8€ übrig aus Regelbedarf für einen knappen Monat (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Tienchen

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Hallo zusammen,
ich steck ganz schön in der Klemme.

Ich erzähl mal kurz die Vorgeschichte:
Ich habe zum 30.09. einen Auflösungsvertrag unterschrieben (Bankangestellte in der Insolvenz mit Steuerfahndung im Nacken sowie Gehaltsabtretung kam nicht wirklich gut bei den Chef`s) Dazu wiederum gibt`s ne Vorgeschichte - das würde hier aber zu lang werden.

Dadurch habe ich eine Sperre für den Bezug vom Arbeitslosengeld I bekommen. Also ab Oktober - 21. Dezember. Ich bin nun im Bezug von Arbeitslosengeld II. Zunächst bekam ich auch dort eine Sanktion auf den Regelsatz in Höhe von 104€ die mir abgezogen werden. Hab dagegen (dummerweise) keinen Widerspruch eingelegt. Ich war auch einfach komplett überfordert mit der ganzen Vorgeschichte. Werd da aber noch einen Überprüfungsantrag nach 44 SGB stellen.

Mein Arbeitslosengeld II kam im Oktober erst gar nicht, ich bin zum Amt gerannt wie bekloppt und hab dann kleckerweise mein Geld bekommen.
Durch die Sanktion und einen vermindert bewilligten Betrag für meine Heizkosten habe ich dem Stromversorger nicht den gesamten Abschlagsbetrag zahlen können. Aus Vormonaten resultierte ein Rückstand (Nachzahlung aus Jahresabrechnung), so dass mir die Einstellung der Versorgungsleistung angedroht wurde.

Ich bin dann zum Amt und habe einen Antrag auf Darlehen gestellt. Groß etwas anderes blieb mir nicht übrig, weil der Stromversorger sich auf überhaupt gar nichts einließ. Ich hatte diverse Vorschläge zur Rückführung gemacht - denn ab Januar steht`s ja etwas besser um meine Finanzen, aber da war nix zu machen.

Nun bekomme ich heute ein Schreiben vom Amt, worin mir mitgeteilt wird, dass der Abschlagsbetrag für Dezember direkt an den Stromversorger bezahlt wird. Dies aufgrund der bestehenden Energierückstände (woraus ja eigentlich nur "ein halber" aus der Zeit des Alo-Geld II Bezugs resultiert) sowie aufgrund des beantragten Darlehens. Es stehen keine Informationen darüber, ob das Darlehen überhaupt bewilligt wurde. Aufgrund der drängenden Zeit bis zur Einstellung der Versorgungsleistung habe ich mir einen Betrag bei Freunden geliehen um die Einstellung zu verhindern. Das bedeutet, dass die beantragte Höhe des Darlehens zwar noch besteht, aber nun (theoretisch) in zwei Töpfe fließen müsste. Ich war (auch wohl dummerweise) davon ausgegangen, dass mir der Betrag überwiesen wird und ich so die aufgelaufenen Beträge entsprechend zuteilen kann das jeder sein Geld zurückbekommt. Is aber wohl nicht so.

Det heißt, dass ich für den Monat Dezember noch eine Zahlung in Höhe von 288 € bekomme. Davon ist die Miete noch nicht bezahlt. Wenn die überwiesen wird, bleiben mir noch 8€ übrig.

Ich hab üüüüüberhaupt keine Ahnung, ob ich da nun noch irgendwas machen kann. Was ich machen kann. Ob mir Sonderbeihilfen oder Beträge...weiß der Geier was, zustehen. Denn, ich muss ja den Monat irgendwie überstehen - zumindest bis kurz vor Weihnachten, dann kommt mein Arbeitslosengeld I.

Ich hab alle Quellen, wo ich mir irgendwie privat ein bisschen leihen kann bis es im Januar etwas besser wird, ausgeschöpft. Meine Versicherungen sind noch nicht bezahlt, Telefon nicht (okay - das ginge auch ohne erstmal...dennoch) und mit 8€ komme ich nicht wirklich weit bis zur Zahlung des Arbeitslosengeld I.

Bin ziemlich aufgeschmissen und bräuchte mal iiiiiiiiiirgendwie einen Rat. Gibts Institutionen an die ich mich wenden kann? Welche sind das? Gibts Beihilfen oder Sonderzahlungen oder irgendwas? Ich stolpere ja von einer Schuldensache in die nächste und hinke ständig mit irgendwelchen Zahlungen hinterher.

HILFE........ :confused:
Mir geht das echt an die Substanz.

