Ab wann gilt man als langzeitarbeitslos?

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Dagegen72

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Letzte Info war, dass man ab einem Jahr ohne Erwerbstätigkeit als langzeitarbeitslos gilt. Ist das auch dann der Fall, wenn diese Zeit von einem Mini-Job unterbrochen wurde?

lg
 

Dark Vampire

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Ich glaube auch dann ist man es.....
Aber wozu die Frage?Im Prinzip wäre mir das wurscht ob Langzeit oder nicht, ändert nix dran an der aktuellen Situation.
 

Dagegen72

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die Frage wegen dem Mindest-Lohn

und ob man einen VV aus wichtigem Grund ablehnen kann, weil der Stundenlohn weniger als Mindest-Lohn ist

Wenn man also ein Jahr Erwerbslosigkeit unterbrochen hat mit Mini-Job - ob man dann immer noch als langzeit-arbeitslos gilt und so Anspruch auf Mindestlohn hat.

Hat man ja nicht bei Langzeit - Arbeitslosigkeit, erst nach sechs Monate glaube ich.

Wenn man mit ner Maßnahme aus der elo-Statistik ist, müsste sich Langzeitarbeitslosigkeit doch auch unterbrechen??
 

Dark Vampire

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ok das ist ein Argument, aber irgendwo war mal ein Thread, hier oder anderst wo wo man sich auch über Langzeit.... stritt.Da war auch mal gestanden wenn der Minijob U15 Std/Woche war oder auch nur kurzezeitig bis paar Monate galt man immer noch als Langzeitelo.

Mit der Statistik kann man glaub ich hier nicht kommen.
Aber wirklich was handfestes wird man galub ich nicht bekommen :/
 
E

ExitUser

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Es besteht aber keine Verpflichtung, dem Arbeitgeber mitzuteilen, dass man langzeitarbeitslos ist und das Jobcenter darf diese Information auch nicht weitergeben (Datenschutz!).
Es gibt dazu auch eine Stellungnahme des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages vom Oktober 2014, die genau deswegen zu dem Ergebnis kommt, dass die Ausnahmeregelung für Langzeitarbeitslose was den Mindestlohn betrifft daher ins Leere läuft. Das Recht auf Datenschutz ist stärker als die im SGB verankerte Pflicht, jede zumutbare Arbeit anzunehmen.
 

ela1953

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2008 erklarten zwei ZAF unabhängig voneinander, dass man nach 6 Wochen Langzeitarbeitslos wäre und daher nur in der niedrigsten Lohnstufe eingestuft würde.
 

Dagegen72

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ela1953:
2008 erklarten zwei ZAF unabhängig voneinander, dass man nach 6 Wochen Langzeitarbeitslos wäre und daher nur in der niedrigsten Lohnstufe eingestuft würde.

:icon_hihi: Cui Bono! (Wem zum Vurteil?) (Danke curt_the_cat :biggrin:)

die Renteninfo is ia interessant :icon_surprised: da kann man vielleicht was mit anfangen



es könnte aber auch sein, dass der nicht Mindest-Lohn-Stundenlohn im VV darauf hindeutet, dass es sich um einen veralteten VV handelt?? :icon_kinn:
 
E

ExitUser

Gast
Übrigens habe ich damals, als ich mich aus dem Minijob heraus für eine Vollzeitstelle bei einer anderen Firma bewarb, gar nicht angegeben, daß das "nur" ein Minijob war. Die erfuhren lediglich die Tätigkeit, bei Firma XY, von - bis...
Es bestand ein Arbeitsvertrag u. ob das nun "Mini", "Teilzeit" oder "Aushilfe" war, ist doch Wurst.
 

Lilastern

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@Cerberus;

Mein Vermittler hat gesagt ab 6 Monate Arbeitslosigkeit gehört man zu den Langzeitarbeitslosen.

Aber es ändert ja nichts an der Situation.
 

Doppeloma

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Hallo Dagegen72,

und ob man einen VV aus wichtigem Grund ablehnen kann, weil der Stundenlohn weniger als Mindest-Lohn ist

Ich denke mal das wird hier wieder "Auslegungssache" des JC werden, ob man das als "wichtigen Grund" für die Ablehnung eines VV sieht oder nicht, denn das JC weiß ja schließlich wie lange du schon arbeitslos bist ... und wird dir dann schon erklären, dass du deswegen keinen Anspruch auf einen Mindestlohn erheben kannst damit VV als "zumutbar" gelten ...

Diese konkrete Einkommensbedingung wird sicher auch nicht ohne Grund ausgelassen in der genaueren Beschreibung von Zumutbarkeit nach § 10 SGB II ... :icon_kinn:

Als unzumutbar gelten da erst "sittenwidrige" Löhne (weit unter allen gesetzlichen Vorgaben), und welcher Betrag das letztlich sein könnte, hängt von der konkreten Branche ab ...

