Ab 24.03.20 Krankengeld, jetzt OP abgesagt und auf Ende April verschoben. Nun gesundschreiben lassen und wieder arbeitslos melden oder Krankmeldung verlängern? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Sternschnuppe22

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Hallo zusammen,

ich bräuchte eure Hilfe bzw. euren Rat. Es geht um Folgendes:

Seit 11.02.2020 bin ich wegen Problemen an der Hand krankgeschrieben. Heute ist der letzte Tag der 6 Wochenfrist, ab morgen bin ich dann im Krankengeldbezug. Eine ambulante OP an der Hand war für den 31.03.20 vorgesehen. Dieser Termin wurde aus aktuellem Anlass auf Ende April verschoben.
Schon während der 6 Wochenfrist bekam ich Post von der Krankenkasse mit der Bitte um Rückruf. Am 13. März habe ich dann dort angerufen. Der Mitarbeiter der Krankenkasse sagte mir, dass ich ab 24.03.2020 im Krankengeldbezug sei und ob er mir die erforderlichen Unterlagen zuschicken solle. Auch wollte er wissen, was weiter geplant sei. Ich antwortete ihm, dass ich große Probleme beim Greifen habe und das eine ambulante OP für den 31.03.20 geplant sei. Auch sagte ich, dass man laut Aussage von meinem Arzt davon ausgehen kann, dass nach drei bis vier Wochen nach der OP meine Hand wieder vollständig in Ordnung ist. Ungefähr eine Stunde später rief mich dann die Arztpraxis an und teilte mir die Verschiebung der OP mit.

Nun meine Fragen:
Morgen habe ich wieder einen Termin bei meinem Arzt, dann bin ich auch den ersten Tag im Krankengeldbezug. Meine aktuelle Krankmeldung geht bis einschließlich 24.03.20. Was soll ich tun? Soll ich die Krankmeldung verlängern oder eher nicht. Wegen der aktuellen Situation kann man meiner Ansicht nach gar nicht richtig abschätzen, wann wieder ambulante Operationen in den Krankenhäusern durchgeführt werden. Ich habe Bedenken/Angst, dass mich die Krankenkasse dann irgendwann nach Aktenlage oder per MDK für gesund erklärt und ich dann Probleme bekomme, wenn ich mich dann bei der AfA wieder arbeitslos melde. Ich bin dann ja immer noch krank, die Situation ist immer noch so, wie am Anfang der Krankschreibung. Die Probleme mit der Hand sind noch da. Wenn ich mich morgen beim Arzt gesundschreiben lasse, denke ich, dass ich diese Situation halt umgehen kann. Eine neue Krankmeldung würde ich erst dann wieder beim Arbeitsamt einreichen, wenn ein OP Termin hundertprozentig steht.

Wenn ich mich nach einer Krankmeldung wieder arbeitslos melde, muss ich dann eigentlich Fragen bezüglich meiner Gesundheit beantworten? Gibt es da Fragebögen die man ausfüllen muss? Oder reicht die Abschlusskrankmeldung als Nachweis aus, dass man gesund und wieder vermittelbar ist bzw. dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht. Ich kenne mich da nicht aus. Ich war noch nie arbeitslos, das ist alles "Neuland" für mich.

Mir fällt gerade noch was ein. In dem Schreiben der Krankenkasse wurde ein Aufhebungsbescheid erwähnt, den ich mit dem Antrag auf Krankengeld einreichen soll. Bekomme ich den automatisch zugeschickt?

Noch zur Info, ich bin schon über sechzig und seit 10 Monaten arbeitslos gemeldet.

Schon vielen Dank im Voraus.
 

Kerstin_K

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Bist du mit der Hand derzeit arbeitsfähig?
 

Sternschnuppe22

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Ich habe derzeit Einschränkungen. Habe Probleme beim Greifen und Festhalten, zwei Finger wollen nicht so richtig. Nur die OP würde Abhilfe schaffen.
 

abcabc

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Noch zur Info, ich bin schon über sechzig und seit 10 Monaten arbeitslos gemeldet.
Das cleverste wird wohl sein, dich weiter krank schreiben zu lassen. Ganz wichtig: Die Krankmeldung muss LÜCKENLOS sein - du darfst auf KEINEN Fall zu spät zur Verlängerung zum Arzt gehen. Sonst könnte die KK sofort zu 100% die Leistungen einstellen. Dann lieber ein paar Tage zu früh verlängern. Und die AU-Bescheinigungen bei der KK immer rechtzeitig zusätzlich schön nachweisbar per Fax mit qualifiziertem Sendebericht einreichen (geht für 7 Cent bei www.simple-fax.de ).....
Allerdings ab sofort keine Kommunikation mit der KK mehr. Es gibt keine Pflicht mit der KK über irgendwas zu kommunizieren. Bei Nachfrage maximal mitteilen, dass sich durch Corona alles verzögert.
Und glaube NICHTS, was die Krankenkasse dir (telefonisch) mitteilt! Um Geld zu sparen lügen manche Mitarbeiter der KK hemmungslos. Falls sie dich belästigen, lass einfach deine Telefnnummer und Mailadresse löschen, dann hast du Ruhe...

