Ab in den Krieg, sonst wird die Stütze gekürzt

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Martin Behrsing

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Ab in den Krieg, sonst wird die Stütze gekürzt


https://www.tacheles-sozialhilfe.de:80/forum/thread.asp?FacId=830381


MORGENPOST AM SONNTAG, 16.12.2007 Sachsen Seite 7


Um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, vermitteln ARGE und Arbeitsamt die jungen Arbeitslosen verstärkt an die Bundeswehr. Denn die Streitkräfte suchen händeringend Nachwuchs - auch für Auslandseinsätze.
Leipzig - "Raustreten zum Frühsport!" Für ihre arbeitslosen Jugendlichen verfügt die Leipziger ARGE jetzt über ein Ertüchtigungsprogramm der besonderen Art. Durch eine Kooperation mit der Bundeswehr kann den jungen Leuten neben Arbeit auch Zucht und Ordnung beigebracht werden - vielleicht sogar Kriegserfahrung.
Rund 4 900 Arbeitslose unter 25 Jahren stehen auf der Vermittlungsliste der Leipziger ARGE. Sprecher Ronny Schleicher: "Zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit haben wir mit der Bundeswehr einen Kooperationsvertrag unterschrieben."
Arbeitslos oder Uniform? Bereits jetzt kommen 60 Prozent der freiwillig Wehrdienstleistenden aus den neuen Ländern. Etwa 22 000 Soldaten benötigen die Streitkräfte jedes Jahr.
Mit Schönung der Statistik soll das nichts zu tun haben. Hauptmann Gerd Rieger vom Zentrum der Nachkriegsgewinnung: "Man soll die Bundeswehr nicht nur unter Sicherheitsaspekten sehen, sondern als großen Arbeitgeber."
Die Leipziger ARGE öffnet ihre Räume für die Rekrutierer und bewirbt die Jugendlichen gleich aktiv mit. Es geht nicht nur um Feldwebel und Unteroffiziere, sondern vor allem um die Besetzung der sogenannten Mannschaftslaufbahn. Mindestverpflichtung: Vier Jahre.

Dafür eignen sich - im Reservoir der ARGE reichlich vorhanden - auch ungelernte junge Leute. Die sollten über keine Vorstrafen verfügen. Hauptmann Rieger: "Bundesweite Mobilität und die uneingeschränkte Bereitschaft zu Auslandseinsätzen setzen wir natürlich voraus." Also auch Einsatz in Kriegsgebieten.
Heißt es künftig auch "Krieg, oder keine Stütze mehr"? ARGE-Sprecher Schleicher: "Ein Angebot für einen Job beim Bund werten wir als normale Wiedereingliederungshilfe. Allerdings werden wir in jedem Einzelfall prüfen, ob das Angebot zumutbar war und somit Sanktionen fällig werden
."
 
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Dafür eignen sich - im Reservoir der ARGE reichlich vorhanden - auch ungelernte junge Leute. Die sollten über keine Vorstrafen verfügen.


also dürfen sie auch schon mal Hakenkreuze irgendwo in die Haut eingeritzt haben, oder Ausländer durch die Strassen gehetzt haben, denn das zählt ja nicht als Vorstrafe. Ausserdem wäre man damit schon Wehrmachtstauglich. :icon_twisted:
 

Martin Behrsing

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ARGE-Sprecher Schleicher: "Ein Angebot für einen Job beim Bund werten wir als normale Wiedereingliederungshilfe. Allerdings werden wir in jedem Einzelfall prüfen, ob das Angebot zumutbar war und somit Sanktionen fällig werden
Mir wirds übel, wenn ich an so etwas auch nur denke.
Ich glaube, diese Info sollte weit verbreitet werden, damit dieser selbstherrliche ARGE-Sprecher richtig Druck bekommt
 

.mac

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es ist doch immer wieder unglaublich welche schikanen sich sich die agenturen/argen einfallen lassen um die arbeitslosenstatistik zu schönen!:icon_kotz2:
 

Bruno1st

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Gibt es irgendwo eine Quellenangabe oder einen Scan ? Denn außer bei Tacheles gab es dazu nichts.

