürlich ein Schulabschluß bzw. eine Lehre wichtig sind ist mir auch klar - dumm bin ich nicht! Leider ist aber das System bezüglich frühzeitiger Abgänger nicht ausgeklügelt. Man läuft von Pontius zu Pilatus und keiner weiß bescheid, kann dir Tips geben etc. Auch die Schule tut da nichts. Auf dem Arbeitsamt mußte man wie gesagt erst mal rumtelefonieren wo man BVJ machen kann. Und so ist auch alles andere!
Schau dich doch mal im Internet wo du dazu was findest!?! Da steht höchstens ne Beschreibung was BVJ bedeutet - sonst nichts!

Und eigentlich hatte ich mich hier nicht rechtfertigen wollen, sondern ich wollte von Leuten die sich damit schon auskennen Tips wohin man sich wenden kann bzw. sollte um an die richtige Stelle zu kommen - Schließlich gibt es ja verschiedene :BIZ, ARGE, AA, die Berufsschulen selber etc.!
 
E

ExitUser

Gast
frostel meinte:
@ Ludwigsburg


Und eigentlich hatte ich mich hier nicht rechtfertigen wollen, Du sollst/mußt dich auch nicht rechtfertigen! sondern ich wollte von Leuten die sich damit schon auskennen Tips wohin man sich wenden kann bzw. sollte um an die richtige Stelle zu kommen - Schließlich gibt es ja verschiedene :BIZ, ARGE, AA, da ist mit Hilfe nicht zu rechnen... die Berufsschulen selber etc.!


ich kann nur von dem ausgehen, was ich lese...

was deine Frage an geht, an wen du dich wenden kannst: da kann dir nur jemand aus deiner Umgebung helfen. Es ist überall anders.
In die Schulen gehen wäre ein Weg... vielleicht findest du einen verständnisvollen Direktor - aber da müßte dein Sohn wollen!

Erzähl ich doch mal was von mir: Ich selbst hab mal die gleiche Frage gestellt, wer raten kann, als ich drauf kam, daß die Schulschwierigkeiten meiner Tochter darin begründet sind, daß sie an Dyskalkulie leidet.

Damals war ich auch am Verzweifeln weil ich sah, daß meine Tochter sich in der Schule bemühte aber in Mathe alles nichts nutze, sie verlor den Spaß am in die Schule gehen, es wirkte sich auch auf andere Fächer aus.

(Auf Dyskalkulie testen lassen hab ich sie in Eigeninitiative in einem privaten Institut in einer anderen Stadt, die Schule hats nicht erkannt)

Eine Antwort auf meine Hilferufe hab ich nicht bekommen, nur irgendwann den Rat, JEDEN anzusprechen, der mir über den Weg läuft, um so an ebenfalls Betroffene zu geraten.

Das hab ich getan,monatelang, und jeder, den ich ansprach, wußte nicht mal, was das ist, geschweige denn wie die Therapie zu finanzieren ist (weil überall anders und strittig, wer zahlen muß) und wo man einen guten Therapeuten findet.

Bis ich dann einen Anruf von einer ebenfalls betroffenen, mir völlig fremden Mutter bekam, die mir eine gute Therapeutin nannte und mich aufklärte, wie ich die teure Therapie bezahlt bekommen kann.

In Kürze verläßt meine Tochter das Gymnasium... mit Abschluß 10. Klasse und Lehrvertrag in der Tasche, im Traumberuf und da, wo sie lernen wollte.

Die Lehrer damals haben ihr keine Chance gegeben... wenns nach denen gegangen wär: Hauptschule.

Damit hätte sie nie die Möglichkeiten gehabt, die sie nun hat - und wer weiß, was aus ihr geworden wär, wenn ich ihr nicht geholfen hätte! ich sehs ja an anderen, wo niemand hinterfragt, warum ein Kind "schwierig" wird.

Gruß aus Ludwigsburg
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben Unten