Indem du Krankengeld beziehst, pausiert dein ALG I Anspruch. Da du über 60 bist und im Rahmen der Corona Krise, sind deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt nicht grad optimal. Nach dem Krankengeld bekommst du einfach weiter ALG I bis dieser Anspruch aufgebraucht ist. Danach würdest du ALG II bekommen..... Dann lieber so lange wie möglich Krankengeld und ALG I beziehen. ;)
 
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Antihartzer19

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Weiter lückenlos AU schreiben lassen ist richtig.
Und mit der KK nicht telefonieren.
 

Sternschnuppe22

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Danke für die schnellen Antworten. Wenn ich mich jetzt weiter lückenlos krankschreiben lasse, weiß ich ja nicht, wie lange die Krankenkasse da mitspielt. Ich habe schon öfters gelesen, dass die Krankenkasse oft nach Aktenlage oder per MDK die Menschen für gesund erklärt. Genau so wenig weiß ich, wann die Hand-OP stattfinden kann. Ich habe große Bedenken, ob die AfA eine erneute Arbeitslosmeldung nach "Gesundschreibung" durch die Krankenkasse akzeptieren würde, da die gesundheitlichen Probleme ja immer noch bestehen. Was mache ich dann? Die Krankenkasse stellt das Krankengeld ein und die AfA zahlt kein Arbeitslosengeld. Ich weiß echt nicht, was ich machen soll.
 

abcabc

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Die KK darf NICHTS entscheiden, so lange du immer rechtzeitig die AU-Scheine (unbedingt nachweisbar!) einreichst. Die KK darf nur den MDK einschalten. Und der wiederrum darf die Krankschreibung NUR nach persönlicher Untersuchung durch einen MdK Gutachter (Arzt) aufheben. Dagegen könntest du dann auch noch vorgehen.

Sobald du nicht mehr krank geschrieben bist, zahlt die AfA wieder ALG I - egal ob der MDK die Krankschreibung aufhebt, dein Arzt oder durch nichtstun keine Verlängerung kommt.
Ohne Krankschreibung kann die AfA lediglich versuchen dich in sinnlose Zwangsmaßnahmen zu stopfen und dich zwingen Bewerbungen zu schreiben.
Ansonsten 0 Risiko dein ALG I Anspruch zu verlieren. (Außer du weigerst dich oder bist so ungeschickt der AfA zu sagen, dass du trotzdem nicht arbeiten willst/kannst).

Warum dachtest du denn mit der AfA Probleme zu bekommen?
 
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Sternschnuppe22

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Ich denke, man erhält nur ALG 1 wenn man arbeitsfähig ist und dem Arbeitsmarkt zur Vermittlung zur Verfügung steht. Wenn der MDK die Krankmeldung aufheben würde, wären meine Handprobleme ja immer noch da. Rein theoretisch wäre ich immer noch krank und bis zur erfolgter OP nicht arbeitsfähig. Und das dachte ich, macht Probleme bei der AfA.
 

abcabc

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Du sagst natürlich der AfA immer schön, dass du im Rahmen deiner Möglichkeiten arbeiten willst und wirst.
Bei Vorstellungsgesprächen kann man dir jedoch nicht verbieten die Wahrheit zu sagen. Da kannst du das dann natürlich positiv verpacken, wenn du den Job nicht haben willst: Dass du in ein paar Monaten deutlich belastbarer bist nach der OP, aber bis dahin gerne schon anfängst ---> Absage ist fast sicher. ;)
 

Sternschnuppe22

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Aber wenn ich doch nicht hundertprozentig einsatzfähig bin, kann die AFA doch auch das ALG kürzen. Aber an Vorstellungsgespräche denke ich im Moment nicht. Mein Problem ist und bleibt: Krankmeldung verlängern oder eher nicht.
 

abcabc

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Aber wenn ich doch nicht hundertprozentig einsatzfähig bin, kann die AFA doch auch das ALG kürzen.
Nein, das geht nicht. Einzige Ausnahme: Du bist so ungeschickt etwas zu unterschreiben, dass du nur in Teilzeit zur Verfügung stehst oder sagst der AfA das. Wer bei der AfA zu ehrlich und offen Auskünfte gibt, ist selbst schuld.
Mit der Hand könntest du problemlos 40h pro Woche arbeiten, wenn bei dem Job die Hand nicht eingesetzt wird --> das ist zu 100% das Problem der AfA dir nen Job zu vermitteln, den du machen kannst. Du musst immer schön arbeitswillig sein (und kannst nichts dafür, wenn Firmen dich ablehnen)....
 