Liebe Grüße
Tienchen
 
R

Rübennase

Gast
Det heißt, dass ich für den Monat Dezember noch eine Zahlung in Höhe von 288 € bekomme. Davon ist die Miete noch nicht bezahlt. Wenn die überwiesen wird, bleiben mir noch 8€ übrig.
Kosten der Unterkunft kommen doch zusätzlich zum Regelsatz. Oder verstehe ich das gerade nicht? Am besten stellt du mal den Bescheid vom Jobcenter hier ein.
 

Tienchen

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Hallo Rübennase,
boah...vielen Dank schonmal für`s Antworten. Ich bin schon glücklich, wenn überhaupt jemand antwortet :icon_smile:

Also: Es ist so.....Ich bekomme für den Dezember ohnehin etwas weniger, weil ich ab dem 21.12. in den Bezug von Arbeitslosengeld I wechsel. Ich kann hier leider nix scannen - sonst tät ich den (heute geschickten) Bescheid mal einstellen.

Also für Dezember bekomme ich noch rund 426,00 €
204€ bekommt der Stromversorger (jetzt direkt vom Amt)
Ich bekomme somit rund 220 € (Rest) für Dezember.
Davon zahl ich die Miete noch und denn is........nix mehr. Also...8€ blieben mir dann bis zum 21.12.

Keine Ahnung....gibt`s da irgendwie ne Möglichkeit einen Vorschuss auf`s Arbeitslosengeld I zu bekommen oder so? Muss ich dann wieder zum Amt zu dieser "netten" Dame oder geht sowas (wenn es geht) übers Arbeitsamt direkt oder wie? Da muss doch iiiiiiirgendwas gehen.

Liebe Grüße
Tienchen
 

Piccolo

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ich würde vielleicht bei der caritas oder diakonie nachfragen ob man dir ein bisschen unter die arme greifen kann.
stiftungen helfen manchmal auch. bei uns nennt sich das 'stiftungsamt'. da kann man einen antrag stellen zb für dringend benötigte dinge, geldmittel oder weihnachtshilfe. würde ich umgehend machen da die ja eine gewisse bearbeitungszeit haben. wichtig: alle unterlagen mitnehmen die deine notlage belegen.
ich selbst würde auch bei meiner kirchengemeinde anfragen. oft helfen pfarrer ganz unbürokratisch.
mehr fällt mir jetzt auch nicht ein aber versuchen würde ich das alles.
auch wenn das vielleicht überwindung kostet so um was zu bitten.
 

Tienchen

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Hallo Piccolo,
dankeschön. Das ist vielleicht eine Idee. Ja, Überwindung kostet es.
12 Jahre im ÖD gearbeitet, all die Zeit gut verdient.......und nun runter auf SGB II.....*püh*....aber...ich komm schon wieder auf die Füße.

Vielen lieben Dank erstmal bis hierher. Falls noch jemandem etwas anderes einfällt.....
Es kostet Überwindung egal wohin ich gehe :icon_redface:

Aber wär doch jetzt krass wenn ich zum Sozialamt müsste um dort einen Antrag auf Vorschuss zu stellen, weil ich durch die Vorgehensweise von denen jetzt, nicht mehr mit`m Geld hinkomme bis mir mein Alo-Geld I gezahlt wird.

Boah........ich will da so schnell wie möglich wieder raus aus diesem Ganzen Zinnober....

LG
Tienchen
 
G

gast_

Gast
Ich hab üüüüüberhaupt keine Ahnung, ob ich da nun noch irgendwas machen kann. Was ich machen kann. Ob mir Sonderbeihilfen oder Beträge...weiß der Geier was, zustehen.
Leider nein. Eine Sanktion soll ja weh tun.
ber wär doch jetzt krass wenn ich zum Sozialamt müsste um dort einen Antrag auf Vorschuss zu stellen,
Das Sozialamt würde dich wieder zum JC schicken

Nimm dir einen Beistand mitund geh zum JC. Rede mit deiner SB/Teamleiter/Geschäftsführer und verlange einen schriftlichen begründeten Bescheid wegen deines Antrages auf Strom-Darlehen.

Ich würde mich auch energisch dagegen wehren daß das Amt direkt an den Stromversorger überweist - schließlich hast du nicht Geld nicht weitergeleitet oder anderweitig ausgegeben.

Direktüberweisungen sollen dann vorgenommen werden,wenn jemand unwirtschaftlich handelt, mit Geld nicht umgehen kann.

Laß dir einen Computerausdruck geben, was das JC bisher bisher an wen überwiesen haben.

