Ab Juni ausgesteuert. EMR-Antrag stellen oder noch warten ?

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Schnütchen

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Hallo,

Ich bin neu hier und noch etwas unbeholfen, wo was hingehört....sorry wenns falsch ist.

Ich möchte Erwerbsminderungsrente stellen und bräuchte dringend Hilfe, wie ich denn nun am besten meine Einschränkungen usw. schildere. Will nix falsch machen, deshalb die Frage.
Was muss ich beachten?
Auf was muss ich mich einstellen?
Könnt ihr mir bitte helfen?
Danke schonmal?
Mir wäre auch schon geholfen, wenn ich irgendwo was nachlesen kann.
Zu mir, bin dann am 11.06. Ausgesteuert, AA prüft gerade, ob sie noch zahlen wollen, oder eben auch nicht...
Ich dachte mir, ich komm denen zuvor und beantrage EWMR, denn auf das läufts doch raus.

Grüsse Schnütchen
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Es läuft darauf hinaus, dass die AFA dich entweder für erwerbsfähig (evtl mit Einschränkungen) hält, dir ALG I zahlt und du dich bewerben musst, oder die AfA dich für nicht erwerbsfähig hält, dir ALG I zahlt und dich auffordert, bei der DRV Leistungen zu beantragen. Das muss nicht die Rente sein, es kann auch ein Antrag auf Reha oder LTA sein (das darf die DRV eh umdeuten).

Wenn letzteres eintritt, ist es eh nur noch eine Frage von Wochen.
Je nachdem, wie hoch jetzt das ALG I ist und wie hoch die zu erwartende Rente wäre, macht es finanziell Sinn, länger - höheres - ALG I zu beziehen und den Rentenantrag zu verzögern.
Da so ein Rentenantrag aber eh dauert und eh nicht immer sofort durchgeht, ist das imho sinnloses Pokern.
 

Schnütchen

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Hallo,

Danke für deine Nachricht.

In Reha war ich bereits im März.
Die Kk will nicht mehr zahlen, das AA prüft es.....somit sitze ich aufm trockenen.
Also was tun?
Deshalb die Idee mit der EMR.....dauert ja eh ewig.
Ach ist doch alles doof, bin jetzt schon fertig mit der Welt.

Gruss Schnütchen
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Die AfA muss zahlen. Eigentlich auch, bevor das Gutachten fertig ist, das machen aber viele AfAs nicht.
Da hilft dir ein Rentenantrag zum jetzigen Zeitpunkt auch nix.

Wann hast du denn das ALG I beantragt, hast du schon Infos von der Begutachtung?
 

Schnütchen

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Hallo,

Was ist das für ein Antrag?
Die AA macht grad ein Gutachten, ob ich noch arbeitsfähig/leistungsfähig bin oder nicht....die RV sagt, geht uns nix an, die AA sagt.....ja das dauert mal gut 4 Wochen.....und von was lebe ich?
Ok, ich hab nochn Mann, aber der Verdienst ist ohne Meins doch recht knapp.
Ich bekomme noch bis 23.5. GELD vom AA, dann bis 11.6. Von KK.....und danach...???
Alle Anträge sind ordnungsgemäss abgegeben worden.

Ich weiss, das mir der EMR grad nicht hilft, vielleicht längerfristig aber schon.....hoffe ich.....
Habt ihr hier nicht irgendwo Musterbriefe, muss meine Einschränkungen schildern und weiss nicht, wie ich das am besten mach....
 

HermineL

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Was ist das für ein Antrag?
Ein Antrag damit du Geld bekommst denn du musst nicht warten bis das Gutachten fertig ist.

§ 328 SGB III Vorläufige Entscheidung
(1) Über die Erbringung von Geldleistungen kann vorläufig entschieden werden, wenn

1. die Vereinbarkeit einer Vorschrift dieses Buches, von der die Entscheidung über den Antrag abhängt, mit höherrangigem Recht Gegenstand eines Verfahrens bei dem Bundesverfassungsgericht oder dem Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften ist,

2. eine entscheidungserhebliche Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung Gegenstand eines Verfahrens beim Bundessozialgericht ist oder

3. zur Feststellung der Voraussetzungen des Anspruchs einer Arbeitnehmerin oder eines Arbeitnehmers auf Geldleistungen voraussichtlich längere Zeit erforderlich ist, die Voraussetzungen für den Anspruch mit hinreichender Wahrscheinlichkeit vorliegen und die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer die Umstände, die einer sofortigen abschließenden Entscheidung entgegenstehen, nicht zu vertreten hat.

