650 Km entfernte Stelle, ARGE und Medizinischer Dienst (1 Betrachter)

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Ragnaroek

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Hallo allerseits...

So, ich hoffe dass ich mein Anliegen einigermaßen geordnet hier schreiben kann...

Zuerst:
Ich habe hier ja schon öfters geschrieben dass ich bis ende März für 6 Wochen wegen einer Persönlichkeitsstörung und einem BurnOut (Depression) in Reha war. Ich wurde aus der Reha erwerbsfähig entlassen.

Wärend der Reha bekam ich zudem eine Einladung zum medizinischen Dienst (ich denke mal weil ich vorher 5 Monate krank geschrieben war). Jetzt habe ich vor 2 Wochen die nächste Einladung bekommen, der Termin war am Donnerstag. Ich habe dann noch mal mit meiner SB gesprochen, ob das nötig wäre, da ich aus der Reha ja schon als erwerbsfähig entlassen wurde. Aus dem gleichen Grund hat auch die SB des medizinischen Dienstes mit meiner SB gesprochen, weil sie es auch für unnötig gehalten hatte, da es bei der Reha-Entlassung ja auch drinn stand. Jedem hat meine SB das gleiche gesagt: Das sie gerne etwas für die Akte haben möchte. Ich denke mal jedem ist klar (übrigens auch der SB des medizinischen Dienstes) was meine SB damit bezwecken will: Im Grunde das in meiner Akte steht das ich erwerbsfähig bin und die ARGE etwas hat was sie mir jedesmal, wenn ich doch wieder depressiv werden sollte, vorhalten kann. Der Schuß ging aber für die ARGE anscheinend nach hinten los:

Die SB vom MD fand das, wie schon gesagt, vollkommen unnötig dass ich bei ihr noch mal antanzen musste. Da ich ende der 90er schon mal einen Klinik-Aufenthalt hatte war meine Akte in der hinsicht schon recht groß, sie hatte 1 1/2 Stunden gebraucht um sie durchzulesen. Daher meinte sie z.B. auch zu mir dass das der ARGE eine Stange Geld kosten wird (ich denke mal auch erziherische Maßnahme...lol). Die SB selber war super und unheimlich korrekt. Als wir uns so unterhalten haben kamen wir auch auf meinen Therapeuten zu sprechen, und da kam raus dass sie ein paar Tage vorher noch wegen einer ganz anderen Sache mit ihm telefoniert hatte, und sie meinte dass ich bei ihm in sehr guten Händen wäre.


Am ende meinte sie dass sie zwar auch in meine Akte schreiben würde dass ich erwerbsfähig sei, aber auch, dass, je nach dem was ich für einen Job habe oder was in meinem Umfeld passiert, es jederzeit wieder passieren könnte dass etwas kommt was mich wieder aus der Bahn hauen würde. Das würde sich aufgrund meiner Lebensgeschichte schon nicht verhindern lassen. Ich muss mit meinen Kräften halt sehr aufpassen. Aber wenn ich in einen Betrieb kommen würde, der einen fair behandelt, sehe sie kein Problem. Zu mir meinte sie dann noch dass die Arge dann mal zusehen soll dass sie mir nen richtigen Job für mich besorgen würde (weiß nicht ob sie in der Hinsicht auch was mitreinschreibt). Wie gesagt, ich finde schon dass der Schuß nach hinten losgegangen ist...die ARGE wollte schwarz auf weiß etwas haben dass ich voll erwerbsfähig bin, was sie mir bei jeder Ausnhame vorhalten könnte, und jetzt, so sehe ich das zumindest, sie selber gewisse "Einschränkungen" oder "Eventualitäten" schwarz auf weiß hat...


Jetzt kommt aber mein eigentliches Problem:

Ich musste mich, wie ich schon mal hier geschrieben habe, vor ca. 3 Wochen bei einer Zeitarbeitsfirma bewerben (kam von der ARGE), die über 650 Km von mir weg ist. Gut, die ausgeschriebene Stelle werde ich sicherlich nicht bekommen, da ich die vorgeschriebenen Qualifikationen nicht annähernd erfülle. Gestern hat sich die Frau der Firma per Mail bei mir gemeldet und geschrieben dass ich sie am Montag noch mal anrufen sollte, da sie noch ein paar Fragen hat.

Meine größte Sorge ist jetzt, dass sie evt eine andere Stelle hat, die meiner Qualifikation entspricht.

Das Problem ist dass ich aufgrund meiner Depression und meiner Persönlichkeitsstörung hier nicht weg kann. Zum einen weil ich auf meine Therapie angewiesen bin, und so einfach den Therapeuten zu wechseln ist nicht einfach, zum einen weil ich erst mal wieder einen finden muss, der noch Ressourcen frei hat (sprich, bei dem ich mich mehr als einmal für eine halbe Stunde im Monat hinsetzen kann) und mit dem ich auch zusammen arbeiten kann (man hat ja nicht zu jedem Vertrauen). Ausserdem muss man oft für einen Ersttermin 2-3 Monate warten. So würden dann bis zu dem Punkt ab dem man miteinander arbeiten kann gut 6 Monate vergehen (weiß ich aus eigener 12-jährigen Therapie-Erfahrung).

Ausserdem ist ein intaktes soziales Umfeld sehr wichtig. Gerade weil ich große Kontaktschwierigkeiten habe. So ist die Gefahr, dass ich da unten vereinsame und wieder depressiv werde, gegeben. Das ist eines von vielen Dingen die mein Therapeut sofort bescheinigen würde...

Zudem wüsste ich gar nicht wie ich dass mit der Wohnungssuche dort unten machen soll. Wie gesagt, es besteht die Gefahr dass ich mit dem ganzen recht überfordert wäre.

