600 Hartz-IV-Empfänger, die älter als 50 sind, in 1-Euro-Job (1 Betrachter)

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Hartz-IV-Empfänger über 50 machen Ringgleis bis zur Marienberger Straße gang- und befahrbar

Im Fördertopf des Sanierungsprogramms Soziale Stadt im Westlichen Ringgebiet herrscht chronische Ebbe. Wichtige Projekte liegen auf Eis. Doch nun kommt unerwartete Hilfe von Dritten: der Hartz-IV-Arbeitsgemeinschaft.

Die Argen aus Braunschweig, Salzgitter und Wolfenbüttel haben an einem Strang und auch das große Los in einem bundesweiten Wettbewerb gezogen: Rund 7 Millionen Euro wird der Bund überweisen, um Pläne umzusetzen, damit Langzeitarbeitslose über 50 eine Perspektive erhalten. Teil des Vorhabens: Verlängerung des Ringgleises.
Beim Projekt Ringgleis werden alle 6 Monate 10 Hartz-IV-Empfänger eingestellt.https://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2048/artid/4792349
 

Silvia V

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Wer als Hartz-IV-Empfänger Interesse hat und älter als 50 ist, kann seinen Ansprechpartner in der Hartz-IV-Arge bitten, eine Vermittlung in das Projekt zu empfehlen.

Da wird es eher "Zwangsempfehlungen" geben.Vielleicht melden sich aber auch genug Freiwillige,der Run auf die EEJs soll ja andauern.
:(
 

Silvia V

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Musterbewerbung

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit bewerbe ich mich darum Gleise zu retten.Ich würde auch eine koplett neue Eisenbahntrasse bauen
In den Osten - oder Norden - egal wohin, kein Ort ist mir zu weit weg, meine Familie unterstützt das.
Ich bin qualifiziert und freue mich schon sehr auf meinen Stundenlohn von 1 Euro. Richtig dankbar wäre ich Ihnen sozusagen, auf mich können Sie immer zählen - ich würde alles liefern, Überstunden, Informationen und was Sie sonst noch von mir wollen. Wenn Sie mich nur nehmen.
Mein Alter spielt auch keine Rolle, ich reagiere sogar gut auf die billigen
Medikamente, die ich nehme. Die Depressionen wegen meiner
Sozialschmarotzerei habe ich mit Meditation gut in den Griff bekommen.
Heute kann ich mich selbst nicht mehr verstehen, wieso ich früher erbost
war, weil keine Arbeit in meinem Beruf für mich da war.

Heute habe ich begriffen, dass es meine eigene Hochnäsigkeit ist, die Arbeit verhindert hat. Ich meditiere immer wieder darüber: Man muss nur wollen,dann findet man auch. Sie bieten ja das beste Beispiel.

Ich bin jetzt auch anders motiviert. Ich habe erkannt, dass ich dankbar sein muss.
So viel macht der Staat, also auch Sie liebe Arbeitsvermittler für mich...es
wird Zeit, dass ich etwas zurückgebe. Nehmen Sie mich oder vernichten Sie mich.
Ich würde einer Eliminierung meinerseits zustimmen, denn wenn ich diese
Bewerbung wieder nicht richtig geschrieben habe, ist es mit mir
hoffnungslos. So jemand hat dann einfach sein Recht auf Unterhalt verwirkt.
Das sehe ich ein. Ich kenne selber viel zu viele Sozialschmarotzer. Da muss man auch mal hart zu sich selber sein.

Alternativ bewerbe ich mich also als Testperson für verbotene
Medikamententests. Vielleicht erreichen Sie dann dort mit mir ein
gewünschtes Ergebnis. Sie verstehen sicher, dass auch ich einfach mal wieder gut sein möchte.
Und sei es im Tod - ob an den Gleisen oder auf den Gleisen. Ich habe
verstanden. Durch Deutschland muss ein Ruck gehen, ich habe ihn mir gegeben.
Bitte treten Sie doch noch einmal kräftig nach, ich wäre so dankbar dafür.

