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Ab in den Krieg, sonst wird die Stütze gekürzt

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Martin Behrsing

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#1
Artikel ist leider nicht online.
Ab in den Krieg, sonst wird die Stütze gekürzt


http://www.tacheles-sozialhilfe.de:80/forum/thread.asp?FacId=830381


MORGENPOST AM SONNTAG, 16.12.2007 Sachsen Seite 7


Um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, vermitteln ARGE und Arbeitsamt die jungen Arbeitslosen verstärkt an die Bundeswehr. Denn die Streitkräfte suchen händeringend Nachwuchs - auch für Auslandseinsätze.
Leipzig - "Raustreten zum Frühsport!" Für ihre arbeitslosen Jugendlichen verfügt die Leipziger ARGE jetzt über ein Ertüchtigungsprogramm der besonderen Art. Durch eine Kooperation mit der Bundeswehr kann den jungen Leuten neben Arbeit auch Zucht und Ordnung beigebracht werden - vielleicht sogar Kriegserfahrung.
Rund 4 900 Arbeitslose unter 25 Jahren stehen auf der Vermittlungsliste der Leipziger ARGE. Sprecher Ronny Schleicher: "Zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit haben wir mit der Bundeswehr einen Kooperationsvertrag unterschrieben."
Arbeitslos oder Uniform? Bereits jetzt kommen 60 Prozent der freiwillig Wehrdienstleistenden aus den neuen Ländern. Etwa 22 000 Soldaten benötigen die Streitkräfte jedes Jahr.
Mit Schönung der Statistik soll das nichts zu tun haben. Hauptmann Gerd Rieger vom Zentrum der Nachkriegsgewinnung: "Man soll die Bundeswehr nicht nur unter Sicherheitsaspekten sehen, sondern als großen Arbeitgeber."
Die Leipziger ARGE öffnet ihre Räume für die Rekrutierer und bewirbt die Jugendlichen gleich aktiv mit. Es geht nicht nur um Feldwebel und Unteroffiziere, sondern vor allem um die Besetzung der sogenannten Mannschaftslaufbahn. Mindestverpflichtung: Vier Jahre.

Dafür eignen sich - im Reservoir der ARGE reichlich vorhanden - auch ungelernte junge Leute. Die sollten über keine Vorstrafen verfügen. Hauptmann Rieger: "Bundesweite Mobilität und die uneingeschränkte Bereitschaft zu Auslandseinsätzen setzen wir natürlich voraus." Also auch Einsatz in Kriegsgebieten.
Heißt es künftig auch "Krieg, oder keine Stütze mehr"? ARGE-Sprecher Schleicher: "Ein Angebot für einen Job beim Bund werten wir als normale Wiedereingliederungshilfe. Allerdings werden wir in jedem Einzelfall prüfen, ob das Angebot zumutbar war und somit Sanktionen fällig werden
."
 
E

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#3

Dafür eignen sich - im Reservoir der ARGE reichlich vorhanden - auch ungelernte junge Leute. Die sollten über keine Vorstrafen verfügen.

also dürfen sie auch schon mal Hakenkreuze irgendwo in die Haut eingeritzt haben, oder Ausländer durch die Strassen gehetzt haben, denn das zählt ja nicht als Vorstrafe. Ausserdem wäre man damit schon Wehrmachtstauglich. :icon_twisted:
 

Martin Behrsing

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#4
ARGE-Sprecher Schleicher: "Ein Angebot für einen Job beim Bund werten wir als normale Wiedereingliederungshilfe. Allerdings werden wir in jedem Einzelfall prüfen, ob das Angebot zumutbar war und somit Sanktionen fällig werden
Mir wirds übel, wenn ich an so etwas auch nur denke.
Ich glaube, diese Info sollte weit verbreitet werden, damit dieser selbstherrliche ARGE-Sprecher richtig Druck bekommt
 

.mac

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#6
es ist doch immer wieder unglaublich welche schikanen sich sich die agenturen/argen einfallen lassen um die arbeitslosenstatistik zu schönen!:icon_kotz2:
 

Bruno1st

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#7
Artikel ist leider nicht online.
Gibt es irgendwo eine Quellenangabe oder einen Scan ? Denn außer bei Tacheles gab es dazu nichts.

