750€ pro Lebensjahr?

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dellir

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Hallo,

habe in den Nachrichten gehört, daß die Koalition nun das Anheben des Schonvermögens von derzeit 250€ auf 750€ pro Lebensjahr beschlossen hat.


Verstehe ich es nun richtig, daß wenn ich z.B. 50 Jahre alt bin (50 x 750€) also 37.500€ auf dem Konto als Hartz IV haben darf?
 

Martin Behrsing

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ja, aber nur wenn das Gesetz dann im Bundesgesetzblatt veröffentlicht ist.

Ich denke aber, dass es deswegen sicher noch Verfassungsbeschwerden geben wird, da Leute, die ihr Schonvermögen aufbrauchen mussten, dagegen ganz besstimmt angehen werden.

Ich würde das auch machen, wenn ich es gehabt hätte.

Aber jetzt mal im Ernst. Kaum jemand hat so ein Schonvermögen für das Alter. 0,6 Prozent aller Erwerbslosen.
 

Paolo_Pinkel

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Verstehe ich es nun richtig, daß wenn ich z.B. 50 Jahre alt bin (50 x 750€) also 37.500€ auf dem Konto als Hartz IV haben darf?
Genau das wird nicht passieren. Der Freibetrag bezieht sich auf die private Altersvorsorge. Und die unterliegt auch gewissen Kriterien. So muss sie z.B. NICHT frei verfügbar sein, sondern die Auszahlung muss aufs Rentenalter festgeschrieben sein sonst fliesst das in das Schönvermögen für Barmittel (150 Euro x Lebensjahre) ein.

Mit dieser Änderung wird lediglich den ALG-II Neuankömmlingen Genüge getan, die gearbeitet haben und nun die Vorzüge der sozialen Hängematte geniessen dürfen. Wenn man so will eine Klientelpolitik für den New-Hartzer. Es war ja auch immer mal das Geredet davon, dass das ALG-II an die erbrachte berufliche Arbeitsleistung bemessen werden soll. Also ein 3-Klasse Hartz-System wo man unterscheidet zwischen:

- "Habe immer gearbeitet, vorgesorgt und bin unverschuldet da rein gerutscht." (Die Armen Opfer der Krise dürfen nicht benachteiligt werden)
- "Habe wenig oder nie gearbeitet, unterwerfe mich dem Regime und bin von Anfangan dabei." (Guter Elo)
- "Habe wenig oder nie gearbeitet, nicht vorgesorgt, unterwerfe mich dem Regime nicht und wehre mich." (Böser Elo bzw. Schmarotzer)
 

dellir

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So muss sie z.B. NICHT frei verfügbar sein, sondern die Auszahlung muss aufs Rentenalter festgeschrieben sein sonst fliest das in das Schönvermögen für Barmittel (150 Euro x Lebensjahre) ein.


...also hatte ich doch Grund zum zweifeln:biggrin:


Und die 150€ Barmittel/Lebensjahr gelten dann immer noch?


P.S. Ich habe das Geld nicht, steigere nur meine Allgemeinbildung :icon_neutral:
 

Paolo_Pinkel

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So wie die Gesetzgebung derzeit ist - kann sich ja jede Sekunde ändern wenn ein Minesterialsekräter einen Gehirnfurz hat - sieht es so aus:

150 Euro x Lebensjahre für alle frei verfügbaren Mittel. Dazu zählen:

- Sparbuch
- Inhalt von Omas Sparstrumpf
- Giralgeld
- Aktienfonds
- usw. Eben alles was sich schnell lequidieren lässt.

250 Euro x Lebensjahre für alle nicht frei Verfügbaren Mittel. Dazu zählen meist:

- Altersvorsorge (Auszahlung erst im Renteneintrittsalter!)
- Riester- und Rürupverarsche
- Andere anerkannte Fürsorge . Alles was sich nicht schnell lequidieren lässt bzw. verbrieft ist.