Satire ? Ich kann mir gut vorstellen, mit der ganzen Mischpoke der ARGE, BA, Politik, usw. Seit an Seit in den Krieg zu ziehen.
Ich würde mich dann an den Leitfaden für kleine Rambos halten und das 1. Kapitel "friendly fire" in der Praxis durcharbeiten. Was das genau bedeutet weiß ich auch nicht. Auch nicht, wieso es am Ende heißt, daß der firendly fire Schütze gemeinsam mit den anderen Teilnehmern zurückfliegt - die anderen sind aber im Laderaum gestapelt.

Nachtrag : Was machen die ARGEn dann mit solchen Killermaschinen die überlebt haben und nach der Dienstzeit wieder ALG-II beziehen ? Dürfen die die ARGE überhaupt noch betreten oder werden die dann als Wachpersonal/Kapos angeheuert ?
 

Kaleika

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Darf auch anerkannten Kriegsdienstverweigerern, die ihren Zivildienst geleistet haben, zugemutet werden, zur Bundeswehr zu gehen?

Was steht an erster Stelle, das Gewissen oder die Verpflichtung, alles(?!?) zu tun, um wieder in Arbeit zu gelangen?

Kaleika
 
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Gast
bundeswehr nein danke

mein mann heute schwerstbehindert war 20 jahre soldat, im laufe seines dienstes wurde er schwerstbehindert. heute pension die hinten und vorne nicht reicht. ich darf pflegen und muß auf einmal den haupternährer mimen.

hilfe seines dienstherren : KEINE!!!

hätte ich einen sohn im wehrfähigen alter, ich würde ihn durch die mangel drehen, wenn er blos laut dächte, er würde gerne soldat sein..........

grüße vom bissigen frettchen:icon_kotz2:
 
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Gast
ARGE-Sprecher Schleicher: "Ein Angebot für einen Job beim Bund werten wir als normale Wiedereingliederungshilfe. Allerdings werden wir in jedem Einzelfall prüfen, ob das Angebot zumutbar war und somit Sanktionen fällig werden
Wobei die Ermessensgrenze mal wieder fleissig überdehnt werden kann. Wogegen anzugehen die letzten Kräfte raubt. Ich :icon_kotz2:mit.

Emily
 
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amondaro

Gast
Moin,

Bundeswehr ist doch Geil.Dort lernt man Moderne Kriegsführung,Waffenkunde und das richtige Töten.Alles was der ARGE zum Verhängnis werden kann -)))

Ach ja,und das Saufen :))) da fällt sogar die Hemschwelle....


halt ein Modernes Terror-Camp :))))

mfg
 
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Gast
Darf auch anerkannten Kriegsdienstverweigerern, die ihren Zivildienst geleistet haben, zugemutet werden, zur Bundeswehr zu gehen?

Was steht an erster Stelle, das Gewissen oder die Verpflichtung, alles(?!?) zu tun, um wieder in Arbeit zu gelangen?

Kaleika
Ein anerkannter Kriegsdienstverweigerer kann bei der Bundeswehr nicht mehr eingestellt werden, auch nicht als Zivilangestellter.
 
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amondaro

Gast
Ein anerkannter Kriegsdienstverweigerer kann bei der Bundeswehr nicht mehr eingestellt werden, auch nicht als Zivilangestellter.

Moin,

Nein,wenn er einmal dort und dann Verweigert kann man ihn nicht nochmal dazu gezwungen werden.


Kriegsdienstverweigerer sowieso nicht,da beim Verweigern ja dies ja auch in der Akte festgehalten .






Zitat:

Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz." Art. 4,3 Grundgesetz 1949

"Wer sich aus Gewissensgründen der Beteiligung an jeder Waffenanwendung zwischen den Staaten widersetzt und deshalb unter Berufung auf Artikel 4 Abs. 3 Satz 1 des Grundgesetzes den Kriegsdienst mit der Waffe verweigert, hat statt des Wehrdienstes Zivildienst außerhalb der Bundeswehr als Ersatzdienst gemäß Artikel 12 a Abs. 2 des Grundgesetzes zu leisten." § 1 Kriegsdienstverweigerungsgesetz - KDVG 1984

Das heisst,auch wenn die ARGE eine dazu zwingen möchte kann er Verweiger. Und den Dienst
alternativ als Ersatzdienst leisten.

