Ab wann Eilantrag möglich? (1 Betrachter)

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Skarven

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Hallo!
Gestern habe ich bei der Antragsabgabe erfahren, dass eine Bearbeitung bis zu 9 Wochen dauern kann. Ab wann kann ich einen Eilantrag stellen, um dem vorzubeugen? Es ist Weihnachten, ich muss Kaution zahlen, schulde bereits zwei Krankenkassenbeiträge und werde zwei weitere sowie zwei Monatsmieten schuldig bleiben müssen, wenn die sich wirklich 9 Wochen lang Zeit lassen.
Ob die denken, dass man Anträge stellt, weil man so große Ersparnisse hat?
 

Arania

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Habe noch nie gehört das ein Antrag 9 Wochen zu Bearbeitung braucht, normal sind 2-3 Wochen, aber egal, dann musst Du halt einen Antrag auf einen Vorschuss stellen, die KV läuft normalerweise 3 Monate weiter, warst Du selbstständig?
 

Skarven

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Antrag Vorschuss

Hallo!
Danke für die Antwort.
Ich hatte einen Bildungsgutschein für eine Fortbildung mit anschließendem Praktikum, der mit diesem Monat ausläuft. Danach möchte ich mich selbständig machen.
Wie stelle ich den Antrag auf einen Vorschuss? Genügt ein formloses Schreiben oder brauche ich dafür wieder ein Formular?
 

Arania

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Das heisst es ist kein Erstantrag? Kann es sein das Du den Fortzahlungsantrag dann etwas spät gestellt hast?


Am besten gehst Du hin und beantragst Vorschuss auf die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts
 

Curt The Cat

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Habe noch nie gehört das ein Antrag 9 Wochen zu Bearbeitung braucht, normal sind 2-3 Wochen, aber egal, dann musst Du halt einen Antrag auf einen Vorschuss stellen, die KV läuft normalerweise 3 Monate weiter, warst Du selbstständig?
Hm, dann passt das ja mit den 2-3 Wochen. Gestern war der 11., dann bleiben also noch gaaanz knapp drei Wochen bis zum kommenden Bewilligungszeitraum. O.K. da sind noch ein paar Feiertage...

.... Kann es sein das Du den Fortzahlungsantrag dann etwas spät gestellt hast?
...
Nö, hat Skarven offenbar nicht. Es sei denn, Fortzahlungsanträge erfordern eine 3-4 mal längere Bearbeitungszeit als Erstanträge...

:icon_kinn:




 

Arania

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Ich schrieb ja 9 Wochen sind zu lang, egal ob Erstantrag oder Fortzahlungsantrag

Meine Frage ob etwas zu spät gestellt wurde ergab sich aus: läuft diesen Monat aus!

Ich würde dazu raten Mitte November einen Fortzahlungsantrag zu stellen wenn der Bewilligungszeitraum Ende Dezember ausläuft, zwei Wochen vorher- die Feiertage dazu- finde ich sehr knapp bemessen
 

Skarven

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die Geschichte...

tja, das ist eine lange Geschichte!
Ich habe den Bildungsgutschein von der ARGE bekommen, nicht von der ALGII-zahlenden Stelle. ALGII habe ich nicht beantragt, weil dann die ALGII-zahlende Stelle für mich zuständig geworden wäre. Da der Bildungsgutschein eine Kann-Leistung ist, hatte ich Angst, ihn bei einem Wechsel der Zuständigkeit zu verlieren, und verzichtete auf ALGII und schob die Ummeldung am neuen Wohnort möglichst weit hinaus. Das Geld war knapp, aber es ging mit Hilfe meiner Eltern.
Bevor ich den Antrag stellte, habe ich mich erkundigt, wer überhaupt für mich zuständig ist, und mir von dort die Formulare auf dem Postweg zukommen lassen. Das war Mitte November und hätte gereicht. Wenige Tage später schickte ich den Antrag ausgefüllt zurück, aber man war nicht zufrieden. Es fehlten Anlagen und überhaupt sollte ich persönlich erscheinen. Der Termin lag in gut zwei Wochen - so wurde die Bearbeitung weiter verzögert. Dort angekommen, erfuhr ich dann, dass man mir
1. die Formulare gar nicht hätte zusenden dürfen,
2. man gar nicht für mich zuständig wäre, solange ich nicht an meinem neuen Wohnort angemeldet wäre,
3. die Sozialversicherungsnummer nicht ausreicht und ich schon einen Sozialversicherungsausweis brauche,
4. selbst nach einer erfolgten Ummeldung eine andere Stelle für mich zuständig wäre.
Noch am selben Tag habe ich einen Sozialversicherungsausweis beantragt und mich umgemeldet. Bei der Ummeldung wurde mir noch ein Bußgeld aufgebrummt und das versprochene Gutscheinheft vorenthalten. Erst am 11. Dezember, also gut einen Monat nach dem Antragsdatum, wurde der Antrag angenommen. Als ich besorgt nach der Bearbeitungszeit fragte, meinte die Else dort, es könne bis zu 9 Wochen dauern. Selbst wenn sie 9 Wochen nicht nach Abgabe, sondern Antragsdatum gemeint haben sollte, ist es immer noch ein ziemlich langer Zeitraum. Ich bin schockiert, denn am Telefon erzählte man etwas von 2-3 Wochen.
 