Satire ? Ich kann mir gut vorstellen, mit der ganzen Mischpoke der ARGE, BA, Politik, usw. Seit an Seit in den Krieg zu ziehen.
Ich würde mich dann an den Leitfaden für kleine Rambos halten und das 1. Kapitel "friendly fire" in der Praxis durcharbeiten. Was das genau bedeutet weiß ich auch nicht. Auch nicht, wieso es am Ende heißt, daß der firendly fire Schütze gemeinsam mit den anderen Teilnehmern zurückfliegt - die anderen sind aber im Laderaum gestapelt.

Nachtrag : Was machen die ARGEn dann mit solchen Killermaschinen die überlebt haben und nach der Dienstzeit wieder ALG-II beziehen ? Dürfen die die ARGE überhaupt noch betreten oder werden die dann als Wachpersonal/Kapos angeheuert ?
 

Kaleika

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#8
Darf auch anerkannten Kriegsdienstverweigerern, die ihren Zivildienst geleistet haben, zugemutet werden, zur Bundeswehr zu gehen?

Was steht an erster Stelle, das Gewissen oder die Verpflichtung, alles(?!?) zu tun, um wieder in Arbeit zu gelangen?

Kaleika
 
E

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#10
bundeswehr nein danke

mein mann heute schwerstbehindert war 20 jahre soldat, im laufe seines dienstes wurde er schwerstbehindert. heute pension die hinten und vorne nicht reicht. ich darf pflegen und muß auf einmal den haupternährer mimen.

hilfe seines dienstherren : KEINE!!!

hätte ich einen sohn im wehrfähigen alter, ich würde ihn durch die mangel drehen, wenn er blos laut dächte, er würde gerne soldat sein..........

grüße vom bissigen frettchen:icon_kotz2:
 
E

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#11
ARGE-Sprecher Schleicher: "Ein Angebot für einen Job beim Bund werten wir als normale Wiedereingliederungshilfe. Allerdings werden wir in jedem Einzelfall prüfen, ob das Angebot zumutbar war und somit Sanktionen fällig werden
Wobei die Ermessensgrenze mal wieder fleissig überdehnt werden kann. Wogegen anzugehen die letzten Kräfte raubt. Ich :icon_kotz2:mit.

Emily
 

amondaro

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#12
Moin,

Bundeswehr ist doch Geil.Dort lernt man Moderne Kriegsführung,Waffenkunde und das richtige Töten.Alles was der ARGE zum Verhängnis werden kann -)))

Ach ja,und das Saufen :))) da fällt sogar die Hemschwelle....


halt ein Modernes Terror-Camp :))))

mfg
 
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#13
Darf auch anerkannten Kriegsdienstverweigerern, die ihren Zivildienst geleistet haben, zugemutet werden, zur Bundeswehr zu gehen?

Was steht an erster Stelle, das Gewissen oder die Verpflichtung, alles(?!?) zu tun, um wieder in Arbeit zu gelangen?

Kaleika
Ein anerkannter Kriegsdienstverweigerer kann bei der Bundeswehr nicht mehr eingestellt werden, auch nicht als Zivilangestellter.
 
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#15


Hm... Da würde ich im "V-Fall" nicht meinen Kopf drauf verwetten...

:icon_wink:


Die Erfassungsdaten werden mit KDV-Anerkennung gesperrt, man kann ihn in der EDV nicht mehr erfassen. Existiert für die BW daher nicht mehr (habe jahrelang im Kreiswehrersatzamt gearbeitet)
 

amondaro

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#16
Ein anerkannter Kriegsdienstverweigerer kann bei der Bundeswehr nicht mehr eingestellt werden, auch nicht als Zivilangestellter.
Moin,

Nein,wenn er einmal dort und dann Verweigert kann man ihn nicht nochmal dazu gezwungen werden.


Kriegsdienstverweigerer sowieso nicht,da beim Verweigern ja dies ja auch in der Akte festgehalten .