Zu deinem PS. Selbst wenn du es hättest wäre es eine legitime Frage bevor man dem Staat Geld schenkt oder ihn wegen Unwissenheit aus seiner Fürsorgepflicht entlässt.
 

Koelschejong

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Und was passiert mit der "hohen" Altervorsorge, wenn man dann später mal in die GruSi nach SGB XII fällt - ein Schicksal das ja leider sehr viele Langezeitarbeitslose ereilen wird?

Dann freut sich Vater Staat und sagt, brav, das Du so schön gespart hast, dann brauch ich ja nicht (so viel) zu zahlen - denn ich lese nirgends, dass die Schonvermögensbgrenzen bei GruSi entsprechend angepasst werden sollen.
 

dellir

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150 Euro x Lebensjahre für alle frei verfügbaren Mittel.

250 Euro x Lebensjahre für alle nicht frei Verfügbaren Mittel.

Sind das jetzt 2 separate Töpfe?


Ich meine, wenn man z.B. mit 50 Jahren -7500€ haben darf heißt das dann man dürfte dann nochmal (50 x 250€ Altervorsorge) -also 12.500€ zusätzlich zu den 7.500€ Barmittel haben. Also insgesamt 20.000€?


Zu meinem P.S. Ich wollte nur nicht unnötig gesteinigt werden...:biggrin:
 

Paolo_Pinkel

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Ja. Es handelt sich um zwei separate Freibeträge. Einmal Barmittel und einmal Altersfürsorge. Wenn die Kriterien erfüllt sind geht deine Rechnung auf. wenn der Freibetrag geändert wird ändert sich auch demensprechend die Höhe bei der Altersvorsorge
Zu meinem P.S. Ich wollte nur nicht unnötig gesteinigt werden...:biggrin:
Wieso? Weil es für manchen Elo auch mal ein Leben ohne Leistungsbezug gab? :icon_party:

Edit: Zu dem Freibetrag von 150 Euro x Lebensjahre kommt noch ein Freibetrag von 750 Euro hinzu für einmalige Anschaffungen.
 

dellir

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Paolo_Pinkel

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Welche Kriterien meinst du? Die, für Hartz IV ?
Ich meine die Freibeträge und speziell die Kriterien bei den Freibeträgen zur privaten Altersvorsorgen, die, wenn sie nicht verbrieft sind mit in dein Schönvermögen für Barmittel einfliessen, die Freigrenze sprengen und du nicht leistungsberechtigt bist. Also erst dein Vermögen verfrühstücken musst.
Nein, sondern weil es leider selbst unter den Arbeitslosen als unmoralisch gilt, Erspartes Geld zu haben...:biggrin:
"Wer mit dem Finger auf andere Zeigt, vergisst meist, dass drei Finger auf ihn selbst zeigen." so what?:icon_party:
 

Atlantis

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Die 750 Euro Verarschung.


Den Menschen wird nicht "ihr Erspartes" gelassen, sondern nur das, was sie als "Altersvorsorge" den Versicherungskonzernen in den Rachen geworfen haben.

Für das Geld, was den Leuten verfügbar bleibt, gilt weiterhin nur 150 Euro pro Lebensjahr. Also ein Schwindel zur Förderung der Versicherungsbetrüger. Das dort angelegte Geld ist entweder wegen Inflation oder wegen Finanzkrise in wenigen Jahrzehnten alles wertlos und muss womöglich vom Steuerzahler ersetzt werden.

Sicherlich darf das Geld nicht auf dem Konto sein sondern MUSS in div. Versicherungen angelegt werden.

Ich darf mein Geld behalten aber ich darf nicht mehr darüber bestimmen was ich damit mache. Typischer Fall von Klientelpolitik! Hier soll nur wieder irgendwem der Hintern gewischt werden.
 

Porks

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Hallo
kurz mal zur Altersicherung.Da wir Ausstocker sind haben wir ja etwas mehr Geld und wir micht anspruchsvoll sind könner wir fürs Alter etwas in Lebensversicherungen anlegen wie ist das wenn wir dann über die Grenren kommen wird dann dieses wieder abgezogen (es ist ja von Hartz 4 angespart worden) oder werden wir bestraft das wir nicht zuvor alles verbraten haben.
 
