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Ab wann definiert man Maßnahmen als sinnlos?

E

ExitUser

Gast
Hallo,

ab wann definiert man Maßnahmen eigentlich als sinnlos? also was sind die Kriterien dafür, mit denen man festlegt, dass eine Maßnahme absolut keinen Sinn bringt und wie weiß man, ob sie nicht vielleicht doch irgendwie sinnvoll ist? So im Ansatz weiß ich das schon, aber manchmal ist das denke ich gar nicht so leicht zu entscheiden...

Mfg
 

Charlot

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Hallo,

ab wann definiert man Maßnahmen eigentlich als sinnlos? also was sind die Kriterien dafür, mit denen man festlegt, dass eine Maßnahme absolut keinen Sinn bringt und wie weiß man, ob sie nicht vielleicht doch irgendwie sinnvoll ist? So im Ansatz weiß ich das schon, aber manchmal ist das denke ich gar nicht so leicht zu entscheiden...

Mfg
Da hat wohl jeder seine eigene subjektive Meinung, ab wann eine Maßnahme sinnlos ist.

Für mich ab Erhalt der Zuweisung. :wink:
 

Der aufmüpfige

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Ist wohl eher eine individulle Frage, für mich sind aber solche Maßnahmen die nur dem Anbieter dienen und mich nicht weiter bringen sinnlos.

Und das sind so um die 99%, denn wirklich sinnvolle Maßnahmen gibt es leider nur sehr sehr selten.
Die meisten deinen auch nur da zu die Statistik auf zu polieren und den Anbietern die Taschen zu füllen.
 

gelibeh

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Normalerweise soll der SB mit dem 4-Phasen-Modell herausfinden, wo es bei der Person Defizite gibt und dann eine passende Maßnahme auswählen, die dieDefizite beseitigt. Die Auswahl der Maßnahme muss das SB, so weit ich weiß, auch im System begründen. Dass die das nicht machen, wissen wir alle.

Wenn ich wirklich Defizite habe und mir die Maßnahme hilft, diese zu beseitigen, dann ist sie sinnvoll. Alles Andere dient nur dazu, die Statistik zu schönen.
 

götzb

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Eine Maßnahme -selbst eine gute; sollte es so was geben, ist dann sinnlos, wenn sie unfreiwillig ist, d.h. wenn der Betroffene unter Androhung von Sanktionen diese antreten musste.
 

Hainbuche

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ab wann definiert man Maßnahmen eigentlich als sinnlos?
Wenn sich darin rein gar nichts findet, wovon du profitierst.

und wie weiß man, ob sie nicht vielleicht doch irgendwie sinnvoll ist?
Die 100%ige Sicherheit hast du stets nur dann, wenn du hingehst und sie ausprobierst.

Was aber auch stets das Risiko in sich birgt, gehörig ins Klo zu greifen.

Bei dem, was hier im Forum so zusammengetragen wurde, denke ich, es kristallisieren sich folgende Punkte heraus:

- Bestimmte Träger lassen von vorn herein am Sinn zweifeln
- Flyer, die als Zielgruppe eher Fünftklässler vermuten lassen, versprechen ebenfalls wenig Sinn
- Flyer, die im Schnellverfahren den Elo von Ernährungsberatung bis Führungstraining universell runderneuern, halte ich ebenfalls per se für Quatsch.
 

ZynHH

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Hallo,

ab wann definiert man Maßnahmen eigentlich als sinnlos? also was sind die Kriterien dafür, mit denen man festlegt, dass eine Maßnahme absolut keinen Sinn bringt und wie weiß man, ob sie nicht vielleicht doch irgendwie sinnvoll ist? So im Ansatz weiß ich das schon, aber manchmal ist das denke ich gar nicht so leicht zu entscheiden...