Zudem ist meine Freundin hier, und wir sind beide keine Typen für eine Wochenendbeziehung und könnten uns diese auch gar nicht leisten. Also würde dass dann auch zu ende gehen, und das würde mich zusätzlich belasten.

Die Frage für mich ist jetzt: Was kann ich machen dass ich, wenn ich den Job ablehne, keine Sanktionen bekomme? Und bitte keine Antworten von wegen, dass ich dahin muss sonst kommen Sanktionen. Ich denke dass es bei meiner Vorgeschichte und bei dem was der MD gesagt hat es sicherlich Möglichkeiten gibt.

Und mangelnde Mitwirkung oder Motivation kann mir die ARGE sicherlich auch nicht vorwerfen, denn seit ich seit ende März aus der Reha bin habe ich 62 Bewerbungen geschrieben, und die nächsten liegen hier...

Ich hoffe ihr konntet ein wenig durchblicken und habt den einen oder anderen Tip für mich...

Dank an euch...

Ragna
 

Arania

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schon alleine mit der Begründung das Dein Therapeut vor Ort ist und Deine längere Krankengeschichte kannst Du das ablehnen, ob nicht trotzdem versucht werden wird von der ARGE Sanktionen anzudrohen oder gar auszusprechen kann hier niemand wissen, aber im Recht bist Du auf jeden Fall
 

münchnerkindl

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Ich musste mich, wie ich schon mal hier geschrieben habe, vor ca. 3 Wochen bei einer Zeitarbeitsfirma bewerben (kam von der ARGE), die über 650 Km von mir weg ist. Gut, die ausgeschriebene Stelle werde ich sicherlich nicht bekommen, da ich die vorgeschriebenen Qualifikationen nicht annähernd erfülle. Gestern hat sich die Frau der Firma per Mail bei mir gemeldet und geschrieben dass ich sie am Montag noch mal anrufen sollte, da sie noch ein paar Fragen hat.

Meine größte Sorge ist jetzt, dass sie evt eine andere Stelle hat, die meiner Qualifikation entspricht.

Das Problem ist dass ich aufgrund meiner Depression und meiner Persönlichkeitsstörung hier nicht weg kann. Zum einen weil ich auf meine Therapie angewiesen bin, und so einfach den Therapeuten zu wechseln ist nicht einfach, zum einen weil ich erst mal wieder einen finden muss, der noch Ressourcen frei hat (sprich, bei dem ich mich mehr als einmal für eine halbe Stunde im Monat hinsetzen kann) und mit dem ich auch zusammen arbeiten kann (man hat ja nicht zu jedem Vertrauen). Ausserdem muss man oft für einen Ersttermin 2-3 Monate warten. So würden dann bis zu dem Punkt ab dem man miteinander arbeiten kann gut 6 Monate vergehen (weiß ich aus eigener 12-jährigen Therapie-Erfahrung).

Ausserdem ist ein intaktes soziales Umfeld sehr wichtig. Gerade weil ich große Kontaktschwierigkeiten habe. So ist die Gefahr, dass ich da unten vereinsame und wieder depressiv werde, gegeben. Das ist eines von vielen Dingen die mein Therapeut sofort bescheinigen würde...

Zudem wüsste ich gar nicht wie ich dass mit der Wohnungssuche dort unten machen soll. Wie gesagt, es besteht die Gefahr dass ich mit dem ganzen recht überfordert wäre.

Zudem ist meine Freundin hier, und wir sind beide keine Typen für eine Wochenendbeziehung und könnten uns diese auch gar nicht leisten. Also würde dass dann auch zu ende gehen, und das würde mich zusätzlich belasten.
..Und von daher lässt Du Dir von Deinem behandelnden Psychiater ein Attest ausstellen daß es dir aus gesundheitslichen Gründen nicht zuzumuten ist den Wohnort zu wechseln, weil dadurch Deine psychische Gesundheit massiv gefährdet ist und ein Rückfall droht. Damit ist die Sache vom Tisch.

Dasselbe tust Du bei jedlicher anderen Sache die die Arge mit dir abzieht die Deine psychische Stabilität beeinträchtigt.
 
E

ExitUser

Gast
Jetzt kommt aber mein eigentliches Problem:

Ich musste mich, wie ich schon mal hier geschrieben habe, vor ca. 3 Wochen bei einer Zeitarbeitsfirma bewerben (kam von der ARGE), die über 650 Km von mir weg ist. Gut, die ausgeschriebene Stelle werde ich sicherlich nicht bekommen, da ich die vorgeschriebenen Qualifikationen nicht annähernd erfülle. Gestern hat sich die Frau der Firma per Mail bei mir gemeldet und geschrieben dass ich sie am Montag noch mal anrufen sollte, da sie noch ein paar Fragen hat.
Kläre erst schriftlich die Reisekostenerstattung ab bevor du dich auch nur einen Kilometer in Bewegung setzt. Spätestens daran wird es dann meistens scheitern. Anfallende Kosten mag nämlich weder der Sklaventreiber noch die Arge gern übernehmen und immer daran denken: vor Ort gibt es genügend Erwerbslose.

Telefonische Vereinbarungen sind nichts weiter als nutzlose Lippenbekenntnisse. Auch ein Sklaventreiber braucht keine Telefonnummer von dir. Es reicht wenn man werktäglich auf postalischem Weg erreichbar ist. Laß deine Telefonnummer bei der Arge und den Sklaventreibern umgehend löschen und dir das schriftlich bestätigen.

Ansosten mach es wie schon erwähnt über die Krankheit. Ich kenn das nur zu gut!
 
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