Hat der Stromversorger zuviel Geld erhalten fordere es von denen zurück.

Lebensmittel bekomst vielleichtauch bei der Tafel... aber dazu brauchst den ALG II Bescheid.

Noch ein Tip: Antrag auf vorsorgliche Befreiung bei der GEZ sofort stellen.
 

Flumpe

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Ich bin etwas irritiert :confused:
Mag sein das ich nun falsch liege...
Aber es geht doch um Stromkosten!
Stromkosten leistet doch nicht das Amt (im Vergleich zu den Heizkosten meine ich), sondern der Leistungsbezieher von seinem Regelsatz.

Das Amt -besch...eißt- Dich meiner Ansicht nach mit dem scheinbaren "Recht" auf eine Direktüberweisung. Sie nehmen Dir somit tatsächlich die Möglichkeit, dich von dem Regelsatz zu ernähren!!!!!

Ich wäre damit ganz schnell bei einem Anwalt.
 

Tienchen

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Guten Morgen,
eine Sanktion soll weh tun ....
Ich wurde bereits sanktioniert. Mir ist mein
Alo-Geld I für drei Monate gesperrt.
Die Sanktion des Alo-Geld II ist eine Strafe
die SO im StGB gar nicht möglich wäre.
Dort steht dass du nicht zweimal für dieselbe
Straftat bestraft werden kannst. Im SGB is das
wohl anders.

Das gehört hier nu aber auch nich so hin ;0)

Strom wird aus der Regelleistung bezahlt. Das
ist richtig. Ich versteh noch nicht so ganz genau
worauf Du hinauswillst Flumpe.

Ich hab jetzt auch gelesen, dass das Amt in den
ersten 6 Monaten die Nebenkosten in voller Höhe
übernehmen "muss" (???) und ankündigen muss
das die's nur für 6 Monate geschieht und man sich
bemühen muss energiesparend zu leben. Wäre mal
spannend zu wissen.

Danke nochmal für eure Antworten.
Ich glaub das echt grad gar nicht, dass das alles
passiert...das es SO in Deutschland läuft.
 
G

gast_

Gast
Ich bekomme für den Dezember ohnehin etwas weniger, weil ich ab dem 21.12. in den Bezug von Arbeitslosengeld I wechsel.
Du hättestbeantragen sollen, daß man dir das ALG II voll auszahlt und dann bei der AfA einen Erstattungsanspruch anmeldet: Das könntest du noch versuchen.

Hast du versucht ein Darlehen zu erhalten?
 
G

gast_

Gast
Ich wurde bereits sanktioniert. Mir ist mein
Alo-Geld I für drei Monate gesperrt.
Die Sanktion des Alo-Geld II ist eine Strafe
die SO im StGB gar nicht möglich wäre.
Dort steht dass du nicht zweimal für dieselbe
Straftat bestraft werden kannst. Im SGB is das
wohl anders.
Du hast vollkommen recht.
Da bräuchte man nen engagierten Anwalt, um das mal vor Richter zu bringen
 

Tienchen

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Hallo Kiwi,
gegen diese zweite Sanktionierung auf das Alo-Geld II anzugehen ist das nächste, was ich in Angriff nehme. Dafür ist im Moment überhaupt kein Platz (psychisch)

Im Moment hab ich mit dieser verminderten Auszahlung für den kommenden Monat zu kämpfen und das hat jetzt erstmal Priorität.

Du schreibst von einem Antrag auf volle Auszahlung des ALG II, die sich das dann im Erstattungswege von der Agentur f.Arbeit zurückholen. Ist das nur so eine Idee von Dir oder haste dafür irgendwie einen § ausm SGB?

Weißte...die Mitarbeiterin beim Sozialamt ist nicht sonderlich angenehm. Ich gehe dort deswegen sowieso schon ungern hin, denke aber, ich habe mich bisher ganz gut behauptet (ohne dabei frech oder rotzig zu sein).

Wenn ich dort nun noch einmal hingehe, dann würde ich gerne schon mit den Worten "Ich möchte einen Antrag auf volle Auszahlung der SGB II-Leistungen nach § XY stellen" ins Büro gehen können.
Wenn es diesen § für so einen Antrag nicht gibt, bin ich wieder auf das "good will" der Sachbearbeiterin angewiesen - von dem sie so gut wie gar nix hat und sie wird das von vornherein abblocken. Ich "kenne" die Dame inzwischen.

