Ab wann muss das Jobcenter eine Umschulung bezahlen oder bleibt das den Launen des SB immer vorbehalten? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

G

Gelöschtes Mitglied 65997

Gast
Mal als Beispiel:
  • Man kann und darf in seinem erlernten Beruf nicht mehr arbeiten
  • auch übergangsweise nur Absagen auf Bewerbungen
  • Seit 15 Jahren kein Bezug mehr zum Beruf
  • lange arbeitslos
Das alles sollen nur Beispiele sein. Wie würde es sich da verhalten? Könnte diese Person sogar mit Erfolg die Umschulung einklagen?
 

Helga40

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Dezember 2010
Beiträge
8.222
Bewertungen
7.779
Das könntest du nur, wenn eine Ermessensreduzierung auf Null vorliegt. Das heißt, wenn du trotz der Tatsache, dass es im SGB II keinen Berufsschutz gibt, die jede Arbeit zumutbar ist usw. ohne die Umschulung keinesfalls Arbeit finden könntest, auch nicht in Anlernberufen bzw. im Hilfsarbeiterbereich.

Wenn gesundheitliche Probleme dich Berufsunfähigkeit gemacht haben, müsste erstmal geklärt werden, wer Rehaträger ist. Das JC kann kein Rehaträger sein. Wenn nur übergangsweise (also für einen kurzen Zeitraum) Absagen kommen, reicht das definitiv nicht. Wenn du schon länger alo bist, muss man den Grund hinterfragen und auf welche Stellen du dich bewirbst und ob du dich tatsächlich schon jahrelang auch auf Anlernstellen, bei ZAFs etc. beworben hast.
 
G

Gelöschtes Mitglied 65997

Gast
Das könntest du nur, wenn eine Ermessensreduzierung auf Null vorliegt. Das heißt, wenn du trotz der Tatsache, dass es im SGB II keinen Berufsschutz gibt, die jede Arbeit zumutbar ist usw. ohne die Umschulung keinesfalls Arbeit finden könntest, auch nicht in Anlernberufen bzw. im Hilfsarbeiterbereich.

Wenn gesundheitliche Probleme dich Berufsunfähigkeit gemacht haben, müsste erstmal geklärt werden, wer Rehaträger ist. Das JC kann kein Rehaträger sein. Wenn nur übergangsweise (also für einen kurzen Zeitraum) Absagen kommen, reicht das definitiv nicht. Wenn du schon länger alo bist, muss man den Grund hinterfragen und auf welche Stellen du dich bewirbst und ob du dich tatsächlich schon jahrelang auch auf Anlernstellen, bei ZAFs etc. beworben hast.
Danke also bleibt sowas immer eine Ermessensentscheidung.
 

Nena

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
10 Oktober 2015
Beiträge
2.522
Bewertungen
3.898
Ja, unter diesen Umständen schon.
 

Badener

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
29 September 2015
Beiträge
541
Bewertungen
342
Könnte diese Person sogar mit Erfolg die Umschulung einklagen?
Hallo,
ich würde mal sagen. Das JC MUSS nichts!
Wenn man Wert auf eine Umschulung legt, kann man sich genau erkundigen, versuchen (sofern möglich) eine Stelle zu bekommen, dann dem JC den Vorschlag machen. Es liegt absolut im Ermessen des SB.
LG
 
G

Gelöschtes Mitglied 65997

Gast
Hallo,
ich würde mal sagen. Das JC MUSS nichts!
Wenn man Wert auf eine Umschulung legt, kann man sich genau erkundigen, versuchen (sofern möglich) eine Stelle zu bekommen, dann dem JC den Vorschlag machen. Es liegt absolut im Ermessen des SB.
LG
Ja leider ist das so! Die wollen ja auch nicht das man da raus kommt, sonst werden ja die arbeitslos. Das habe ich stark gemerkt als meine Sachbearbeiterin mir im gleichen Jahr drei Ausbildungsstellen versaute. 2 standen im Beruf MFA kurz vor Vertragsunterzeichnung und bei der anderen hat die mich so schlecht gemacht, dass die von der Einladung in einer Fachschule für Sozialpädagogik vom Eignungsverfahren zurück getreten sind. Im übrigen war das alles gelogen von ihr. Seitdem habe ich wirklich ein Hass mit allem was JC zu tun hat.
 