Schönen Gruß



:kotz: :uebel:
 
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ExitUser

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Re: 600 Hartz-IV-Empfänger, die älter als 50 sind, in 1-Euro

bschlimme meinte:
Hartz-IV-Empfänger über 50 machen Ringgleis bis zur Marienberger Straße gang- und befahrbar
Für mich erscheint da sofort ein Bild vom zweiten Weltkrieg. Damals arbeiteten 10 Millionen Menschen zwangsweise in Deutschland, etwa 13 Millionen in den von Nazi-Deutschland besetzten Ländern. Der größte "Arbeitgeber" für Zwangsarbeit war der nationalsozialistische deutsche Staat, der die Arbeitssklaven im Straßen- und Gleisbau, in der Rüstungsindustrie und zu Aufräumarbeiten nach Bombenangriffen eingesetzt hat.

Vielleicht ist der Vergleich etwas krass, aber nach Zwangsarbeit hört sich das schon an.

LG
Luna
 

Atlantis

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Darum haben Sie das große Los in einem bundesweiten Wettbewerb gezogen: Rund 7 Millionen Euro wird der Bund überweisen.
Da Sie die 1 Euro Jober nicht Legal
Eingesetzt haben und dafür eine Orfeige Einkassierten,
hat Sie doch das Reinigungsgewerbe Angeschissen.
300 1 EUro Jobs solln es sein

Bundeswirtschaftsministerium verlangt Änderungen von Braunschweigs Hartz-IV-Arge

Das Bundeswirtschaftsministerium hat von Braunschweigs Hartz-IV-Arge Änderungen bei 1-Euro-Jobs verlangt. Begründung: Sie sind teilweise nicht gesetzeskonform.
Ausgerechnet der Beschäftigungsbetrieb der Stadt Braunschweig, der am längsten Erfahrung mit der Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen hat, wurde kräftig abgewatscht. Ratsherr Udo Sommerfeld (Linkspartei) nimmt die Steilvorlage auf und meint: "Dass die Verwaltung noch nicht einmal die schwammigen Regeln des Sozialgesetzbuchs einhält, ist ein Skandal. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Missbrauchs-Debatte ist zu sagen, dass dies Missbrauch ist. Nur sind die Hartz-IV-Empfänger nicht die Täter, sondern die Opfer, mit denen Druck auf reguläre Beschäftigung ausgeübt wird." Starker Tobak.
Privataufträge abgearbeitet
Hintergrund: Beim Beschäftigungsbetrieb sind Anfang des Jahres die ersten 1-Euro-Jobs für Hartz-IV-Empfänger eingerichtet worden. Wenig später legte bereits ein Braunschweiger Betrieb aus dem Reinigungsgewerbe Beschwerde beim Bundeswirtschaftsministerium ein. Die Berliner gaben dem Unternehmen Recht: Die angebotenen 1-Euro-Jobs entsprachen nicht der Vorgabe, wettbewerbsneutral, zusätzlich und gemeinnützig zu sein. Das war auch kaum möglich, denn die 1-Euro Jobber arbeiteten offenbar im Auftrag des Beschäftigungsbetriebs einen Privatauftrag ab.
Hinter verschlossenen Türen wurde in einer Krisensitzung bei der Arge nach Lösungen gesucht. Der Lenkungsausschuss legte fest: Privataufträge werden nicht mehr von 1-Euro-Jobbern des Beschäftigungsbetriebs abgearbeitet, es sei denn, die betreffende Innung erteilt eine Unbedenklichkeitsbescheinigung. Die Reinigungsinnung erteilte sie nicht.
Folge: Der Fachbereich Soziales und Gesundheit sah sich gezwungen, sämtliche Privataufträge im Bereich der Gärtnerei, des Dienstleistungsbereichs und der Werkstatt für Transporte, Malen und Sonderaufträge aufzukündigen.
Damit verschwanden jedoch auch die 1-Euro-Jobs. Die Verwaltung will nun Verhandlungen mit der Gebäudereinigungsinnung führen, "um neue Wege der Zusammenarbeit zu finden, damit den Klienten weiterhin eine Qualifizierung nahe am ersten Arbeitsmarkt geboten werden kann, die gesetzlichen Kriterien aber dennoch erfüllt werden".
Klärung im Sozialausschuss
Götz-Rüdiger Kliesch, sozialpolitischer Sprecher der CDU und auch Justiziar der Handwerkskammer, will "nicht das Kind mit dem Bade ausschütten und Verallgemeinerungen sind gewiss fehl am Platz. Aber die Verwaltung muss im Sozialausschuss erklären, wie so etwas hat durchrutschen können".
Donnerstag, 10.11.2005


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