Mfg
Naja, das ist ja immer unterschiedlich.....der eine versteht die Massnahme nicht und deswegen ist sie für ihn sinnlos, der andere versteht die Massnahme und deswegen ist sie für ihn sinnlos.....:icon_hihi:
 

0zymandias

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Eine Maßnahme mit Teilnahmezwang kann keine sinnvolle Maßnahme sein.
 

0zymandias

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... was irgendwie die Frage beantwortet, wie es die sehen, die sich selbst als unsere Wärter wahrnehmen. :biggrin:
 
E

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Gast
Also gehe ich mal davon aus, dass hauptsächlich Maßnahmen als sinnlos gesehen werden, die nur dazu dienen, den Maßnahmeträgern (oder JC, je nachdem) die Taschen zu füllen?
 

0zymandias

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Also gehe ich mal davon aus, dass hauptsächlich Maßnahmen als sinnlos gesehen werden, die nur dazu dienen, den Maßnahmeträgern (oder JC, je nachdem) die Taschen zu füllen?
Da die Maßnahmen das Ziel haben, die eLBen mindestens näher an den Ersten Arbeitsmarkt zu bringen, ist der Sinn definiert.

Und auch der Unsinn.

Also kein Sinn ...


  • bei einem Mangel an Wissensvermittlung (Computerführerschein für Diplom-Informatiker, aber auch drittes, viertes, ... Bewerbungstraining, Kochkurse für Ü50er, die mehrere Kinder großgezogen haben, und was weiß ich noch)
  • bei Aktivierung ohne Aktivierungsbedarf (Wer misst die Aktivierung in welchen Einheiten, wie ist das Messpersonal zertifiziert, etc. Aber auch kein Aktivierungsbedarf bei Leuten mit Minijob, Pflege, Sonstiges. Sonstiges mag hochgradig legitim sein, ist aber i.d.R. schwer nachweisbar.)
  • bei Praktikadrückerei. Mit Drohquatschattacken versuchen MTs, eLBen in unbezahlte Arbeit zu quetschen, denn diese Praktika dienen nicht der Wissensvermittlung oder Erhalt oder Erwerb von Arbeitsfähigkeiten.
  • bei Pseudoarbeit mit Pseudolohn: Puzzle legen, Möbel restaurieren, Unkraut jäten, Sozialkaufhäuser mit Billig-Arbeitskräften versorgen (Falls sich die Frage auftut: Ja, gab es schon Threads zu.). Das ist Arbeitsdienst aus der Urzeit der Industrialisierungsphase, verdrängt in der Regel reale Arbeitsplätze (Bei den Puzzles nicht; mit diesen sollen die eLBen aus dem Bezug verdrängt werden).
Habe ich noch was vergessen?
 

Roter Bock

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Als ich seiner Zeit meinen neuen Beruf per Umschulung lernte (--danach IHK Prüfung) war das sinnvoll.

Was ich hier meist sehe, ist es nicht.

Roter Bock
 
E

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Gast
Wenn man sich nur halbwegs über die eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten im Klaren ist, kann man anhand von diesen Flyern schnell ersehen, dass der dort hoch angepriesene Quatsch nur ein unausgegorener Bulllshit ist, der keinem Elo auch nur ansatzweise etwas bringt, wohl aber den anderen beteiligten Parteien (JC, MT-Träger, Praktikumsbetrieb).

Falls man tatsächlich irgendwo Defizite hat, so können die mit Sicherheit nicht in einer Wannabe-Maßnahme beseitigt werden. Dafür gibt's ja schließlich Berufsausbildungen. Ist man fachfremd, brauch man ne Umschulung, hat man ne Ausbildung und keine Ahnung von dem erlernten Beruf mit entsprechenden Noten, wird ein neues Klopapier-Zertifikat auch keine Arbeitgeber beeindrucken.

Vielleicht kann jemand, der keine Ahnung von Computern und Officeprogrammen und Internet hat, das eine oder andere aufschnappen, doch das wird ihm bestimmt "qualifizieren". Dafür gibt's genug Fachleute ohne Arbeit.

