Ab wann gilt man nach einer Ausbildung als Kauffrau im Einzelhandel oder Verkäufer wieder als ungelernt?

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Zermürbt38

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Also ab wie vielen Jahren der Arbeitslosigkeit ohne Beziehung zum Beruf
 

HermineL

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Da gibt es m.W.n. keine allgemeingültige Aussage. Einzig in Hinsicht auf § 81 SGB III ist mir da etwas bekannt.

Der Begriff ungelernt ist bekannt. Der Begriff "wieder ungelernt" bedarf dagegen einer Erklärung. Er trifft zu, wenn
  1. ein Berufsabschluss vorhanden ist
    -und-
  2. danach mindestens 4 Jahre in an- oder ungelernter Tätigkeit*) gearbeitet wurde
    -und-
  3. der erlernten Beruf deshalb nicht mehr ausgeübt werden kann.
Insbesondere der 3. Punkt ist entscheidend. Beispiel: Maurer sind nach 4 Jahren in berufsfremder Helfertätigkeit vermutlich trotzdem im Ausbildungsberuf vermittelbar (und zählen deshalb weiter als gelernt). Dies muss bei Berufen im IT-Bereich wahrscheinlich anders beurteilt werden.
Quelle: Gelernt - Ungelernt
 

Schmerzgrenze

Super-Moderation
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Einzig in Hinsicht auf § 81 SGB III ist mir da etwas bekannt.
§ 81 SGB III behandelt als Grundsatzbestimmung die Bedingungen für Weiterbildung im Rahmen der Arbeitsförderung.
Ein Berufsabschluß kann der Fachkraft nicht einfach abgesprochen werden und es gibt auch keine Befristung des Berufsabschlusses.
Dein Zitat stammt übrigens von einem Sklavenhändler ähm Arbeitsvermittler und entbehrt jeder rechtlichen Grundlage.
arbeitsvermittler.de meinte:
So gelten Sie als wieder ungelernt :icon_kratz:
Der Begriff ungelernt ist bekannt. Der Begriff "wieder ungelernt" bedarf dagegen einer Erklärung. :icon_lol: Er trifft zu, wenn
... ich als Arbeitsvermittler möglichst viele erwerbslose Fachkräfte als ungelernt verschachern kann.
Wurde aber alles schon einmal durchgekaut: Vier Jahre Arbeitslosigkeit und man gilt dann als ungelernt. Ist das so?
 

Nena

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Ab wann gilt man nach einer Ausbildung als Kauffrau im Einzelhandel oder Verkäufer wieder als ungelernt?
Für wen?
Für Dich? Sobald Du nicht mehr weißt, was Du gelernt hast.
Für eine AG? Sobald das, was Du gelernt hast, nicht mehr relevant für die gefragte Tätigkeit ist.

Für Deinen Lebenslauf? Nie. (Oder steht auf Deinem IHK-Zeugnis ein Ablaufdatum? Eine Informatikerin mit Abschluss aus den 80ern (gerade gegoogelt, gibt es seit 1967) ist auch heute noch eine Informatikerin...)
Im Ernst: Für wen?
Wenn Du in Deinem Job als Profi-Fußballer keinen neuen Verein mehr findest, verlierst Du doch nicht Deine Qualifikation - solltest Dich aber klugerweise trotzdem auch in anderen Branchen umsehen...
 

Zermürbt38

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Man hat zwar auf dem Papier die Ausbildung bestanden, aber nie einen Berufsbezug gehabt. Daher frage ich mich ab wie vielen Jahren man, besonders in Arbeitgeberaugen und in den Augen der JC Mitarbeiter, als wieder ungelernt gilt?
 

Shlock

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Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass zumindest JC-Mitarbeiter sich das so hinbiegen, wie es gerade passt.
Ich galt mit abgeschlossenem Studium als "ungelernt", wenn ich etwas wollte, was eine Ausbildung benötigt hätte und als "mit Ausbildung", wenn ich eine Förderung wollte, die für Ungelernte ist.
Es gibt meines Wissens nach keine allgemeine Regelung.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Das würde ich dann eher als „ohne Berufserfahrung“ benennen.

Das Thema in anderer Prägung hatten wir hier schon, Du bringst aber eine neue Variante ins Spiel.

„Ungelernt“ im eigentlichen Sinn ist man mit Ausbildung aber nicht.
Man ist dann für den ehemals erlernten Beruf sehr schlecht vermittelbar.
 

Heidschnucke

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Was für eine Frage? Du hast was gelernt hast eine Ausbildung gemacht in einer Prüfung Dein Wissen und können nachgewiesen, bis auf ein paar wenige ausnahmen kann Dir das niemand absprechen.

Ich bin mit 16 Jahren das letzte mal Fahrad gefahren, bin heute 55 und kann es immer noch. (Belastung EKG) ich kenne Leute die haben mit 18 Ihrn Führerschein gemacht sind über 30 Jahre nicht gefahren und fahren heute Auto, sicher ein paar mal geübt und los gings.

Das Problem beim JC ist das die AG immer schrein wir haben keine Fachkräfte, aber wir haben genug Fachkräfte sie wollen sie blos nicht bezahlen.

Wenn Du aber eine Ausbildung schon hinter Dir hast, aber nun keinen Zugang zu den Beruf gefunden hast, was durchaus nicht unüblich ist, gibt es die Möglichkeit der "Umschulung" das wollen die JC aber nicht unbedingt bezahlen und versuchen dich lieber in Hilfsarbeitertätigkeiten oder Leiharbeit zu pressen, frei nach den Wunsch der Wirtschaft "Billige Arbeiter braucht das Land!" damit unsere Gewinne neue höhen erklimmen!
 

HermineL

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Man hat zwar auf dem Papier die Ausbildung bestanden, aber nie einen Berufsbezug gehabt. Daher frage ich mich ab wie vielen Jahren man, besonders in Arbeitgeberaugen und in den Augen der JC Mitarbeiter, als wieder ungelernt gilt?
Wofür machst du ein neues Thema auf obwohl du schon genau zu dieser Fragestellung eine Thema eröffnet hast ?
 

vidar

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Moin @Zermürbt38,

So einfach mal so lässt sich die Frage nicht beantworten. Hierzu müsste man auch wissen, um welche Zeitspanne der erlernten Beruf nicht ausgeübt wurde. Des weiteren kommt es hier auch auf den jeweiligen ausgebildeten Beruf an. Denn wichtig hierbei könnte es sicherlich sein, in wieweit sich während der Zeit des Nichtausübens des gelernten Berufs die Anforderungen im Berufszweig verändert haben.

Bei einem Beruf mit einer relativ unveränderter Anforderungssituation dürfte es nach einer kurzen Anlaufphase schließlich durchaus möglich sein den Beruf ausüben zu können. Fraglich hier könnte sein, ob ein Arbeitgeber auch dazu bereit ist dich einzustellen. Das Angebot und die Nachfrage spielt hier auch eine entscheidende Rolle.

Das Jobcenter nimmt keinen Rücksicht auf deinen Beruf. Hier geht es in erster Linie nur darum dich so schnell als möglich aus dem H-4 Bezug zu entlassen.
Dass du hierfür jede dir zumutbare Arbeit ggf. auch annehmen müsstest, dürfte dir bestimmt bekannt sein.
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