Ich könnte nun auch die Restzahlung des Amtes für mich nehmen und die Miete nicht überweisen. Aber dann wäre ich da wieder rückständig. Mitm Vermieter sprechen kann ich nicht, weil dem ohnehin nicht sonderlich viel am Mietverhältnis gelegen ist.
Er bekommt noch die Miete für November von mir. Die bezahle ich ihm nun mit der nächsten Zahlung des Amts. Und wenn kurz vor Weihnachten dann das Alo-Geld I von der Agentur kommt, bezahle ich ihm die Miete für Dezember. Dann bin ich da wieder glatt.
Wenn ich nun die jetzt anstehende Restzahlung aus dem Bezug von SGB II zum Lebensunterhalt "einsacke", dann wäre ich mit den Mietzahlungen zwei Monatsmieten im Rückstand und somit wäre mein Vermieter berechtigt, das Mietverhältnis zu kündigen. Dann sitz ich im nächsten Schlamassel.

Das is doch alles Mist .....is das doch.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Geh zum JC und verlang deinen restlichen Betrag aus deiner Regelleisung.
Du hast eine Sanktion von 104 €. Also bekommst du keine 374 € Regelleistung. Du wohnst nicht alleine?
Am besten du scannst die Bescheide mal anonymisiert ein oder tippst sie vollständig ab.
 
G

gast_

Gast
Du schreibst von einem Antrag auf volle Auszahlung des ALG II, die sich das dann im Erstattungswege von der Agentur f.Arbeit zurückholen. Ist das nur so eine Idee von Dir oder haste dafür irgendwie einen § ausm SGB?
Wenn das mit anderen Leistungen wie Mutterschaftsgeld oder Krankengeld geht (hab ich beides beantragt und auch durchsetzen können) warum sollte das beim ALG I nicht gehen?

Voraussetzung ist natürlich Mittellosigkeit.

Ich hatte geschrieben:
Hiermit beantrage ich, daß Sie bei der AOK einen Überleitungsantrag bezüglich des Mutterschaftsgeldes stellen und mir meinen vollen Bedarf , erstmals am 30.04. für Mai 2012 überweisen.
Und natürlich begründet, warum ich den Antrag stellen muß. In diesem Fall: Der Vermieter wartet ja nicht bis zur Auszahlung des Mutterschaftsgeldes... der will seine Miete pünktlich... und Rücklagen waren keine vorhanden
 
G

gast_

Gast
Geh zum JC und verlang deinen restlichen Betrag aus deiner Regelleisung.
Du übersiehst da was... es wird nicht nur wegen Sanktion kaum was ausgezahlt, sondern auch wegen des - leider zu Recht - angerechnete ALG I, das erst Ende des Monats von der AfA überwiesen wird!

Was für einen restlichen Betrag aus der Regelleisung
also?
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Also für Dezember bekomme ich noch rund 426,00 €
204€ bekommt der Stromversorger (jetzt direkt vom Amt)
Ich bekomme somit rund 220 € (Rest) für Dezember.
Davon zahl ich die Miete noch und denn is........nix mehr. Also...8€ blieben mir dann bis zum 21.12.
Das Amt überweisst hier 204 € an den Stromversorger. Das ist der Monatsabschlag plus aufgelaufende Schulden. Die aufgelaufenden Schulden hätten sie aber extra über den Darlehensantrag bezahlen müssen und nicht aus der Regelleistung. Bzw. wo ist der Bescheid das dem Darlehen stattgegeben wurde. Ohne den dürfen sie da keine Schulden bezahlen.
 

Tienchen

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Hallo Swavolt,

ne, nich ganz richtig.
Ich habe einen mtl. Abschlag an den Stromversorger in Höhe von 204€ für Strom und Gas. Ich häng mit denen schon seit Ende September in wilden Diskussionen, den Betrag zu senken (weil für einen 1-Personen-Haushalt VIEL zu hoch).

Das Sozialamt erkennt 104€ davon als angemessen an. Strom zahlste ja eh ausm Regelbedarf.

Da ich aber auch noch mit 112€ sanktioniert wurde (Auflösungsvertrag unterschrieben) komme ich vorn und hinten nicht hin.
Erstmals hab ich zum 01.10.12 Leistungen aus dem SGB II bezogen. Das Geld kam nicht pünktlich. Also bin ich hin und hab gesagt "Hört mal...das ist grad etwas ungünstig, weil ich ja meine Miete und Strom/Gas + Lebensmittel etc.pp bezahlen muss"
Nach langem hin und her, gab`s dann einen Scheck in Höhe von 100€ am 02.10. Das habe ich für meinen Lebensunterhalt genommen.