Möchte man nur so zum privaten Vergnügen oder für Onlinebewerbungen (wenn man davon partout keine Ahnung hat) sich etwas Basiswissen aneignen, dann wäre eher ein Volkshochschulkurs zu empfehlen (falls das JC sowas überhaupt übernimmt). Kostet nur einen Bruchteil einer Sinnlos-Maßnahme und geht nur über eine übersichtliche Anzahl an Stunden. Könnte man zur Not auch selbst finanzieren.
 

LoreS

Neu hier...
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Da die Maßnahmen das Ziel haben, die eLBen mindestens näher an den Ersten Arbeitsmarkt zu bringen, ist der Sinn definiert.

Und auch der Unsinn.

Also kein Sinn ...


  • bei einem Mangel an Wissensvermittlung (Computerführerschein für Diplom-Informatiker, aber auch drittes, viertes, ... Bewerbungstraining, Kochkurse für Ü50er, die mehrere Kinder großgezogen haben, und was weiß ich noch)
  • bei Aktivierung ohne Aktivierungsbedarf (Wer misst die Aktivierung in welchen Einheiten, wie ist das Messpersonal zertifiziert, etc. Aber auch kein Aktivierungsbedarf bei Leuten mit Minijob, Pflege, Sonstiges. Sonstiges mag hochgradig legitim sein, ist aber i.d.R. schwer nachweisbar.)
  • bei Praktikadrückerei. Mit Drohquatschattacken versuchen MTs, eLBen in unbezahlte Arbeit zu quetschen, denn diese Praktika dienen nicht der Wissensvermittlung oder Erhalt oder Erwerb von Arbeitsfähigkeiten.
  • bei Pseudoarbeit mit Pseudolohn: Puzzle legen, Möbel restaurieren, Unkraut jäten, Sozialkaufhäuser mit Billig-Arbeitskräften versorgen (Falls sich die Frage auftut: Ja, gab es schon Threads zu.). Das ist Arbeitsdienst aus der Urzeit der Industrialisierungsphase, verdrängt in der Regel reale Arbeitsplätze (Bei den Puzzles nicht; mit diesen sollen die eLBen aus dem Bezug verdrängt werden).
Habe ich noch was vergessen?
Yep, hast Du. Alle sonstigen Maßnahmen und Weiterbildungen mit Teilnahmezwang (wie Du oben schon so treffend zusammengefaßt hast).

Ich will das erklären: ich habe mal an einer jobcenterfinanzierten Weiterbildung teilgenommen, die ich mir selbst ausgesucht hatte. Tatsächlich hatte ich da mehr Glück als Verstand (auch wenn ich das damals noch nicht wußte), denn die Dozenten waren in ihrer überwiegenden Mehrheit fachlich ausgezeichnet, die meisten sogar didaktisch gut. Ich hätte da tatsächlich eine Menge lernen können, theoretisch.

Habe ich aber nicht. Denn der Kurs war voll mit Leuten, die dazu gezwungen worden waren (bzw. die das verständlicherweise noch für die bessere Alternative zum Abfallsammeln im Park gehalten hatten). Ein großer Teil des Kurses war daher finster entschlossen, seinen Protest gegen die Fremdbestimmung mit allen Mitteln zum Ausdruck zu bringen.

Ergebnis: Daß mal nur zwei Personen gleichzeitig redeten, war die absolute Ausnahme. Im allgemeinen waren es eher so 4-5 – und ich meine reden, keineswegs flüstern (im Fall einer Teilnehmerin war´s sogar meistens schreien). Weitere Teilnehmer waren zwar durchaus motiviert, verfügten aber eigentlich nicht über ausreichend Deutschkenntnisse für den Kurs. Allerdings glaube ich, daß wir die mit ein bißchen Hilfe hätten „mitziehen“ können – wenn eben nicht die Dauergeräuschkulisse gewesen wäre. Schon für mich, die ich deutsche Muttersprachlerin bin, war es rein akustisch schwierig, dem Unterricht zu folgen – für diejenigen, die ein Problem mit der Sprache hatten, war es - nicht überraschenderweise - unmöglich.