Arania

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Skarven die ARGE ist für ALG II zuständig, ansonsten wäre es die Agentur für Arbeit und dann ist es ALG 1

Und so sieht die Geschichte doch schon etwas anders aus
 

Skarven

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Ich dachte ARGE steht für "Agentur für Arbeit". Die andere Behörde heißt hier "Jobcenter" (was für ein Wort!).
 

Dopamin

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Skarven,

hier heisst das Ding auch so, das bedeutet, dass man den Menschen die dort hinterm Schreibtisch sitzen ordentlich arbeit machen darf :cool:

Dopamin
 

Skarven

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In dem Vordruck ist übrigens ein Fehler in der Betreffzeile:

<quote>Antrag auf einen angemessenen Vorschuss auf die zu erwartenden Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch gem. § 42 SGB I</quote>

SGB I steht für das erste Sozialgesetzbuch, nicht das zweite.
Damit ergibt sich auch ein Problem: Ist es überhaupt für mich möglich, wenn ich ALGII beantragt habe, einen Antrag auf einen Vorschuss nach dem ersten Sozialgesetzbuch zu stellen?
Und was hat diese Passage zu bedeuten:
<quote>die Vorschußzahlung beginnt spätestens nach Ablauf eines Kalendermonats nach Eingang des Antrags.</quote>
1. Wie definiert sich ein Kalendermonat? 30 Tage oder November, Dezember...
2. Welches ist das Eingangsdatum? Das, das bei Ausgabe der Formulare auf das Formular gestempelt wurde, oder das Datum, an dem ich den Antrag abgegeben habe?
 
E

ExitUser

Gast
In dem Vordruck ist übrigens ein Fehler in der Betreffzeile:

<quote>Antrag auf einen angemessenen Vorschuss auf die zu erwartenden Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch gem. § 42 SGB I</quote>

SGB I steht für das erste Sozialgesetzbuch, nicht das zweite.
Damit ergibt sich auch ein Problem: Ist es überhaupt für mich möglich, wenn ich ALGII beantragt habe, einen Antrag auf einen Vorschuss nach dem ersten Sozialgesetzbuch zu stellen?
Und was hat diese Passage zu bedeuten:
<quote>die Vorschußzahlung beginnt spätestens nach Ablauf eines Kalendermonats nach Eingang des Antrags.</quote>
1. Wie definiert sich ein Kalendermonat? 30 Tage oder November, Dezember...
2. Welches ist das Eingangsdatum? Das, das bei Ausgabe der Formulare auf das Formular gestempelt wurde, oder das Datum, an dem ich den Antrag abgegeben habe?
Hallo Skarven,

In dem Formular ist kein Fehler im Betreff, es handelt sich um Leistungen nach dem SGB II (ALG II) und wird nach dem entsprechenden Paragrafen im SGB I beantragt. Das Sozialgesetzbuch I regelt Verbindlichkeiten für alle SGB's, wie auch das SGB X in verwaltungsrechtlicher Hinsicht. Soweit ich das kenne. Antragstellung ist bei ALG II möglich und bei allen anderen Sozialleistungen, wenn derjenige droht in eine Notlage zu geraten.

die Vorschußzahlung beginnt spätestens nach Ablauf eines Kalendermonats nach Eingang des Antrags.
verstehe ich so: Spätestens einen Monat nach Eingang Deines Antrages auf ALG II bei der ARGE/Jobcenter muss ein Vorschuss ausgezahlt worden sein, wenn einer beantragt wurde. Und wenn die Bearbeitung noch länger dauert, so gelten alle weiteren monatlichen Zahlungen als Vorschusszahlungen
 

biddy

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Ich dachte ARGE steht für "Agentur für Arbeit". Die andere Behörde heißt hier "Jobcenter" (was für ein Wort!).
ARGE steht für "Arbeitsgemeinschaft"

Es gibt drei Modelle der Kooperation:
  • Kommunen und Agenturen für Arbeit bilden in der Mehrzahl der Fälle Arbeitsgemeinschaften (ARGEn), welche wiederum Jobcenter einrichten.
  • Im sogenannten Optionsmodell können testweise 69 Kreise und kreisfreie Städte für zunächst fünf Jahre selbständig ohne die Agenturen für Arbeit das SGB II umsetzen.
  • In wenigen sonstigen Fällen haben sich die Kommunen und die Agenturen nicht auf die Bildung von Jobcentern geeinigt und erbringen ihre Leistungen nebeneinander (getrennte Aufgabenwahrnehmung). Dabei sind die Agenturen für die Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt und die Erbringung des Regelbedarfes und Mehrbedarfe (§§ 16, 19 - 21, 23 Abs. 1 SGB II) und der kommunale Träger für die Kosten der Unterkunft und einmalige Leistungen (im Wesentlichen §§ 22, 23 Abs. 3 SGB II) zuständig. Die vom Gesetzgeber gewollte Leistungsgewährung aus einer Hand ist damit nicht realisiert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Job-Center
 

Skarven

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Welches Datum?

verstehe ich so: Spätestens einen Monat nach Eingang Deines Antrages auf ALG II bei der ARGE/Jobcenter muss ein Vorschuss ausgezahlt worden sein, wenn einer beantragt wurde. Und wenn die Bearbeitung noch länger dauert, so gelten alle weiteren monatlichen Zahlungen als Vorschusszahlungen
Wenn es tatsächlich um das Eingangsdatum geht und nicht um den "Tag der Antragstellung" wäre das erst im Januar! Ogottogott!
 
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