Weil am 10.10. immer noch kein Geld da war, bin ich wieder zum Sozialamt, hab gesagt "Hört mal....jetzt wird`s GANZ ungünstig, weil ...immer noch keine Miete bezahlt, Strom/Gas noch nich bezahlt...."
Dann bekam ich nochmal einen Scheck über 400€. Davon hab ich dem Stromversorger 120€ überwiesen. Wegen dem ganzen Heckmeck wegen der zu hohen Abschläge hatte ich dem Stromversorger geschrieben, dass ich momentan nur das zahlen könne und darum bitte, dass a) die Abschlagsbeträge bis Januar (da gibts ALG I) entsprechend meiner finanziellen Situation angepasst reduziert werden und b)sie die rückständigen Beträge stunden sollen - ich aber bereit wäre, darauf 20€ Raten zu zahlen (bis Januar - dann könnte ich auch mehr)

Das was der Stromversorger tat, war .....die Einstellung der Stromversorgung anzukündigen. Ich hab dann alles mögliche gemacht um das irgendwie zu verhindern. Erst bin ich zum Stromversorger und hab nochmal versucht das in einem persönlichen Gespräch zu klären. Die ließen sich nicht erweichen und meinten, ich könne ja zum Sozialamt und die würden evtl. die Strom/Gasschulden mit einem Darlehen übernehmen.

Dann bin ich am nächsten Morgen zum Amtsgericht, weil ich mir ne einstweilige Verfügung gegen die Versorgungseinstellung holen wollte. Die bekam ich nicht. Dafür einen Beratungshilfeschein und den Rat zu einem Anwalt zu gehen. Bei dem war ich.

Dann bin ich zum Sozialamt und hab dort einen Antrag für ein Darlehen gestellt. Ich hatte den Zettel von dem Stromversorger mit auf der die Höhe der ausstehenden Beträge stand. Den habe ich beim Sozialamt abgegeben bzw. kopieren lassen und halt den Antrag gestellt.

Mein Anwalt hatte inzwischen mit dem Stromversorger telefoniert und die meinten "Wenn die Dame Summe X sofort zahlt, dann sehen wir vorerst von der Einstellung der Versorgung ab" Sie würden dann noch den Bescheid vom Sozialamt haben wollen in dem die bestätigen oder zumindest eine Tendez erklären, dass die Strom/Gasschulden übernommen werden.

Also bin ich losgetuckert und hab zugesehen, dass ich irgendwo Summe X bekomme. Die hab ich mir geliehen, bin zum Stromversorger, hab denen das bar auf den Tisch des Hauses gelegt und somit war zumindest die Stromsperre erstmal Geschichte.

Dann kam das Schreiben vom Sozialamt, in dem sie mir mitteilen, dass sie nun aufgrund der Stromschulden, des Darlehens blabla den Abschlagsbetrag direkt an den Versorger leisten.

Und weil sie das tun, kommt jetzt die nächsten Tage nur noch eine Zahlung in Höhe von 220€ vom Sozialamt. Denn die sagen: "Ab dem 24.12. bezieht die Dame ja ALG I....also bekommt sie bis dahin nur anteilig ALG II"
Das wäre ja auch nicht so ganz schlimm gewesen. Ich hätte dann nur vierhundertirgendwas gehabt - aber das hätte ich schon irgendwie hingekriegt.

Nun muss ich aber davon meine Miete überweisen, die über dem Betrag liegt....und...ich muss wat zu futtern haben.....ich hab noch ein paar Rechnungen .....das krieg ich nicht hin.

so.......etwas klarer jetzt oder isses jetzt TOTAL wirr für Euch? :icon_eek:
 

rechtspfleger

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Ich habe zum 30.09. einen Auflösungsvertrag unterschrieben (Bankangestellte in der Insolvenz mit Steuerfahndung im Nacken sowie Gehaltsabtretung kam nicht wirklich gut bei den Chef`s) Dazu wiederum gibt`s ne Vorgeschichte - das würde hier aber zu lang werden.
Ich möchte ungerne eine weitere Baustelle aufmachen, aber Dir ist klar, dass Du durch den Auflösungsvertrag evtl. Deine insolvenzrechtlichen Obliegenheiten verletzt hast?
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Das JC bezahlt also den Abschlag für Gas und Strom in Höhe von 204 € monatlich direkt an den Versorger. Dabei erkennt sie 104 € für Gas als angemessen und zieht dir 100 € für Strom von deinem Regelsatz ab.

Hast du eine Nebenkostenabrechnung für 2011? Da kannste dann ja deine Durchschnittskosten errechnen.
 
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