Zitat:

Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz." Art. 4,3 Grundgesetz 1949

"Wer sich aus Gewissensgründen der Beteiligung an jeder Waffenanwendung zwischen den Staaten widersetzt und deshalb unter Berufung auf Artikel 4 Abs. 3 Satz 1 des Grundgesetzes den Kriegsdienst mit der Waffe verweigert, hat statt des Wehrdienstes Zivildienst außerhalb der Bundeswehr als Ersatzdienst gemäß Artikel 12 a Abs. 2 des Grundgesetzes zu leisten." § 1 Kriegsdienstverweigerungsgesetz - KDVG 1984

Das heisst,auch wenn die ARGE eine dazu zwingen möchte kann er Verweiger. Und den Dienst
alternativ als Ersatzdienst leisten.

Und ein Zweites mal geht nicht,er hat seine Pflicht als Bürger getan !!

mfg
 
E

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#18
Die Erfassungsdaten werden mit KDV-Anerkennung gesperrt, man kann ihn in der EDV nicht mehr erfassen. Existiert für die BW daher nicht mehr (habe jahrelang im Kreiswehrersatzamt gearbeitet)
wie das?, die können doch im Verteidigungsfall zum Zivildienst eingesetzt werden
 
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#19
wie das?, die können doch im Verteidigungsfall zum Zivildienst eingesetzt werden
Ja, aber vom Bundesamt für Zivildienst, nicht von der Bundeswehr. Die Daten gehen nach Anerkennung zum Bundesamt für Zivildienst, die Bundeswehr hat dann nichts mehr von dem Verweigerer.
 

amondaro

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#20
wie das?, die können doch im Verteidigungsfall zum Zivildienst eingesetzt werden
ich glaube da werden sich sehr viele Weigern,und ich bin einer von diesen!!Und wenn man mich doch Zwingen will ,nutze ich die Waffe die man mir gibt diesen zu erschiessen.

Ich lasse Mich von niemanden Zwingen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Auch nicht vom den Heuchlerischen Staat !!

Noch niemals zum Zivildienst !!

Wenn die BRD eine Krieg beginnt,soll sie diesen alleine Austragen !!

Es gibt immer zwei Seiten,und eins könnt ihr mir Glauben das ich bestimmt nicht auf das Propaganda Gerede von paar Politikern dann höre.


mfg
 
E

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#21
Ja, aber vom Bundesamt für Zivildienst, nicht von der Bundeswehr. Die Daten gehen nach Anerkennung zum Bundesamt für Zivildienst, die Bundeswehr hat dann nichts mehr von dem Verweigerer.
aa, danke, wieder was dazu gelernt ;
xxx
 
E

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#22
kleine Anfrage der Linken

Aus der Kölner Arbeitsgemeinschaft (ARGE) ist bekannt, dass junge, unter
25-Jährige Erwerbslose im Rahmen einer so genannten U25-Maßnahme nach
dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) zur Teilnahme an Rekrutierungsveranstaltungen
der Bundeswehr verpflichtet wurden. Die Teilnahme an
dieser Art Veranstaltungen steht, wie die Teilnahme an der gesamten Maßnahme,
unter dem Druck von Sanktionen bei einer Verweigerung durch die
Leistungsbeziehenden.
Wir fragen die Bundesregierung:

1. Ist der Bundesregierung das über die ARGE Köln Geschilderte bekannt?
2. Wie bewertet die Bundesregierung die Praxis, dass Bezieherinnen und Bezieher
von Leistungen nach dem SGB II zur Teilnahme an Rekrutierungsveranstaltungen
der Bundeswehr unter Androhung von Sanktionen gezwungen
werden?
3. In welchen ARGEn bzw. optierenden Kommunen kam es nach Kenntnis der
Bundesregierung zu solchen Verpflichtungen?
4. Befürwortet die Bundesregierung, dass Leistungsbeziehende von Leistungen
nach dem SGB II zu solchen Veranstaltungen unter Androhung von
Sanktionen verpflichtet werden? Wenn nein, wie gedenkt die Bundesregierung
auf die Änderung dieser Praxis hinzuwirken?
5. In welchen ARGEn und optierenden Kommunen befinden sich feste Büros
der Bundeswehr und werden dauerhaft Sprechstunden abgehalten?
6. Seit wann praktiziert die Bundeswehr die Rekrutengewinnung über Büros in
den ARGEn bzw. optierenden Kommunen bzw. über o. g. Maßnahmen?
7. Wie viele junge Menschen wurden seitdem über diese Verfahren rekrutiert
(aufgezählt nach Jahren)?
8. Wie viele von diesen Rekrutierten wurden im Ausland eingesetzt?
Berlin, den 4. Dezember 2007
Dr. Gregor Gysi, Oskar Lafontaine und Fraktion
http://dip.bundestag.de/btd/16/074/1607437.pdf
 