Wenn man also ein Jahr Erwerbslosigkeit unterbrochen hat mit Mini-Job - ob man dann immer noch als langzeit-arbeitslos gilt und so Anspruch auf Mindestlohn hat.

Letztlich ist auch das "Auslegungssache" denn ein Minijob ist keine vollwertige versicherungspflichtige Arbeit (mit der man aus dem Bezug kommen kann) ... damit beendet man ja die Arbeitslosigkeit nicht wirklich ... die rentenrechtliche Bewertung hat hier wieder nicht viel mit der Arbeitsrechtlichen zu tun.

Die Sanktionen verhängt letztlich das JC wenn es der Meinung ist, man habe einen Job verweigert, ob dann das Argument mit dem Mindestlohn zieht wage ich zu bezweifeln aber zum Glück muss ich mich ja persönlich damit nicht mehr rumschlagen.

Es mag ja sein, das den AG die Dauer der Arbeitslosigkeit nicht zu interessieren hat, aber irgendwie muss man ja diese Zeiten im Lebenslauf auch unterbringen ... und rechnen können die AG im allgemeinen ganz gut ... besonders wenn das Ergebnis dann zu ihrem Vorteil wäre ... :wink:

MfG Doppeloma
 

Dagegen72

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Danke Doppeloma,

ja, du hast es gut, dass du dich damit nicht mehr herumschlagen musst :wink:

Es ist sowieso Schwachfug vom JC speziell des SB , mir VVs für Mini-Jobs zu verschicken, denn die stehen doch der Vollzeitjobsuche nur im Weg, oder? Auch bei einem Mini-Job habe ich eine Kündigungsfrist von vier Wochen, wenn ich bei einer sinnvollen Vollzeit-Tätigkeit anfangen könnte ...

Würde ich da einfach wegbleiben um der Vollzeittätigkeit nachgehen zu können, müsste ich evtl. sogar mit Vertragsstrafen oder sowas rechnen?

Klar, könnte die Vollzeit - Firma evtl. noch vier Wochen auf mich warten - sicher erfülle ich die Voraussetzungen für diese Star-Allüren *oh ja, das tue ich :icon_mrgreen:*
 
E

ExitUser

Gast
Letztlich ist auch das "Auslegungssache" denn ein Minijob ist keine vollwertige versicherungspflichtige Arbeit (mit der man aus dem Bezug kommen kann) ... damit beendet man ja die Arbeitslosigkeit nicht wirklich ... die rentenrechtliche Bewertung hat hier wieder nicht viel mit der Arbeitsrechtlichen zu tun.

Trotzdem könnte ich fast wetten, daß in so einem Fall der Betroffene gleich mal aus der offiziellen Statistik verschwindet.
 

Doppeloma

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Hallo Dagegen72,

Auch bei einem Mini-Job habe ich eine Kündigungsfrist von vier Wochen, wenn ich bei einer sinnvollen Vollzeit-Tätigkeit anfangen könnte ...

Das liegt ja daran was im Arbeitsvertrag dazu vereinbart wird, auch für Mini-Jobs gibt es Vertragsfreiheit ...
... und auch hier besteht die Möglichkeit bei "gutem Draht" zum Chef einen Aufhebungsvertrag zu machen, damit man bereits schneller einen Vollzeitjob antreten könnte ...

Würde ich da einfach wegbleiben um der Vollzeittätigkeit nachgehen zu können, müsste ich evtl. sogar mit Vertragsstrafen oder sowas rechnen?

Wenn es solche "Vertragsstrafen" im Arbeitsvertrag nicht gibt, dann kann man dir auch keine "aufdrücken" wollen, ich denke mal, dass man sich hier auch "in der Mitte" treffen kann (wenn es diesen vernünftigen Vollzeit-AG mal gibt), es kann ja auch nicht in seinem Interesse liegen einen Mitarbeiter einzustellen, dem es mal egal sein wird, wie dieses neue Arbeitsverhältnis irgendwann enden könnte ...

Bereits in der Bewerbung sollte man ja auf den bestehenden Minijob und eine eventuelle Kündigungsfrist hinweisen, wenn sich das nicht mit der neuen Stelle (wenigstens vorübergehend) kombinieren lässt.

Zeugt ja immerhin davon, dass man arbeiten möchte und an einem fairen Umgang auch mit dem AG interessiert ist ... aber vielleicht bin ich da wirklich noch zu altmodisch ...:icon_hihi:

Ich habe nie gekündigt ehe ich sicher was Anderes hatte und letztlich konnte ich da spätestens mit einem Aufhebungsvertrag raus ... wenn man (sowieso) weg will, hat der bisherige AG ja auch nicht mehr besonders viel "Einsatzfreude" zu erwarten, da unterschreibt der auch einen Aufhebungsvertrag "zu Morgen" ... :wink:

MfG Doppeloma
 
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