Helga40

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Dezember 2010
Beiträge
8.222
Bewertungen
7.779
Dir ist aber klar, dass du ein eigenständiger Mensch bist und dir deine Ausbildung selbst suchen kannst? Ohne überhaupt dem JC davon zu erzählen? Was hält dich davon ab? Wie alt bist du, hast du schon eine Ausbildung, was genau willst du machen? Und wie hat dich deine Vermittlerin (meinst du mit SB, oder?) denn schlecht gemacht?
 
G

Gelöschtes Mitglied 65997

Gast
Dir ist aber klar, dass du ein eigenständiger Mensch bist und dir deine Ausbildung selbst suchen kannst? Ohne überhaupt dem JC davon zu erzählen? Was hält dich davon ab? Wie alt bist du, hast du schon eine Ausbildung, was genau willst du machen? Und wie hat dich deine Vermittlerin (meinst du mit SB, oder?) denn schlecht gemacht?
Ja das war auch mein Fehler, dass ich ihr das erzählte. Ich rief sie freudenstrahlend an weil es ja mein absoluter Traumberuf ist. Jetzt sage ich nur noch was, wenn der Vertrag unterschrieben ist. Diese Person ist jetzt in Rente. Ich weihe die auch nicht mehr ein wenn ich ein Vorstellungsgespräch oder ein Hospitationstag habe. Bezahle ich lieber selber.
Naja bei den beiden male kurz vor Unterzeichnung des Ausbildungsvertrages (MFA) rief diese andauernd den Arbeitgeber an und drängte ihn wann denn endlich der Ausbildungsvertrag käme. Die Arbeitgeber können nicht hexen und hatten irgendwann die Schnautze gestrichen voll, dass sie sagten, tut uns leid Frau ..........., sowas können wir bei uns nicht gebrauchen. Ich wünsche ihnen aber viel Erfolg auf ihrem weiteren Weg. Das sprach sich natürlich dann unter den Ärzten rum und somit hatte ich es noch schwerer.

Beim anderen in der Fachschule für Sozialpädagogik (staatlich anerkannte Erzieherin gefördert damals durch das ESF Projekt Männer und Frauen in Kitas mit einem Verdienst von monatlich 1250Euro) hat sie mich am Telefon genau ausgefragt, was ich denn so geschrieben hätte. Da hätten bei mir schon die Alarmglocken schrillen müssen, doch daran hatte ich nicht gedacht. War sowieso schon total aufgeregt. Wie ich erfahren hatte, hat meine Fallmanagerin (so heißen die bei uns) das Gegenteil behauptet was ich geschrieben habe. So war auch ich hier unten durch.
 

Helga40

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Dezember 2010
Beiträge
8.222
Bewertungen
7.779
Dir ist klar, dass ich noch weitere Fragen gestellt habe?
 

Makale

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
28 Januar 2013
Beiträge
3.349
Bewertungen
3.466
Ja, beim Jobcenter sollte alles Gesagte genau überlegt sein. Wenn ich das so durchlese, dann kommen Erinnerungen hoch. Wenn ich dem Jobcenter damals von meiner berufsbegleitenden Aufstiegsfortbildung (Fachwirt) erzählt hätte, dann hätten die das torpediert und Theater gemacht (was auch rechtens gewesen wäre). Zum Glück gelang es mir das Geheim zu halten und ging unbehelligt, abgesehen von anderen Streitigkeiten, über einige Zeit als gewöhnlicher Aufstocker durch bis ich keinen Folgeantrag mehr stellte.

Zum Thema hat @Helga alles Wesentliche geschrieben. So ist es halt.
 
Oben Unten