E

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#23
Kriegstdienst "zumutbar" bei Eingiederung in Arbeit!?

Ich kenne jetzt das Renommee dieses Blattes nicht, aber wenn das stimmt was darin steht, ist das ein Skandal erster Güte!
http://www.neues-deutschland.de/artikel/121089.html

Junge Arbeitslose als »Kanonenfutter«
Bundeswehr und ARGE Leipzig kooperieren
und

Ein Auslandseinsatz beim Bund gilt bei der ARGE Leipzig offenbar als zumutbare Arbeit.
Was zugleich heißt, wer es ablehnt in den Kriegseinsatz zu ziehen, dem darf das Existenzminimum entzogen werden. :icon_frown:

Gruß, Anselm
 

Curt The Cat

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#24
Hm... das ND bezieht sich da auf einen Zeitungsbericht. Ist jetzt nur doof, daß sie nicht verraten, wo der erschienen ist...

:icon_kinn:


 

hellucifer

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#26
Darüber sollte der ARGE Leipzig unbedingt eine Stellungnahme abgenötigt werden. Besonders die Frage muss gestellt werden, ob Alg-2-Empfänger bei Ablehnung eines solchen Angebotes (Verpflichtung als Zeitsoldat zum Dienst mit der Waffe, auch im Ausland) eine Sanktion verhängt wird.

Denn nach dem Grundgesetz darf niemand zum Dienst mit der Waffe gezwungen werden!

Jedoch ist es erlaubt, dass z.B. die Bundeswehr in öffentlichen Gebäuden (wie z.B. Arbeitsamt, Berufsinformationszentrum etc.) Informationsveranstaltungen abhält und Leute anwirbt.

Sich jedoch gezielt auf Arbeitslose im SGB-II-Bezug einzuschießen und Kanonenfutter zu beschaffen, geht eindeutig zu weit. Womöglich wird man demnächst auch noch geshanghait und dann landet man auf einem chinesischen Kutter!
 

Martin Behrsing

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#28
Darüber sollte der ARGE Leipzig unbedingt eine Stellungnahme abgenötigt werden. Besonders die Frage muss gestellt werden, ob Alg-2-Empfänger bei Ablehnung eines solchen Angebotes (Verpflichtung als Zeitsoldat zum Dienst mit der Waffe, auch im Ausland) eine Sanktion verhängt wird.

Denn nach dem Grundgesetz darf niemand zum Dienst mit der Waffe gezwungen werden!

Jedoch ist es erlaubt, dass z.B. die Bundeswehr in öffentlichen Gebäuden (wie z.B. Arbeitsamt, Berufsinformationszentrum etc.) Informationsveranstaltungen abhält und Leute anwirbt.

Sich jedoch gezielt auf Arbeitslose im SGB-II-Bezug einzuschießen und Kanonenfutter zu beschaffen, geht eindeutig zu weit. Womöglich wird man demnächst auch noch geshanghait und dann landet man auf einem chinesischen Kutter!
Bin schoin dran und habe gleich ein tel. Interview mit dem Pressesprecher der ARGE. Mal sehen
 
E

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#29
Na, wo isses denn?

Denn nach dem Grundgesetz darf niemand zum Dienst mit der Waffe gezwungen werden!
... huch welches Grundgesetz meinst Du denn?
Das ... welches längst Geschichte ist?