Und ein Zweites mal geht nicht,er hat seine Pflicht als Bürger getan !!

mfg
 
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Gast
wie das?, die können doch im Verteidigungsfall zum Zivildienst eingesetzt werden
Ja, aber vom Bundesamt für Zivildienst, nicht von der Bundeswehr. Die Daten gehen nach Anerkennung zum Bundesamt für Zivildienst, die Bundeswehr hat dann nichts mehr von dem Verweigerer.
 
A

amondaro

Gast
wie das?, die können doch im Verteidigungsfall zum Zivildienst eingesetzt werden

ich glaube da werden sich sehr viele Weigern,und ich bin einer von diesen!!Und wenn man mich doch Zwingen will ,nutze ich die Waffe die man mir gibt diesen zu erschiessen.

Ich lasse Mich von niemanden Zwingen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Auch nicht vom den Heuchlerischen Staat !!

Noch niemals zum Zivildienst !!

Wenn die BRD eine Krieg beginnt,soll sie diesen alleine Austragen !!

Es gibt immer zwei Seiten,und eins könnt ihr mir Glauben das ich bestimmt nicht auf das Propaganda Gerede von paar Politikern dann höre.


mfg
 
E

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Gast
kleine Anfrage der Linken

Aus der Kölner Arbeitsgemeinschaft (ARGE) ist bekannt, dass junge, unter
25-Jährige Erwerbslose im Rahmen einer so genannten U25-Maßnahme nach
dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) zur Teilnahme an Rekrutierungsveranstaltungen
der Bundeswehr verpflichtet wurden. Die Teilnahme an
dieser Art Veranstaltungen steht, wie die Teilnahme an der gesamten Maßnahme,
unter dem Druck von Sanktionen bei einer Verweigerung durch die
Leistungsbeziehenden.
Wir fragen die Bundesregierung:

1. Ist der Bundesregierung das über die ARGE Köln Geschilderte bekannt?
2. Wie bewertet die Bundesregierung die Praxis, dass Bezieherinnen und Bezieher
von Leistungen nach dem SGB II zur Teilnahme an Rekrutierungsveranstaltungen
der Bundeswehr unter Androhung von Sanktionen gezwungen
werden?
3. In welchen ARGEn bzw. optierenden Kommunen kam es nach Kenntnis der
Bundesregierung zu solchen Verpflichtungen?
4. Befürwortet die Bundesregierung, dass Leistungsbeziehende von Leistungen
nach dem SGB II zu solchen Veranstaltungen unter Androhung von
Sanktionen verpflichtet werden? Wenn nein, wie gedenkt die Bundesregierung
auf die Änderung dieser Praxis hinzuwirken?
5. In welchen ARGEn und optierenden Kommunen befinden sich feste Büros
der Bundeswehr und werden dauerhaft Sprechstunden abgehalten?
6. Seit wann praktiziert die Bundeswehr die Rekrutengewinnung über Büros in
den ARGEn bzw. optierenden Kommunen bzw. über o. g. Maßnahmen?
7. Wie viele junge Menschen wurden seitdem über diese Verfahren rekrutiert
(aufgezählt nach Jahren)?
8. Wie viele von diesen Rekrutierten wurden im Ausland eingesetzt?
Berlin, den 4. Dezember 2007
Dr. Gregor Gysi, Oskar Lafontaine und Fraktion
https://dip.bundestag.de/btd/16/074/1607437.pdf
 
E

ExitUser

Gast
Kriegstdienst "zumutbar" bei Eingiederung in Arbeit!?

Ich kenne jetzt das Renommee dieses Blattes nicht, aber wenn das stimmt was darin steht, ist das ein Skandal erster Güte!
https://www.neues-deutschland.de/artikel/121089.html

Junge Arbeitslose als »Kanonenfutter«
Bundeswehr und ARGE Leipzig kooperieren

und

Ein Auslandseinsatz beim Bund gilt bei der ARGE Leipzig offenbar als zumutbare Arbeit.

Was zugleich heißt, wer es ablehnt in den Kriegseinsatz zu ziehen, dem darf das Existenzminimum entzogen werden. :icon_frown:

Gruß, Anselm
 

Curt The Cat

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Hm... das ND bezieht sich da auf einen Zeitungsbericht. Ist jetzt nur doof, daß sie nicht verraten, wo der erschienen ist...

:icon_kinn:


 
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