Umfang und Grund der Vorläufigkeit sind anzugeben. 3In den Fällen des Satzes 1 Nr. 3 ist auf Antrag vorläufig zu entscheiden.
 

Schnütchen

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Hallo,

Etwas Zeit ist vergangen.
Hatte ja EMR gestellt.
Gutachten von der Agentur für Arbeit ist gut für mich ausgefallen, Leistungsfähigkeit unter 15 Std.
So, wurde dann aufgefordert Emr zu stellen, hatte ich ja aber schon gemacht.
Heute kam der Ablehnungsbescheid.
Zählt das Gutachten der Amtsärztin garnicht?

Ich könnt kotzen...

Hab dann gleich mal einen Termin beim Rechtsanwalt für Sozialrecht klar gemacht. Sie wird für mich Widerspruch einlegen.
Was kann ich noch tun?
Was muss ich tun, um nix falsch zu machen?

Gruss Ute
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Einfach so abgelehnt? Mit welcher Begründung?
Im Normalfall wird der Antrag doch erstmal in einen Reha- oder LTA-Antrag umgedeutet - gerade wenn die AfA schon drin hängt, lehnt die DRV eigentlich nicht so ohne Alternative ab. Das ist ziemlich dumm und macht sie sehr angreifbar.

Was war denn eigentlich das Ergebnis der Reha im März?

Ansonsten.... Japp. Kotzen ist gut, besser raus als rein.

Achte drauf, weiter krankgeschrieben zu werden, und stelle dich darauf ein, selbst alles zu recherchieren und zu hinterfragen. Abgesehen davon, dass du deinen Krankheitsverläufen natürlich viel besser kennst als die Anwältin und ihr da eh zuarbeiten musst, taugen viele Anwälte leider nur als bessere Sekretäre, die die eigene Arbeit in juristisch schöne Worte kleiden.
Es gibt da wohl Ausnahmen, aber besser man stellt sich schonmal drauf ein... ; (
 

HermineL

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Im Normalfall wird der Antrag doch erstmal in einen Reha- oder LTA-Antrag umgedeutet - gerade wenn die AfA schon drin hängt, lehnt die DRV eigentlich nicht so ohne Alternative ab. Das ist ziemlich dumm und macht sie sehr angreifbar.
Bezogen auf den Grundsatz Reha vor Rente ist das sicherlich richtig aber du lässt außer Acht das gerade erst eine Reha (März) beendet wurde. Damit dürfte der Grundsatz Reha vor Rente mehr als erfüllt sein.

Heute kam der Ablehnungsbescheid.
Stelle mal den Ablehnungsbescheid anonymisiert ein.

Zählt das Gutachten der Amtsärztin garnicht?
Nö. Wenn es nicht so ausfällt wie die DRV sich das vorstellt negieren die sogar ihre eigenen Gutachten.
 

HermineL

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Alls erstes brauchst du mal das Gutachten des sozialmedizinischen Dienstes der DRV.
Sofern eines vorhanden ist. Bei mir gab es Ablehnungen des Antrags und des Widerspruchs
ohne SMD. Den hat die DRV erst eingeschaltet als die Klage eingereicht wurde. Mit anderen
Worten Ablehnung erfolgte aus medizinischen Gründen die ein SB ohne entsprechende
Ausbildung festlegte. Bei der DRV ist nichts unmöglich.
 

HermineL

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Das ist der Beweis dafür, dass man den Widerspruchsausschuss auch vergessen kann.
So gesehen ja aber auch den Richter. War doch bei mir davon ausgegangen das dies ein
Punkt sein dürfte den der Richter sofort aufgreift. Pustekuchen hat den gar nicht interessiert.

Zurück zum TE. Kerstin hat natürlich trotzdem Recht das du umgehend das Gutachten des SMD
anfordern solltest und bis das du dies hast fristwahren Widerspruch einlegen solltest.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Das Gutachten der AfA "zählt" schon - zwar muss die DRV sich daran nicht halten, aber es macht sie angreifbar bei dieser stumpfen Ablehnung. Die Existenz eines Gutachtens, dass unter drei Stunden Arbeitsfähigkeit bescheinigt, lässt sich nunmal nicht komplett wegleugnen.
Daher kenn ich es so, dass die DRV da in AfA-Fällen gerade nicht stumpf ablehnt, sondern erstmal eine Reha bewilligt - ob es da vor drei Monaten schon eine gab ist egal.

Deswegen habe ich nach dem Ergebnis der Reha gefragt, die ich offensichtlich nicht außer Acht gelassen habe. Wenn der Entlassungsbericht unglaublich "gut" im Sinne der DRV ausgefallen ist, könnte das die Ablehnung erklären.
 