Fazit: Ich habe noch nie in meinem Leben mit einem solchen Aufwand von Zeit und Nerven so wenig gelernt. Dabei war ich ursprünglich hochmotiviert. Hätten wir nur alle nach Hause schicken können, die keinen Bock hatten, es wäre das Paradies gewesen. Doch das durften wir ja nicht. :icon_rolleyes:

Die gezwungenen Teilnehmer mußten lückenlos anwesend sein, uns alle miteinander unglücklich und selbstverständlich jeden Lernerfolg unmöglich machen. Wenn das nicht sinnlos ist, dann weiß ich es nicht.
 
E

ExitUser

Gast
Sinnlos wird es mMn dann, wenn einer falschen Zielgruppe von Erwachsenen vorgetragen wird, wo man wie überall nach Stellen suchen kann (Zeitung, Internet ..) und die TN dazu aufgefordert werden, dies zu berichten, und eine TN, die aus persönlichen Gründe an der Maßnahme teilnimmt (^^) die Hauptsprecherin des Kurses ist ^^

Ich denke, ob eine Maßnahme Sinn macht und wenn man sich nicht vorab mit allen Mitteln die einem zur Verfügung stehen gegen eine Maßnahme wehrt enscheidet darüber, wenn für einen selbst klar ist, für was man die Maßnahme wie nutzen möchte. Welche Fragen man stellen will, welche Bewerbungen man wohin schreiben will und es für einen sinnvoll ist, dass Maßnahmen-Angebot zu nutzen, dass in der Regel bereit gestellt ist, also Drucker, Scanner, ggf. Fotos machen lassen ..- und man das alles nicht selbst zur Verfügung hat und man gerne Hilfe dabei hätte.

Ich selbst fühle mich eigentlich für du** verkauft, wenn ich als Erwachsene laut aufsagen soll, wo ich überall nach Stellen suchen kann. Aber einem anderen aktiviert es vielleicht sogar? Ich weiß es nicht.

Maßnahmen die individuell auf einen zugeschnitten sind, wären sicherlich sinnvoller, gibt es aber vermutlich nicht.

Ach ja, wenn man eine Maßnahme absolut nicht will: es könnte sein, dass es hilft, wenn man höchste Motivation für Maßnahmen signalisiert und wie man persönlich auch Spaß dran hätte das zu tun, weil Motivation ja auch Spaß macht. Wenn man Glück hat, bekommt man nämlich genau deshalb keine Maßnahme, weil Spaß haben ist nicht Sinn und Zweck einer Maßnahme ^^

Ergo, will man was haben: Schön jammern und wie anstrengend alles sein wird.

Hierfür übernehme ich aber keine Gewähr ;)
 
E

ExitUser

Gast
... vermutlich kann eine Maßnahme aber schon deshalb keinen Sinn machen, zumindest dann nicht, wenn es um tiefgründigere Themen geht was die Arbeitsaufnahme betrifft, weil man nicht sicher sein kann, welche Informationen an das Jobcenter wandern. Eine Grundangst was das betrifft wird man bei einer JC-gesponserten Arbeitsfindungs-Untersützung immer haben, denke ich und die ist dann auch das was dem Sinn einer Maßnahme absprechen könnte, (außer man sieht persönlichen Sinn darin). Da kann der MT noch soviel von Datenschutz faseln, letzendllich könnte die die Begründung für die Existenz des MT dann doch mehr wiegen.

Also, wenn Sinn, dann hauptsächlich mit Eigeninitiative innerhalb einer Maßnahme und herausfinden, was der MT einem vielleicht noch bieten kann ohne dabei bestmöglich persönliche Daten herauszugeben.
 
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