Sternschnuppe22

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Hallo Kerstin_K,
eben hast du mich gefragt: "Bist du mit der Hand derzeit arbeitsfähig?" Ich habe drauf auch schon geantwortet. Was wäre wenn mein Arzt (Facharzt) die AU lückenlos weiterschreibt und der nächste OP Termin Ende April wird nochmals abgesagt. Die Krankenkasse wartet doch nicht ewig, die wollen doch auch nur Geld einsparen. Muss ich bei der AfA bei der erneuten Arbeitslosmeldung einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen? Muss ich eventuell auch zum Amtsarzt der AfA? Sorry, dass ich soviel frage. Ich war noch nie arbeitslos und je mehr ich lese um so mehr Unsicherheiten treten auf (eher Panik).
 

Kerstin_K

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Auch deine Kk weIss, das verschiebbare Operationen im Moment nicht stattfinden. Wenn die OP verschoben wird, kann deine KK dich nicht dafür verantwortlich machen.
 

Sternschnuppe22

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Das heißt, du würdest mir im Moment raten, die AU morgen vom Arzt verlängern zu lassen?
 

Kerstin_K

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Genau. Einfach immer weiter. Und sollte die KK Stress machen, meldest du dich wieder.
 

Sternschnuppe22

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Dann werde ich das morgen mal so machen. Und wenn was ist, melde ich mich wieder. Kann ich davon ausgehen, dass ich dich dann wieder erreiche?
Vielen lieben Dank.
 

Kerstin_K

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Ich weiss, aber wir machen hier keine Exklusive-Einzelbetreuung. wenn ich zeit habe und es als erste sehe gerne, ansonsten gibt es hier viele, die dir genauso gut weiterhelfen können wie ich.
 

Sternschnuppe22

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Ich weiß und ich bedanke mich auch ganz herzlich bei jedem für die schnelle Hilfe. Vielen, vielen Dank.
 

Fabiola

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Gut, dass Du den Ratschlägen hier folgst und Dich weiter krank schreiben läßt!
Und noch ein dringender Rat:

BITTE telefoniere nicht mit der Krankenkasse. Die SB dort sind geschult, Dich auf Glatteis zu Deinem Nachteil zu führen um Krankengeld zu sparen. Die schrecken auch nicht vor unwahren
'Behauptungen' zurück. Solltest Du angerufen werden (da die KK möglicherweise wegen Deines Anrufes Deine Telenummer gespeichert hat), dann bedankst Du die höflich für den Anruf und sagst: Meine gesundheitlichen Dinge bespreche ich nur mit meinem Arzt!!! Und auf Wiedersehen.

SBs der Krankenkasse sind KEINE Ärzte und haben auch kein Recht auf gesundheitliche Aussagen oder gesundheitliche Daten von Dir. Bitte beherzige das - andernfalls kann Dich das ungewollt in Teufels Küche bringen.
 

Sternschnuppe22

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Guten Morgen zusammen,

ich bräuchte wieder euren Rat.

Meine Krankmeldung ist verlängert. Ab heute ist dann der erste Tag Krankengeldbezug.

Wie geht es jetzt weiter? Meine beiden ersten Krankmeldungen habe ich bei der Agentur für Arbeit bei meinem Wohnort abgegeben. Für mich ist aber eigentlich eine AfA an einem anderen Ort zuständig. Vor Abgabe der ersten Krankmeldung habe ich das auch abgeklärt. Die Mitarbeiterin der AfA sagte, dies sei kein Problem und würde öfters so gemacht. Die Unterlagen würden ordnungsgemäß weitergeleitet werden. Ich habe mir bei beiden Krankmeldungen den Empfang auf einer Kopie bestätigen lassen.

Ich habe heute beim Lesen im Internet zum ersten Mal etwas über eine Veränderungsmittteilung entdeckt. Im Anhang füge ich mal diese Veränderungsmitteilung bei. Hätte ich die ausfüllen und an die AfA senden müssen? Die Mitarbeiterin hatte mir diesbezüglich bei der Abgabe der beiden Krankmeldungen keinen Hinweis darauf gegeben.

Wie verfahre ich nun mit der neuen Krankmeldung? Muss ich diese AU noch bei der AfA abgeben (ich bin ab heute im Krankengeldbezug)? Muss ich die Veränderungsmitteilung ausfüllen und der AfA auf diesem Weg mitteilen, dass ich noch weiter arbeitsunfähig bin?

Wann erhalte ich den Aufhebungsbescheid von der AfA. Diesen muss ich lt. Schreiben der Krankenkasse mit einreichen, damit Krankengeld gezahlt werden kann.

Schon im Voraus lieben Dank.
 

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Kerstin_K

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Eine Veraenderungsmitteilung brauchst du nicht abgeben. Der Bescheid von der AfA sollte kurzfristig kommen.
 
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