HermineL

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Das Gutachten der AfA "zählt" schon - zwar muss die DRV sich daran nicht halten, aber es macht sie angreifbar bei dieser stumpfen Ablehnung. Die Existenz eines Gutachtens, dass unter drei Stunden Arbeitsfähigkeit bescheinigt, lässt sich nunmal nicht komplett wegleugnen.
Damit liegst du aber so etwas von verkehrt. Die DRV negiert sogar ihre eigenen Gutachten wenn sie nicht genehm sind.

Daher kenn ich es so, dass die DRV da in AfA-Fällen gerade nicht stumpf ablehnt, sondern erstmal eine Reha bewilligt - ob es da vor drei Monaten schon eine gab ist egal.
Man hat im Regelfall nur alle vier Jahre Anspruch auf eine Reha es sei denn es liegt eine medizinische Notwendigkeit
wie z.B. nach einem Herzinfarkt vor. Das ist hier auf Grund des ÄD Gutachtens nicht gegeben was auch der Grund sein
dürfte das die DRV erst gar keine Reha angeboten hat sondern direkt über die EMR entschieden hat.

Es ist müßig weiter darüber zu streiten denn dem TE bleibt jetzt sowieso nur die Möglichkeit das zu akzeptieren oder
in Widerspruch zu gehen.
 

Schnütchen

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Hallo,

Danke für eure Antworten.
Also, Reha war im März.
Ein Gutachten hab ich keines.
Im Rehabericht steht, letzte sozialplichtige Arbeit unter 3 std.
Allgemeine Arbeit 6+ Std leichte Arbeit überwiegend im gehen, stehen, sitzen....und genau das kann ich nicht.
Amtsärtin hat wörtlich zu mir gesagt, so können sie nicht arbeiten, Leistungsfähigkeit unter 15std/Woche.
Ablehnung weil ich 6 std arbeiten könne auf dem allgem Arbeitsmarkt, nicht im Büro, allgemein.....
Hab ich noch was vergessen zu beantworten?
Habe Termin beim RA, die dann für mich den Widerspruch macht und Akteneinsicht.
Kann ich sonst noch was tun?
Ausser abwarten und Tee trinken?
Gruss Ute

Also kampflos aufgeben möcht ich nun auch nicht, so leicht mach ichs denen nicht.....wer weiss, was denen noch einfällt...


Moderationshinweis...

2 Beiträge zusammengeführt. Bitte nicht mehrere Beiträge in kurzer Zeit posten. Man kann das eigene Posting innerhalb der Editierzeit (60 Minuten) jederzeit ändern oder erweitern. Des Weiteren lassen sich auch mehrere und auch verschiedene Zitate in einen Beitrag einfügen. Bitte in Zukunft beachten :) LG @HermineL



 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Man hat im Regelfall nur alle vier Jahre Anspruch auf eine Reha es sei denn es liegt eine medizinische Notwendigkeit
wie z.B. nach einem Herzinfarkt vor.

Ne Freundin von mir hatte drei Rehas in einem Jahr, alle drei wegen PTBS. Eine kurz vor der Aussteuerung, eine danach und eine weil die DRV das im Widerspruch gern so wollte.
Genau weil jede Reha unter 3 Stunden sagte und die DRV hoffte, dass die nächste Reha was andres ergeben würde.

So dusselige Dinge tun ei durchaus mal.
 

Schnütchen

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Sorry, das kann ich leider nicht, bin nicht so firm mit Computer....

Da steht....die Einschränkungen die sich aus ihren Krankheiten ergeben, führen nicht zum Anspruch einer EMR....sie können noch mindestens 6std täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes tätig sein....blabla....wir dürfen dabei nicht berücksichtigen, ob sie ihre letzte Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können. Es kommt nur darauf an, das sie irgendeine Tätigkeit ausüben können, die es auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gibt.
Wir haben festgestellt, das sie in ihrem Beruf als Büroangestellte mindestens 6 std tägl erwerbsfähig sein können deshalb sind sie nicht berufsunfähig und können auch keine EMR

Gerade sitzen, gehen, stehen kann nicht nur noch 15 minuten weise, wie soll das denn dann gehen?
Zum einen hab ich keinen job, zum anderen glaub ich nicht, das ich einen finde, wo ich laufend aufstehen kann usw....
Die haben doch nicht mehr alle Latten am Zaun....sorry...bin grad etwas erbost...
 

HermineL

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Da steht....die Einschränkungen die sich aus ihren Krankheiten ergeben, führen nicht zum Anspruch einer EMR....sie können noch mindestens 6std täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes tätig sein..
Dann hat auch eine Begutachtung an Hand der vorgelegten Befundberichte durch den SMD stattgefunden und dieses Gutachten,
das man nur auf Anforderung erhält, ist maßgebend.