E

ExitUser

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...wird dann dieses wieder abgezogen (es ist ja von Hartz 4 angespart worden) oder werden wir bestraft das wir nicht zuvor alles verbraten haben.

Ja, wir werden bestraft. Genauso ist es mir ergangen.

Ich war Zusteller bei der Deutschen Post und wollte aufstocken. Da ich aber eine Altersvorsorge hatte, konnte ich nicht aufstocken. D.h., man muss seine Altersvorsorge aufbrauchen, um dann aufstocken zu können, um einen Lohn zu erhalten, der das Existenzminimum erreicht. Was für ein Irrsinn.

Ich klage seit 2007. Sobald das Gesetz rechtskräftig ist, werde ich Verfassungsbeschwerde einreichen bzw. einreichen lassen.

Ich betone hier noch einmal ausdrücklich. Ich empfinde keine Wut gegenüber der ARGE . Ich empfinde abgrundtiefen Hass. Die Sachbearbeiter, mit denen ich zu tun hatte, hatten keine Skrupel den Versuch zu unternehmen, mein Leben zu zerstören. Sie sind Schreibtischtäter. Hätte ich keinen Rückhalt durch meine Familie gehabt, wäre ich vielleicht obdachlos, ja sogar vielleicht schon tot.
 
E

ExitUser

Gast
So langsam sollte man doch verstanden haben, dass diese Wischi-Waschi-Urteile uns nicht helfen werden, wenn es keinen Konsens in Gesellschaft und Politik gibt, etwas zu ändern.

Das BVerfG ist auch nur Teil des korrumpierten Systems.
 

atze151a

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Das BVerfG ist auch nur Teil des korrumpierten Systems.

Immerhin ein System, dass dafür sorgt, dass Hilfebedürftige Transferleistungen erhalten. Aber wenn Du das System so schlecht findest, dann kannst Du ja auch darauf verzichten. Wo ist es denn so viel besser als hier?

Zum Thema Freibetrag von 750€ kann ich kaum ruhig bleiben. Wieso sollen solche Leute so viel Geld behalten dürfen, während ich und Millionen andere Geringverdiener keine Chance/Luft haben, etwas zurückzulegen. Gleichzeitig müssen wir die Steuern zahlen, um deren Transferleistungen zu bezahlen? Pervers

Aber es sind ja nicht viele ...
 

atze151a

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"Solche Leute"???! :icon_eek:

Damit meine ich Personen, die so viel Vermögen haben, dass Sie von der Anhebung der Freibeträge profitieren.

Zb. Ehepaar beide 55 Jahre alt mit Vermögen im Rahmen der Freibeträge:

1500 € notwendige Anschaffungen
16500 € allgemeiner Freibetrag (150 € x 110 Lebensjahre)
82000 € Altersvorsorgevermögen (750 € X 110 Lebensjahre)
15000 € angemessenes Kfz ( 2 x )
100000 € selbst genutze angemessene Eigentumswohnung (ca.)

Dem stehen jede Menge junge Familien gegenüber, die Transferleistungen für diesen Personenkreis finanzieren sollen und sich selber weder ein Auto, noch eigene Immobilie oder eine Altersvorsorge leisten können.

Ich gebe zu, dass die Zahl der Leute, die so vermögend sind, sehr gering ist. Trotzdem stimmt da was nicht. Das geht zu weit.

Edit: Es ist natürlich auch nicht in Ordnung, dass der Staat die Schwachen blechen lässt und die Banken mit Kohle vollpumpt. Da liegt der eigentliche Skandal.
 

biddy

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Ich weiß doch, wen Du meinst, mir gefällt nur die Bezeichnung nicht. Gar nicht. Weil diejenigen nichts dafür können, dass sich die Gesetzeslage geändert hat und man sollte es niemandem missgönnen.

