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Ab wann zählt die 6 Monatsfrist zur Senkung der Kdu

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radado

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#1
seit 06.08.2008 habe ich Probleme mit der Arge. Erst wurden Leistungen ganz abgelehnt, dann habe ich Widerspruch eingelegt und am 19.11.2008 dann wieder ein neuer Bewilligungsbescheid u.a mit dem Zusatz das die Unterkunftskosten gesenkt werden müssen, und zwar bis zum 01.02.2009.
Abgelehnt wurden die Leistungen damals weil ich in einer eheähnlichen Gemeinschaft lebe, mein Partner aber nicht in der Lage ist mich zu Unterstützen, da er mehrere Lohnpfändungen hat.
Hinzu kommt noch das ich im Juli 2008 einen schweren Herzinfarkt hatte und auf Medikamente angewiesen bin, aber keine KV habe und mir die auch nicht leisten kann.
Da ich merkte das ich wohl ohne Anwalt nicht weiter komme bin ich Anfang zu einem Anwalt gegangen.
Die hat dann auch gleich Widerspruch eingelegt, u.a auch wegen dem Hinweis zur Absenkung der Unterkunftskosten, das die frist zum 01.02.2009 nicht rechtens ist, da wir erst am 19.11.2008 darauf aufmerksam gemacht wurden sind.Somit also erst am 19.05.2009 abläuft.
Dann passierte erstmal nichts, ich bekam keinerlei Unterstützung und meine Schulden wurden immer mehr.
Am 11.05.2009 habe ich dann eine Nachzahlung für die Monate Sept, Okt, Dez 08 und Jan 09 erhalten.
Nachdem die Arge dann mal wieder ein paar Unterlagen haben wollte, die sie eigentlich schon hatten, habe ich wieder 4 Wochen nichts gehört. Heute habe ich dann mal per Mail meine SB gefragt, wann ich mit der Auszahlung ab Feb 09 rechnen kann. (Da meine Anwältin mal wieder auf meine Mails nicht reagiert) Ich bekam dann eine Antwort von meiner SB ebenfalls per Mail das ich keine Leistungen mehr erhalten würde ab Feb 09 lediglich einen Zuschuss zur Krankenkasse.
Den ganzen Tag habe ich gerechnet und überlegt warum, da ich ja noch nichts schriftlich habe, denn lt. Aussage meiner SB liegen die Berechnungen von ihr noch bei der Widerspruchstelle.
Nun bin ich ich nach langem überlegen darauf gekommen, die hat ab dem 01.02.09 nur noch die Miete angerechnet, die lt Tabelle für uns zu bezahlen wäre.

Meine Frage nun ist das rechtens, wenn ich
1. erst am 19.11.2009 davon in Kenntnis gesetzt wurde
und
2. ab wann gilt die 6 Monatsfrist, ab Antragstellung oder ab dem Tag der in Kenntnissetzung seitens der Arge.

Da meine Anwältin im Moment einfach nicht zu erreichen ist, hoffe ich man kann mir hier darauf Antworten.
Denn ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Auch muss ich noch bemerken, das ich mich nicht um eine billigere Wohnung bemüht habe, da ich erstens nicht das Geld für einen Umzug habe und auch die letzten Monate andere Probleme hatte.

Würde mich sehr über eine oder auch mehrere Antworten freuen, vielen Dank schonmal
Und Sorry für die lange Geschichte, aber ich denke das war nötig um soviel Info zu geben wie möglich
 

redfly

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#2
Im Gesetz wird leider nur von bis zu 6 Monaten geschrieben. Die Frist beginnt, sobald du von der ARGE zur Kostensenkung aufgefordert wurdest. Die tatsächliche Miete muß also nicht immer volle 6 Monate weitergezahlt werden. Im Einzelfall kann die Frist sogar länger sein. Das ist nämlich bei uns der Fall. Denn aufgrund der verzögerten Übernahme der Wohnungsbeschaffungskosten mussten wir die Suchbemühungen unterbrechen. Die Klage läuft schon. Will man später vor Gericht eine gute Ausgangssituation haben, sollte man bei einer Kostensenkungsaufforderung unbedingt sofort mit den Suchbemühungen beginnen. Bitte dann auch alles schriftlich dokumentieren.
 

Arania

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#3
das ich mich nicht um eine billigere Wohnung bemüht habe, da ich erstens nicht das Geld für einen Umzug habe und auch die letzten Monate andere Probleme hatte.
das ist leider schlecht, denn zumindest Bemühungen muss man nachweisen damit man überhaupt etwas in der Hand hat bei einer eventuellen Klage, nichtstun ist das schlechteste was man machen kann
Der Umzug würde ja von der ARGE bezahlt, das ist also kein Argument
 

Romeo

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#4
Zitat radado: "Auch muss ich noch bemerken, dass ich mich nicht um eine billigere Wohnung bemüht habe, da ich erstens nicht das Geld für einen Umzug habe"

Zitat Arania: "Der Umzug würde ja von der ARGE bezahlt, das ist also kein Argument"

Zitat Arania (vom 24.11.2008! - s. Link unten) "Sobald Du ausziehst, muss das Amt Dir den Umzug bezahlen, die Kosten für die Wohnungsbeschaffung und die KDU"

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Romeo

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#6
Die Antwort ging an radado, was sie damit anfängt, das geht mich nix an.
 