Weitergehende Äußerungen sind ohne genaue Kenntnis des Ablehnungsbescheid nur Spekulationen.
 

saurbier

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Hallo Caye,

die DRV macht nicht nur solch dusseligen Dinge, die DRV macht einfach wozu sie gerade lustig ist - Gesetz hin Gesetz her.

Schau nur mal meine Geschichte, wo man jetzt behauptet (wohlgemerkt nach 20 Jahren Rente davon die letzten 7 mit voller EM-Arbeitsmarktrente und inzwischen als ü60) das meine vorliegenden medizinischen Unterlagen angeblich nicht für einen Weiterbewilligungsantrag ausreichen. Selbst das urspüngliche Gerichtsurteil für die unbefristete BU-Rente setzt man einfach nicht um, denn lt. Gesetz müßte nach Ende der höherrangigen Rente (bis 30.06.2019 die Arbeitsmarktrente) nun zumindest die rangniedrigere Rente (BU-Rente) weiter gezalt werden, aber das interessiert die DRV nicht im geringsten.

Das mal dazu.

-----------

@Schnütchen

Im Rehabericht steht, letzte sozialplichtige Arbeit unter 3 std.
Allgemeine Arbeit 6+ Std leichte Arbeit überwiegend im gehen, stehen, sitzen....und genau das kann ich nicht.

Nun ja, wenn das in deinem Reha-Abschlussbericht steht - der ja immerhin ein sozialmedizinisches Gutachten darstellt, und die DRV dir nun die volle EMR mit der nachfolgenden Begründung ablehnt

die Einschränkungen die sich aus ihren Krankheiten ergeben, führen nicht zum Anspruch einer EMR....sie können noch mindestens 6std täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes tätig sein....blabla....wir dürfen dabei nicht berücksichtigen, ob sie ihre letzte Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können. Es kommt nur darauf an, das sie irgendeine Tätigkeit ausüben können, die es auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gibt.
Wir haben festgestellt, das sie in ihrem Beruf als Büroangestellte mindestens 6 std tägl erwerbsfähig sein können deshalb sind sie nicht berufsunfähig und können auch keine EMR

dann würde ich dir empfehlen, hier mit Widerspruch und ggf. Klage zu kämpfen.

Das setzt dann aber leider auch voraus, daß du jetzt bereits ausreichende medizinsiche Unterlagen hast, die darlegen das du z.B. deinen Beruf wirklich nicht mehr ausführen kannst.

Bei mir sah das 1998 nach der ersten Reha nicht anders aus. Auch ich kam da mit einem Reha-Abschlussbericht raus, wonach ich für meinen Beruf unter 3 Std./tägl. Leistungsfähig war, ansonsten aber 6+ und eben diverse gesundheitliche Einschränkungen hatte. Im Anschluss folgte dann sogar noch eine Arbeitserprobung in einem weiteren Reha-Haus der DRV und auch dort lautete es - kann seinen Beruf nicht mehr ausführen -.

Das hat die Herrschaften der DRV in der Verwaltung allerdings nicht im geringsten Interessiert. Also kam es zu Widerspruch und Klage und dann entlich 2001 nachdem das Gericht einen örthopädischen Gerichtsgutachter eingeschaltet hatte zu dem Urteilsspruch - BU-Rente bis zur Regelaltersgrenze -. Aber hier gibt es heute im Gegensatz zu früher leider zu bedenken, ich erfüllte wegen dem Alter auch die kurz zuvor geänderte Gesetzeslage (vor 1961 geb.) für die BU-Rente.

Bei mir ist es ja sogar so, daß ich in meiner letzten Reha in 2012 dann sogar von der leitenden Reha-Ärztin (Orthopädin) inzwischen für 3-6 Std./tägl. auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eingestuft wurde, plus der weiteren gesundheitlichen Einschränkungen jedoch in der Quantitativen wie auch Qualitativen zur letzten Tätigkeit ausdrücklich basierend auf den zugrunde liegenden orthopädischen Grunderkrankungen, also den seit 1998 bestehenden Krankheiten. Wie man heute nun wieder einmal sehen kann, scheint die Herrschaften in der DRV Verwaltung das mal wieder alles nicht zu interessieren. Witzig dabei ist dann auch, daß das sozialmedizinische Gutachten (Reha-Bericht) eigentlich von ausschlaggebender Bedeutung sein soll und nicht eine mögliche Einschätzung der Mitarbeiter des sozialmedizinischen Dienstes der DRV.