Stimmt es, dass da auch was stand von unantastbarer Menschenwürde und freier Berufwahl, auch dass man nicht zu Arbeit gezwungen werden darf und Strafandrohung.
Dann war da auch noch die Meinungsfreiheit .... weißte noch ... damals.
 

Caroline

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#30
Presseinformation 228/2007 vom 30.11.2007

Zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit rücken die Arbeitsgemeinschaft Leipzig (ARGE) und die Bundeswehr zukünftig enger zusammen. Im November dieses Jahres unterzeichneten beide Einrichtungen einen gemeinsamen Kooperationsvertrag.
Die Zusammenarbeit verfolgt zwei primäre Ziele. Zum einen hat die Bundeswehr weiterhin einen hohen Bedarf zur Einstellung von Soldaten. Diesen Bedarf soll auch die Kooperation mit der ARGE Leipzig decken, denn viele junge Menschen werden erstmals im Zusammenhang mit ihrer Arbeitslosigkeit auf den Arbeitgeber Bundeswehr aufmerksam.
„Wir nehmen die Kooperation mit der Bundeswehr sehr ernst. Für unsere Arbeitsvermittler und Fallmanager ist es sehr wichtig, dass sie ein konkretes Bild der zu besetzenden Stellen haben. Wir können unsere Kunden dann umfassen-der zum Arbeitgeber Bundeswehr informieren. Deshalb lernen unsere Mitarbeiter die Bundeswehr vor Ort kennen und intensivieren die Kontakte zur regionalen Wehrdienstberatung“, so Dr. Andreas Zehr, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Leipzig, zu den nächsten Schritten.
Als zweites Ziel soll die Zusammenarbeit das Funktionieren des Kreislaufes „Wirtschaft – Bundeswehr – Wirtschaft“ vorantreiben. Junge Frauen und Männer, die sich für den Dienst in den Streitkräften entscheiden und ihren Dienst nicht in der Region Mitteldeutschlands ausüben können, sollen für die Zeit nach der Bundeswehr berufliche Perspektiven in „ihrer“ Region aufgezeigt bekommen und der
Region als Fachkräfte erhalten bleiben. Dazu nutzen die beiden Partner die bereits gesammelten Erfahrungen im Projekt „Modellversuch zur Gewinnung arbeitsloser Jugendlicher in Sachsen-Anhalt und Thüringen“ und streben die Erarbeitung einer Rückkehrerdatenbank an.
Die Bundeswehr hat jährlich einen strukturellen Ergänzungsbedarf von ca. 22.000 Soldatinnen und Soldaten. Für die personelle Bedarfsdeckung der Streitkräfte werden ca. 40 Prozent der Wehrpflichtigen, ca. 60 Prozent der Freiwillig Wehrdienst Leistenden und ca. ein Drittel der Soldaten auf Zeit in allen Laufbahnen aus den neuen Bundesländern gewonnen. In der Stadt Leipzig waren zum Oktober 2007 ca. 4.900 junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet.
Nach der konkreten Positionierung und Aufforderung zu mehr Netzwerkarbeit auf der 3. Jugendkonferenz der Arbeitsgemeinschaft Leipzig zeigt diese mit dem angekündigten Erfahrungsaustausch innerhalb kürzester Zeit zum zweiten Mal, dass sie der aufgestellten Forderung Taten folgen lässt und beispielgebend voran geht.
www.arge-leipzig.de
Quelle: Arbeitsagentur.de
 
E

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#31
amerikanische Verhältnisse

:icon_kotz2:

wir kriegen auch hier amerikanische Verhältnisse

auch wenn ich noch fest davon überzeugt bin, dass eine Klage dagegen Erfolg haben würde
so gibt es sicher genügend junge Menschen die sich aus den verschiedenstens Gründen dagegen nicht wehren werden
 

Martin Behrsing

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#32
http://www.elo-forum.net/hartz-iv/hartz-iv/-200712181528.html