E

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Gast
#7
das ist leider schlecht, denn zumindest Bemühungen muss man nachweisen damit man überhaupt etwas in der Hand hat bei einer eventuellen Klage, nichtstun ist das schlechteste was man machen kann
Der Umzug würde ja von der ARGE bezahlt, das ist also kein Argument


Die Arge muss im Streitfall nachweisen, wie sie ihre Angemessenheits-Kriterien berechnet hat und dass entsprechender Wohnraum auch zur Verfügung steht.

Steht zumindest so in den KdU-Richtlinien meiner Arge.

In den meisten Städten sind die Kriterien utopisch, an Bestandsmieten orientiert und es ist kaum Wohnraum zu diesen Bedingungen vorhanden, weshalb ich immer zur Klage raten würde. Lasst euch nicht abschrecken! Je mehr Klagen eingehen, desto mehr Bewusstsein wird für das Problem geschaffen.
 

Arania

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#8
Mir brauchst Du nicht zu erklären wie man das abwendet, habe das 26 mal durch, aber ganz ohne Eigenbemühungen, das wird schwierig
 

radado

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#9
Zitat radado: "Auch muss ich noch bemerken, dass ich mich nicht um eine billigere Wohnung bemüht habe, da ich erstens nicht das Geld für einen Umzug habe"

Zitat Arania: "Der Umzug würde ja von der ARGE bezahlt, das ist also kein Argument"

Zitat Arania (vom 24.11.2008! - s. Link unten) "Sobald Du ausziehst, muss das Amt Dir den Umzug bezahlen, die Kosten für die Wohnungsbeschaffung und die KDU"

Vestehe die Welt nicht mehr!!! - Erwerbslosen Forum Deutschland (Forum)
sorry, aber verstehe auch nicht was er damit sagen will:)
 

radado

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#10
Meine Frage war ja einfach nur ab wann die Frist gilt...sicher hätte ich mich bemühen können/müssen, aber ehrlich gesagt ist das ganz untergegangen mit dem ganzen Stress der Arge, kein Geld und immer nur ausreden seitens der Arge und von allen seiten Druck. Ich könnte noch viele Gründe ausführen warum ich da am wenigsten dran gedacht habe, aber das führt zu nichts.Also weiter kämpfen und Hungern.
Aber trotzdem danke an alle für eure Antworten
 

Romeo

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#11
Radado schreibt:

"sorry, aber verstehe auch nicht was er damit sagen will:)"

Ganz einfach: Der angegebene Link weist aus, dass Du - in einem anderen Thread - von Arania bereits die Auskunft bekommen hast, die Du in Deinem Ausgangsposting in diesem Thread

"da ich erstens nicht das Geld für einen Umzug habe"

in Abrede gestellt hast, sprich Deine angebliche Unkenntnis einer möglichen Umzugskostenübernahme.
Also ist diese Deine Aussage ("Kein Geld" ) irrelevant - und damit vor der ARGE nicht vertretbar.
Romeo
 

redfly

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#12
Insgesamt also schlechte Voraussetzungen hier den kampf gegen die ARGE zu gewinnen. Sollte die Miete tatsächlich gekürzt werden, stehen die Chancen schlecht in einem Rechtsstreit. Tja so ist das, die ARGE schafft sich mit der Kostensenkungsaufforderung eine gute Ausgangsposition. Wird der Aufgeforderte nicht aktiv, hat er praktisch schon verloren. Ich schreibe das alles hier aus eigener Erfahrung. Über 3 Jahre Kampf in Sachen Kostensenkung mit dem Jobcenter. Jetzt sind wir ( 2er BG) umgezogen. Es wurden alle Kosten von der ARGE übernommen. Die Wohnung ist sogar besser, auch von der Lage, zusätzlich sogar mit Balkon und Garten. Sie ist zwar kleiner, aber von der Größe noch völlig ausreichend. Jeder hat einen eigenen Raum und es gibt eine große Wohnküche. Wir hatten da natürlich viel Glück gehabt.
 

Arania

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#13
Ich habe meine Aufforderung zur Senkung der KDu vom Tisch bekommen und 25 andere im Laufe der Jahre, allerdings muss man aktiv werden, das stimmt, einfach sitzen und abwarten, das bringt nichts
 
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