Dazu hat ein Richter ein schönes Referat geschrieben zur prozeßrechtlichen Bedeutung des Reha-Entlassungsberichtes. (siehe Anhang)

Das du seitens der AfA Gutachterin nur sogar unter 3 Std./tägl. eingestuft wurdest, nun ja das hat leider für die DRV keinerlei Bedeutung, denn die muß nur eigene Begutachtungen (Reha bzw. Gutachter) in ihrer Bewertung berücksichtigen, leider. Andererseits irgendwie auch ein wenig verständlich, denn zumeist werden die äD-Gutachten ja nur per Aktenlage erstellt und selbst wenn es da zu einer persönlichen Begutachtung kommt, ist diese eher oberflächlich. Bei mir damals z.B. war die Begutachtung nach knapp 10min. abgeschlossen und bestand eher aus dem Witz wie kann er auf einem Bein stehen, wie weit kann man sich vorbeugen bzw. die Armen im Nacken bzw. hinter dem Rücken verschränken etc.. Das stellt wahrlich kein aussagefähiges Gutachten dar, dauerte doch meine ärztliche Untersuchung beim Gerichtsgutachter in 2001 sage und schreibe fast 6 Std. und beinhaltete dazu noch Röntgenbilder sowie eine Laboruntersuchung mit vollständige Anamnese, was schon ein gravierender Unterschied ist.

Wie gesagt, ich würde hier in Widerspruch und notfalls auch Klage gehen.

Zuerst aber wäre hier zur Fristwahrung (4 Wochen) direkt einmal ein formloser Widerspruch einzulegen.

Dazu solltest du dir dann aös nächstes umgehend zuerst einmal den kompletten Reha-Abschlussbericht seitens der DRV besorgen, aber genauso gut die sozialmedizinische Begutachtung der DRV, damit du überhaupt weißt was da alles so geschrieben bzw. festgestellt wurde um es mit all deinen hoffentlich bereits dir vorliegenden ärztlichen Unterlagen einmal abzugleichen. So lassen sich wohlmöglich bereits erste Fehler aufdecken.

Danach kannst du dann später deinen Widerspruch auch sachlich begründen und wenn der wie zumeist zu erwarten abgelehnt werden sollte, nun dann bleibt dir nur der Weg einer Klage vor dem Sozialgericht.


Grüße saurbier
 

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  • Reha-Entlassungsbericht_Richterliche Beurteilung 2010_Textmarker.pdf
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Schnütchen

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Hallo Hermine,
Eine Begutachtung stattgefunden?
Wann, wo, wie...?
Das wüsst ich aber....
Saurbier, natürlich hab ich einen Rehaentlassbericht. Ich wurde nicht brgutachtet auf Reha, das wüsst ich aber, nicht mal richtig untersucht. Ich hatte sogar um Änderung des Berichtes gebeten, weil da Sachen drin stehen, wo so nicht wahr sind.....ne der Herr Klinikchef macht das nicht, schrieb er zurück, es würde Bestimmungen geben und er könnte nicht meine Selbsteinschätzung da rein schreiben....auf gut deutsch....Alte stell dich nicht so an, selbst Stephen Hawkinns hätte noch was arbeiten können.

Ja dann bleibt mir ja nur der Rechtsweg, den ich ja schon eingeleitet habe, alles andere macht die Rechtsanwältin....sollen die mich doch nochmal zu nem Gutachter schicken.....oh man......
Gruss.....
 

HermineL

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Hallo Hermine,
Eine Begutachtung stattgefunden?
Wann, wo, wie...?
Das wüsst ich aber....
Wenn du meinen Beitrag richtig gelesen hättest dann wüsstest du wie. Für die Begutachtung musst
du nicht erscheinen. Das macht der SMD nach Aktenlage anhand der Befundberichte und des Reha-
Entlassungsberichts. Um zu erfahren was der SMD dort festgestellt hat musst du dieses Gutachten
schriftlich bei der DRV anfordern.

Saurbier, natürlich hab ich einen Rehaentlassbericht. Ich wurde nicht brgutachtet auf Reha, das wüsst ich aber, nicht mal richtig untersucht.
Ein Reha-Entlassungsbericht ist eine sozial-medizinische Begutachtung. Diese liegt dir ja offensichtlich auch vor und wenn diese Reha von der
DRV war dann findest du auf Blatt 1a - 1 des Entlassungsberichts diese Bewertung. (siehe Anhang)
Blatt11a.jpg
 

Heidschnucke

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Wenn Du einen Antrag auf EM - Rente stellen möchtest, würde ich Dir raten einen Rentenberater deiner Gemeinde Aufzusuchen und mit dem das Machen,
 
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