Ich gönne es jedem, der viele Jahre gearbeitet hat, oft auch beide Ehepartner, dass sie soviel wie möglich von ihrem erarbeiteten, zur Seite gelegten Geld (ob's nun in Altersvorsorge, Eigenheim oder wo auch immer steckt ...) behalten dürfen, wenn sie in Alg II rutschen.

Und ich verstehe auch die, die ob dieses Stichtages, also der Anhebung von 250 € auf 750 €, klagen werden, das mal dazu gesagt. ;)
 

hellucifer

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Immerhin ein System, dass dafür sorgt, dass Hilfebedürftige Transferleistungen erhalten. Aber wenn Du das System so schlecht findest, dann kannst Du ja auch darauf verzichten. Wo ist es denn so viel besser als hier?

Zum Thema Freibetrag von 750€ kann ich kaum ruhig bleiben. Wieso sollen solche Leute so viel Geld behalten dürfen, während ich und Millionen andere Geringverdiener keine Chance/Luft haben, etwas zurückzulegen. Gleichzeitig müssen wir die Steuern zahlen, um deren Transferleistungen zu bezahlen? Pervers

Aber es sind ja nicht viele ...

Deinen Ärger kann ich verstehen. Deine Meinung teile ich aber nicht. Du solltest Deinen Unmut gegen die Arbeitgeber richten und einen höheren Lohn fordern. Wenn du einen höheren Lohn bekommst, dann kann dein Arbeitgeber weniger auf die Seite oder ins Ausland schaffen. Gibst Du dein höheres Einkommen konsumptiv aus, dann sorgt das hierzulande für höhere Steuereinnahmen und wegen der steigenden Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen für mehr Arbeitsplätze. Hast Du darüber schon mal nachgedacht?

Was die Erhöhung des Schonvermögens angeht, kann man nur sagen, dass das eine Verhöhnung der Arbeitslosen ist. Um davon etwas zu haben, muss man erst einmal das Rentenalter erreichen (möglicherweise spekuliert man bei den Koalitionsparteien CDU, CSU und FDP auf ein vorzeitiges Ableben, dann kann der Staat die Kohle einstreichen, Stichwort Erbenhaftung). Und verlassen kann man sich darauf auch nicht, dass man im Alter wirklich etwas davon hat, im Altersheim und bei Pflegebedürftigkeit hast du nicht wirklich etwas von einem hohen Schonvermögen, und wer garantiert schon, dass nicht in einigen Jahren das Schonvermögen wieder reduziert wird.

Nein: Es ist besser das Geld auszugeben, solange man noch dazu in der Lage ist. Wir leben in einem Sozialstaat, und zumindest auf dem Papier und nach der Verfassung ist ein menschenwürdiges Leben garantiert. Wozu soll man also vorsorgen?

Meine These: Wer Vermögen anhäuft, der ist schuld an der Armut anderer! Eine gerechtere Einkommensverteilung verhindert eine ungerechte Vermögensbildung. Kaum einer braucht eine Million, und schon gar nicht eine Milliarde Vermögen.
 
F

FrankyBoy

Gast
Warum geht das zu weit? Ich finde, wenn man 82.000,-- € Altersvorsorgevermögen sein Eigen nennt, dann ist das alles andere als üppig - bei den derzeitigen Zinssätzen gerade mal 200,-- € im Monat dafür und das für zwei Personen, die das später auch noch versteuern müssen - bei unserer Rentenformel ist das viel zu wenig!

Unsere Lohnquote ist viel zu gering geworden und Arbeit lohnt sich schon lange nicht mehr - dass ist die Wahrheit! Wie kommt es denn, dass in anderen Ländern viel besser verdient wird als hierzulande?