Hartz IV-ARGE: Auch Friedensinitiativen dürfen bei uns über alternative Jobs informieren Dienstag, 18. Dezember 2007 Monty Schädel (DFG-VK) « Wir werden die Ernsthaftigkeit der ARGE Leipzig überprüfen»
von Martin Behrsing
Leipzig (pr-sozial) – Einem Zeitungsbericht der in Dresden erscheinenden «Morgenpost am Sonntag» (vergangene Sonntagsausgabe) zufolge hat die ARGE Leipzig eine Kooperationsvereinbarung mit der Bundeswehr getroffen, um für Beschäftigungsmöglichkeiten von jungen Erwerbslosen in der Bundeswehr zu werben. Laut der Zeitung würden auch Mitarbeiter der Leipziger Behörde junge Menschen gezielt auf eine Rekrutierung ansprechen. Diese gelte als «normale Wiedereingliederungshilfe.
Allerdings werden wir in jedem Einzelfall prüfen, ob das Angebot zumutbar war und somit Sanktionen fällig werden», wird der Sprecher, Ronny Schleicher zitiert. Auf Nachfrage von «PR-SOZIAL» dementierte ARGE-Sprecher Schleicher diese Aussage und betonte die Freiwilligkeit an derartigen Informationsveranstaltungen. «Dies würde auf keinen Fall Sanktionen nach sich ziehen ». Schleicher, der sich selbst als Kriegsdienstverweigerer bezeichnet, sagte gegenüber «PR-SOZIAl», dass er sich auch Veranstaltungen von Friedensinitiativen vorstellen kann, wenn diese alternative Jobmöglichkeiten jenseits der Bundeswehr aufzeigen. Dies müsse man «aber im.......
 

Bruno1st

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#33
auch wenn ich noch fest davon überzeugt bin, dass eine Klage dagegen Erfolg haben würde
so gibt es sicher genügend junge Menschen die sich aus den verschiedenstens Gründen dagegen nicht wehren werden
das eine Klage dagegen Erfolg haben kann zweifle ich an - denn die ARGEn gehen beim verlieren sowieso in Berufung.

Außerdem dürften Menschen die gegen so etwas klagen nicht die Zielgruppe (Kanonenfutter) der Bundeswehr sein.

Aber ich stimme dir zu, daß sich viele mit einer Perspektive ködern lassen, denn vorher wurden sie ja von den FM/SB richtig rund gemacht und sehen das als EINZIGE Chance an, die sie überhaupt noch haben werden.
Und wenn dann die ersten 2-3 Jahre "gewaschen" (Gehirnwäsche) wurden, dann verfügt Schäuble (Jung zählt doch nicht, der wird überrollt) über eine Truppe die ihm aufs Wort gehorcht und für die alle anderen Menschen AUSSERHALB der Truppe maximal Untertanen sind.

Ich frage mich nur, ob die ARGE Leipzig exklusiv Kanonenfutter sucht und wieviel Kopfgeld (heute noch Vermittlungsgutschein) bezahlt wird. Vielleicht gibt es auch eine Zusatzprämie, wenn das Opfer nie mehr in die Arbeitslosigkeit zurückkehren kann.

Eine ganz große Frage habe ich aber - wieso wurde vor kurzem noch von den großen Ausmusterungszahlen (Beruf/Gesundheit) geredet und das die Bundeswehr verkleinert werden soll und nun werden plötzlich Leute gesucht. Soll vielleicht die Bundeswehr durch Schäubles Privatarmee abgelöst werden ? Die Kanzlerine und unser Sparkassen Rolf werden das sowieso abnicken.

Nachtrag : Martins Beitrag kam gerade rein - weiß aber nicht ob dies nun Satire sein könnte oder man damit das System selbst ad absurdum führt:
Ich sehe schon vor meinem geistigen Auge, wie die Friedensinitiativen Mitarbeiter suchen - z.B. 10 Tage Heiligendamm (Einarbeitungszuschuss, Reisekosten, Unterkunft,Verpflegung, Fahrtkosten, usw.) werden von der ARGE übernommen. Nach 10 Demonstrationsteilnahmen bekommt man dann die Bescheinigung Demonstrant zu sein.
 

Martin Behrsing

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#34
Nachtrag : Martins Beitrag kam gerade rein - weiß aber nicht ob dies nun Satire sein könnte oder man damit das System selbst ad absurdum führt:
Ich sehe schon vor meinem geistigen Auge, wie die Friedensinitiativen Mitarbeiter suchen - z.B. 10 Tage Heiligendamm (Einarbeitungszuschuss, Reisekosten, Unterkunft,Verpflegung, Fahrtkosten, usw.) werden von der ARGE übernommen. Nach 10 Demonstrationsteilnahmen bekommt man dann die Bescheinigung Demonstrant zu sein.
Ich denke mal, dass wir diese ARGE etwas ausgetrickst haben.
Monty Schädel ins Spiel zu bringen, wird sicher morgen bei dieser ARGE für hektische Betriebsamkeit sorgen. Un der wird sicher auch nicht so schnell lockker lassen.
 
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#35
denn die ARGEn gehen beim verlieren sowieso in Berufung.
mhh?, also ich glaub das nich - das gäbe vielzuviel Öffentlichkeit

ich denke die werden, da immer rechtzeitig versuchen einzulenken
und ziehn stattdessen still ihren Stiefel weiter durch, in der Hoffnung genügend Unwissende da rein zu drücken
Je weniger die Menschen von ihren Rechten wissen umso besser, siehe nach wie vor übliches Prozedere EGV
 

Bruno1st

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#36
Ich denke mal, dass wir diese ARGE etwas ausgetrickst haben.
Monty Schädel ins Spiel zu bringen, wird sicher morgen bei dieser ARGE für hektische Betriebsamkeit sorgen. Un der wird sicher auch nicht so schnell lockker lassen.
ich glaube die schwitzen heute abend schon - das war doch eine erstklassige Einladung, ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk oder anders gesagt ein riesiges Eigentor der ARGE/AA/BA. Auf jeden Fall mit einem riesigen Potential.

Damit dürfte auch der Weg offenstehen, daß Friedensgruppen auch Weiterbildungen und sinnvolle 0€J anbieten - attac, usw. werden diese Möglichkeiten sicher auch nutzen. Damit sind eure Aktionen in Köln keine Demonstrationen mehr, für die Polizeischutz notwendig ist, sondern ganztägige Weiterbildungen (Verpflegung aus der AA-Kantine wird gestellt - Unkosten werden von der ARGE erstattet).
 
E

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#37
man muss sich das ja mal auch so vorstellen, das die Jugendlichen ihre Rechte gar nicht kennen, wie z.B wir hier im Elo. Da reicht doch schon die Androhung einer Sanktion und wenn von 10 verängstigten Jugendlichen 3 anbeissen als willenloses Kanonenfutter, haben die ARGE und die WEhrmacht doch schon ihr Ziel erreicht, die scheren sich einen Dreck um irgendwelche Rechte. :mad:
 
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#38
man muss sich das ja mal auch so vorstellen, das die Jugendlichen ihre Rechte gar nicht kennen, wie z.B wir hier im Elo. Da reicht doch schon die Androhung einer Sanktion und wenn von 10 verängstigten Jugendlichen 3 anbeissen als willenloses Kanonenfutter, haben die ARGE und die WEhrmacht doch schon ihr Ziel erreicht, die scheren sich einen Dreck um irgendwelche Rechte. :mad:
Glaub nicht das man in Leipzig oder überhaupt in Osten viele Rekrutieren kann, der schwarze Block hat viele Anhänger.
 

Bruno1st

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#39
Willkür statt Wehrpflicht

GROTESKE MASSEN-AUSMUSTERUNG
Willkür statt Wehrpflicht
Von Markus Flohr und Maximilian Popp
Raus bist du. Und du. Und du. Von einem Jahrgang junger Männer rückt nicht einmal jeder Sechste in eine Kaserne ein, fast die Hälfte wird ausgemustert. Willkür hat die allgemeine Wehrpflicht ersetzt. Sieben Wehrpflichtige erzählen, wie leicht sie dem Militär entkamen.
Quelle und Rest : http://www.spiegel.de/jahreschronik/0,1518,518290,00.html
http://www.spiegel.de/jahreschronik/0,1518,518290,00.html
endlich wieder entdeckt - der Artikel stammt vom 30.Aug. 2007 - so schnell werden also die Rekruten, äh Kanonenfutter knapp.
 
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