EINKOMMENSVERGLEICH VON LOKFÜHRERN IN EUROPA (deutsche Lokführer haben das g e r i n g s t e Einkommen)
Beispiel 1: Lokführer 25 J. alt, ledig, keine Kinder, 2 Jahre Berufserfahrung
Deutschland Schweiz Spanien Niederlande Frankreich Italien
Netto 1.288,--EURO 2.657,--E 1.750,--E 1.570,--E 2.370,--E 1.800,--E
Zulag.150,-- -300,-- 250,-- -500,-- ca. 900,-- ca. 250,-- ca. 400,-- ca. 50,--
Gesamtnetto:
1.438,-- - 1.588,-- 2.907,-- -3.157,-- 2.650,-- 1.820,-- 2.770,-- 1.850,--

Beispiel 2: Lokführer, 40 J.alt,verh., 2Kinder, 17 J. Berufserfahrung
Deutschland Schweiz Spanien Niederlande Frankreich Italien
Netto 1.628,--EURO 4.455,--E 2.040,-- E 2.175,-- E 2.370,--E 2.300,--E
Zulag.150,-- -300,-- 250,-- -530,-- ca.1.100,-- ca. 250,-- ca.400,-- ca.100,--
Gesamtnetto:
1.778,-- -1.928,-- 4.705,-- -4.985,-- 3.140,-- 2.425,-- 2.770,-- 2.300,--

ÖPNV-Forum
Damit meine ich Personen, die so viel Vermögen haben, dass Sie von der Anhebung der Freibeträge profitieren.

Zb. Ehepaar beide 55 Jahre alt mit Vermögen im Rahmen der Freibeträge:

1500 € notwendige Anschaffungen
16500 € allgemeiner Freibetrag (150 € x 110 Lebensjahre)
82000 € Altersvorsorgevermögen (750 € X 110 Lebensjahre)
15000 € angemessenes Kfz ( 2 x )
100000 € selbst genutze angemessene Eigentumswohnung (ca.)

Dem stehen jede Menge junge Familien gegenüber, die Transferleistungen für diesen Personenkreis finanzieren sollen und sich selber weder ein Auto, noch eigene Immobilie oder eine Altersvorsorge leisten können.

Ich gebe zu, dass die Zahl der Leute, die so vermögend sind, sehr gering ist. Trotzdem stimmt da was nicht. Das geht zu weit.

Edit: Es ist natürlich auch nicht in Ordnung, dass der Staat die Schwachen blechen lässt und die Banken mit Kohle vollpumpt. Da liegt der eigentliche Skandal.

Die jungen Leute haben eh zu wenig - die werden, wenn es so weiter geht, nie in Lohn- und Gehaltsgefügen kommen, die ich noch kennen lernen durfte - unsere Politiker haben seit nunmehr über 20ig Jahren unsere Zukunft kaputt gemacht - das ist die Wahrheit!
 
F

FrankyBoy

Gast
Deinen Ärger kann ich verstehen. Deine Meinung teile ich aber nicht. Du solltest Deinen Unmut gegen die Arbeitgeber richten und einen höheren Lohn fordern. Wenn du einen höheren Lohn bekommst, dann kann dein Arbeitgeber weniger auf die Seite oder ins Ausland schaffen. Gibst Du dein höheres Einkommen konsumptiv aus, dann sorgt das hierzulande für höhere Steuereinnahmen und wegen der steigenden Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen für mehr Arbeitsplätze. Hast Du darüber schon mal nachgedacht?

Nicht (alle) Arbeitgeber sondern vielmehr Großkonzerne und exportorientierte Arbeitgeber haben ein massives Interesse daran, Lohndumping zu betreiben.

Ich als Arbeitgeber, der ausschließlich auf den Binnenmarkt angewiesen bin, wünsche mir sehnlichst andere Zustände denn ich muss meine Mitarbeiter, schließlich von den frei zur Verfügung stehenden Mitteln, die meine Kunden übrig haben bezahlen und genau hier liegt der Hase begraben!

Versteht doch - klar, für sich sind für mich Lohnkosten eben Kosten aber diese tragen dazu bei, dass überhaupt erst Binnennachfrage entstehen kann und deshalb wünsche ich mir eine breite Front gegen die, wie ich meine Vollkernasis wie Bundesregierung und unzählige Lobbygruppen wie die INSM , Gesellschafter etc.
 
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